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2013

Spannung an beiden Tabellenenden

Der sechste Bundesligaspieltag wird am Samstag mit dem Spitzenspiel zwischen dem 1. FFC Turbine Potsdam und dem VfL Wolfsburg (11.45 Uhr, live auf Eurosport) eröffnet. Im Falle eines Potsdamer Sieges würde der Vorsprung auf den Meister bereits fünf Punkte betragen. Und auch am anderen Tabellenende kommt es zum direkten Duell. Die beiden bislang einzig sieglosen Mannschaften, der VfL Sindelfingen und der BV Cloppenburg, stehen sich gegenüber.

Mit zwei Punkten Vorsprung auf den VfL Wolfsburg steht der 1. FFC Turbine Potsdam derzeit an der Tabellenspitze. Sollte der VfL gewinnen, übernimmt er nach dem etwas holprigen Saisonstart die Tabellenführung. Fehlen wird dem Triple-Sieger der Vorsaison allerdings Spielführerin Nadine Keßler, die sich eine Innenbanddehnung und Kapselzerrung im rechten Knie zugezogen hat . Beide Mannschaften sind bislang ungeschlagen. In der vergangenen Spielzeit gewann der VfL das erste Aufeinandertreffen mit 2:1, unterlag dafür in der Rückrunde mit 0:2.

Ärgert Jena das nächte Spitzenteam? Sollte es diesmal nach 90 Minuten unentschieden stehen, könnte davon vor allem der 1. FFC Frankfurt profitieren, der dann im Falle eines Sieges beim FF USV Jena wertvolle Punkte auf den Meister und Vize-Meister gutmachen könnte. Aber der Respekt vor dem USV, der momentan mit acht Punkten auf dem sechsten Rang liegt, ist auf Seiten des FFC groß. Vom “bislang schwersten Auswärtsspiel der Saison”, spricht FFC-Trainer Colin Bell, denn die Thüringerinnen konnten in der laufenden Saison sowohl gegen Wolfsburg als auch gegen Potsdam einen Punkt mitnehmen. “In der letzten Saison hat sich der 1. FFC Frankfurt in beiden Spielen gegen Jena sehr schwer getan – diese Erfahrung wird ebenfalls dafür sorgen, dass meine Mannschaft gewarnt und hellwach sein wird.”

BVC in Sindelfingen unter Druck Am vergangenen Spieltag kam der USV zu einem überraschend deutlichen 3:0-Erfolg beim BV Cloppenburg. Und so wartet der Aufsteiger aus Niedersachsen weiter auf den ersten Sieg im Oberhaus. Am Sonntag ist der BVC bei Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen zu Gast und steht in der Pflicht, mit dem ersten “Dreier” den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu halten oder den vorletzten Rang sogar verlassen zu können.

Ruhrderby in Duisburg Einen Rang vor den Cloppenburgerinnen liegt der FCR 2001 Duisburg , der zum Derby die SGS Essen empfängt. In der Vergangenheit sah der SGS gegen den Lokalrivalen nicht immer gut aus, und für den FCR läuft momentan nicht viel rund. „Wir müssen in diesem Spiel einfach mal unser Glück erzwingen und den Bock umstoßen. Es muss endlich gelingen, unsere herausgespielten Chancen auch in Tore umzusetzen“, sagt FCR-Trainer Sven Kahlert, der am Sonntag den Ausfall von Laura Neboli verkraften muss, die sich einen Riss des Syndesmosebandes zugezogen hat .

Derby die 2te Mit ganz anderen Erlebnissen ist derzeit der SC Freiburg gesegnet: Drei Siege in Serie haben die Breisgauerinnen auf den fünften Tabellenrang gebracht, und entsprechend selbstbewusst können sie bei der TSG 1899 Hoffenheim antreten. Dennoch erhofft sich die TSG nach den Niederlagen gegen Potsdam und Wolfsburg, im Baden-Derby wertvolle Punkte im Kampf gegen den Abstieg sammeln zu können. „Für unsere Spielweise und den technisch guten Fußball werden wir gelobt“, erklärt TSG-Trainer Jürgen Ehrmann, der aber weiß: „Das reicht in der 1. Liga nicht aus.“ Entschlossenheit, ständiges Pressing, Aggressivität und eine geschlossene Mannschaftsleistung fordert er entsprechend für die Partie am Sonntag.

Bayern gegen Bayer Zeitgleich ist außerdem Bayer 04 Leverkusen beim FC Bayern München zu Gast. Für die Münchenerinnen, die am vergangenen Sonntag eine 1:4-Niederlage beim 1. FFC Frankfurt einstecken mussten, geht es darum, den Anschluss an die Spitze zu halten. Die Leverkusenerinnen haben bei ihrer ersten Saisonniederlage gegen den 1. FFC Turbine Potdsam sogar noch ein Gegentor mehr kassiert, unterlagen 1:5 und finden sich derzeit auf den siebten Rang wieder.