Aufsteiger Hoffenheim holt Alisa Vetterlein

Von am 28. Juni 2013 – 10.00 Uhr 59 Kommentare

Die TSG 1899 Hoffenheim, Aufsteiger in die Frauenfußball-Bundesliga, hat Torhüterin Alisa Vetterlein vom Tripel-Sieger VfL Wolfsburg verpflichtet.

„Ich hatte eine tolle Zeit beim VfL und habe dem Verein viel zu verdanken. Jetzt ist die Zeit gekommen, einen neuen Weg zu gehen“, sagt Vetterlein zu ihrem ablösefreien Wechsel in den Kraichgau, wo sie einen Zweijahresvertrag bis zum 30. Juni 2015 unterschrieb, nachdem ihr noch ein Jahr laufender Vertrag in Wolfsburg zum 30. Juni aufgelöst wurde.

Wiedersehen mit alten Bekannten
Sie betont: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben in Hoffenheim“, wo sie eine alte Mannschaftskollegin wiedertreffen wird: Martina Moser spielte zusammen mit Vetterlein zwischen 2010 und 2012 bei den Wolfsburgerinnen. Theresa Betz kennt sie aus ihrer Zeit in Sindelfingen.

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Glückliche Hoffenheimer
Ebenso glücklich über die Verpflichtung zeigte sich Ralf Zwanziger, Leiter des Frauen- und Mädchenfußballs bei 1899 Hoffenheim: „Wir freuen uns sehr, dass sich Alisa Vetterlein für uns entschieden hat. Mit ihrer Präsenz auf dem Platz und ihrer langjährigen Bundesligaerfahrung wird sie unserer Mannschaft auf dem Weg zum Klassenerhalt sicher helfen. Wir hoffen, dass unsere jungen Torhüterinnen von ihrer Erfahrung profitieren werden und auch Alisa sie in ihren Leistungen weiterbringen wird.“

Alisa Vetterlein

Garant für den Champions-League-Sieg: Alisa Vetterlein © Marion Kehren / girlsplay.de

Erfolge und internationale Erfahrung
Vetterlein wurde in der vergangenen Saison mit dem VfL Wolfsburg Deutscher Meister, DFB-Pokalsieger und Champions-League-Sieger und hatte maßgeblichen Erfolg am Titelgewinn in London, doch der Verein verpflichtete zur kommenden Saison die Nationaltorhüterin Nummer Zwei, Almuth Schult, und erklärte sie vorab zur neuen Nummer Eins im Wolfsburger Kasten.

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Kellermann-Statement
„Alisa ist in den vergangenen Jahren beim VfL Wolfsburg eine feste Größe gewesen, zu unserer hervorragenden sportlichen Entwicklung hat sie maßgeblich beigetragen“, so Wolfsburgs Trainer und Sportlicher Leiter Ralf Kellermann. „Vor ihrem Entschluss, sich jetzt eine neue Herausforderung zu suchen, habe ich größten Respekt, zumal ich weiß, dass diese Entscheidung ihr keineswegs leicht gefallen ist.“

Nicht das erste Mal ausgebootet
Auch bei ihrem vorherigen Verein, dem 1. FFC Frankfurt, setzte man Vetterlein in der Saison 2008/09 im Winter Nationaltorhüterin Nadine Angerer vor die Nase, was ihre Einsatzchancen im Erstligateam drastisch reduzierte und sie zum Wechsel nach Wolfsburg veranlasste. Und auch in der Nationalelf zog sie 2009 den Kürzeren gegenüber Lisa Weiß, die als dritte Torhüterin statt Vetterlein zur Frauenfußball-EM 2009 in Finnland reisen durfte.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

59 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @Irrelevant x,
    Du hast es wirklich perfekt beschrieben, besser hätte ich es auch nicht schreiben können!!!

    @noworever und karl,
    Almuth Schult hat schon lange vor Bekanntwerden des Insolvenzantrages in BN angekündigt, ihren Vertrag dort nicht zu verlängern!!!
    Wer daran seinen Hauptanteil hatte, dürfte wohl unstrittig sein, oder kann man wirklich so naiv sein???

    Ralf Kellermann war ja nicht der Einzige, der „über das Stöckchen der DFB-Göttin gesprungen ist“!!!
    Auch Bernd Schröder hätte die Gelegenheit nur allzugern beim Schopfe gepackt, und Almuth nach Potsdam geholt!!!
    Was er damit „angerichtet“ hätte, ist ihm glaube ich noch gar nicht richtig bewußt!!!
    In Potsdam hätte Almuth noch nicht einmal die Stammtorhüterin „vergrault“, da ALYSSA den Verein schon vorher verlassen hat!!!
    Aber FELIX hatte erst kurz vorher ihren Vertrag verlängert, und war somit wieder heiße Kandidatin auf die Stammtorhüterin!!!
    Woran der Deal dann aber gescheitert ist, darüber kann ich natürlich nur spekulieren!!!
    Vieles hat aber sicher damit zu tun, daß Schröder ganz gewiß nicht damit einverstanden war, Almuth eine Gratis-Stammplatzgarantie zu geben!!!

