DFB-Pokal: Frühes Aus für Turbine Potsdam

Von am 29. September 2013 – 16.47 Uhr 60 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam ist bereits in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals ausgeschieden. Dabei war der Vizemeister bei der SGS Essen lange Zeit klar die bessere Mannschaft und verspielte eine 2:0-Führung, ausgerechnet eine Ex-Turbine-Spielerin sorgte am Ende für den Pokal-K.o.

Die SGS Essen sorgte am Sonntag für die größte Pokal-Überraschung: Gegen den 1. FFC Turbine Potsdam feierte das Team von Trainer Markus Högner einen vor allem nach dem Spielverlauf überraschenden 3:2 (0:0)-Sieg.

Potsdam verspielt Zwei-Tore-Führung
Dabei schienen die Potsdamerinnen nach Toren von Genoveva Anonma (48.) und Ada Hegerberg (63.) bereits auf der Siegerstraße, zumal das Team zwei weitere Male Pech hatte, nur Aluminium zu treffen. Doch Charline Hartmann (76.), Linda Dallmann (79.) und Sara Doorsoun-Khajeh (87.) drehten die Partie zugunsten der Essenerinnen.

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Schröder fassungslos
Ein fassungsloser Turbine-Trainer Bernd Schröder meinte nach der Partie: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich so ein Spiel noch nicht erlebt habe. Wir waren klar überlegen, hatten Chancen en masse, doch meine Mannschaft hat die Partie zu früh abgehakt, das war richtig Mist. Wir haben nicht mehr konzentriert weiter gespielt und der Gegner hat Druck gemacht. Die eine hat sich auf die andere verlassen und am Ende hat Essen sogar verdient gewonnen.“

Högner: „Spiel dauert 90 Minuten“
Essens Trainer Markus Högner erklärte: „Ein Spiel dauert 90 Minuten, das haben wir selbst gegen Cloppenburg vor einigen Wochen leidvoll erfahren müssen. Bis zur 70. Minute war ich nicht zufrieden, wir waren nicht aggressiv genug. Aber Kompliment an meine Mannschaft, dass wir wieder zurückgekommen sind und das Spiel Gott sei Dank noch umbiegen konnten. Charline Hartmann hat mit ihrer Körpersprache die ganze Mannschaft mitgerissen.“

Doorsoun-Khajeh: „Einfach nur geil“
Doorsoun-Khajeh, die in der vergangenen Saison noch für den 1. FFC Turbine Potsdam spielte und kurz vor Schluss den Siegtreffer erzielte, erklärte: „Es freut mich, dass wir 90 Minuten Vollgas gegeben haben, das ist einfach nur geil. Wir haben trotz des Rückstands immer an uns geglaubt und nie aufgegeben.“

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Jubel der SGS Essen

Die SGS Essen bejubelt den Überraschungserfolg gegen Potsdam © Zetbo / Framba-Fotos.de

Hagen-Hattrick bei Bayern-Sieg
Der FC Bayern München kam beim TSV Crailsheim zu einem klaren 7:0 (4:0)-Erfolg. Bereits nach einer halben Stunde war die Partie nach Toren von Clara Schöne (11.), Amber Brooks (16.) und der erstmals von Beginn an spielenden Erika Tymrak (12., 30.) entschieden, in der zweiten Halbzeit sorgte Sarah Hagen mit einem lupenreinen Hattrick (54., 60, 84.) für ein standesgemäßes Ergebnis, insgesamt sechs Treffer gingen auf das Konto von US-Spielerinnen.

Jena ohne Mühe
Der FF USV Jena kam zu einem 4:1 (2:0)-Sieg beim FSV Gütersloh 2009. Caroline Schiewe brachte die Gäste mit einem verwandelten Foulelfmeter in Führung (18.), nur Augenblicke später erhöhte Ria Percival (19.). Iva Landeka schraubte die Führung in die Höhe (59.), ehe die eingewechselte Laura Liedmeier der Anschlusstreffer gelang (82.). Doch Louisa Lagaris stellte den alten Abstand wieder her (85.).

Freiburg siegt glanzlos
Der SC Freiburg hatte beim 3:1 (2:1)-Sieg gegen Aufsteiger VfL Sindelfingen mehr Mühe als erwartet. Nach der Führung von Sylvia Arnold (33.) gelang Anna-Lena Vollmer der Ausgleich (38.), doch Sara Däbritz brachte die Freiburgerinnen noch vor der Pause wieder in Führung (45.). Den Schlusspunkt setzte dann Sandra Starke (70.).

