Wolfsburger Schaulaufen in Estland
Der VfL Wolfsburg hat das Hinspiel im Sechzehntelfinale der UEFA Women’s Champions League bei Pärnu JK mit einem Kantersieg gewonnen. Erfolgreichste Torschützin beim 14:0 (6:0)-Erfolg war Lina Magull.
In der estnischen Hauptstadt Tallinn waren die Wolfsburgerinnen von Beginn an die tonangebende Mannschaft und schnürten den Gegner in der eigenen Hälfte ein.
Ein halbes Dutzend Tore in Halbzeit eins So fiel der Führungstreffer bereits in der achten Minute, als Lina Magull einen langen Ball in den Strafraum per Kopf zum 1:0 verwandelte. Der VfL hatte in der Folge weitere Möglichkeiten, doch zunächst vergab Alexandra Popp aus aussichtsreicher Position (9.). In der 18. Minute konnte Pärnus Torhüterin Elis Meetua eine Flanke von Anna Blässe nicht klären, sondern boxte sie Nadine Keßler vor die Füße. Doch die Spielführerin des VfL schoss neben das Tor. Kurz darauf zeigte sie sich jedoch als Vorbereiterin erfolgreich und spielte ab auf Magull. Die 19-Jährige ließ sich die Chance nicht nehmen und netzte zum 3:0 ein (19.). Bis zur Halbzeitpause schraubten Nilla Fischer (21./25.), Martina Müller (22.) und Anna Blässe (34.) das Ergebnis in die Höhe.
Hattrick von Pohlers Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild, schon kurz kurz nach dem Wiederanstoß ging es Schlag auf Schlag. Die zum zweiten Durchgang eingewechselte Conny Pohlers fügte sich mit einem Doppelschlag (47./48.) ins Spiel ein. Magull verwandelte kurz darauf einen Strafstoß (51.) und erzielte zwei Minuten später einen weiteren Treffer aus dem Spiel heraus. Die hoffnungslos überforderten Estinnen konnten den Ball ihrerseits kaum über zwei Stationen in den eigenen Reihen halten, und entsprechend war das Spiel längst zu einem Schaulaufen des Titelverteidigers geworden, der aber seinerseits nicht müde wurde, Tore zu erzielen. Nach schöner Kombination über Popp und Müller erzielte Pohlers in der 59. Minute das 11:0. Kurz daraf setzte Popp einen Kopfball neben den Kasten der Gastgeberinnen.
Zweiter Strafstoß für Wolfsburg Ihr Stunde schlug schließlich in der 84. Minute, als Popp mit einem Schuss aus über zwanzig Metern zum 12:0 traf. Und als wäre für die Estinnen das Dutzend nicht schon bitter genug, schickte Schiedsrichterin Eszter Urban Pärnus Torhüterin Meetua nach einem vermeintlichen Foul an Pohlers mit einer überzogenen Roten Karte vom Feld. Den fälligen Strafstoß, den es ebenfalls für diese Szene gab, verwandelte Müller zum 13:0. In der Nachspielzeit traf die “ Fußballerin des Jahres ” schließlich zum 14:0-Endstand.