ÖFB-Frauenliga: Ein Fall für Zwei?
Erstmals seit mehr als zehn Jahren startet die ÖFB-Frauenliga heute ohne klaren Favoriten in die neue Saison, denn neben Titelverteidiger NÖSV Neulengbach meldet auch der FSK St. Pölten-Spratzern nachdrücklich seine Anwartschaft auf den ersten Meistertitel an.
Brigitte Entacher, Cheftrainerin des Vizemeisters, der in der Vorsaison nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses die Meisterschaft verpasste, erklärt: „Ich hoffe sehr, dass wir uns mit dem ersten Meistertitel auch wieder für die Champions League qualifizieren können. Außerdem wollen wir natürlich den Cup-Sieg erfolgreich verteidigen. Wir können Neulengbach sicher Paroli bieten, denn wir sind fast gleich auf.“
Verstärkung aus Sindelfingen Die Senkrechtstarter aus der Landeshauptstadt Niederösterreichs haben sich noch einmal enorm verstärkt, neu im Team sind unter anderem die A-Nationalspielerinnen Jasmin Eder und Susanna Höller, die beide vom VfL Sindelfingen nach Österreich zurückkehren, die Juniorinnen-Nationalspielerinnen Nicole Billa, Mona-Sophie Kohn und Adina Hamidovic sowie die Ungarin Anna Veronika Belenyi und die Rumäninnen Barbara Kopacsi und Adela Cristina Ratu.
Neulengbach gelingt Transfer-Coup Der größte Transfer-Coup gelang jedoch dem Serienmeister NÖSV Neulengbach, der ÖFB-Teamkapitänin Marlies Hanschitz vom FC Wacker Innsbruck in den Wienerwald holte. Neulengbach-Manager Bruno Mangl erklärt: „Marlies studiert ab Herbst in Wien, von daher hat sich diese Möglichkeit aufgetan.“ Auch auf die weiteren Neuverpflichtungen kann Neulengbach stolz sein.
Abgänge kompensieren Innenverteidigerin Michaela Culova ist aktuelle Nationalspielerin der Tschechischen Republik, außerdem wechselte die slowakische Nationalverteidigerin Jana Vojtekova von Slovan Bratislava zum amtierenden Meister. Alle Zugänge sollen gemeinsam mit österreichischen Talenten die Abgänge von Romina Bell (USA), „Giovana“ Perpetua Dos Santos (Brasilien), Mona-Sophie Kohn und Veronika Klechová, die nach Großbritannien zurückkehrt, wettmachen.
Graz holt Verstärkung aus den USA Doch auch andere waren auf dem Transfermarkt nicht untätig. Denn LUV Graz holte gleich vier Spielerinnen aus den USA, die Amerikanerinnen Kate Russell, Taylor McCarter und Meaghan Dullea sowie die Waliserin Shan Jones. Dazu stießen auch die leider verletzte Teamspielerin Isabella Posch (vom SK Sturm Graz Damen/Stattegg) sowie Talente aus der Steiermark zu den Grazerinnen.
Namhafte Abgänge in Innsbruck Einen Aderlass musste hingegen der FC Wacker Innsbruck verkraften, denn neben Marlies Hanschitz und Nicole Billa verließen auch die beiden U19-Nationalspielerinnen Katharina Schiechtl und Sandra Hausberger den Verein und wechselten zum deutschen Zweitligisten SV Werder Bremen . Zum USC Landhaus kehrte nach einem „Lehrjahr“ bei Valencia CF Teamspielerin Katja Trödthandl zur Elf von Trainer Thomas Flögl zurück.
Kleinmünchen setzt auf die Jugend Den Fokus auf die Jugend legt Union Kleinmünchen. Die Linzerinnen versammeln weiter die besten Talente des Bundeslandes, um ihnen eine Plattform in der höchsten Spielklasse Österreichs zu bieten. Angeführt vom U17-Duo Teresa Knauseder und Nina Wasserbauer schlossen sich neben der routinierten Sarah Galler (vom FC Bergheim/USK Hof) nicht weniger als fünf Spielerinnen der früheren U16-Auswahl Oberösterreichs dem Traditionsverein an.
Tieber wechselt nach Graz Liga-Neuling SK Sturm Graz Damen/Stattegg konnte einige namhafte Verstärkungen tätigen. Vom VfL Sindelfingen kommt Nationalspielerin Elisabeth Tieber, dazu wurden die slowenischen Nationalspielerinnen Anja Milenkovic und Urska Zganec, aus Serbien kommt Sandra Jovanovic.
ÖFB-Frauenliga, 1. Runde SKV Altenmarkt – Carinthians Soccer Women (Samstag, 10. August, 14.00 Uhr) FC Wacker Innsbruck – FC SHT Südburgenland (Sonntag, 11. August, 12.00 Uhr) NÖSV Neulengbach – SK Sturm Graz Damen/Stattegg (Sonntag, 11. August, 15.00 Uhr) McDonalds LUV Graz – USC Landhaus (Sonntag, 11. August, 16.00 Uhr) Union Kleinmünchen – FSK Simacek St. Pölten-Spratzern (Sonntag, 11. August, 16.30 Uhr)