Sehrig bemängelt Chancenverwertung
Freiburgs Trainer Dietmar Sehrig meinte: „Wir sind der Favoritenrolle über die gesamte Spielzeit gerecht geworden. In der ersten Hälfte haben wir den besseren, schnelleren Fußball gespielt. Auch in der zweiten Hälfte hatten wir noch viele Chancen. Insgesamt ist der Sieg verdient, wir hätten auch noch höher gewinnen können – aber im Pokal zählt nur das Weiterkommen.“

Auswärtsteams dominieren
In den weiteren Spielen kam der SC Sand zu einem 4:0 (0:0)-Sieg beim ETSV Würzburg und auch der SV Meppen (2:0 beim FC Viktoria 1889 Berlin) und der SV Werder Bremen (2:1 beim 1. FC Lübars) kamen zu Auswärtssiegen. Zwei Spiele wurden erst nach Verlängerung bzw. Elfmeterschießen entschieden: Der VfL Bochum gewann mit 3:1 nach Verlängerung gegen den SV 67 Weinberg, der FFV Leipzig hatte beim Herforder SV mit 5:4 nach Elfmeterschießen das glücklichere Ende für sich.

Achtelfinale im November
Sieben Spiele wurden bereits am Samstag ausgetragen, dabei warf der 1. FC Köln Erstligist TSG 1899 Hoffenheim mit 2:0 aus dem Wettbewerb. Das Achtelfinale im DFB-Pokal wird noch in diesem Jahr am Wochenende 16./17. November ausgetragen.

DFB-Pokal, 2. Hauptrunde, Ergebnisse

Samstag, 28. September

FCR 2001 Duisburg – SV B/W Hohen Neuendorf 6:0 (3:0)
BV Cloppenburg – Magdeburger FFC 6:0 (2:0)
SC 07 Bad Neuenahr – 1. FFC Frankfurt 0:5 (0:2)
1. FC Köln – TSG 1899 Hoffenheim 2:0 (1:0)
TSG Burg Gretesch – VfL Wolfsburg 1:9 (0:6)
GSV 1910 Moers – Bayer 04 Leverkusen 0:9 (0:3)
1. FC Saarbrücken – 1. FFC 08 Niederkirchen 3:0 (2:0)

Sonntag, 29. September

Herforder SV – FFV Leipzig 4:5 n.E. (0:0, 0:0)
FC Viktoria 1889 Berlin – SV Meppen 0:2 (0:0)
VfL Bochum – SV 67 Weinberg 3:1 n.V. (1:1, 0:1)
1. FC Lübars – SV Werder Bremen 1:2 (0:1)
SGS Essen – 1. FFC Turbine Potsdam 3:2 (0:0)
FSV Gütersloh 2009 – FF USV Jena 1:4 (0:2)
TSV Crailsheim – FC Bayern München 0:7 (0:4)
SC Freiburg – VfL Sindelfingen 3:1 (2:1)
ETSV Würzburg – SC Sand 0:4 (0:0)

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

60 Kommentare »

  • Markus Juchem sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: Welche der beiden Sichtweisen borniert ist, obliegt auch wieder der persönlichen Meinung jedes Einzelnen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Markus Juchem
    Bei dieser Formulierung war eher derjenige die Adresse, der in spezieller, herabwürdigender Weise mit auch Ihrer Duldung, überspitzt formuliert, das Recht für den Alleinanspruch in dieser Frage dokumentiert hat.

    […]
    Ausserdem würde ich die gezeigte Praxis, die zu meiner Sichtweise paßt, niemals mit „borniert“ in Kontext bringen!
    Und schon reagiert einer, der nicht lesen kann/will.
    Ich habe niemanden etwas vorgeschrieben, sondern nur meine hier geäußerte Meinung, die jüngst von Sara in die Praxis umgesetzt wurde (da habe ich keine Aktie dran!), fundiert.

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Stahlratte sagt:

    @Markus Juchem

    Ich finde die Sichtweise von SF mehr als borniert. 😀

    Wird jetzt den Spielerinnen vorgeschrieben wie sie sich über Tore zu freuen haben? Lachhaft.

    Der Fußball lebt von Emotionen, wer das nicht tolerieren kann sollte zuhause in seinem Kämmerlein bleiben.

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  • Markus Juchem sagt:

    @Meta: Die Auslosung des Achtelfinales wird am kommenden Samstag in der Halbzeitpause des Spiels Frankfurt gegen Leverkusen von Renate Lingor durchgeführt, live auf DFB-TV.

