Nilla Fischer: „Muss hier mehr um meinen Platz kämpfen“
Seit Montag gehört die schwedische Nationalspielerin Nilla Fischer zum Team des VfL Wolfsburg . Mit Womensoccer sprach die 29-Jährige in Österreich über ihre ersten Eindrücke, das Debüt im Wolfsburg-Dress und besondere Herausforderungen.
Am Sonntag stand Nilla Fischer noch beim 3:1-Sieg von Linköpings FC gegen Piteå IF für ihren ehemaligen Verein auf dem Platz, einen Tag später schloss sie sich am österreichischen Walchsee dem Trainingslager ihres neuen Vereins VfL Wolfsburg an.
Warmer Empfang „Ich hatte einen guten Einstieg, Trainer und Assistenztrainer haben mich begrüßt und wir sind eine Runde Laufen gegangen. Alle im Team sind sehr freundlich zu mir und ich glaube, das ist ein sehr professioneller Verein, ich habe meine ersten Tage genossen“, erklärte Fischer gegenüber Womensoccer . Am Mittwoch stand die Innenverteidigerin im Testspiel gegen Nordkorea gleich 60 Minuten auf dem Platz, auf zuletzt eher ungewohnter Position im Mittelfeld.
Ausnahmsweise auf der Sechs „Es ist immer interessant, das erste Mal mit einem Team zu spielen und Nordkorea ist ein interessanter Gegner. Es ist immer ein bisschen anders im Mittelfeld zu spielen, aber ich hatte Spaß daran“, so Fischer, deren Trainer Ralf Kellermann aber betont: „Nilla hat auf der Sechs ausgeholfen, der Wechsel von Nadine Keßler zu Lena Goeßling war abgesprochen, Nilla wird bei uns sicherlich mehr Spiele in der Innenverteidigung spielen.“ Die Verständigung mit ihren neuen Mitspielerinnen klappt bereits ganz gut.
Mix aus Deutsch und Englisch „Ich mische ein bisschen Englisch und Deutsch“, erklärt Fischer. So schallt es im Training schon einmal „links“ oder „rechts“ mit schwedischem Akzent über den Platz. „Die Basics und wichtigsten Fußballausdrücke kenne ich schon auf Deutsch, aber im Spiel habe ich keine Zeit nachzudenken, da kommt es einfach auf Englisch oder Deutsch aus mir heraus.“ Das Erlernen der deutschen Sprache ist bereits fest eingeplant. „Das ist gut für mich und wird die Verständigung mit den Mitspielerinnen erleichtern.“
Große Herausforderung Dass es nicht gerade die dankbarste Aufgabe ist, sich einen frisch gekürten Tripel-Sieger als neuen Verein auszusuchen, der in der Vorsaison alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gab, stört Fischer nicht. „Es ist für mich so oder so eine große Herausforderung, weil ich zum ersten Mal in einem Verein außerhalb Schwedens spiele und es eine so gute Mannschaft ist.“ Und dabei nimmt sie nichts als gegeben und selbstverständlich hin.
Verbissener Kampf um den Stammplatz „Das Team hat in der vergangenen Saison drei Titel gewonnen und natürlich will auch ich Spiele und Titel gewinnen. Ich werde hier mehr um meinen Platz kämpfen müssen und in jedem einzelnen Training und jedem Spiel, das ich spielen darf, mein Bestes geben müssen. Aber ich bin ja erst sein ein paar Tagen da und es ist gut, dass bis zum Saisonstart noch einige Wochen Zeit sind.“