U19-EM: DFB-Elf unterliegt Frankreich

Von am 28. August 2013 – 15.35 Uhr 32 Kommentare

Die deutsche U19 hat das Halbfinale bei der Europameisterschaft in Wales gegen Frankreich verloren. Die DFB-Elf ging zu nachlässig mit ihren Torchancen um, während Frankreich zweimal eiskalt zuschlug.

Bei der 1:2 (0:0)-Niederlage im Parc y Scarlets in Llanelli versetzte die in der zweiten Halbzeit erst kurz zuvor eingewechselte Kadidiatou Diani binnen zwei Minuten (62., 64.) der deutschen Mannschaft den K.o., der verwandelte Foulelfmeter von Pauline Bremer kam zu spät (90.+3).

Kein Vorwurf an die Mannschaft
„Man kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie haben alle, alles gegeben. Das Anschlusstor ist trotz vieler Chancen einfach zu spät gefallen“, erklärte DFB-Trainerin Maren Meinert. „Ich habe den Mädchen gesagt, dass der Fußball eben so ist und dass ein Doppeltreffer ein Spiel auf so einem hohen Niveau entscheiden kann.“

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Guter Beginn
Dabei eroberten sich die deutschen Spielerinnen in der Anfangsphase eine Überlegenheit, doch zwei Eckbälle brachten nichts ein. Kurz darauf hatte Frankreich durch einen Fallrückzieher von Faustine Robert die erste Chance (7.).

Mangelnde Effizienz
Einen Schuss von Bremer klärte Aurélie Gagnet auf der Linie, doch auch Frankreich kam einem Treffer nah, als Aminata Diallo aus elf Metern abzog, doch Meike Kämper glänzend hielt (26.). Auch anfangs der zweiten Halbzeit ließ die DFB-Elf zu viele Chancen liegen, so scheiterte Rebecca Knaak per Kopf (49.) und Bremer mit einem Schuss (59.).

Doppelschlag von Diani
Nach einem Fehler von Sarah Romert strebte Diani unaufhaltsam in den Strafraum und schob den Ball an Kämper vorbei ins Netz (62.).  Und nur Augenblicke später war Diani erneut zur Stelle, nach einer Ecke von Claire Lavogez traf sie per Kopf (64.).

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Pauline Bremer

Pauline Bremers sechster Turniertreffer kam zu spät © Zetbo / Framba-Fotos.de

Letzte zehn Minuten in Überzahl
Noch war genug Zeit für die deutsche Mannschaft ins Spiel zurückzukommen, doch Theresa Panfil scheiterte mit einem Schuss genauso (71.) wie Lina Magull mit einem Freistoß (80.), nachdem Frankreichs Kapitänin Griedge Mbock Bathy nach einem Foul an Bremer die Rote Karte gesehen hatte.

Doch auch in Überzahl wollte zunächst kein Treffer gelingen, eine Hereingabe von Bremer wurde geklärt (84.) und der DFB-Elf nach Foul von Foul Aissatou Tounkara an Knaak ein klarer Elfmeter verwehrt (85.).

Gidion trifft Latte, Bremer-Tor zu spät
Dann hatte die eingewechselte Margarita Gidion Pech bei einem Lattenschuss (86.). In der Nachspielzeit gab es dann nach einem Foul von Frankreichs Torhüterin Solène Durand gegen Magull doch noch einen Elfmeter, Bremers sechstes Turniertor kam jedoch zu spät, um das Ruder noch einmal herumzureißen (90.+3).

Schlagwörter:

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

32 Kommentare »

  • wrack sagt:

    @ Schenschtschina Futbolista: In deinem Beitrag finde ich nichts inhaltlich Verwertbares. Die Worte „Populismus“ oder „Schema F“ bleiben bei dir Worte ohne Hintergrund. Weiß auch nicht, warum du ausgerechnet diese Passage, die nur veranschaulichen sollte, zitierst. Um den Eindruck zu erwecken, ich wolle damit etwas belegen ? Ich mache es kurz: Dein Beitrag ist für mich im Sinne des Wortes indiskutabel.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @wrack
    […]
    Ich moniere, Du verwendest zuviele „hätte“, die für Mutmaßungen anstelle von Fakten stehen, in Deinen recht sonderbar formulierten Zurechtweisungen, und damit wird Deine Argumentation keinen Deut wahrer bzw. wahrscheinlicher!
    Deine […]Antworten auf meine Kommentierung sind eher wenig dazu geeignet, Alternativen aufzuzeigen, wie es besser und richtiger geht. Stattdessen kommen solche FF-fremden Begriffe wie Frankenstein, religiöse Phänomene, Messias u.a.m. 🙁
    So schreibt nach meinem Dafürhalten jemand, der meint sich besonders profilieren zu wollen und das auf Kosten Anderer.
    Den wrack, den ich bisher lesen konnte, hatte mit diesem Ge***** nichts gemein!

