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2013

DFB-Auswahl vorzeitig im Viertelfinale

Die schwedische Nationalmannschaft ist ihrer Favoritenrolle in Gruppe A gerecht geworden. Durch einen abschließenden 3:1-Sieg gegen Italien hat der EM-Gastgeber die Gruppe gewonnen und steht im Viertelfinale. Kampflos eine Runde weiter ist auch die DFB-Auswahl, die vom Remis zwischen Dänemark und Finnland profitierte.

Denn da die Däninnen als Gruppendritter nun lediglich zwei Punkte auf dem Konto haben, wäre Deutschland als einer von zwei Gruppendritten selbst dann qualifiziert, wenn sie morgen auf Rang drei abrutschen. Gleiches gilt für Norwegen.

Schweden überlegen Italiens Trainer Antonio Cabrini verzichtete in der Startaufstellung sowohl auf Patrizia Panico als auch auf Melania Gabbiadini . Ohne die beiden besten Offensivkräften fehlten den Italienerinnen in der ersten Halbzeit die entscheidenden Impulse nach vorne. Aber während die Schwedinnen in ihren beiden ersten Partien sehr druckvoll und offensiv starteten, blieb ein solcher Beginn gegen Italien aus. Die Italienerinnen standen gut und ließen Schweden längst nicht so zur Entfaltung kommen, wie ihnen das noch gegen Finnland gelungen war. Dennoch waren die Gastgeberinnen optisch überlegen und erarbeiteten sich die besseren Möglichkeiten. In der 17. Minute legte Kosovare Asllani schön auf Josefine Öqvist , doch der Stürmerin versprang der Ball. In der 26. Minute war es Lisa Dahlkvist, die die Führung auf dem Fuß hatte, aber Italiens Torfrau Chiara Marchitelli war zur Stelle und klärte zur Ecke.

In 15 Minuten das Spiel entschieden Mit dem 0:0 ging es in die Halbzeit, und nach dem Seitenwechsel legten die Schwedinnen einen Zwischenspurt ein, mit dem sie die Partie entschieden. Mit drei Toren in zehn Minuten war ihnen der Sieg nicht mehr zu nehmen. Zunächst fälschte Raffaella Manieri einen Schuss der eingewechselten Therese Sjögran ins eigene Tor ab (47.). Zwei Minuten umspielte Lotta Schelin Marchitelli und schloss erfolgreich zum 2:0 ab. Für den dritten Treffer sorgte Josefine Öqvist in der 57. Minute nach Vorarbeit von Schelin. Italien hatte in dieser Phase nicht viel zu melden, doch mit dem 3:0 im Rücken schalteten die Schwedinnen einen Gang zurück, und auf der anderen Seite wurde das italienische Spiel durch die Einwechselungen von Panico und Gabbiadini merklich belegt. So war es auch Gabbiadini, der mit einem Kopfballtor in der 78. Minute der Anschlusstreffer gelang. Auf Schweden schien das Gegentor aber einen kleinen “Hallo-wach-Effekt” zu haben. In der Schlussphase agierten die Gastgeberinnen wieder merklich konzentrierter und brachten den Vorsprung sicher nach Hause.

1:1 zwischen Dänemark und Finnland Im parallel stattfindenden Spiel gegen Finnland erwischte Dänemark den deutlich besseren Start. In der 26. Minute wurde den Däninnen ein Tor von Pernille Harder wegen Abseits aberkannt, doch nur drei Minuten später traf Mia Brogaard zum 1:0-Halbzeitstand. Nach dem Seitenwechsel sah es lange so aus, als sollte es beim knappen Sieg Dänemarks bleiben, aber in der 87. Minute gelang Annica Sjölund der finnische Ausgleich.

Finnland fährt heim, Dänemark muss zittern Die Finninnen beenden die Gruppe mit zwei Punkten dennoch auf dem letzten Platz und können die Heimreise antreten, für die Däninnen könnte der späte Ausgleich noch schmerzhafte Folgen haben. Denn mit vier Punkten hätten sie gute Chancen gehabt, als einer von zwei Gruppendritten noch den Sprung ins Viertelfinale zu schaffen. Auch mit zwei Zählern kann dies möglich sein, so in Gruppe C die Favoriten zum Abschluss ihrer Rolle gerecht werden.