    Kellermann hat dies dagegen getan, obwohl seine „Triple-Legende“ diese Sensation erst möglich gemacht hat!!!
    Und hier muß man sich fragen, WARUM ersetzt er seine sehr gute Torfrau, durch eine nervenschwache- und CL-unerfahrene Nachwuchstorfrau???
    Gibt er wirklich den Nachwuchs-Sidi jetzt, der Nationalspielerinnen sammelt wie andere Briefmarken???

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  • neutral77 sagt:

    @ Irrelevant x und Detlef,

    logo sammelt Kellermann jetzt die Natiospielerinnen wie Briefmarken und ihm ist auch der Erfolg voll zu Kopf gestiegen !!!
    Deshalb hat er ja schon letztes Jahr Krahn, Bresonik und Laudehr verpflichtet (und sie dann, glaube ich, ausgeliehen) und dieses Jahr er hat die freien Maier und Mbabi geholt (soweit ich mich erinnern kann)……

    R.Kellermann war selber TW und ist glaube ich von uns allen am nahsten dran an den Spielerinnen (im Spiel und vor allem im Training). Ich traue ihm schon zu, das er weiß, was er macht (das wußte er immerhin die letzten 5 Jahre, wenn man die Entwicklung des Teams sieht) !!!

    Und alle reden hier immer von A.Vetterlein hat die Champions League gewonnen. Aha, sie hat ja allein gegen Lyon gespielt und in dem Spiel mindestens 5 Hundertprozentige von Lyon vereitelt (soweit ich mich erinnern kann, einiges plaziertes sehr sicher gehalten, aber keine einzige Hundertprozentige auf das Tor bekommen)!!

    A.Vetterlein kam als Talent ohne jegliche große Buli Erfahrung nach WOB. Hier hat sie sich zu einer erstklassigen Bundesligatorhüterin entwickelt (was glaube ich, auch am TW Trainer und an dem allgemeinen Training lag).
    Warum soll A.Schulth nicht auch so eine Entwicklung nehmen ?? Ich weiß nicht was sie bisher für TW Training bekommen hat, aber ich glaube, in WOB wird sie gutes Training bekommen. Und wenn sie dann noch ihre Nerven in Griff bekommt, kann auch sie sich noch gut entwickeln.
    Also erst einmal abwarten und dann zerfleischen …..

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  • Karl sagt:

    @detlef : „Almuth Schult hat schon lange vor Bekanntwerden des Insolvenzantrages in BN angekündigt, ihren Vertrag dort nicht zu verlängern!!!
    Wer daran seinen Hauptanteil hatte, dürfte wohl unstrittig sein, oder kann man wirklich so naiv sein???“
    Unstrittig ist da garnichts!!! Wer soll da denn den Hauptanteil gehabt haben??? Neid etwa wieder???
    Sie ist ja auch nur ein Mensch soweit ich weis , aber ihr neigt doch irgendwie dazu ihr Teufelshoerner und Pferdefuesse anzudichten, denkt mal drueber nach ob das nicht eher so sein kann???
    Ich sehe den Hauptanteil eher in damals wohl schon schleppenden oder zumindest verzoegerten Gehaltszahlungen seitens Bad Neuenahr.
    Und zu Potsdam ist sie sicher deshalb nicht weil sie von einigen Potsdamer Fans ziemlich genervt gewesen sein duerfte. Woher wisst ihr ueberhaupt irgendwas von einer Stammplatzgarantie??? Das ist doch wahrscheinlich auch nur Spekulation , oder steht das irgendwo in ihrem Vertrag und der ist irgendwo veroeffentlicht worden im Web???

