DFB-Elf kämpft sich ins Halbfinale

Von am 21. Juli 2013 – 20.40 Uhr 50 Kommentare

Die deutsche Nationalmannschaft hat bei der Europameisterschaft in Schweden den Einzug ins Halbfinale geschafft. Die DFB-Elf besiegte Italien mit 1:0 (1:0) und trifft nun am Mittwoch auf Gastgeber Schweden.

Im Vergleich zum Norwegen-Spiel veränderte Bundestrainerin Silvia Neid ihre Startelf. Wie erwartet, standen die zuvor gelbgesperrte Jennifer Cramer und die gegen Norwegen angeschlagene Lena Goeßling wieder in der ersten Elf. Außerdem verzichtete Neid auf Dzsenifer Marozsán und Melanie Leupolz und brachte stattdessen Anja Mittag und Simone Laudehr.

Spielerische Probleme
Die DFB-Elf ging wesentlich engagierter in die Partie als noch gegen Norwegen, spielerisch hatte sie aber weiter große Probleme. Im Spiel war wenig Sicherheit bei den Deutschen erkennbar – am deutlichsten zeigte dies die enorm hohe Fehlpassquote, wodurch sich die Mannschaft immer wieder ihrer Möglichkeiten beraubte. Eine gute Partie zeigte Simone Laudehr, die in der siebten Minute die Chance zur Führung hatte. Doch die Frankfurterin köpfte eine Flanke von Célia Okoyino da Mbabi über das Tor. In der 20. Minute flankte sie selbst, doch die Hereingabe war zu nah vor das Tor gespielt, sodass Chiara Marchitelli keine Mühe hatte, vor Okoyino da Mbabi an den Ball zu kommen.

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Simone Laudehr

Simone Laudehr wurde zur besten Spielerin der Partie gewählt. © Nora Kruse / ff-archiv.de

Führung durch Laudehr
In der 26. Minute fiel schließlich die Führung für die deutsche Mannschaft, die mehr für das Spiel tat als Italien. Nach einer Ecke von Leonie Maier wurde Laudehrs Schuss von Elisa Bartoli zum 1:0 für den Titelverteidiger abgefälscht. Auch wenn es eine Standardsituation war, aus der der Siegtreffer hervorging, waren die Standards, sowohl Ecken als auch Freistöße, im Anschluss erschreckend schwach.

Möglichkeiten für Italien
Italien hatte noch vor der Pause die Möglichkeit zum Ausgleich, aber Elisa Camporese köpfte eine Flanke von Melania Gabbiadini über das Tor (36.). In der 43. Minute landete ein Abwehrversuch von Saskia Bartusiak bei Daniela Stracchi. Nadine Angerer im deutschen Tor war beim Schuss der Italienerin jedoch zur Stelle.

Marozsán trifft die Latte
Nach dem Seitenwechsel begannen die Italienerinnen zunächst druckvoll, aber nach etwa einer Viertelstunde konnte sich die DFB-Elf etwas befreien. Sicherheit gewann das deutsche Spiel allerdings zu keinem Zeitpunkt, sondern war von vielen (Abspiel-)Fehlern und Abstimmungsproblemen geprägt. Insgesamt war es ein glücklicher, wenn auch nicht unverdienter, 1:0-Erfolg für die deutsche Mannschaft, der für Moral und Selbstbewusstsein enorm wichtig gewesen sein wird. Marozán hatte per Freistoß in der 89. Minute sogar noch das 2:0 auf dem Fuß, traf aber nur die Latte.

Steigerung gegen Schweden nötig
Im Halbfinale wartet nun Schweden. Spielerisch hat der EM-Gastgeber bislang sicher nicht das Niveau der Französinnen gezeigt, aber die Mannschaft von Pia Sundhage ist nach dem schweren Auftakt gegen Dänemark längst im Turnier angekommen, spielt temporeich, selbstbewusst und hat mit Lotta Schelin die bislang beste Torschützin des Turniers in den eigenen Reihen. Kämpferisch hat sich die DFB-Elf im Vergleich zum Norwegen-Spiel bereits gesteigert, gegen die Schwedinnen muss allerdings auch spielerisch noch eine Schippe draufgelegt werden.

