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2013

WM-Quali: DFB-Elf kommt erst spät in Fahrt

Die deutsche Frauenfußball- Nationalelf hat im vierten WM-Qualifikationsspiel den vierten Sieg gefeiert. Doch beim klaren Erfolg in der Slowakei brachten erst die Einwechslungen von Lira Bajramaj und Alex Popp Linie ins Spiel und ein standesgemäßes Ergebnis.

Die DFB-Elf kam vor 1 128 Zuschauern in Zilina zu einem 6:0 (1:0)-Erfolg, tat sich aber ähnlich wie beim Sieg gegen Kroatien lange Zeit schwer.

Späte Tore Nadine Keßler brachte die deutsche Auswahl früh in Führung (8.), Anja Mittag schraubt das Ergebnis in ihrem 100. Länderspiel in die Höhe (57., 65.), ehe Keßler ihren zweiten Treffer erzielte (83.). Nur Augenblicke später gelang ihrer Vereinskollegin Alex Popp der fünfte deutsche Treffer (84.). Marozsán setzte den Schlusspunkt (87.).

Leupolz in der Startformation Bundestrainerin Silvia Neid nahm im Vergleich zu den Spielen zuvor einige Wechsel vor. So stand Almuth Schult für Nadine Angerer im Tor, Melanie Leupolz bildete zusammen mit Keßler die Doppel-Sechs. In Abwesenheit von Angerer übernahm Saskia Bartusiak die Kapitänsbinde.

Führung durch Keßler Die deutsche Mannschaft ging früh in Führung, als Keßler einen Freistoß von Dzsenifer Marozsán mit den Haarspitzen ins Tor lenkte (8.). Doch wer gedachte hatte, der frühe Führungstreffer würde der deutschen Mannschaft Sicherheit geben, sah sich getäuscht.

Schwache erste Halbzeit Nur selten kamen die DFB-Spielerinnen gefährlich vor das gegnerische Tor, ein Distanzschuss von Marozsán, den die slowakische Torhüterin Maria Korenčiová über das Tor lenkte, war die magere weitere Ausbeute der ersten halben Stunde (25.), Célia Šašić hatte mit einem Kopfball eine ihrer wenigen Chancen (30.).

Nur wenige Chancen Marozsán war es dann, die hart bedrängt von Lenka Mravíková in den Strafraum eindrang und zu Šašić ablegte, Korenčiová war aber auf der Hut (39.). Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit bot sich den Zuschauern ein wenig verändertes Bild, die deutschen Spielerinnen bewegten sich zu wenig, die slowakische Abwehr war nicht allzu beschäftigt.

Belebung durch Doppel-Wechsel Das sollte sich ändern, als Keßler mit Nachdruck in den Strafraum eindrang und quer auf Šašić schob, doch die Stürmerin des 1. FFC Frankfurt schien überrascht und hob den Ball über das Tor (54.). Neid reagierte und brachte Alex Popp und Lira Bajramaj für Melanie Leupolz und Simone Laudehr , das deutsche Spiel wurde nun sichtlich lebendiger.

Bajramaj sorgt für Schwung Erst leitete Bajramaj einen Angriff über den rechten Flügel ein, Šašić beförderte den Ball zu Mittag, die in der Mitte den Ball nur über die Linie drücken musste (57.). Minuten später war Bajramaj dann direkte Vorlagengeberin, als sie Mittag mit einem perfekten Pass bediente und diese sicher abschloss (65.).

Torfestival in der Schlussphase In der Schlussphase tat die DFB-Elf dann noch etwas für das Torverhältnis. Keßler erhöhte per Kopf zum 4:0 (83.), kaum eine Minute später schloss Popp einen weiteren Angriff von Bajramaj ebenfalls mit dem Kopf ab (84.). Aus dem Gewühl machten dann Marozsán das halbe Dutzend voll.

Neid zufrieden, Mittag nicht Neid meinte nach der Partie : “Wir haben uns in der ersten Halbzeit schwer getan, hatten wenig Bewegung im Spiel und nicht die nötige Präzision im Passspiel. Das wurde in der zweiten Halbzeit besser, wir haben unser Laufspiel gesteigert und mehr Präzision gezeigt. Insgesamt bin ich zufrieden, denn wir haben erneut drei Punkte geholt und das Ergebnis geht in Ordnung.” Doppel-Torschützin Anja Mittag erklärte: “Die Slowakinnen standen tief hinten drin und wir mussten immer ankämpfen. Letztlich haben wir noch sechs Tore gemacht, aber zufrieden können wir nicht sein.”

Slowakei – Deutschland 0:6 (0:1)

Slowakei: Korenciova – Fischerova, Mravikova, Harsanyova, Vrabcova (62. Hmirova) – Biroova, Ondrusova – Suskova (59. Zdechovanova), Klechova, Feckova – Bartovicova

Deutschland: Schult – B. Schmidt, Krahn, Bartusiak, Maier – Keßler, Leupolz (54. Popp) – Mittag, Marozsan, Laudehr (54. Bajramaj) – Sasic (74. Däbritz)

Tore: 1:0 Keßler (8.), 2:0 Mittag (57.), 3:0 Mittag (65.), 4:0 Keßler (83.), 5:0 Popp (84.), 6:0 Marozsan (87.) Gelbe Karten: Fischerova; Laudehr

Schiedsrichterin: Elia Martinez (Spanien)