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  • DAWIDenko sagt:

    Das Spiel SG Essen – Turbine zeigt was im Fußball alles möglich sein kann.
    Von der 20. bis zur 75. Minute fand ich Turbine dominierend und absolut verdient mit 2:0 führend. Im Vergleich zum Heimspiel gegen Jena war das ein riesiger Schritt.
    Schon vor der Halbzeit hatte TP riesige Möglichkeiten, auch zum Teil gut vorgetragen zu treffen, man suchte auch den Abschluss, was positiv zu sehen ist, da dies sich häufig als Manko gestaltet.
    Nach dem 2:0 war auch für mich der Sieg eingetütet. Außerdem trafen Ada und Ayo jeweils noch den Pfosten.
    Positiv war auch die Rückkehr zu den 3 Spitzen, aber auch die Art wie sich die Stürmerinnen präsentierten. Hegerberg sehr präsent. Ayoma sehr eifrig, vertendelte sich diesmal auch nicht so sehr in Nichtigkeiten die zu Ballverleusten führten. Auch Evans wusste auf dem Flügel wieder durch ihre Schnelligkeit positiv aufzufallen.

    Kaba empfand ich auch zuvor als Sicher. Beim zweiten Tor kann der Ball noch komisch aufgekommen sein, außerdem hat evtl. Ulla Draws minimal abgefälscht. Da sieht dann die Torfrau automatisch nicht gut aus.
    Der Siegtreffer ging allerdings schon auf ihre Kappe.
    Allerdings von der Entstehung ist es schon bedenklich, dass Turbine über außen leicht zu kancken ist.
    Gegen Jena kam Ria Percival über die Rechte Seite mit ihrem „fiesen“ Flankenschuss, jetzt kam die Flanke unbedrängt auch über rechts.
    Eine Duplizität der Ereignisse.
    Alles in allem kann aber Turbine auf dieses Spiel aufbauen. Wenn man natürlich noch so einen 2:0 Vorsprung verspielt und mit leeren Händen dasteht, ist das natürlich doppelt bitter.

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  • DAWIDenko sagt:

    Zur Taktik möchte ich noch sagen dass es gut war wie schon gegen Sifi, dass man zum 3-4-3 zurückgekehrt ist.
    Geade mit einer Flügelstürmerinnen par excellence, wie Lísa Evans bietet es sich mehr als an.
    Julia Simic scheint nicht verletzt zu sein. Sie saß auf der Bank, allerdings ist sie körperlich noch nicht ganz auf der Höhe, dass betonte auch Schröder in einem IV.
    Insgesamt sieht es momentan jedenfalls so aus, dass man zum 3-4-3 mit Doppel6 zurückkehrt aus der „VorHannebeck-Zeit“.
    Da spielten Jenny Zietzn und Viola auf der Doppel6.
    Diesmal gefielen mir Lia Wälti als offensiverer, bzw. spielerischer Part und Jojo Elsig als defensivere schon recht gut.
    Schon im Test gegen Chemie Adlershof spielte Jojo auf der 6.
    Inka Wesely, Jenny Zietz und Steffi Mirlach sind auch noch Alternativen.
    Man hat jetzt eine große Auswahl, im Defensivbereich, anders al noch letzte Saison.

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  • wrack sagt:

    Als Celia-Fan lege ich Wert auf die Feststellung, dass die Jubel-Diskussion aus einen Mißverständnis entstanden ist, weil SF ein Archivfoto einer jubelnden Celia irrtümlich dem Frankfurter Spiel gegen BN zugeschrieben hat. SF’s Kommentar damals:

    „Wiederum kein Tor für Celia, die allerdings lt. obigen Spielfoto am tollsten über einen anderen FFC-Treffer gegen ihren vorherigen Verein jubelt, was ich irgendwie schade, weil unangebracht, finde! Da halten sich andere dezenter zurück…“

    Das einzge, was SF also Celia vorwerfen kann, ist, dass sie keine Tore geschossen hat. Wie Celia gejubelt hat, weiß SF nicht. Nur, damit keine Mißverständisse entstehen.