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50 Kommentare »

  • Tom Schlimme sagt:

    So, Frankreich ist draußen, Deutschland ist weiter…

    Vielleicht ist doch etwas dran, dass die Weltspitze enger zusammen gerückt ist, so unter den ersten 10, 15 Ländern.

    Vielleicht ist es sogar gut für den Frauenfußball, wenn nicht immer die Favoriten gewinnen, vielleicht macht es den Reiz des Fußballspiels überhaupt aus, dass man eben nicht vorher weiß, wie es ausgeht.

    Erinnert sich noch jemand an die vernichtende Kritik von einigen, allen voran Matthias Kittmann, damals Frankfurter Rundschau, am Frauenfußball nach der EM 2005, als Deutschland so souverän durch das Turnier spazierte, dass es fast langweilig war? Kittmann zitierte eine ausländische Spielerin mit der Aussage, das deutsche Team sei das einzige, in dem jede Spielerin den Ball bis über die Mittellinie schlagen könne. Diese Zeiten sind nun also vorbei, schlecht???

    @ Altwolf zu Dzsenifer Marozsan: Du bist da meiner Meinung nach auf einen wichtigen Punkt gestoßen. Ich stimme dir zu, dass bisher noch kein Trainer geschafft hat, ihre enormen technischen Fähigkeiten durch eine passende taktische Integration voll zur Wirkung kommen zu lassen. Aber für mich kann der Schluss nicht sein, dann Marozsan, eine der besten deutschen Spielerinnen, nicht spielen zu lassen, ich erwarte da eher eine Veränderung seitens der Trainer/innen.

    Anja Mittag an dieser Stelle war jedenfalls völlig überfordert, das war keine gute Idee von Silvia Neid.

    Nadine Keßler hat bestimmt Potential für eine 10er, aber auch in Wolfsburg spielt sie auf der Doppelsechs, allerdings bei etwas anderem Spielsystem insgesamt, nämlich mit mehr Stürmerinnen vor sich als in der Natio die 10er vor sich hat, und eigentlich täten dem deutschen Spiel eine Keßler UND eine Marozsan gut, nicht entweder oder.

    Dass Marozsan nach ihrer Einwechslung eigensinniger gespielt hat und mehr selbst geschossen hat als sonst, sehe ich auch so, aber es wirkte so, als hätte man ihr genau das gesagt, dass sie öfter selber schießen soll. Hat sie getan, hat nicht ganz geklappt (ein Mal Latte getroffen, der Ball sprang Keßler vor die Füße, doch die haute ihn drüber), ein Mittelding wäre hier wohl das beste, aber Marozsan nach diesem einen Spiel als Egoistin abtun, die den Blick für die Mitspielerinnen nicht hat, sorry, Altwolf, das kann dein Ernst nicht sein, nach den vielen Spielen, in denen sie eher zuviel abgegeben hat als zu wenig!

    Also, richtige Spur, falscher Schluss, meiner Meinung nach!

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  • Zaunreiter sagt:

    So, ich leg mich mal fest. Das rumpelnde Deutschland wird Europameister. Das gefällt mir zwar nicht wirklich, weil mir Frankreich lieber war und Deutschland morgen rumpelnd dem Powerfußball Schwedens was entgegenstellt. Und Norwegen und Dänemark? Hmm…die schauen sich dann im Finale mal so an, was der Gewinner des ersten Halbfinals so anstellt und reagieren entsprechend drauf.

    Ich fand das gestern interessant zu sehen, wie Pellerud aus den Trümmern, die Landsem hinterlassen hat, wieder eine starke Mannschaft aufbaute. Die nimmt sich zwar hin und wieder ihre Kaffeepausen selbst, wo der Trainer dann zum Rumpelstilzchen mutiert. 😉

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  • noworever sagt:

    @Altwolf, @never-rest, @tom schlimme
    zum hausgemachten ‚problem‘ marozsan

    „haus…“ deswegen, da, wie hier mehrfach bereits angedeutet, in allererster linie der/die trainer(in) verantwortlich ist/sind, für ein ‚problem‘ … das eigentlich keins zu sein bräuchte … da die grundlagen (wie z.b. enormes talent, spielverständnis etc) vorhanden sind.

    die aussage von tom, dass es:
    „bisher noch kein Trainer geschafft hat, ihre enormen technischen Fähigkeiten durch eine passende taktische Integration voll zur Wirkung kommen zu lassen. Aber für mich kann der Schluss nicht sein, dann Marozsan, eine der besten deutschen Spielerinnen, nicht spielen zu lassen, ich erwarte da eher eine Veränderung seitens der Trainer/innen.“
    … trifft genau den punkt!

