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2013

DFB-Pokal: Frühes Aus für Turbine Potsdam

Der 1. FFC Turbine Potsdam ist bereits in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals ausgeschieden. Dabei war der Vizemeister bei der SGS Essen lange Zeit klar die bessere Mannschaft und verspielte eine 2:0-Führung, ausgerechnet eine Ex-Turbine-Spielerin sorgte am Ende für den Pokal-K.o.

Die SGS Essen sorgte am Sonntag für die größte Pokal-Überraschung: Gegen den 1. FFC Turbine Potsdam feierte das Team von Trainer Markus Högner einen vor allem nach dem Spielverlauf überraschenden 3:2 (0:0)-Sieg.

Potsdam verspielt Zwei-Tore-Führung Dabei schienen die Potsdamerinnen nach Toren von Genoveva Anonma (48.) und Ada Hegerberg (63.) bereits auf der Siegerstraße, zumal das Team zwei weitere Male Pech hatte, nur Aluminium zu treffen. Doch Charline Hartmann (76.), Linda Dallmann (79.) und Sara Doorsoun-Khajeh (87.) drehten die Partie zugunsten der Essenerinnen.

Schröder fassungslos Ein fassungsloser Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte nach der Partie: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich so ein Spiel noch nicht erlebt habe. Wir waren klar überlegen, hatten Chancen en masse, doch meine Mannschaft hat die Partie zu früh abgehakt, das war richtig Mist. Wir haben nicht mehr konzentriert weiter gespielt und der Gegner hat Druck gemacht. Die eine hat sich auf die andere verlassen und am Ende hat Essen sogar verdient gewonnen.“

Högner: „Spiel dauert 90 Minuten“ Essens Trainer Markus Högner erklärte: „Ein Spiel dauert 90 Minuten, das haben wir selbst gegen Cloppenburg vor einigen Wochen leidvoll erfahren müssen. Bis zur 70. Minute war ich nicht zufrieden, wir waren nicht aggressiv genug. Aber Kompliment an meine Mannschaft, dass wir wieder zurückgekommen sind und das Spiel Gott sei Dank noch umbiegen konnten. Charline Hartmann hat mit ihrer Körpersprache die ganze Mannschaft mitgerissen.“

Doorsoun-Khajeh: „Einfach nur geil“ Doorsoun-Khajeh, die in der vergangenen Saison noch für den 1. FFC Turbine Potsdam spielte und kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielte, erklärte: „Es freut mich, dass wir 90 Minuten Vollgas gegeben haben, das ist einfach nur geil. Wir haben trotz des Rückstands immer an uns geglaubt und nie aufgegeben.“

Hagen-Hattrick bei Bayern-Sieg Der FC Bayern München kam beim TSV Crailsheim zu einem klaren 7:0 (4:0)-Erfolg. Bereits nach einer halben Stunde war die Partie nach Toren von Clara Schöne (11.), Amber Brooks (16.) und der erstmals von Beginn an spielenden Erika Tymrak (12., 30.) entschieden, in der zweiten Halbzeit sorgte Sarah Hagen mit einem lupenreinen Hattrick (54., 60, 84.) für ein standesgemäßes Ergebnis, insgesamt sechs Treffer gingen auf das Konto von US-Spielerinnen.

Jena ohne Mühe Der FF USV Jena kam zu einem 4:1 (2:0)-Sieg beim FSV Gütersloh 2009 . Caroline Schiewe brachte die Gäste mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung (18.), nur Augenblicke später erhöhte Ria Percival (19.). Iva Landeka schraubte die Führung in die Höhe (59.), ehe die eingewechselte Laura Liedmeier der Anschlusstreffer gelang (82.). Doch Louisa Lagaris stellte den alten Abstand wieder her (85.).

Freiburg siegt glanzlos Der SC Freiburg hatte beim 3:1 (2:1)-Sieg gegen Aufsteiger VfL Sindelfingen mehr Mühe als erwartet. Nach der Führung von Sylvia Arnold (33.) gelang Anna-Lena Vollmer der Ausgleich (38.), doch Sara Däbritz brachte die Freiburgerinnen noch vor der Pause wieder in Führung (45.). Den Schlusspunkt setzte dann Sandra Starke (70.).

Sehrig bemängelt Chancenverwertung Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig meinte: „Wir sind der Favoritenrolle über die gesamte Spielzeit gerecht geworden. In der ersten Hälfte haben wir den besseren, schnelleren Fußball gespielt. Auch in der zweiten Hälfte hatten wir noch viele Chancen. Insgesamt ist der Sieg verdient, wir hätten auch noch höher gewinnen können – aber im Pokal zählt nur das Weiterkommen.“

Auswärtsteams dominieren In den weiteren Spielen kam der SC Sand zu einem 4:0 (0:0)-Sieg beim ETSV Würzburg und auch der SV Meppen (2:0 beim FC Viktoria 1889 Berlin) und der SV Werder Bremen (2:1 beim 1. FC Lübars) kamen zu Auswärtssiegen. Zwei Spiele wurden erst nach Verlängerung bzw. Elfmeterschießen entschieden: Der VfL Bochum gewann mit 3:1 nach Verlängerung gegen den SV 67 Weinberg, der FFV Leipzig hatte beim Herforder SV mit 5:4 nach Elfmeterschießen das glücklichere Ende für sich.

Achtelfinale im November Sieben Spiele wurden bereits am Samstag ausgetragen, dabei warf der 1. FC Köln Erstligist TSG 1899 Hoffenheim mit 2:0 aus dem Wettbewerb . Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird noch in diesem Jahr am Wochenende 16./17. November ausgetragen.

DFB-Pokal, 2. Hauptrunde, Ergebnisse

FCR 2001 Duisburg – SV B/W Hohen Neuendorf 6:0 (3:0) BV Cloppenburg – Magdeburger FFC 6:0 (2:0) SC 07 Bad Neuenahr – 1. FFC Frankfurt 0:5 (0:2) 1. FC Köln – TSG 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0) TSG Burg Gretesch – VfL Wolfsburg 1:9 (0:6) GSV 1910 Moers – Bayer 04 Leverkusen 0:9 (0:3) 1. FC Saarbrücken – 1. FFC 08 Niederkirchen 3:0 (2:0)

Herforder SV – FFV Leipzig 4:5 n.E. (0:0, 0:0) FC Viktoria 1889 Berlin – SV Meppen 0:2 (0:0) VfL Bochum – SV 67 Weinberg 3:1 n.V. (1:1, 0:1) 1. FC Lübars – SV Werder Bremen 1:2 (0:1) SGS Essen – 1. FFC Turbine Potsdam 3:2 (0:0) FSV Gütersloh 2009 – FF USV Jena 1:4 (0:2) TSV Crailsheim – FC Bayern München 0:7 (0:4) SC Freiburg – VfL Sindelfingen 3:1 (2:1) ETSV Würzburg – SC Sand 0:4 (0:0)