    Meine Meinung zum Jubeln bei Toren gegen den Ex-Verein:
    Unfair, wenn der Jubel deutlich übertrieben, höhnisch oder wg. einer persönlichen Vorgeschichte demonstrativ ist. In Ordnung, wenn die Spielerin jubelt, wie sie immer jubelt – das dürften die Fans des alten Vereins ja wohl noch erkennen. Privatsache, wenn man aus Rücksicht auf seine Freundinnen auf der anderen Seite den Jubel etwas dämpft, wie es Sara ihrer Aussage nach getan hat.

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  • Lucy sagt:

    Ja wrack, da bin ich deiner Meinung und nichts anderes hat Celia gemacht ! Ganz normal, wie man sie schon immer beim SC oder auch in der Natio gesehen hat, wenn ein Tor ihrer Mannschaft fiel.

    Es klang aber halt schon so ein klein wenig nach „Anklage“. Wahrscheinlich weil man nichts anderes gegen den FFC gefunden hat, was man hier evtl. wieder mal ins schlechte Licht rücken und diskutieren könnte, musste eben Celia herhalten… Und das ist mein persönliches Empfinden zum SF Beitrag gewesen 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Lucy
    Einfach und emotionslos das Geschriebene zur Kenntnis nehmen! Zwischen den Zeilen lesen, ist mitunter begleitet von Fehlauffassungen, produziert Mißverständnisse. Nicht das 1. Mal, und ich danke wrack für diesen expliziten Hinweis, der den Tatsachen entspricht.

    Das ich die Spielerinnen an den Pranger stelle, ist nie der Fall gewesen, da dies eine persönliche Entscheidung auf der Basis einer Einstellungs- und/oder Charakterfrage jeder Einzelnen ist.
    Ich heiße es aber für gut und richtig, wenn ein überzogenes Jubeln, wie im Beispiel von Sara, unterbleibt, die ihre Gründe öffentlich kommuniziert hat!

    @Dawidenko
    Mirlach ist leider keine Alternative! Wie man der Kommentierung zum gestrigen Pokalspiel entnehmen konnte, hat sie einen Bänderriß erlitten.
    Von daher beste Genesungswünsche an Mirli!

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  • grammofon sagt:

    Ok, an alle Frankfurt Fans. Die Anklagen hab ich jetzt nicht alle verstanden. Die Schadenfreude kann man euch ja wegen unserer Rivalität auch mal verzeihen. Aber wenn ihr hier jetzt noch weiter wettert dann äußert ihr euch nur mehr als schlechte Gewinner […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • Maxemus sagt:

    An alle @ Grammofone: Ich bin Frankfurt-Fan und habe keine Schadenfreude und keine Rivalität zu Potsdam. Mir gehen nur manche Potsdamer Fans auf den Senkel, die diese Lager immer wieder beschwören. Ich fordere dich doch einmal auf, in diesem Blog oben die erkennbaren Frankfurt Fans und „ihre Anklagen“ zu zählen.

    Und was ich noch loswerden will: Potsdam hat verloren und es gibt hier 50 Beiträge. Die Natio schlägt den EM-Teilnehmer Russland leider (!!!) ohne Jennifer Cramer sensationell hoch und es gibt nicht einmal die Hälfte der Beiträge. Was sagt mir das über viele der hier schreibenden Potsdam-Fans ? Ihr verdient diese Natio gar nicht !

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    An all diejenigen, die den deutlichen Unterschied in der Anzahl der Kommentare nicht nachvollziehen können:
    Unterscheidet zwischen Normalität und Ausnahme, und ihr werdet bestätigt finden, dass in aller Regel das Normale, das Selbstverständliche immer weniger Kommentierungen/Beachtung erfahren wird, wie im Vergleich dazu der Ausreisser, die Ausnahmerscheinung!
    Soll heissen, dass der N11-Sieg gegen Russland vollkommen der Erwartungshaltung der FF-Fans entsprach, die Niederlage von Turbine das glatte Gegenteil, denn selbst der erfahrene Trainerfuchs hat mit seinen 70 Lenzen kein vergleichbares Spiel bisher erleben müssen.
    Wenn jemand zuhause regelmässig eine warme Mahlzeit auf dem Tisch vorfindet, ist es für ihn normal und keiner Hervorhebung wert (leider); bleibt diese aber mal unerwartet aus, gibt`s Theater! 😀

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  • Dummkopf sagt:

    @SF, dein maxe comment ist prinzipiell sehr richtig, ausser vielleicht dem allgemein von allen „Fans“ hier gewohnten langsamen Umschalten auf neue Gegebenheiten. Die lagen klar auf der Hand und selten haben 3 Spiele sie so bestätigt wie bei TP:

