Prestigeduell zum Jahresabschluss

Von am 6. Dezember 2013 – 10.11 Uhr 24 Kommentare

Das Niedersachsen-Derby zum Auftakt und am Sonntag das Prestigeduell zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem 1. FFC Frankfurt. Der zehnte Bundesligaspieltag, gleichzeitig der letzte vor der Winterpause, hält am Wochenende einige Spannung bereit. Und auch der FCR 2001 Duisburg möchte nach dem Überraschungserfolg in München zumindest sportlich weiter positive Schlagzeilen schreiben.

Doch zunächst stehen sich am Samstag ab 13 Uhr (live auf Eurosport und DFB-TV) der VfL Wolfsburg und der BV Cloppenburg gegenüber. Meister gegen Aufsteiger heißt des dann, und die Gäste kommen mit zwei Ex-Wölfinnen im Kader zum Favoriten.

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Wolfsburg vor Sprung auf Platz zwei?
Eve Chandraratne und Annabel Jäger haben in der vergangenen Saison noch in Wolfsburg gespielt, nun stehen sie beim Aufsteiger unter Vertrag. Mit einem Sieg würden die Wolfsburgerinnen zumindest vorübergehend auf den zweiten Tabellenplatz klettern. Abhängig vom Ausgang des Duells zwischen Potsdam und Frankfurt könnten sie dort auch nach diesem Spieltag bleiben. Nach hinten beträgt der Vorsprung auf den FC Bayern München allerdings nur einen Zähler.

München will Anschluss halten
Die Münchenerinnen haben sich nach dem guten Saisonstart mit dem Remis in Sindelfingen und der Niederlage gegen Duisburg vorerst aus der Spitze verabschiedet. Nun geht es darum, auf die Erfolgsspur zurück zu finden, um den Anschluss nicht zu verlieren. Dabei ist der FCB am Sonntag bei der TSG 1899 Hoffenheim zu Gast. „Ich glaube nicht, dass Bayern uns ein Weihnachtsgeschenk überreichen wird“, erwartet TSG-Trainer Jürgen Ehrmann motivierte und spielstarke Gäste. Gerade bei Standardsituationen ist der Respekt vorm Gegner groß. „Bei Standards der Münchnerinnen kommt eine geballte Wucht auf unser Team zu. Hier müssen wir unbedingt den Respekt ablegen und uns voll in die Zweikämpfe reinhauen.“ Momentan liegen die Hoffenheimerinnen auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Tabea Kemme und Lira Bajramaj

Potsdams Tabea Kemme (li.) im Duell mit Frankfurts Lira Bajramaj © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

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Duell der Erzrivalen
In ganz anderen Regionen spielen der 1. FFC Turbine Potsdam und der 1. FFC Frankfurt, die sich am Sonntag in Potsdam gegenüber stehen (im Livestream ab 14 Uhr auf RBB und HR-Online). Beide Teams sind in der laufenden Saison noch ungeschlagen. „Insbesondere in der Offensive sind die Turbinen herausragend besetzt“, sagt Frankfurts Trainer Colin Bell, der von seiner Mannschaft fordert, selbst das Zepter in die Hand zu nehmen.

„Trotz des Bewusstseins, auf ein starkes Team zu treffen, wollen wir im Karl-Liebknecht-Stadion selbst Akzente setzen anstatt nur auf die Spielweise der Potsdamerinnen zu reagieren.“ Im Falle eines Heimsieges würde Turbine mit den Frankfurterinnen an der Tabellenspitze gleichziehen, und wäre aufgrund des noch ausstehenden Nachholspiels wieder im Vorteil.

Duisburg empfängt den USV
Der FCR 2001 Duisburg konnte nach zuletzt sechs sieglosen Bundesliga-Duellen am vergangenen Wochenende beim FC Bayern mit 1:0 gewinnen. Nun will man gegen den FF USV Jena nachlegen. Doch auch die Gäste kommen mit einigem Selbstbewusstsein ins Ruhrgebiet. Nimmt man den DFB-Pokal hinzu, so hat der USV zuletzt drei Spiele in Serie gewinnen können. In der Liga konnten sich die Thüringerinnen so bis auf den fünften Platz verbessern.

Freiburg-Trainer Sehrig fordert Wiedergutmachung
Einen Rang dahinter liegt die SGS Essen, die am Sonntag beim SC Freiburg zu Gast ist. Die Freiburgerinnen kassierten zuletzt eine bittere 1:5-Niederlage bei Bayer 04 Leverkusen. „Das war eine unerwartete Niederlage gegen eine so junge Mannschaft. Wir sind überhaupt nicht in unser Spiel gekommen“, so SC-Trainer Dietmar Sehrig. Mit den Gästen aus Essen wartet nun „ein Gegner, der bislang eine sehr gute Hinserie gespielt hat. Es geht um Wiedergutmachung, wir werden dagegen halten müssen und wollen den Zuschauern zeigen, dass es auch anders geht“, kündigt der Übungsleiter an.

Sindelfingen reist zur Werkself
Mit dem besagten 5:1 hat Bayer 04 Leverkusen in der Vorwoche eine Niederlagenserie beenden können, nun erwartet die Werkself Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen. Momentan haben die Gastgeberinnen, wie auch der BV Cloppenburg und der SC Freiburg, neun Punkte auf dem Konto. Mit einem Sieg gegen Sindelfingen könnten, abhängig vom Geschehen auf den anderen Plätzen, also gleich zwei Konkurrenten überholt werden.

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24 Kommentare »

  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Ich meinte das Ganze eigentlich so, dass selbst der Fußballplatz der Kreisklassemannschaft Hintertupfingen ausgereicht hätte, um dort dieses Spiel auszutragen. Hätte man zwar keine Tribünen, finde aber Stehplätze sowieso besser. Auf manchen Sportplätzen gibts ja Banden, wo die Fans sich anlehnen können. Und zur Not auch am Übertragungshäuschen von ES.

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  • Detlef sagt:

    Es hat in Potsdam über Nacht nicht geschneit, sondern wie vorhergesagt nur geregnet!!!
    Zur Zeit tröpfelt es immer noch, aber das Spiel sollte wohl definitiv stattfinden!!!

    Also dann, auf gehts ins KARLI, zum „Kampf der Titanen“ im deutschen FF!!!

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  • Marcel sagt:

    @sheldon

    Du malst dir die Welt wohl auch wie sie dir gerade gefällt 😉
    Es gibt leider DFB-Regularien an die sich die Vereine halten müssen so das man nicht auf jeden „Hinterhofplatz“ spielen kann und ich bezweifle das die auch irgendeine Rasenheizung hätten.

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  • Sheldon sagt:

    @Marcel: Was sind denn die DFB-Regularien, außer einem Platz, der bespielbar ist, mit den richtigen Maßen? Und irgendwo in der Umgebung von Wolfsburg gibt es mit Sicherheit eine Wetterschneise und es schien die ganze Woche die Sonne.

    Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte!

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