    Es ist doch offensichtlich, dass es sn (wie auch andere kollegen) nicht schafft dieses potential in das spiel eines teams wirklich zu integrieren – und stattdessen mit dem pseudoargument aufwartet, mit maro eine auswechselspielerin zu bringen, die noch einmal für ‚frischen wind'(?) sorgt.

    Okay, sie ist vielleicht (noch?) nicht die schnellste/agilste … trotzdem verlangt man von ihr, dass sie genauso (und, quasi in der gleichen position!) agiert wie celia! – ein absolutes unding! – allein von ihrem ganzen typ her, wird sie NIE ein celia sein.

    bin hier auch vollkommen eins mit @never-rest:
    „Aber bislang ist es ihr nicht annähernd gelungen, ihr fußballerisches Potential abzurufen, weil m.E. die gesamte Abstimmung in der Offensive nicht stimmt. Sie müsste sich nach meiner Einschätzung im Wechsel mit N. Keßler auch mal weiter nach hinten fallen lassen, um das Spiel vor sich zu haben und mehr für einen geordneten Spielaufbau quasi als Ballverteilerin zusammen mit N. Keßler tun. Daran krankt das deutsche Spiel derzeit. Maroszan kann dann immer noch nach vorne stoßen, wenn sich die Gelegenheit bietet oder einen ihrer Zauberpässe spielen. Derzeit treten sich in der zentralen Offensive Celia und Maroszan viel zu oft fast auf die Füsse und nehmen sich so gegenseitig den Raum zum Spielen.“

    … und @tom schlimme:
    „… und eigentlich täten dem deutschen Spiel eine Keßler UND eine Marozsan gut, nicht entweder oder.“

    das finde ich, ist doch zumindest ein ansatzpunkt … bisher sehe ich zu sehr eine gewichtung (als verantwortlich in der eigentlichen spielgestaltung) in DER doppel-6 kessler/gößling – und … ganz ganz weit da vorne irgendwo – marozsan.
    habe jedoch mehr&mehr das gefühl, gößling gehört eigentlich garnicht dahin, wo sie momentan possitioniert ist (und sich auch garnicht so recht wohl dort fühlt) – sondern: sie sollte das tun, was sie wirklich sehr gut & am besten kann und was sie auch beim vfl tut: die innenverteidung!

    kessler UND marozsan sind hingegen das eigentliche herz der mannschaft … und passen auch von ihrer ganzen veranlagung wunderbar zusammen.
    sn und ihr trainerteam scheinen dies entweder anders zu sehen … oder … sind nicht in der lage diese ansich doch so vielversprechenden grundlagen wirklich possitiv zu nutzen.

    zum schluß noch, @Altwolf:
    „Erinnere dich an die Spielsituation kurz vor Schluß:D.Maroszan auf hablinks beim Freistoß vor einer 4er Mauer d.Italienerinnen – N.Keßler steht völlig frei ca. 5-6 m rechts neben ihr – die italienische Torfrau schreit laut zu ihren Vorderleuten,sie sollen diesen Raum zustellen,was dies jedoch nicht machen – warum versucht D.Maroszan den direkten Schuß – in die Mauer- und ignoriert die Chance zum Schuß bei Zuspiel auf N.Keßler.“

    als ich diese zeilen las, hatte ich noch nicht gelesen, was @tom schlimme kurz darauf später geantwortet hatte … es war jedoch genau das, was mir dabei auch durch den kopf ging:

    „Dass Marozsan nach ihrer Einwechslung eigensinniger gespielt hat und mehr selbst geschossen hat als sonst, sehe ich auch so, aber es wirkte so, als hätte man ihr genau das gesagt, dass sie öfter selber schießen soll … aber Marozsan nach diesem einen Spiel als Egoistin abtun, die den Blick für die Mitspielerinnen nicht hat, sorry, Altwolf … “

    wir wissen nicht, was die ‚vorgaben‘ sind, die ein trainer ausgibt … schon garnicht die von einer trainerin vom kaliber einer sn.
    … major mystica … eines der wohl ewig unergründlichsten geheimnis der menschheitsgeschichte! 😉

