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2013

Champions League: Favoriten ohne große Mühe

Die Hinspiele im Sechzehntelfinale der UEFA Women’s Champions League brachten mehrheitlich die erwarteten Favoritensiege der gesetzten Teams, doch es gab auch einige Überraschungen.

Die beiden deutschen Teams, Titelverteidiger VfL Wolfsburg ( 14:0 bei Pärnu JK ) und der 1. FFC Turbine Potsdam ( 5:0 bei MTK Hungária ) hatten mit ihren Gegnern aus Estland und Ungarn keine große Mühe.

Im mit Spannung erwarteten ersten Duell zwischen Tyresö FF und Paris Saint-Germain behielt der schwedische Meister gegen Frankreichs Vizemeister mit 2:1 (1:1) die Oberhand.

Press trifft doppelt, Hoffnung dank Delannoy Vor der ausverkaufen Kulisse von 3 327 Zuschauern traf US-Spielerin Christen Press doppelt (21., 66.) für die Schwedinnen, bei denen die fünffache Weltfußballerin Marta erstmals seit 2008 wieder auf europäischer Bühne zu bewundern war. Doch der zwischenzeitliche Ausgleich durch einen Foulelfmeter von PSG-Kapitänin Sabrina Delannoy (36.) nach Foul von Press an Kosovare Asllani bescherte den Französinnen, die mit Annike Krahn, aber ohne der auf der Bank sitzenden Linda Bresonik antraten, eine ordentliche Ausgangsposition für das Rückspiel, in dem ein 1:0-Sieg zum Aufstieg ins Achtelfinale reichen würde.

Lyon glanz- und mühelos Vorjahresfinalist Olympique Lyon hielt sich beim BeNe-League-Meister FC Twente mit 4:0 (2:0) schadlos. Louisa Nécib (22.), die Ex-Frankfurterin Saki Kumagai (31.); Laëtitia Tonazzi (52.) und Lotta Schelin (60.) mit einem sehenswerten Treffer sorgten für einen ungefährdeten Sieg des Champions-League-Siegers von 2011 und 2012. In der ewigen europäischen Bestenliste verbesserte sich Schelin mit nun 34 Treffern auf Platz 5, in Führung liegt Conny Pohlers mit inzwischen 45 Toren.

Malmö lässt nichts anbrennen Therese Sjögran brachte beim 3:1 (2:1)-Auswärtssieg von LdB Malmö gegen Lillestrøm SK die Gäste in Führung (25.), Emilie Haavi glich für die Gastgeberinnen aus (42.). Doch postwendend brachte Manon Melis die Schwedinnnen wieder in Front (44.). Ramona Bachmann sorgte dann nach einer guten Stunde für die Entscheidung (65.). Bei Malmö wurde Anja Mittag in der 75. Minute für Kathleen Radtke vom Platz genommen, bei Lillestrøm spielte Ex-Bayern-München-Spielerin Isabelle Bachor über die vollen 90 Minuten.

Starke Teams aus Österreich und der Schweiz Über gute Leistungen durften sich am Mittwoch die Teams aus der Schweiz und Österreich freuen. Der FC Zürich Frauen bezwang den AC Sparta Prag mit 2:1 (1:1). Cinzia Zehnder brachte die Schweizerinnen in Führung (24.), ehe Eva Bartoňová kurz vor der Pause der Ausgleich gelang (44.). Rahel Kiwic erzielte jedoch den verdienten Siegtreffer für den Schweizer Meister (60.). Freuen und ärgern zugleich durfte sich der Österreichs Vizemeister FSK St. Pölten-Spratzern über sein Debüt in der Königsklasse.

Spratzern holt Remis gegen Torres Denn gegen den favorisierten italienischen Meister ASD Torres Calcio gab es ein zwar verdientes 2:2 (0:0). Doch ein Sieg lag in Reichweite, denn nach Treffern von Nicole Billa lagen die Österreicherinnen zweimal in Führung (52., 70.), doch Torres-Kapitänin Silvia Fuseli (56.) und ein Last-Minute-Treffer von Sabrina Marchese (90.) verhinderten den vollen Erfolg, obwohl nach der Gelb-Roten Karte gegen Elisa Bartoli (57.) Spratzern mehr als eine halbe Stunde in Überzahl agierte und dennoch die Führung noch aus der Hand gab.

