Bayern München holt Olivia Schough und Nora Holstad

Von am 2. Dezember 2013 – 9.54 Uhr 43 Kommentare

Frauenfußball-Bundesligist FC Bayern München verstärkt sich zum 1. Januar 2014 mit zwei skandinavischen Nationalspielerinnen. Erika Tymrak und Bianca Henninger kehren hingegen in die USA zurück.

Die beiden Spielerinnen unterschrieben einen Vertrag bis zum 30.6.2015. Offensivspielerin Olivia Schough kommt vom schwedischen Erstligisten Kopparbergs/Göteborg FC. Schough stand in der vergangenen Saison bei 19 von 21 Einsätzen in der Startelf.

Seit März Nationalspielerin
Sie durchlief zahlreiche Juniorinnen-Nationalteams und debütierte im März 2013 in der A-Nationalmannschaft. Im Sommer gehörte sie bei der Europameisterschaft im eigenen Land zum schwedischen Kader. Schough meint: “Ich kann es kaum erwarten in Deutschland für den FC Bayern zu spielen und möchte mich als Spielerin hier weiterentwickeln.”

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Verstärkung für die Defensive
Abwehrspielerin Nora Holstad erzielte bei ihrem letzten Verein, dem norwegischen Erstligisten Arna-Bjørnar, in 25 Spielen 7 Tore. Zuvor spielte sie bereits 66 Mal (5 Tore) für den schwedischen Erstligisten Linköpings FC. Sie wurde 2011 als einzige in Schweden spielende Spielerin in den norwegischen Kader für die Weltmeisterschaft in Deutschland berufen und bestritt für die A-Nationalmannschaft Norwegens bislang 29 Spiele. Holstad erklärt: “Es ist für mich eine große Herausforderung für Bayern München zu spielen. Ich möchte auf dem Platz meinen Teil zum Erfolg beitragen.”

Olivia Schough und Nora Holstad

FCB-Managerin Karin Danner freut sich über die Neuzugänge Olivia Schough (Mi.) und Nora Holstad © FCB Frauenfußball

Reaktion auf Verletzungen
Bayern-Managerin Karin Danner freut sich: “Ich bin froh, dass wir mit Nora Holstad eine sehr erfahrene Defensivspielerin und mit Olivia Schough eine talentierte und ehrgeizige Offensivspielerin verpflichten konnten. Wir reagieren damit auf unsere anhaltende Verletztenmisere, da einige Spielerinnen erst zur Vorbereitung in den Trainingsbetrieb eingebunden werden können.”

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Trainer Thomas Wörle ergänzt: “Ich freue mich sehr auf die gemeinsame Zusammenarbeit. Die Verpflichtungen haben wir schon seit einiger Zeit vorbereitet, um auf die geplanten Abgänge zu reagieren.”

Tymrak und Henninger zurück in die USA
Die kurz vor Saisonbeginn bis Jahresende vom US-Profiligaverein Kansas FC ausgeliehenen Spielerinnen Erika Tymrak und Bianca Henninger kehren vertragsgemäß zum Jahresende 2013 wieder in die USA zurück.

Die beiden Neuzugänge im Video

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

43 Kommentare »

  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Ich weiß ja nicht,wie du normalerweise Schach spielst, aber die von dir gewählte „Variante“ klingt mir nach „Bauernopfer“ ,um wohl im weiteren Verlauf „höhere“ Ziele ,sprich ein „Schach matt“ zu erreichen. Eine normale „Eröffnung“ mit einem Bauernzug erfolgt im „abgesicherten“ Modus und läßt die höherwertigen Figuren, vernetzt mit gegenseitiger Deckung, dann in das Geschehen eingreifen ohne sich dabei in das „Risiko“ des Geschlagen zu werden zu begeben. Immer auch getreu dem Motto „ständig einige Spielzüge vorrauszudenken“, so daß gegnerischen Überraschungen möglichst ausbleiben.So strukturiert ist dann WOB doch auf einem guten Weg und kann seine „Jugendarbeit“ geschützt und krisenstabil weiterentwickeln.
    @ziefle.Ich hoffe damit den „Spagat“ zwischen Schach und FF geschafft zu haben und nun alle User die Chance haben diese „kryptischen“ Gedanken @Sheldons verstehen zu können. 🙂

