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2013

DFB-Elf zum Auftakt nur Remis

Die deutsche Nationalmannschaft ist mit einem Unentschieden in die Europameisterschaft gestartet. Gegen die Niederlande kam eine über weite Strecken ideenlos und ängstlich agierende DFB-Elf nicht über ein 0:0 hinaus. Damit gibt es bei dieser EM weiter keine Sieger, denn wie am Vortag endete auch die zweite Partie des Tages remis. Norwegen und Island trennten sich 1:1.

Frühe Chancen für Deutschland Für die deutsche Auswahl begann die Partie durchaus aussichtsreich. Schon in der siebten Minute hatte Célia Okoyino da Mbabi die erste Möglichkeit zur Führung, doch die Neu-Frankfurterin traf bei ihrem Drehschuss den Ball nicht richtig, sodass Loes Geurts im niederländischen Kasten keine Probleme hatte. In der 14. Minute war es Leonie Maier , die nach einem Freistoß von Dzsenifer Marozsán ihren Kopfball nicht voll traf, wodurch auch diese Chance ohne Erfolg blieb.

Angerer hält die Null Die Niederländerinnen stellten sich keineswegs hinten rein, wenngleich ihr Abwehrverbund stark agierte und bei deutschen Angriffen immer ein Bein dazwischen brachte. Doch auch sie selbst kamen zu Möglichkeiten. In der 17. Minute versuchte es Lieke Martens mit einem Schuss aus gut 25 Metern. Er hätte gepasst, doch Torhüterin Nadine Angerer war zur Stelle und klärte zur Ecke. Auch fünf Minuten später war Angerer hellwach und parierte den Kopfball von Kirsten van de Ven.

Gelähmte DFB-Elf Kurz vor der Halbzeitpause hätte sich die Partie zugunsten der DFB-Elf drehen können. Doch nach einem Foul von Daphne Koster an Lena Lotzen im Strafraum blieb der Elfmeterpfiff von Schiedsrichterin Tea Spinelli aus. Insgesamt konnte dies jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass die deutsche Mannschaft nicht in ihr Spiel fand. “Wir haben sehr ängstlich gespielt. Jetzt geht es um etwas, und wir waren wie gelähmt dadurch”, so Angerer.

Enttäuschte Okoyino da Mbabi “Wir sind enttäuscht, weil wir nicht abgerufen haben, was wir uns vorgenommen hatten”, so Okoyino da Mbabi. Die DFB-Auswahl agierte ideenlos, “wir haben nicht gezeigt, dass wir das Spiel machen wollten. Dann hat Holland Hochwasser bekommen, und dann wird es natürlich schwierig.” Nach einem tollen Zuspiel auf Manon Melis (62.) scheiterte die Angreiferin im 1:1-Duell mit Angerer, in der 78. Minute verpasste sie einen langen Ball in den Strafraum knapp, und in der Nachspielzeit war es auch nach einem Konter über Melis noch einmal knapp.

Gerechtfertigte Nullnummer Doch am Ende stand auf beiden Seiten die Null. “Gerechtfertigt”, sagt Bundestrainerin Silvia Neid. Im nächsten Spiel trifft die deutsche Mannschaft am Sonntag auf Island. “Wir müssen schauen, dass wir viel zielstrebiger werden, von Anfang an Druck auf den Gegner machen, besser in Ballbesitz kommen und zu gezielten Abschlüssen kommen.”

Remis zwischen Norwegen und Island Noch ist nichts passiert, betonte auch die Bundestrainerin nach der Partie. Das liegt auch daran, dass die zweite Partie der Gruppe ebenfalls remis endete. Norwegen und Island trennten sich 1:1 (1:0). Dabei versuchte es Norwegen in der ersten Halbzeit vor allem über Caroline Graham Hansen auf der rechten Seite. Für die Führung in der 26. Minute sorgte allerdings Kristine Hegland nach einem Abschlag von Ingrid Hjelmseth . Mit dem 1:0 ging es in die Pause. Und als alles nach einem knappen Sieg für die Norwegerinnen aussah, bekamen die Isländerinnen nach einem Foul im Strafraum einen Elfmeter zugesprochen. Margret Lara Viðarsdottir trat an und schloss erfolgreich zum Ausgleich ab.