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  • Germany2013 sagt:

    Ich mache mal einen Vorschlag für die Aufstellung, auch wenn SN so mit Sicherheit nicht spielen lassen wird:

    Angerer
    Huth-Henning-Goeßling-Cramer
    Kessler-Laudehr
    Mittag-Marozsan-Leupolz
    Lotzen

    Celia auf die Bank, auch wenn sie fit ist, genauso leider Leonie Maier, die kann man ja immer noch einwechslen. Würde zudem einfach gern mal ein Spiel ohne RumpelIV sehen. Vorne können Lotzen und Mittag öfter mal tauschen, Anja kann ja nicht jedes Spiel so furchtbar schlecht spielen. Ebenso können Kessler und Marozsan wechslen!

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  • ziefle sagt:

    Aber jetzt im Ernst

    Thomas Schaaf

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  • Altwolf sagt:

    @Tom Sclimme,never-rest,Noworever.Ich möchte bei unserer Diskussion nicht mißverstanden werden.Ich würde D.Marozsan gern in der N11 sehen,aber mit einer eindeutigen Position und in einer guten fußballerischen Symbiose mit N.Keßler. Natürlich hakt das Ganze auch an der Tatsache,daß wir hier ohne richtige Außenstürmerinnen spielen,die das Spiel vorne breit machen und dadurch die Räume zentral schaffen können,die eben genau Celia und D.Marozsan brauchen um ihre Qualitäten einzubringen.Genau das beeinträchtigt unser Spiel,was hier ja schon wiederholt reklamiert wurde,dieses sich im Zentrum gegenseitig auf die Füsse treten.
    Die Rolle,die L.Gößling in WOB spielt,muß man differenzierter betrachten,da sie wechselnde Positionen dort hat,je nach Gegener spielt sie mal neben V.Odebrecht in d.Doppel-6,mit Keßler auf der 10, seltener aber in d.IV,dann jedoch wenn insbes.sehr schnelle Stürmerinnen des Gegeners zu erwarten sind und andererseits,wenn die Spieleröffnung sehr schnell stattfinden soll,da sie in einem Tempo,wie wenig andere, in die gegenerische Hälfte marschieren kann.Ich glaube aber die IV-Position mag sie am Wenigsten.Wenn beide,N.Keßler u. L.Gößling,die Doppel-6 spielen,sind sie auch eher versetzt positioniert mit immer wieder auch regelmäßigem Wechsel in den offensiven bzw.defensiven Part (siehe auch Finale gegen OL).

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  • pinkpanther sagt:

    @Altwolf, @noworever, @never-rest, @tom schlimme
    Ergänzend zu dieser mE sehr fruchtbaren Diskussion über die Rolle von D.Marozsan möchte ich noch folgende Punkte aus dem Italienspiel anmerken:
    1. Nach ihrer Einwechslung kam auf einmal richtig Struktur rein ins deutsche (Offensiv-)Spiel.
    2. Dass Marozsan diesmal in 1-2 Situationen etwas eigensinniger war als sonst, fand ich grundsätzlich gar nicht so schlecht, auch wenn dies nicht von Erfolg gekrönt war. Aber ich traue ihr es zu, dass es nicht mehr lange geht bis sie in der Lage ist, situativ richtig zu entscheiden, ob jetzt das Zuspiel oder der eigene Torschuss die bessere Option ist. Mit ihren erst 21 Jahren kann und wird sie sich noch mächtig weiterentwickeln.
    3. Eine Szene kurz vor Ende des Viertelfinals, die ganz im Gegensatz zur in diesem Turnier meist üblichen Hektik stand, ist mir in lebhafter Erinnerung geblieben: Marozsan behauptet den Ball nahe der gegnerischen Eckfahne, sicher, fängt ein „Spielchen“ mit Däbritz an und war drauf und dran, den Italienerinnen eine harte Nuss zu knacken zu geben, die diese vermutlich nur durch z.B. ein Foul hätten stoppen können. Leider versuchte Däbritz dann (kein Vorwurf an die Jüngste), überhastet eine Flanke in den gegnerischen Strafraum zu schlagen, und die Italienerinnen konnten ihren Gegenzug starten.
    Trotzdem denke ich, dass ihr die „Auszeit“ im Italienspiel gut getan hat, in der zweiten Halbzeit hat sie dann ja zeigen können (nicht zuletzt auch ihres Lattentreffers wegen – den Nachschuss hat Kessler dann ja leider versemmelt), dass sie ohne Wenn und Aber in die Mannschaft gehört!

