Zittersieg von Potsdam, Wolfsburg und Bayern souverän
Am vierten Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga hat der 1. FFC Turbine Potsdam mit einem Sieg bei Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim die Tabellenspitze verteidigt, doch dabei fast eine Drei-Tore-Führung verspielt. Überzeugender waren die Auftritte des VfL Wolfsburg und des FC Bayern München .
Der 1. FFC Turbine Potsdam landete bei Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim vor 1 380 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion einen 3:2 (2:0)-Zittersieg.
Potsdam wackelt trotz 3:0-Führung Nach einer 3:0-Führung durch Treffer von Johanna Elsig (19.), Pauline Bremer (27.) und Antonia Göransson (70.) ließen sich die Potsdamerinnen in der Schlussphase, wie schon beim Pokal-K.o. gegen die SGS Essen, fast noch einmal die Butter vom Brot nehmen, denn Susanne Hartel machte mit einem Doppelschlag (76./78.) das Spiel noch einmal spannend.
Hoffenheim verkauft sich teuer Hoffenheim witterte in der Schlussphase Morgenluft und drängte auf den Ausgleich, die eingewechselte Christine Schneider setzte einen Freistoß nur knapp neben das Tor. Potsdam wackelte, fiel aber nicht. „Der Sieg für Potsdam ist natürlich verdient“, so das Fazit von Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann. „Aber ich bin stolz auf die Mannschaft und wie sie sich heute verkauft hat.“
Wolfsburg kommt in Schwung Meister VfL Wolfsburg setzte seinen Aufwärtstrend mit einem souveränen 4:0 (1:0)-Sieg beim FCR 2001 Duisburg fort. Zweimal Martina Müller (10./81.), Lina Magull (53.) und Conny Pohlers (90.+1) sorgten für einen klaren Erfolg der Wolfsburgerinnen, bei den Nadine Keßler in der zweiten Halbzeit zum einem 45-minütigen Einsatz kam und das Spiel ihres Teams lenkte.
Enge Liga Trainer Ralf Kellermann meinte: „ Wir haben hier heute verdient gewonnen. Das Spiel zeigt aber deutlich, dass man in der Liga nichts geschenkt bekommt, alles ist viel enger zusammengerückt. In der ersten Halbzeit hatten wir daher einige brenzlige Situationen zu überstehen. In Hälfte zwei haben wir dann viel besser gespielt, allerdings hätten wir unsere Chancen besser nutzen können.” Duisburgs Trainer Sven Kahlert war trotz der Niederlage nicht unzufrieden: „In den 90 Minuten von Potsdam und der ersten Halbzeit von heute haben wir gute Ansätze gesehen, auf denen wir aufbauen können.“
US-Duo hält Bayern auf Erfolgskurs Auch der FC Bayern München ist weiter auf Erfolgskurs. Gegen Aufsteiger BV Cloppenburg gab es einen 5:2 (2:2)-Sieg. Amber Brooks, bereits gegen den SC Freiburg und die SGS Essen unter den Torschützinnen, sorgte für die frühe Führung (11.), die Nina Brüggemann für die Gäste allerdings rasch ausglich (18.).
Steigerung in Halbzeit zwei Auf den zweiten Treffer von Brooks (27.) hatte der Aufsteiger ebenfalls eine schnelle Antwort parat, die Ex-Münchnerin Mandy Islacker traf zum neuerlichen Ausgleich (32.). Doch in der zweiten Halbzeit ließen die Münchnerinnen nichts mehr anbrennen, Vanessa Bürki (66.), Sarah Hagen (69.) und die eingewechselte Ricarda Walkling (90.) sorgten am Ende für einen standesgemäßen Erfolg (90.).
Wörle: “Haben Charakter bewiesen” Bayern-Trainer Thomas Wörle meinte: „Die erste Halbzeit haben wir verschlafen. Wir haben nach der Pause die richtige Reaktion gezeigt und Charakter bewiesen. Wir haben viel mehr Aufwand betrieben und dadurch auch verdient den Sieg eingefahren.“
Erster Sieg für Jena Der FF USV Jena feierte mit einem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen die SGS Essen in einer spielerisch nur auf mäßigem Niveau stehenden Partie den ersten Dreier der Saison. Iva Landeka mit einem Schuss nach einem Alleingang aus dem Mittelfeld (19.) und Amber Hearn (73.) aus dem Getümmel nach einer Ecke von Ria Percival trafen für die Elf aus Thüringen.
Neuerliche Klatsche für Sindelfingen Der VfL Sindelfingen kam nach der hohen Niederlage bei Meister VfL Wolfsburg erneut unter die Räder. Auf eigenem Platz gab es eine 0:5 (0:1)-Niederlage gegen den SC Freiburg. Nationalspielerin Sara Däbritz sorgte für die frühe Gäste-Führung (12.), doch dann dauerte es bis weit in die zweite Halbzeit, ehe Juliane Maier (70.), Sonja Giraud (72., 77.) und Carmen Höfflin (88.) den Erfolg in die Höhe schraubten.