    1. Potsdam ist in Essen kein klarer Favorit mehr. Essen war Favorit und ich habe mich sehr über die unerwartet starke Vorstellung von TP gefreut. Warum? :
    2. Potsdam hat die einzige Spielerin, die den „Unterschied“ machen konnte verloren. So eine braucht man, um MF-Teams konstant zu schlagen. So eine hat gegen Jena gefehlt.
    3. Alle „altbekannten“ Spielerinnen bei Potsdam sind dafür (bisher) nicht gut genug gewesen. Es müsste also eine „neue“ hineinwachsen. Hegerberg oder Bremer (Cramer hm???). Ich würde mir daher wünschen man würde Bremer von Trainerseite aus mehr ins Zentrum (des Geschehens) rücken. Ein Versuch zumindest, ob es für Bremer schon reicht? In Essen war nicht genug von ihr zu sehen.
    4. Aber GENAU DAS IST dafür mit Hegerberg PASSIERT!
    In einer sonst auch gut spielenden Truppe hat Hegerberg ALLEIN diesen UNTERSCHIED zu Essen ausgemacht und das Spiel (positiv, solange sie gespielt hat, evtl dann auch negativ) entschieden! Das erste Tor ohne Hegerberg war wie TP ohne Top-Spielerin ist: Hinten solide gestanden, gut Druck gemacht. Irgendwann dann einen Fehler genutzt. Wie gg Jena? Das ist ok, aber reicht EBEN NICHT für GANZ VORNE.
    Aber der Unterschied, die top herausgespielten Torszenen waren ALLE HEGERBERG! 1 Tor, 2xPfosten. Kam hier viel zu kurz!

    Wieso noch niemand es gesagt hat?

    Ich bin Schröder-Fan, aber auch Super-Trainer dürfen ja mal kleine Fehler machen.
    So ein bisschen … hat SCHRÖDER mit der Auswechslung von Hegerberg(klar, da verletzt gewesen) aber trotzdem unterschwellig die Botschaft gebracht:
    DER DROPS IST GELUTSCHT. Jetzt kann ich anfangen, zu schonen.

    Er selbst wird sich sehr darüber ärgern, aber dass freilich die Spielerinnen seine leisen Botschaften SOOO fehlinterpretieren würden, damit konnte er wirklich nicht rechnen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Dummkopf
    Du solltest nicht ausschliesslich davon ausgehen, wie sich die einzelnen Situation vorher darstellen. Man sollte auch den aktuellen Verlauf nicht unberücksichtigt lassen, denn da kippte erst in der Schlußviertelstunde, die vorher feststehende Meinung vieler, es würde wohl die SGS weiterkommen. Diesen exorbitanten Spielverlauf ist dann folglich, die erheblich größere Resonanz geschuldet!
    Alles in Allem genug Anlaß, hier seinen Kommentar beizusteuern!
    Beim WM-Quali-Spiel stand vorher fest, wer nur als Sieger in Frage kam, das blieb während des Spiel auch so – ergo, kippte nichts, gab es keine up and downs, so blieb es eben bei der Normalität.
    Abstrus der Gedanke, aber vielleicht sollte man die N11 zur Beweisführung meiner These, genauso auftreten lassen wie TP, nur um die größere Kommentarzahl einzuheimsen und damit ausschliesslich deren Verehrer milde zu stimmen. 😉
    Haken an der Angelegenheit – es gäbe dann eine Niederlage…

    Zur Auswechslung von Ada:Wer seit der EM kein BL-Spiel wegen Verletzung bestritten hat, auch die gesamte Vorbereitung nicht dabei sein konnte, wie kann Ada dann über die volle Spielzeit gehen? Es waren auch Wälti und Elsig „tot“, wie der Trainer meinte, und die waren rund um die Uhr im Trainung und Spielen dabei! Übrigens, auch ein über 40 Jahre im Geschäft engagierter Trainer wird nicht automatisch zum Hellseher…
    Luhukay hat auch Hertha BSC aus’m Pokal gekegelt mit seinen Entscheidungen. 🙂

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Habe gerade gelesen, das ich oben falsch formuliert habe, wenn ich schrieb:
    > denn da kippte erst in der Schlußviertelstunde, die vorher feststehende Meinung vieler,
    > es würde wohl die SGS weiterkommen.
    Richtig heissen muss es aber:
    > …, denn da kippte erst in der Schlußviertelstunde, die vorher feststehende Meinung
    > vieler Zuschauer, Turbine würde weiterkommen. Vor Spielbeginn tippten aber sicher viele
    > auf einen SGS-Erfolg.