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  • noworever sagt:

    @pinkpanther:
    „Trotzdem denke ich, dass ihr die “Auszeit” im Italienspiel gut getan hat, in der zweiten Halbzeit hat sie dann ja zeigen können … dass sie ohne Wenn und Aber in die Mannschaft gehört!“

    lassen wir uns überraschen, ob es tatsächlich bei dieser (einmaligen?) auszeit bleibt.

    direkt nach dem spiel (noch ganz in der euphorie des grandiosen sieges) hatte sn, angesprochen auf diese „auszeit“, ja schon herausgestellt, daß „dieses konzept voll aufgegangen sei“ … und, dass … „wer 1:0 gewinnt – alles richtig gemacht hat“!

    von daher hat sie (wie auch immer der nächste (schwaben)streich aussehen mag) alle legitimität auf ihrer seite.

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  • noworever sagt:

    … wollte hier aber noch mal kurz anmerken, was mir besonders bei der hereinnahme von marozsan auffiel … dass, nämlich sofort (allein durch ihre ‚aktive präsenz‘) auf einmal ein ganz anderes MOMENTUM im aufbau des deutschen spiels war.

    vorher, war dieses aufbauspiel mehr oder weniger durch ein hühnerhaufenartiges hin&her gekennzeichnet … eine art verlassenheit … nervöses, überhastetes agieren … bei dem man (bzw, ich) immer das gefühl hatte, dass der ball im nächsten moment bestimmt wieder weg ist.
    einfach keine, in sich ruhende ‚gelassenheit‘ … eine gelassenheit, die darauf beruht, dass man von seinen fähigkeiten überzeugt ist, darauf vertraut und sich (ganz ruhig) auf sie ‚verlassen‘ kann.

    jenni hat, zumindest einen teil dieser (manchmal geradezu provozierenden) gelassenheit mit in das spiel eingebracht – und – damit das ganze aufbauspiel des deutschen teams beeinflußt … eine gelassenheit, die oft kritisiert wird, die aber, wie ich finde so eminent wichtig ist!

    in der ruhe liegt die kraft …

    ich finde, dies ist (neben ihrer schusshärte 😉 ) ein ganz gewichtiges ‚pfund‘, das jenni in das team miteinbringt … und vielleicht sollte man manchmal ein wenig vorsichtiger sein, ihre leistung(bzw. ihre ‚art‘) mit anderen mitspielerinnen zu vergleichen/abzuwerten …

    wie ich schon früher andeutete: sie wird (z.b.) nie ein celia sein … celia’s power ist eine völlig andere und nicht-vergleichbare …
    jede einzelne spielerin bringt ihr ganz eigenes ‚pfund‘ mit in das (zusammen)spiel ein!

    jenni’s ‚pfund‘ hat etwas leichtes … spielerisches … etwas, dass diesem team momentan … sehr von nöten ist …

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  • pinkpanther sagt:

    @noworever: Du sprichst mir aus der Seele 🙂
    Ganz anderer Punkt (natürlich rein spekulativ): Eine Dzseni mit ihrer Spielweise im Italienspiel hätte den Französinnen gegen Dänemark bestimmt gut getan, denn Frankreich ist meines Erachtens in das bei der deutschen Mannschaft zuletzt so oft gesehene Muster gefallen: Zunehmende Hektik, blindes Anrennen gegen ermattete (aber trotzdem ordentlich verteidigende) Däninnen, keine Ruhe mehr in den Aktionen, panisches Geckicke, … Hier wäre wohl eine „intelligentere“ Spielweise erfolgversprechender gewesen. Und Dszeni hat eben das Zeug dazu! Ob sie es in einer solchen Situation dann auch zeigt, steht natürlich auf einem anderen Blatt – ist wie gesagt eh nur Spekulation 😉

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