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • wrack sagt:

    @ Schenschtschina Futbolista: „So schreibt nach meinem Dafürhalten jemand, der meint sich besonders profilieren zu wollen und das auf Kosten Anderer.“

    Darauf muss man erst einmal kommen.

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  • Augustus sagt:

    Das Gespann Meinert/Wiegmann ist die ideale Trainerbesetzung. wer bei den letzten 3 WM Turnieren der U20 folgende Plazierungen geholt hat: 3. in Chile,1.in der Bundesrepublik,2. in Japan, der kann nicht schlecht sein. 2008/2010/2012. Titel mit der U19 haben sie auch geholt.Aus der Schule kommmen Maroszan,Popp, Wensing,Schult,Benkarth, Leupolz etc. Einige vo denen gehören schon zum Team von Frau Neid.Beide Frauen haben schon geliefert und können locker das Team Neid/Ballweg erfolgreicher ersetzen. Zur Pädagogik: Es gibt nur einen weg zumErfolg und beide sind diesen Weg erfolgreich gegangen,

    Es gibt schwächere Jahrgänge und damit muß man leben. Andere können auch guten Fußball spielen.

    Auch Popp wurde von ihrem Entdecker Ralf Peter nur als Stürmerin eingesetzt. Herr Kellermann und frau Voss verwendeten Alexandra auch für andere Positionen. Gehen wir Amateure einfach davon aus das lizensierte Personen wissen was sie tun.

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  • Engel sagt:

    @alle
    ……schwächerer Jahrgang, schlechtes trainergespann, etc…
    wer die Spiele der u 17 (EM und WM) verfolgt hat und ich meine life verfolgt hat,
    der wurde niemals von einem schlechteren Jahrgang reden.
    Das gleiche gilt für die U 19.
    ihr zählt hier Spielerinnen wie Maro , wensing oder leupolz auf, als die goldene Generation.
    das Endspiel bei der WM haben sie auch verloren , oder?
    Bei der EM in Schweden hat auch nicht alles geglänzt !
    bei der u19 habe ich ein uberlegenes Spiel der u19 in jedem Spiel gesehen, bis auf das ausnutzen der Torchancen, dass gestehen ich ein.
    Aber, wir haben es hier mit noch auszubildende Spielerinnen zu tun, das darf man nicht vergessen.
    Ihre Zeit wird, wenn sie gesund bleiben, kommen und dann treffen sie auch das Tor.
    mal sehen was dann für Kommentare kommen..

    und nebenbei bemerkt, das Forum ist kein Selbstdarstellung Medium 😉

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    @Engel
    > Aber, wir haben es hier mit noch auszubildende Spielerinnen zu tun, das darf man nicht vergessen.
    > Ihre Zeit wird, wenn sie gesund bleiben, kommen und dann treffen sie auch das Tor.
    Das trifft ausnahmslos auf jedes U-Team zu, egal welcher AK zu und Nationalität!
    Ergo, ist nach Deiner Aussage, wenn sie gegen unsere Mädels gewinnen, deren Ausbildung, Leistung und Einstellung auf das Spiel besser und damit wohl auch die des Teams hinter dem Team.
    Weshalb sonst sollten wohl dann England vs. Frankreich das Finale spielen – ganz einfach:Sie waren besser und keine Duselsieger!
    Übrigens glaube ich kaum, dass WS für sich den Anspruch erhebt, ein Forum zu sein…

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  • karl sagt:

    @Schenschtschina Futbolista: wenn du die Trainerteams des DFB im allgemeinen so schlecht findest, durch wen wuerdest du sie denn ersetzen wollen? Schroeder will nicht, Bini und Powell moegen auf dem Markt sein sind aber kaum eine bessere Loesung , Wer also waeren denn deine favoriten fuer den job ?

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  • Therese sagt:

    Samstag 31.08.2013 16:00
    Finale EMU19 England – Frankreich (0-0HZ) 0-0EZ 0-2nV

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  • Stefan sagt:

    @Augustus: Das Trainergespann ist meiner Meinung nach schon schlecht! Ich habe die in den bisher verfolgten Spielen (3x live im Fernsehen, 4x live im Stadion) kein einziges Mal aufstehen sehen um dem Team Anweisungen zu geben. So auch im verlorenen Halbfinale. Man liegt 0:2 zurück und macht hinten kein bißchen auf. Selbst beim Anschlusstreffer und noch einer Minute zum Spielen waren immer noch drei DFB-Verteidigerinnen in der Abwehr. Schau doch mal in die Bundesliga, selbst da stehen Pep, Kloppo und Co. das ganze Spiel an der Außenlinie und geben Anweisungen!!! So wie es sich für einen Trainer gehört…

    Dass die Mädels alle kicken können, steht außer Frage, aber sie sind immer noch im Lernprozess…

    Noch was: Die Schiedsrichter waren wie immer auch wieder super ausgewählt. 2 Abseitsentscheidungen wo eine deutsche Spieler alleine aufs Tor zuläuft waren eindeutig falsch, da muss ich als Trainerin halt auch mal mein Maul in Richtung Schiedsrichter aufmachen…beim nächsten Mal lässt sie bei ner kritischen Entscheidung vielleicht die Fahne unten!