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  • newtpf sagt:

    Also ich seh das ähnlich wie @dummkopf, ich hatte SGS als Favoriten aufm Schirm, obwohl ich auf TP hoffte. Das TP die SGS letztendlich so klar dominieren konnte, hätte ich mir zwar gewünscht aber überhaupt nicht mit gerechnet.

    Welche super Leistung TP hier 75Minuten lang gezeigt hat wird einem erst im Nachhinein klar. Taktisch ne Meisterleistung von Schröder, die ihm zum Ende hin anscheinend nicht mehr ganz bewußt war als er das Spiel anscheinend wie jeder Laie als gewonnen abhakte. Er sagte ja auch nach dem Spiel er hat überhaupt keine Gefahr gesehen, ich denke es war bis zur 75 Minute keine Gefahr weil TP taktisch super spielte. Das man gegen diese starke und vorallem hochmotivierte SGS nicht den schönsten Fußball spielen kann, war mir klar.

    Aber mit der Auswechslung von Ada vermittelte Schröder warscheinlich auch den Spielerinnen das hier nix mehr anbrennen kann. Ich hatte den Eindruck dass sich Ada gerade erst richtig warmgeschossen hatte (mit ihrem ersten Tor nach der verletzungsbedingten Pause), man bedenke wie freudig sie zum Ärzteteam gerannt ist, der Knoten war geplatzt, die war richtig heiß, das hat man gemerkt.

    Wenn TP die richtigen Lehren aus diesem Spiel zieht, dann ist für mich die Meisterschaft warscheinlicher als noch vorm Spiel.

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  • Detlef sagt:

    Mit etwas Abstand kann ich nun auch etwas zu diesem unfassbaren Spiel sagen!!!
    Auch ich war sehr positiv überrascht, wie dominant unsere Mädels in Essen aufgetreten sind!!!
    Völlig außer Acht lassend, daß wir die letzten beiden Spiele an der Hafenstraße mit einer indiskutablen Leistung völlig verdient verloren hatten, legten die TURBINEN von Beginn an los wie die Feuerwehr!!!

    Mußte man nach dem Jena-Spiel noch die leidenschaftslose Behäbigkeit der Mannschaft kritisieren, zeigten sie diesmal sehr deutlich, daß sie sich viel vorgenommen hatten!!!
    Wenngleich die Spielanlage sich kaum wesentlich von der letzten Saison unterschied, wo hauptsächlich „Kick and Rush“ praktiziert wurde, und vor dem gegnerischen 16-er die Verantwortung für einen Abschluß hin und hergeschoben wurde, und man den Ball am liebsten ins Tor hineingetragen hätte!!!
    All das war auch am Sonntag wieder der Fall, wenngleich mit wesentlich größerer Leidenschaft!!!
    Das einfache Spiel ist uns völlig abhanden gekommen, nein, es muß möglichst umständlich und kompliziert agiert werden, bis der Gegner sich wieder geordnet hat!!!
    Sinnbildlich das Tor von AYOMA, von hinten durch die Brust ins Auge!!!
    Sie allein hätte Essen in die ewigen Jagdgründe schießen können/müssen, wenn……..ja wenn sie es mal schneller und direkter versucht hätte!!!
    Nur mal so als Anstoß für die Leute, die unbedingt EINEN Sündenbock suchen!!!

    ADA hat für mich den Unterschied zum Jena-Spiel ausgemacht!!!
    Ihr Einsatzwillen, und ihre Ausstrahlung auf dem Platz, haben sehr motivierend auf die Mitspielerinnen gewirkt!!!
    Da sie ja lange verletzt war, hat Schröder sie wahrscheinlich vorsorglich runtergenommen, ohne zu ahnen, welch wichtige Rolle sie hätte noch spielen können!!!

    Aus dem MF kam noch zu wenig!!!
    LIA und JOJO müssen sich beide noch mehr zutrauen, und die Spitzen mit Pässen füttern!!!
    Vor allem die junge Schweizerin spielt in den Pflichtspielen leider noch etwas mit angezogener Handbremse!!!
    In den Testspielen sah das bei ihr doch wesentlich überzeugender aus, als sie die Zuckerpässe ansatzlos, nur aus dem Fußgelenk nach vorn spielte!!!
    Mir fehlte dort auch die offensivstarke MAREN, die gegen Jena für mich die Beste auf dem Platz war!!!
    Sonntag war sie aber in die Abwehr abkommandiert, und spielte dort hervorragend, wenn man mal von ihrem kleinen Aussetzer beim 3:2 absieht, als sie etwas zu spät reagiert hat, als KABA der Ball aus der Hand gefallen ist!!!