Neulengbach gewinnt auf Zypern Österreichs Meister NÖSV Neulengbach darf sich erneut darauf Hoffnung machen, das Achtelfinale zu erreichen. Bei Apollon Limassol gab es bei Außentemperaturen von über 30 Grad einen 2:1 (1:0)-Sieg. Nina Burger traf doppelt (13., 69.), der späte Gegentreffer der eingewechselten Jasmyne Spencer (88.) trübte die gute Stimmung ein klein wenig. Neulengbach-Trainer Hannes Uhlig meint: “Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden, auch wenn wir in der ersten Spielhälfte das eine oder andere Tor mehr hätten machen können. Die letzte Viertelstunde haben unsere Kräfte leider etwas nachgelassen und so ist den Zypriotinnen doch noch der Anschlusstreffer gelungen.”

Arsenal schießt sich Frust von der Seele Arsenal LFC kam beim gerade entthronten kasachischen Titelträger CSHVSM zu einem 7:1 (3:0)-Auswärtssieg und schoss sich den Frust über den nur dritten Platz in der Meisterschaft von der Seele. 31 Minuten lang hielt das kasachische Bollwerk stand, ehe Kim Little den Bann brach (31.) und Danielle Carter (43.) sowie Jordan Nobbs (44.) noch vor der Pause das Ergebnis in die Höhe schraubten. Katie Chapman (48.), Rachel Yankee (51.), erneut Little (71.) und die eingewechselte Freda Ayisi (85.) machten den Erfolg perfekt, für das Team aus Almaty erzielte Olga Aniskovtseva den Ehrentreffer (58.).

Favorisierte Gäste setzen sich durch Favoritensiege gab es auch in den Duellen zwischen ŽFK Spartak Subotica und dem FC Rossiyanka (2:4), PK-35 Vantaa gegen Birmingham City LFC (0:3) sowie Þór/KA gegen Zorkiy (1:2), wenngleich die Isländerinnen durch einen späten Treffer von Einwechselspielerin Hafrún Olgeirsdóttir die Niederlage knapp halten konnten und nicht chancenlos zum Rückspiel reisen.

Enge Duelle Hart umkämpft waren hingegen drei andere Mittwochspiele: Der FC Barcelona und Brøndby IF trennten sich 0:0, ebenfalls remis endete die Partie Standard Lüttich gegen Glasgow City FC (2:2). Über einen knappen 3:2-Erfolg gegen Fortuna Hjørring durfte sich Italiens Vizemeister UPC Tavagnacco freuen. Etwas unerwartet war am Donnerstagabend der 2:1-Sieg von Konak Belediyespor gegen RTP Unía Racibórz.

Die Rückspiele werden in der kommenden Woche am 16./17. Oktober ausgetragen.

UEFA Women’s Champions League, Sechzehntelfinale, Hinspiele, Ergebnisse

CSHVSM – Arsenal LFC 1:7 ŽFK Spartak – WFC Rossiyanka 2:4 Pärnu JK – VfL Wolfsburg 0:14 PK-35 Vantaa – Birmingham City LFC 0:3 Þór/KA – Zorkiy 1:2 FC Barcelona – Brøndby IF 0:0 FC Zürich Frauen – AC Sparta Praha 2:1 FC Twente – Olympique Lyon 0:4 FSK St. Pölten-Spratzern – ASD Torres Calcio 2:2 Standard Lüttich – Glasgow City FC 2:2 Tyresö FF – Paris Saint-Germain 2:1 UPC Tavagnacco – Fortuna Hjørring 3:2

MTK Hungária – 1. FFC Turbine Potsdam 0:5 Apollon Limassol – NÖSV Neulengbach 1:2 Konak Belediyespor – RTP Unía Racibórz 2:1 Lillestrøm SK – LdB Malmö 1:3