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Grundsätzlich sind vom Potenzial her sicher Alternativen vorhanden, wenn man so die Meldungen über A-Scheinabschlüsse beim DFB zur Kenntnis nimmt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es seitens des DFB unerwünscht ist, im FF männliche Trainer(-gespanne) auf diesen Posten zu setzen, obgleich durchweg positive Erinnerungen an die Vergangenheit bestehen.
    Schröder, Kellermann und Wöhrle sind meiner Meinung nach 3 sehr gute Beispiele, wo männliche Kompetenz mit kontinuierlichem Erfolg einhergehen. Internationale Beispiele sollten das ausnahmslos bestätigen. Bei männlichen U-Teams, wo die Erfolge nicht mehr bestätigt werden, zieht der DFB ja auch die Reißleine, wie es ansonsten bei Vereinsteams der Fall ist.
    Bei den Frauen ziert man sich, das Gleiche zu tun!
    Mit dieser Frauenquote „schreckt“ man sicher auch männliche Trainer ab, sich im FF-Bereich zu engagieren, so dass z.B. Ehrmann als Ausnahme gelten mag. Frank Rost vom HSV hielt ich mal für einen FF-Versteher, bevor er seine kurze Stippvisite bei deren Handballer abgab. Ebenso Mehmet Scholl hätte als Typ mein Vertrauen, im FF etwas zu bewegen/erreichen, wenn er nicht in der Medienlandschaft leichter sein Geld verdienen würde.
    Und genau das ist auch ein weiterer Punkt, wo man einen Hebel ansetzen müßte, um Fachleute engagieren zu können. Ausser Schröder gibt es nunmal keine Ehrenamtlichen, deren langjährige Trainertätigkeit immer mit Erfolg verbandelt ist…
    Im Übrigen wird immer davon geschrieben, dass sich die Spielerinnen weiterentwickeln müssen – ich behaupte aber auch, dass dies bei den Trainer der Fall sein muß. Aber das es dort eine qualitative Verbesserung gibt, fällt mir schwer festzustellen, gerade im taktischen Verständnis, der Muttermilch des Fussballs, mache ich immer noch Defizite aus.

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  • Dummkopf sagt:

    @Stefan

    Das ist aber bemerkenswert, wie oft du überall dabei bist.
    Ist dir denn da noch nie aufgefallen, dass es ziemlich schlecht
    wäre, wenn der Schiedsrichter mit einer Fahne rumläuft?

    Trainerteams machen Fehler. Ob diese hier (zu) viele machen, kann aus der Ferne niemand genau genug beurteilen.

    Aber ob du das aus deiner Nähe beurteilen kannst, wage ich doch auch sehr zu bezweifeln.

    Die Trainerarbeit spielt sich nämlich zu 90%+ ausserhalb deines Blickfeldes ab.

    Und wenn ein guter Trainer bei dir das ganze Spiel an der Aussenlinie stehen muss, dann wären aber viele Supertrainer schlecht.
    Noch enger wird das, wenn es bei dir ein Kriterium für einen guten Trainer ist, sich mit dem Schiedsrichter anzulegen…

    (PS.: Schau dir mal Sunderland an. Das ist in England, und ich glaube die haben einen Trainer, der würde dir gefallen)

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  • karl sagt:

    Ich denke nicht dass das eine Mann-Frau Sache ist. Ich denke eher dass das starre festhalten an dem 4231 system und die Unfaehigkeit auch mal aus einer sicheren Defensive mit langen Baellen zu agieren aus hoechsten DFB Kreisen kommt weil die irgendwie den spanischen Langweilerfussball anbeten . Genau daraus resultiert auch die mangelnde Faehigkeit zum Powerplay
    nach Rueckstand. Der Lieblingsspruch aller DFB Trainer „Wir wollen dem Gegner unser Spiel aufzwingen“ traegt natuerlich auch zu dieser taktischen Einseitigkeit bei.
    Aber das ist bei den Maennermannschaften des DFB noch viel ausgepraegter als bei den Frauen.
    Und wenn Miserfolge ein Kriterium fuer Rausschmisse sein sollten dann muesste doch eigentlich Loew lange vor den weiblichen Trainerteams rausfliegen oder rausgeflogen sein und die U-Trainer im Maennerbereich sind doch sicher sehr viel weniger erfolgreich als Meinert, auch die, die noch nicht geflogen sind.

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