    PAULINE hat man (völlig untypisch für sie) das ganze Spiel eigentlich kaum gesehen!!!
    Schon da hätte Schröder reagieren-, und ihr mal eine Pause gönnen müssen!!!
    Zumal das Spiel für uns super lief, und die Bank voll besetzt war!!!
    Von LISA war ich gar nicht so begeistert!!!
    Denn sie nutzte ihre Schnelligkeit kaum einmal aus, und an ihren Flanken muß sie noch mächtig arbeiten!!!

    Das mit JULIA ist wirklich ein Drama, was aber leider zu befürchten war!!!
    Analog zu letzter Saison, wo wir ja mit PATTI das selbe Problem hatten!!!
    Jetzt haben wir wieder eine Top-Spielmacherin, und doch auch wieder keine, da sie ständig verletzt oder krank ist!!!
    Die Gerüchteküche meldete Muskelzerrung!!!

    TABBI hat mir wieder ganz gut gefallen!!!
    Man hat ihr sehr deutlich angesehen, daß sie unbedingt ihren Stammplatz wiederhaben will!!!
    Wenn auch spielerisch noch einiges zu verbessern geht, so stimmte bei ihr die Leidenschaft und der Kampfgeist!!!

    Die Abwehr (incl. KABA) haben 70 Minuten einen ganz tollen Job gemacht!!!
    Essen bekam aber so gar nichts auf die Reihe, weil ihre gefährlichen Spitzen bestens abgedeckt waren!!!
    Auch hier wurden die Lehren aus dem Jena-Spiel gezogen, und die Gefahr beseitigt, bevor sie überhaupt bestand!!!
    Für mich war das eine sehr flexible Viererkette, mit einer überragenden ULLA, einer starken MAREN, einer bissigen ALEX, und einer kämpferischen TABBI!!!
    Je nach Spielsituation löste sich diese Viererkette mal in eine Dreier- hin und wieder sogar nur in eine Doppelkette auf!!!
    KABA hatte eigentlich einen geruhsamen Nachmittag, und wurde überhaupt nicht gefordert, was für eine Torhüterin immer problematisch ist, wenn sie dann plötzlich 100% bringen muß!!!
    Deshalb hinkt der Vergleich mit Lisa Weiß auch mächtig, da diese von der ersten Minute an ständig unter „Beschuß“ stand!!!

    Nach dem 0:2, und dem zweiten Pfostentreffer von ADA, hatte wohl jeder dieses Spiel schon abgehakt!!!
    Dabei hätten die erfahrenen TURBINEN um ULLA und ZIETZN alle anderen Spielerinnen warnen, und Konzentration und Disziplin fordern müssen!!!
    Schließlich wissen beide aus Erfahrung, wie solche klaren Spiele am Ende noch kippen können!!!
    Die langjährigen TURBINE-Fans werden sich bestimmt noch an dieses ominöse UEFA-Cup-Spiel gegen DIF erinnern, wo man ebenfalls bis zur 77. Spielminute mit 2:0 führte, und dann innerhalb kürzester Zeit noch 3 Gegentore kassierte!!!

