Sindelfingen wirft das weiße Handtuch

Von am 2. August 2013 – 14.01 Uhr 21 Kommentare

VfL Sindelfingens Trainer Niko Koutroubis hat schon vor dem ersten Saisonspiel in der Frauenfußball-Bundesliga am 8. September bei Aufsteiger TSG 1899 Hoffenheim seinem Team die Konkurrenzfähigkeit abgesprochen.

Zugegeben: Der VfL Sindelfingen ist um seine Situation nicht zu beneiden. Sportlich in der vergangenen Saison als Tabellenelfter mit nur 3 Saisonsiegen in 22 Spielen abgestiegen, plante der Verein bis vor kurzem für die 2. Frauenfußball-Bundesliga Süd. Zahlreiche Spielerinnen zogen von dannen, doch durch die Insolvenz des SC 07 Bad Neuenahr behielt der VfL Sindelfingen seinen Startplatz in der ersten Bundesliga.

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Aufgeben statt kämpfen
Dass die kommende Saison keine leichte werden dürfte und die Rekrutierung bundesligatauglicher Spielerinnen in kurzer Zeit sich äußerst schwierig gestaltet, dürfte jedem klar sein. Trainer Niko Koutroubis geht im Interview mit der „Stuttgarter Zeitung“ jedoch einen Schritt weiter, wirft die Flinte bereits von vornherein ins Korn und spricht seinem Team schon vor dem ersten Spiel die Konkurrenzfähigkeit ab.

Erste Liga bereits abgehakt
„Wir haben eigentlich nur drei bundesligataugliche Spielerinnen. Andere von außen können wir nicht bezahlen, die wollen Gehalt, Wohnung, Auto. Wir wollen unsere Mannschaft mit vielen 16-Jährigen nun in der ersten Liga entwickeln, um nächstes Jahr in der zweiten Liga vielleicht oben mitspielen zu können.“ Bei derlei Aussagen des Trainers – so ehrlich und aufrichtig sie auch gemeint sein mögen – dürfte es auch um die Motivation der Spielerinnen nicht gut bestellt sein.

Nico Koutroubis

Sindelfingens Trainer Nico Koutroubis traut seinem Team den Klassenerhalt nicht zu © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Eigenwillige Argumentation
Im  gleichen Atemzug bemängelt Koutroubis die zu geringe TV-Präsenz und erklärt: „Die Vereine müssen sich an die eigene Nase fassen, mehr auf sich aufmerksam machen. Wir müssen mehr Werbung für unseren Sport machen.“ Werbung durch Schlechtreden der eigenen Mannschaft? Welcher Zuschauer lässt sich ins Stadion locken, um ein Team anzufeuern, an das selbst der Trainer den Glauben verloren hat, noch bevor es los geht?

Sportlichen Wettkampf ad absurdum geführt
Der DFB sollte überlegen, ob er zukünftig Teams in seiner Liga haben will, die den sportlichen Wettkampf schon von vornherein für verloren erklären, oder ob er in Ausnahmefällen dann nicht lieber einem Team einen Startplatz gewährt, das größere sportliche Ambitionen hegt. Denn sonst darf man sich nicht darüber wundern, wenn die Frauenfußball-Bundesliga als Ganzes nicht ernst genommen wird und Zuschauer, Medien und Sponsoren gleichermaßen ausbleiben.

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Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

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Bundesliga 2019/20
16.08.19 18.30 Uhr 1. FFC Frankfurt 3 Turbine Potsdam 2 17.08.19 13.00 Uhr FF USV Jena 1 TSG Hoffenheim 6 17.08.19 13.00 Uhr SC Freiburg 1 Bayern München 3 18.08.19 14.00 Uhr 1. FC Köln 2 MSV Duisburg 1 18.08.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg 1 SC Sand 0 18.08.19 14.00 Uhr SGS Essen 3 Bayer Leverkusen 1 23.08.19 19.15 Uhr Bayern München 3 1. FFC Frankfurt 0 24.08.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim 4 1. FC Köln 0 25.08.19 14.00 Uhr MSV Duisburg VfL Wolfsburg 25.08.19 14.00 Uhr SC Sand SGS Essen 25.08.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam FF USV Jena 25.08.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen SC Freiburg 13.09.19 19.15 Uhr 1. FC Köln Turbine Potsdam 15.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg TSG Hoffenheim 15.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg SC Sand 15.09.19 14.00 Uhr Bayern München Bayer Leverkusen 15.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt FF USV Jena 15.09.19 14.00 Uhr SGS Essen MSV Duisburg 20.09.19 19.15 Uhr TSG Hoffenheim SGS Essen 21.09.19 13.00 Uhr Turbine Potsdam VfL Wolfsburg 22.09.19 14.00 Uhr SC Sand Bayern München 22.09.19 14.00 Uhr FF USV Jena 1. FC Köln 22.09.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen 1. FFC Frankfurt 22.09.19 14.00 Uhr MSV Duisburg SC Freiburg 27.09.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen SC Sand 28.09.19 13.00 Uhr SGS Essen Turbine Potsdam 29.09.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt 1. FC Köln 29.09.19 14.00 Uhr Bayern München MSV Duisburg 29.09.19 14.00 Uhr SC Freiburg TSG Hoffenheim 29.09.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg FF USV Jena 11.10.19 19.15 Uhr 1. FC Köln VfL Wolfsburg 12.10.19 13.00 Uhr TSG Hoffenheim Bayern München 13.10.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FFC Frankfurt 13.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena SGS Essen 13.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg Bayer Leverkusen 13.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam SC Freiburg 18.10.19 19.15 Uhr Bayer Leverkusen TSG Hoffenheim 20.10.19 14.00 Uhr SC Sand MSV Duisburg 20.10.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt VfL Wolfsburg 20.10.19 14.00 Uhr SC Freiburg FF USV Jena 20.10.19 14.00 Uhr SGS Essen 1. FC Köln 20.10.19 14.00 Uhr Bayern München Turbine Potsdam 27.10.19 14.00 Uhr FF USV Jena Bayern München 27.10.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FFC Frankfurt 27.10.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg SGS Essen 27.10.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim SC Sand 27.10.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam Bayer Leverkusen 27.10.19 14.00 Uhr 1. FC Köln SC Freiburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayern München 1. FC Köln 03.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt SGS Essen 03.11.19 14.00 Uhr SC Freiburg VfL Wolfsburg 03.11.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen FF USV Jena 03.11.19 14.00 Uhr SC Sand Turbine Potsdam 03.11.19 14.00 Uhr MSV Duisburg TSG Hoffenheim 23.11.19 14.00 Uhr VfL Wolfsburg Bayern München 23.11.19 14.00 Uhr SGS Essen SC Freiburg 23.11.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam MSV Duisburg 23.11.19 14.00 Uhr 1. FC Köln Bayer Leverkusen 23.11.19 14.00 Uhr FF USV Jena SC Sand 23.11.19 14.00 Uhr 1. FFC Frankfurt TSG Hoffenheim 01.12.19 14.00 Uhr SC Freiburg 1. FFC Frankfurt 01.12.19 14.00 Uhr Bayer Leverkusen VfL Wolfsburg 01.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim Turbine Potsdam 01.12.19 14.00 Uhr Bayern München SGS Essen 01.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg FF USV Jena 01.12.19 14.00 Uhr SC Sand 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr TSG Hoffenheim FF USV Jena 08.12.19 14.00 Uhr MSV Duisburg 1. FC Köln 08.12.19 14.00 Uhr Turbine Potsdam 1. 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