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  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Genau das ist es eben nicht. Das wäre ja sinnvoll gedacht. Letztlich beschreibt die von mir vorgestellte Variante das zu schnelle, leichtfertige Voranziehen einzelner Bauern, die dann isoliert den Kontakt zu den anderen Figuren verlieren und von außen durch Läufer und Dame leicht umgangen werden können. Damit ist der König „nackt“ und muss umständlich durch Springer und Läufer wiederum geschützt werden, was zumeist mit großen Verlusten endet. Der Gegner ist in einem schnellen Vorteil und kann dies dann – wenn er selbst gut genug ist – ausspielen.

    Letztlich enthielt mein Denkansatz doch einen Fehler: Die Bauern stellen die Jugendarbeit dar. Sie wird leichtfertig preisgegeben. Damit aber bricht die Basis weg und die 1. Mannschaft steht „nackt“ dar. Um diese nun auf ein ähnliches Niveau wie bei anderen Mannschaften zu bringen, braucht es nun einige Anstrengung und viele Verluste (hier in Form von Geld). Solange Wolfsburg deutlich mehr Geld hat als andere und die anderen das Jugendsystem auch noch nicht gnadenlos ausschöpfen, mag das gut gehen, später nicht mehr.

    Und wie beim Schach ist es so, dass die Verbindung der Glieder (gerade der Bauern mit dem Rest) im Nachhinein nur sehr schwer und nur sehr gekünzelt funktioniert. Es würde mich sehr wundern, wenn sich Wolfsburg tatsächlich von diesem Schlag, dass die U17 absteigen würde, so schnell erholen könnte. Der Nachschub an Talenten für die 2. Mannschaft muss dann anderweitig beschafft werden und kann nicht mehr im eigenen Haus produziert werden, dies würde wiederum die Zahl der Talente senken, die sich im eigenen Haus für die 1. Mannschaft empfehlen kann.
    Dies zeigt ja auch die aktuelle Situation schon. Die Talente, die in der 2. Mannschaft aktiv sind, sind im Wesentlichen Michaela Brandenburg (kam aus der U17 von Holstein Kiel), Jasmin Sehan (kam von der U17 in Neubrandenburg). Außerdem noch Lena Rathmann, die aus der eigenen U17 kommt, allerdings dort auch nur ein halbes Jahr gespielt hat und vorher in Ahlten unter Vertrag stand, und Sarah Adolph. Dazu noch Johanna Tietge und Joelle Wedemeyer.
    6 Talente aus dem eigenen Haus, davon 4 aus der eigenen Jugendabteilung. Das ist schon ein Unterschied, ob du 6 Talente hast oder 12 Talente aus der eigenen Jugend und dazu nochmal mit Kappes und Heider 2 dazu geholte Talente. Der Stamm dieser Mannschaft ist im Schnitt 20,1 Jahre alt, und das auch nur, weil Walkling nicht miteingerechnet ist. 4 17-jährige stehen da jede Woche in der Startelf. Und die stehen ja nicht irgendwo in der Tabelle, sondern sind punktgleich mit Saarbrücken 4.! Angesichts der Qualität von Köln und Sand (allein schon von den Namen her) kann sich das absolut sehen lassen.

    Und von den 14 Talenten haben immerhin 3 schon für die A-Mannschaft gespielt, Spielerinnen wie Mayr oder Schlarb empfehlen sich zunehmend (auch Heider oder Fink). Da musst du schon zugeben, dass das ne ganz andere Preisklasse einfach ist.

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  • ziefle sagt:

    @altwolf
    „Ich hoffe damit den “Spagat” zwischen…….“

    Die Hoffnung stirbt zuletzt, aber sie stirbt!

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