    Also WARUM man trotz der Erfahrung dieses Spiel vorzeitig als abgehakt und beendet betrachtete, und man somit wieder den Bruder Leichtsinn walten, und wieder den altbekannten Schlendrian zuließ, daß müssen sich alle TURBINEN fragen!!!
    Nach vorne tat man nun kaum noch etwas, und hinten gab man Hartmann, Dallmann & Co genau den Platz, den diese bis dahin einfach nicht hatten!!!
    Das Tor von Hartmann in Minute 76 war zugleich der erste ernsthafte Schuß aufs TURBINE-Tor überhaupt!!!
    Und warum die Zuordnung in der Abwehr flöten geht, wenn man eine Offensivkraft durch eine andere ersetzt, daß muß mir auch mal jemand erklären!!!
    Plötzlich war es wieder wie im Jena-Alptraum, man griff die Essenerinnen nicht mehr an, sondern „begleitete“ sie nur noch „freundlich“ durch die eigene Hälfte!!!
    Linda Dallmann darf den Ball in aller Ruhe annehmen, damit quer durch die Potsdamer Hälfte laufen, und dann auch noch abschließen!!!
    In Halbzeit Eins hätte sie wahrscheinlich nicht einmal den Ball annehmen dürfen, ohne das eine TURBINE zur Stelle gewesen wäre!!!
    Das KABA dieser unplatzierte Schuß dann auch noch durch die „Hosenträger“ flutscht, paßte einfach zur Mannschaftsleistung!!!
    Ob sie jetzt noch durch die Verletzung beeinträchtigt war, oder ob auch sie schon längst auf Energiesparmodus umgeschalten hatte, daß wird nur sie selber wissen!!!
    Jetzt KABA die ganze Schuld an der Niederlage geben zu wollen, ja sogar ein grundsätzliches Torhüterinnenproblem daraus zu machen, daß geht wohl meilenweit an der Realität vorbei!!!
    Die beiden Kröten muß sie gewiß schlucken!!!
    Aber als ehemaliger Torwart weiß ich nur zu gut, daß das Loch gar nicht tief genug sein kann, in das man sich dann reinhocken möchte, um einfach nur loszuplärren!!!
    KABAS Loch dürfte am Sonntag wohl ähnlich tief gewesen sein, wie das von Lena Lotzen am ersten Spieltag in Wolfsburg!!!

    Sie ist eine sehr gute Torfrau!!!
    Ansonsten würde sie nicht im TURBINE-Tor stehen!!!
    Solche Klopse sind auch schon ganz anderen Größen ihrer Zunft passiert, man denke da noch einmal an NATZE bei der WM 2011!!!

    Fazit dieses Nachmittags;
    PRO
    -stark verbesserte Leistung gegenüber dem Jena-Spiel
    -sehr gute und flexible Abwehrreihe

    KONTRA
    -immer noch zu viele lange Bälle
    -immer noch schwache Standards
    -immer noch mangelhafte Flanken
    -daraus folgt weiterhin mangelhaftes Kopfballspiel

    Bei der Beurteilung der kommenden Aufgaben sollte man auch berücksichtigen, daß da noch Spielerinnen in der „Reserve“ sind, die bisher kaum oder noch gar nicht zum Einsatz gekommen sind!!!
    -ein Spiel ist niemals nach 70 Minuten beendet, erst recht kein KO-Spiel

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  • Katerli sagt:

    @Detlef
    volle Zustimmung und dank für die schöne Zusammenfassung und Bewertung des Spiels
    im übrigen: zum Torwartproblem bei Turbine
    s.

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  • Thomas sagt:

    Also ich finde es etwas unfair die Schuld alleine AKB anzulasten. Hätten die Stürmerinnen die Chancen besser genutzt hätte es nach 70 Minuten mind. 4:0 für TP gestanden und die SGS hätte sich dann nicht mehr aufgerappelt. Wegen einem Spiel gleich die Torwartfrage zu stellen wird AKB bestimmt nicht helfen Ruhe und Sicherheit zu finden.

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  • waiiy sagt:

    Da ich outside war, habe ich das Spiel Essen vs. Potsdam erst später und nachdem ich das Ergebnis kannte, gesehen. Deshalb mag ich auch gar nichts mehr dazu schreiben. Das meiste wurde eh schon geschrieben.

    Was mir aber über die letzten Jahre gesehen auffällt, dass Turbine Potsdam nicht die Mannschaft ist, die sich in Entscheidungsspielen durchsetzt. Da ist das CL-Finale 2010, welches aber auch glücklich gewonnen wurde, die Ausnahme. Ansonsten kommt man in der CL solange weiter, wie es Hin- und Rückspiele gibt, aber im Finale ist Ende. Im DFB-Pokal kann man am Abschneiden der Mannschaft schon manchmal verzweifeln. Woran das liegt, kann ich nicht beurteilen. Aber die Chance, dass in einem einzigen Entscheidungsspiel „alles möglich ist“, kann doch recht oft der Gegner nutzen. Vielleicht ist das auch ein psychologisches Problem, was man irgendwie vor solchen Spielen lösen muss.

    Dass sie eine solche Blockade durchaus mit einer einzelnen Spielerin auf dem Platz, die in den entscheidenden Momenten den Mund aufkriegt, lösen lassen, ist bekannt und wer die Spielerin sein könnte, habe ich auch immer wieder erwähnt. Aber leider war sie diesmal krank (und zwar ziemlich ernsthaft) bzw. wird derzeit sowieso als Nr. 2 auf ihrer Position gesehen…

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