U17-EM: DFB-Elf startet gegen Schottland
Für die U17-Juniorinnen des DFB wird es heute ernst: Um 13.30 Uhr steht in Hinckley das erste Gruppenspiel gegen Schottland auf dem Programm. Mit einem guten Turnierstart will die DFB-Elf die Weichen für ein erfolgreiches Turnier stellen, in dem man sich auch für die WM in Costa Rica qualifizieren will.
„Wir werden Schottland nicht unterschätzen und nicht den Fehler machen zu denken, wir können sie im Vorbeigehen schlagen“, warnt DFB-Trainerin Anouschka Bernhard im Womensoccer-Interview davor, den vermeintlich leichtesten Gruppengegner zu unterschätzen, der erstmals an einer U17-EM -Endrunde teilnimmt, in der Eliterunde aber Gegner wie Norwegen und Finnland hinter sich ließ.
Der deutsche U17-EM-Kader im Überblick
Video mit Jasmin Sehan und Ricarda Walkling
Harte Brocken Frankreich und Spanien Doch die echten Brocken warten auf die DFB-Juniorinnen dennoch wohl erst in den weiteren Partien: Am Freitag, 29. November, geht es ab 13.30 Uhr in Telford gegen Frankreich, zum Abschluss der Vorrunde wartet am Montag, 2. Dezember, 13.30 Uhr, wiederum in Hinckley der zweimalige Europameister Spanien.
Vier Neulinge belegen wachsende Leistungsdichte Prognosen über den Ausgang des Turniers sind schwierig, denn das Leistungsgefälle zwischen den Teams wird immer geringer, so dass die Aufstockung des Turniers von vier auf acht Mannschaften folgerichtig war. Ein weiterer Beleg für die wachsende Leistungsdichte ist, dass in Schottland, Italien, Österreich und Portugal gleich vier Teams erstmals an einer Endrunde teilnehmen, während sich Titelverteidiger Polen gar nicht erst qualifizieren konnte.
Frühe Turniererfahrung Den Spielerinnen aller teilnehmenden Länder kommt es zugute, frühzeitig Turniererfahrungen sammeln zu können, ehe es in Richtung U19- oder gar der A- Nationalelf geht. Durch die Aufstockung des Teilnehmerfelds wird zudem verhindert, dass bereits in der Eliterunde immer ein Topteam auf der Strecke bleibt, so dass auch der sportliche Wettbewerb aufgewertet wird.
WM-Ticket im Visier Das Hauptziel der DFB-Elf lautet, sich einen Platz unter den Top 3 zu sichern, denn der würde einen Startplatz bei der U17-WM in Costa Rica (15. März bis 5. April 2013) garantieren. Bernhard erklärt: „Das ist sicherlich das Ziel, darüber hinaus muss man schauen, was geht. Wir wollen zu den besten drei Nationen Europas gehören und mit einem halben Auge auf das Finale schielen. Das ist unser Anspruch. Deutschland war schon drei Mal Europameister und wir wollen wieder auf diesen Thron.“
Optimistische Spielerinnen Und auch die Spielerinnen sind guter Dinge , ein erfolgreiches Turnier spielen zu können. „Es sollte uns keiner unterschätzen, weil wir wirklich gut drauf sind. Wir können den Titel holen”, gibt sich Stürmerin Jasmin Sehan optimistisch und Mittelfeldspielerin Ricarda Walkling ergänzt: „Wir wollen so weit wie möglich kommen, hoffentlich bis ins Finale. Aber zunächst müssen wir uns auf unsere drei Gruppenspiele konzentrieren, dann sehen wir weiter.”