Champions League: Potsdam vor Herkulesaufgabe
Heute Abend um 20 Uhr tritt der 1. FFC Turbine Potsdam im Achtelfinal-Rückspiel der UEFA Women’s Champions League beim französischen Meister Olympique Lyon an. Nach der 0:1-Niederlage im Hinspiel wartet auf den deutschen Vizemeister eine Mammutaufgabe, denn nur ein Sieg kann das frühe Aus verhindern.
Lyon seit 2006 zuhause ungeschlagen Wie schwer die Aufgabe werden wird, zeigt allerdings ein Blick in die Statistik: Denn Olympique Lyon ist auf heimischem Boden seit fast acht Jahren in allen Wettbewerben ohne Niederlage. Das letzte Mal gingen die Französinnen in einem Heimspiel am 10. September 2006 als Verlierer vom Platz, damals gab es in der Meisterschaft ein 0:1 gegen Juvisy FCF .
Mut aus Hinspiel ziehen Doch Turbine hat die Hoffnung nicht aufgeben und schöpft vor allem aus der engagierten Leistung der ersten Halbzeit vom vergangenen Sonntag Zuversicht, wo man sich zwei hochkarätige Torchancen gegen eine nicht immer sattelfest wirkende Lyon-Defensive erspielte.
Turbine hofft auf schnelles Tor Turbine-Trainer Bernd Schröder hofft , den Gegner mit einem schnellen Tor verunsichern zu können. „Wir haben noch eine Chance in Lyon. Wenn sie in Rückstand liegen haben sie ein Problem, darauf zu reagieren.“ Und auch die Turbine-Spielerinnen sind überzeugt, die Wende noch schaffen zu können.
Draws: „Müssen unsere Chancen nutzen“ Kapitänin Stefanie Draws erklärt : „Man hat gesehen, dass wir mithalten konnten und uns gute Torchancen herausgespielt haben. Wir fahren nicht chancenlos nach Lyon, schließlich sind wir immer für ein Tor gut. Wir müssen an die Leistung vom Hinspiel anknüpfen und diesmal unsere Chancen nutzen.“
Lyon setzt auf Offensive Doch bei den Französinnen ist man gewillt, gar nicht erst Zweifel aufkommen zu lassen. „Ich werde eine ziemlich offensive Mannschaft aufstellen, um so früh wie möglich ein Tor zu erzielen“, kündigt Lyons Trainer Patrice Lair an , der allerdings gehörig Respekt vor Potsdam hat: „Potsdam ist stärker als vor zwei Jahren.“
Keine Live-Übertragung im deutschen Fernsehen Mehr als 10 000 Zuschauern werden zum Rückspiel im Stade de Gerland erwartet, leider ist die Partie anders als das Hinspiel nicht live im deutschen Fernsehen zu sehen, da der französische Pay-TV-Sender BeIn-Sport die Übertragungsrechte erworben hat.