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2013

DFB-Elf kämpft sich ins Halbfinale

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Schweden den Einzug ins Halbfinale geschafft. Die DFB-Elf besiegte Italien mit 1:0 (1:0) und trifft nun am Mittwoch auf Gastgeber Schweden.

Im Vergleich zum Norwegen-Spiel veränderte Bundestrainerin Silvia Neid ihre Startelf. Wie erwartet, standen die zuvor gelbgesperrte Jennifer Cramer und die gegen Norwegen angeschlagene Lena Goeßling wieder in der ersten Elf. Außerdem verzichtete Neid auf Dzsenifer Marozsán und Melanie Leupolz und brachte stattdessen Anja Mittag und Simone Laudehr .

Spielerische Probleme Die DFB-Elf ging wesentlich engagierter in die Partie als noch gegen Norwegen, spielerisch hatte sie aber weiter große Probleme. Im Spiel war wenig Sicherheit bei den Deutschen erkennbar – am deutlichsten zeigte dies die enorm hohe Fehlpassquote, wodurch sich die Mannschaft immer wieder ihrer Möglichkeiten beraubte. Eine gute Partie zeigte Simone Laudehr, die in der siebten Minute die Chance zur Führung hatte. Doch die Frankfurterin köpfte eine Flanke von Célia Okoyino da Mbabi über das Tor. In der 20. Minute flankte sie selbst, doch die Hereingabe war zu nah vor das Tor gespielt, sodass Chiara Marchitelli keine Mühe hatte, vor Okoyino da Mbabi an den Ball zu kommen.

Führung durch Laudehr In der 26. Minute fiel schließlich die Führung für die deutsche Mannschaft, die mehr für das Spiel tat als Italien. Nach einer Ecke von Leonie Maier wurde Laudehrs Schuss von Elisa Bartoli zum 1:0 für den Titelverteidiger abgefälscht. Auch wenn es eine Standardsituation war, aus der der Siegtreffer hervorging, waren die Standards, sowohl Ecken als auch Freistöße, im Anschluss erschreckend schwach.

Möglichkeiten für Italien Italien hatte noch vor der Pause die Möglichkeit zum Ausgleich, aber Elisa Camporese köpfte eine Flanke von Melania Gabbiadini über das Tor (36.). In der 43. Minute landete ein Abwehrversuch von Saskia Bartusiak bei Daniela Stracchi. Nadine Angerer im deutschen Tor war beim Schuss der Italienerin jedoch zur Stelle.

Marozsán trifft die Latte Nach dem Seitenwechsel begannen die Italienerinnen zunächst druckvoll, aber nach etwa einer Viertelstunde konnte sich die DFB-Elf etwas befreien. Sicherheit gewann das deutsche Spiel allerdings zu keinem Zeitpunkt, sondern war von vielen (Abspiel-)Fehlern und Abstimmungsproblemen geprägt. Insgesamt war es ein glücklicher, wenn auch nicht unverdienter, 1:0-Erfolg für die deutsche Mannschaft, der für Moral und Selbstbewusstsein enorm wichtig gewesen sein wird. Marozán hatte per Freistoß in der 89. Minute sogar noch das 2:0 auf dem Fuß, traf aber nur die Latte.

Steigerung gegen Schweden nötig Im Halbfinale wartet nun Schweden. Spielerisch hat der EM-Gastgeber bislang sicher nicht das Niveau der Französinnen gezeigt, aber die Mannschaft von Pia Sundhage ist nach dem schweren Auftakt gegen Dänemark längst im Turnier angekommen, spielt temporeich, selbstbewusst und hat mit Lotta Schelin die bislang beste Torschützin des Turniers in den eigenen Reihen. Kämpferisch hat sich die DFB-Elf im Vergleich zum Norwegen-Spiel bereits gesteigert, gegen die Schwedinnen muss allerdings auch spielerisch noch eine Schippe draufgelegt werden.