Deutschland steht im EM-Finale
Die deutsche Nationalmannschaft steht im Finale der Europameisterschaft. In einem packenden und ausgeglichenen Halbfinale besiegte die DFB-Elf Gastgeber Schweden mit 1:0 (1:0).
Bundestrainerin Silvia Neid reagierte auf den verletzungsbedingten Ausfall von Célia Okoyino da Mbabi und brachte Anja Mittag als Sturmspitze. Außerdem kehrte Dzsenifer Marozsán in die Startelf zurück. Vom Anpfiff weg entwickelte sich eine hochklassige und temporeiche Begegnung. “Wir wollten uns auf keinen Fall hinten reinstellen, das ist nicht unser Spiel”, so Marozsán, und entsprechend ergaben sich Chancen auf beiden Seiten.
Offensive Mannschaften “Das Spiel war nervenaufreibend und super-spannend”, so Torhüterin Nadine Angerer . Schon in den zehnten Minute hatte Marozsán die Chance zur Führung, köpfte jedoch die Hereingabe von Simone Laudehr am Tor vorbei. Fünf Minuten später klärte Sara Thunebro einen Schuss von Annike Krahn auf der Linie. Beide Teams zeigten vor 16 608 Zuschauern offensiven Fußball, und so ergaben sich auch auf schwedischer Seite Möglichkeiten. Lotta Schelin schoss in der 16. Minute am Tor vorbei, in der 22. Minute traf Josefine Öqvist nach einem schönen Lauf auf der rechten Seite nur das Außennetz.
Siegtreffer von Marozsán Besser machte es Marozsán in der 33. Minute, als sie im Laufduell mit Charlotte Rohlin in den Ball grätschte und ihn zum 1:0 verwandelte. Kurz vor der Halbzeit klärte Schwedens Torhüterin Kristin Hammarström einen Aufsetzer von Laudehr, und so blieb es beim 1:0-Halbzeitstand.
Schwedischer Treffer aberkannt Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie ausgeglichen. Im Vergleich zu den bisherigen Spielen zeigte sich die Mannschaft ballsicher, nicht so fehleranfällig und konnte auch spielerisch überzeugen. “Robust sein in Zweikämpfen, aber auch eroberte Bälle verteilen und die schwedische Mannschaft auseinanderziehen”, beschrieb Neid die Marschroute, wobei sich Schweden ebenbürtig zeigte, aber seine Chancen nicht nutzen konnte. In der 49. Minute wurde ein Schuss von Schelin zur Ecke geblockt – nach 62 Minuten traf sie ins Schwarze. Das Tor wurde wegen Abseits jedoch nicht gegeben. Dennoch war diese Aktion der Auftakt eines schwedischen Sturmlaufs. Viel Glück hatte die DFB-Elf als Öqvist kurz darauf nur den Pfosten traf (69.), außerdem scheiterte Kosovare Asllani mit einem Drehschuss (73.).
Die Deutschen ließen sich jedoch nicht in die eigene Hälfte drängen, sondern waren weiter darum bemüht, selbst die Initiative zu ergreifen und die Schwedinnen zu beschäftigen, die ihrerseits in der Schlussphase nicht mehr zwingend genug agierten.
Finale am Sonntag Im Endspiel trifft die DFB-Auswahl am Sonntag (16 Uhr, live in der ARD und auf Eurosport) in Solna bei Stockholm auf den Sieger der Partie Norwegen gegen Dänemark. Das Nachbarschaftsduell wird morgen um 20.30 Uhr (live auf Eurosport) in Norrköping ausgetragen.