FC Bayern will Siegesserie gegen Frankfurt ausbauen
Im Fokus des fünften Bundesligaspieltags steht die Partie zwischen dem 1. FFC Frankfurt und dem FC Bayern München am Samstag ( 12.15 Uhr, live auf Eurosport ). Gegen die Münchenerinnen hat der FFC in der vergangenen Saison alle Partien verloren und am Ende auch die Qualifikation zur Champions League aus der Hand gegeben. Um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg geht es in Cloppenburg und Essen.
Der FC Bayern scheint sich in den vergangenen anderthalb Jahren zum Angstgegner der Frankfurterinnen entwickelt zu haben. Dabei war das nicht immer so, zuvor haben die Münchenerinnen einige hohe Niederlagen am Main einstecken müssen.
Respekt vor Münchener Standards „In Frankfurt war es immer schwer zu spielen, das wird auch diesmal nicht anders. In der Vergangenheit haben wir oft Abfuhren erhalten“, so FCB-Trainer Thomas Wörle, der mit seiner Mannschaft derzeit auf dem zweiten Tabellenrang liegt. „Wir müssen von Anfang an gut ins Spiel reinkommen und brauchen unsere beste Leistung, um dort etwas zu holen.“
Die Frankfurterinnen warten hingegen weiter auf den ersten Heimsieg. Das 2:2 gegen Bayer 04 Leverkusen, bei dem man schon mit 2:0 vorne gelegen hatte, sei „kritisch und konstruktiv“ analysiert worden, sagt FFC-Trainer Colin Bell. „Der FC Bayern München ist der bislang stärkste Liga-Konkurrent, gegen den wir in dieser Saison antreten“, so Bell weiter. „Besonders bei Standardsituationen ist das Team meines Trainerkollegen Thomas Wörle brandgefährlich – für mich in diesem Bereich die beste Mannschaft der gesamten Liga.“
Freiburg empfängt den FCR Alle weiteren Begegnungen des fünften Spieltags werden am Sonntag um 14 Uhr angestoßen. Darunter das Duell zwischen dem SC Freiburg und dem FCR 2001 Duisburg. Die Breisgauerinnen gehen mit zwei Siegen im Rücken in die Partie – und in beiden hielt SC-Torhüterin Laura Benkarth ihren Kasten sauber. Das Team muss allerdings gegen Duisburg auf Nationalspielerin Melanie Leupolz verzichten .
Beim FCR hat Trainer Sven Kahlert unterdessen versucht, trotz der letzten Niederlagen gegen Potsdam und Wolfsburg an die positiven Aspekte zu erinnern. „Wenn wir die Leistungen aus Potsdam und von der ersten Halbzeit gegen Wolfsburg wiederholen können, haben wir eine gute Chance, etwas Zählbares mit zu nehmen“, so Kahlert.
Ärgert Leverkusen auch die Potsdamerinnen? Nach dem etwas überraschenden Remis beim 1. FFC Frankfurt empfängt Bayer 04 Leverkusen nun den 1. FFC Turbine Potsdam. Die Potsdamerinnen stehen momentan an der Tabellenspitze, haben aber in der Meisterschaft gegen Jena und im Pokal gegen die SGS Essen gepatzt. Eine Überraschung gegen die bislang ungeschlagenen Leverkusenerinnen ist also nicht ausgeschlossen.
Alisa Vetterlein fährt zum Ex-Club Meister VfL Wolfsburg hat nach den beiden Unentschieden zum Saisonauftakt zuletzt ebenfalls zwei Erfolge eingefahren und in der Champions League gelang am Mittwoch ein 14:0-Sieg in Tallinn. Gegen Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim sind die Favoritenrollen klar verteilt. „Diese Mannschaft ist aktuell die beste in Europa und aus meiner Sicht Top-Favorit auf die Meisterschaft. Die Qualität in der Mannschaft ist so hoch, wir müssen über unsere Leistungsgrenze hinausgehen“, so TSG-Trainer Jürgen Ehrmann. Für seine Torhüterin Alisa Vetterlein gibt es dabei ein Wiedersehen mit ihrem Ex-Club. „Natürlich ist das Spiel für mich ein ganz besonderes. Ich freue mich sehr, meine alten Teamkolleginnen wiederzusehen“, sagt die 24-Jährige, die beim Gewinn des Triples noch den Kasten des VfL hütete.
Bislang sieglose Cloppenburgerinnen empfangen Jena Wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg werden in Cloppenburg vergeben. Der BVC, der noch immer auf den ersten Saisonsieg wartet, empfängt den FF USV Jena. Mit einem „Dreier“ könnte den die Cloppenburgerinnen, die momentan zwei Punkte auf dem Konto haben, auf Jena aufschließen (5 Punkte). Bei den Remis gegen Essen und Leverkusen konnte der BVC bislang beide Male punkten, wenn es gegen Teams aus der eigenen Tabellenregion ging. Die beiden klaren Niederlagen wurden gegen die Spitzenteams Frankfurt und München kassiert.
Sindelfingen fährt zur SGS Ebenfalls in der unteren Tabellenregion findet sich die SGS Essen derzeit wieder. Auch sie ist bislang in der Meisterschaft noch sieglos, gegen den VfL Sindelfingen aber am Sonntag in der klaren Favoritenrolle.