DFB-Pokal: Favoriten wollen Zweitligisten zähmen
Am Sonntag, 15. Dezember, stehen die Viertelfinal-Spiele im DFB-Pokal auf dem Programm. Drei Mal heißt das Duell Erste Liga gegen Zweite Liga und die Favoriten sind spätestens seit dem Achtelfinale gewarnt, die Außenseiter nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.
Beim SV Werder Bremen, Fünfter der 2. Bundesliga Nord, wäre alles andere als ein deutlicher Sieg des 1. FFC Frankfurt jedoch eine große Überraschung. Frankfurts Trainer Colin Bell warnt dennoch davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. „Die Aufgabe bei einem ambitionierten Zweitligisten gehen wir mit großem Respekt vor dem Gegner und entsprechender Ernsthaftigkeit an.“
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Bell warnt vor Nachlässigkeit Deswegen fordert Bell von seinen Spielerinnen „von Beginn an präsent zu sein“ und „die kleine Chance, die Underdogs in solchen Duellen immer haben, gar nicht erst anzubieten.“ Dabei gelte es vor allem die torgefährlichen Stephanie Goddard und Cindy König in Schach zu halten und bei Standardsituationen aufmerksam zu sein. „Wichtig ist, dass wir gewinnen und nicht, wie hoch wir gewinnen.“
Sand hat einen Lauf Der SC Sand, Tabellenführer der 2. Bundesliga Süd , sorgte im Achtelfinale mit einem 6:0-Sieg gegen den ligahöheren FCR 2001 Duisburg für eine der größten Überraschungen. Nun will das Team den nächsten Pokal-Coup landen und auch beim FF USV Jena bestehen und somit ein Sahnehäubchen auf ein äußerst erfolgreiches Jahr setzen. Nach 26 Pflichtspielen ohne Niederlage mit einem Torverhältnis von 90:10 ist das Selbstbewusstsein der Sander Fußballerinnen in die Höhe geschnellt.
Fragezeichen hinter Stott und Mauro Doch personell muss Trainer Dieter Wendling womöglich auf zwei seiner wichtigsten Kräfte verzichten. So plagt die neuseeländische Nationalspielerin Rebekah Stott eine Knieverletzung und auch Torjägerin Ilaria Mauro ist angeschlagen und klagte im Training über Schmerzen. Wendling bleibt aber gelassen: „Wenn es reicht, wäre es ein tolles Jahr gewesen. Wenn nicht, war es trotzdem eines.“
Wirft Köln den dritten Erstligisten raus? Auch der Zweite der 2. Bundesliga Süd, der 1. FC Köln, erwies sich im Achtelfinale als Pokalschreck und nach der TSG 1899 Hoffenheim den FC Bayern München und somit bereits den zweiten Erstligisten aus dem Wettbewerb. Diesmal steht für die Kölnerinnen um ihre Topstürmerin Inka Grings allerdings bei der SGS Essen ein Auswärtsspiel auf dem Programm ( ab 14 Uhr live auf DFB-TV ). Essens Trainer Markus Högner lässt deswegen gar keine Zweifel aufkommen, welches Team das Halbfinale erreichen wird.
Högner: „Wir sind klarer Favorit“ “Auch wenn der Gegner gefährlich ist, sind wir klarer Favorit. Deshalb erwarte ich auch, dass wir ins Halbfinale einziehen“, so Högner . Dennoch hat er vor dem Gegner Respekt. „Meiner Meinung nach könnte Köln mit diesem Kader auch in der Bundesliga eine ordentliche Rolle spielen. Wenn wir die unterschätzen, bekommen wir Probleme.”
Den Auftakt zum DFB-Pokal-Viertelfinale macht am Sonntag ein reines Erstligaduell. Der SC Freiburg empfängt im heimischen Stadion den BV Cloppenburg.
DFB-Pokal-Viertelfinale, Sonntag, 15. Dezember
11.00 Uhr: SC Freiburg – BV Cloppenburg 13.00 Uhr: SV Werder Bremen – 1. FFC Frankfurt 13.00 Uhr: FF USV Jena – SC Sand 14.00 Uhr: SGS Essen – 1. FC Köln ( live auf DFB-TV )