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  • Detlef sagt:

    Karl schrieb;
    „Woher wisst ihr ueberhaupt irgendwas von einer Stammplatzgarantie??? Das ist doch wahrscheinlich auch nur Spekulation , oder steht das irgendwo in ihrem Vertrag und der ist irgendwo veroeffentlicht worden im Web???“

    Wurde unter anderem hier veröffentlicht!!!
    https://www.waz-online.de/Wolfsburg/WAZ-Sport/Sport-allgemein/Vetterlein-denkt-an-Abschied

    Von „Teufelshoerner und Pferdefuesse“ hat hier niemand etwas geschrieben!!!
    Das ist nur Deine bildhafte Phantasie, die aus einer Bundesgöttin eine Ellermutter macht!!! 🙂

    Für mich ist sie einfach eine selbstsüchtige Bundestrainerin, der nur ihr Erfolg etwas bedeutet!!!
    Der Vereinsfußball ist ihr völlig Schnuppe, was am Besten vor der WM 2011 zu sehen war!!! 🙁
    Sie nutzt halt schamlos aus, daß der Großteil der Liga vom DFB völlig abhängig ist, und somit dessen Entscheidungen unterstützen muß, ob es ihnen gefällt oder nicht!!! 🙁
    Das ist ein zutiefst undemokratischer Machtmißbrauch, und widert mich einfach an!!! 🙁

    Karl schrieb;
    „Und zu Potsdam ist sie sicher deshalb nicht weil sie von einigen Potsdamer Fans ziemlich genervt gewesen sein duerfte.“

    Achja, stimmt, die ungemein gehässigen TURBINE-Fans, die „Almuth hat den Ball“ gesungen haben sind jetzt Schuld!!!
    Na da bin ich aber froh, da hat unser „Einsatz“ wenigstens etwas positives bewirkt!!! 🙂
    Sonst hätten wir jetzt den ganzen Schlamassel in Potsdam gehabt!!! 🙁

    Ich bin mir sicher, daß Almuth in WOB noch ganz andere Dinge zu hören bekommt, wenn sie die ersten Male danebengreift!!!
    Vor allem da sich jetzt die VfL-Männerfans auch so langsam zu den Frauen gesellen, und die „Verhaltensregeln“ im FF sicher noch nicht vollständig verinnerlicht haben dürften!!! 😉
    Da sollte Almuth sich aber schleunigst Nerven wie Drahtseile zulegen, sonst zerbricht sie daran!!!

    @neutral77,
    Es geht nicht darum, daß Almuth zu WOB gewechselt ist, sondern es geht um die Stammplatzgarantie, die Kellermann ihr versprochen hat!!!
    Für einen Spitzenklub sollte Leistung immer das oberste Prinzip sein!!!
    Weder Natiotrikots noch alte Verdienste dürfen dieses Leistungsprinzip außer Kraft setzen, sonst endet man wie der FFC Frankfurt!!!

    Dies gilt im Übrigen auch für TURBINE POTSDAM!!!
    Viele TURBINE-Fans sehen nachdenklich auf JENNY ZIETZ, die sich zwar große Verdienste um den Verein erworben hat, aber es nun sehr schwer haben wird, in der „neuen Mannschaft“ wieder Fuß zu fassen!!!

    Auch die Verdienste einer ANNA SARHOLZ sind Geschichten von früher, und sie muß in der neuen Saison erst beweisen, daß sie besser als ANNE BERGER ist!!!

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  • karl sagt:

    @detlef: In dem Artikel steht eigentlich nur dass Vetterlein mitgeteilt wurde dass ab Vertragsbeginn Schult diese die Nummer 1 im Tor waere , ok , je nach Sichtweise kann man das als so eine Art stammplatzgarantie interpretieren. Das waere in Potsdam sicher auch nicht anders gewesen.
    Was Neid betrifft und wie du sie beschreibst das klingt fuer mich eher so als wuerde sie genau ihren Job machen. Sie ist ja keine angestellte der Liga oder gar der Vereine. Und da die nationalmannschaft nun mal wichtiger ist als die Vereine und die Liga sehe ich da auch kein problem. Ich wuerde eher ein problem sehen wenn man Vereinsinteressen ueber die Interessen der nationalmannschaft stellt.

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  • ziefle sagt:

    @karl
    “ Und da die nationalmannschaft nun mal wichtiger ist als die Vereine und die Liga “

    Solch eine Sichtweise und das arrogante Selbstverständnis (hier meine ich nicht die Bundesgöttin, sondern Ratzeburg, Ulrich &Co – ausgenommen Jones) des DFB sind die eigentlichen Probleme des FF.

    Junge talentierte leistungsorientierte Spielerinnen wachsen nicht auf den Bäumen, sondern es benötigt viel Ausbildung und damit Geld auch für die „kleinen“ Vereine der 1. und 2.Liga.

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  • Meta sagt:

    @ Karl:

    Wozu brauchen wir dann noch Bundesligatrainer? Lass doch Fr. Neid gleich die Aufstellungen machen. Wo kommen wir denn hin, wenn (ja, ich weiß man soll Männer- und Frauenfussball nicht vergleichen) z.B. Jobi Pepe vorschreibt, wer von seinen Natiospieler wo und wie lange zu spielen hat. Oder wenn Fr. Neid entscheidet ob eine Alex Popp Sturm, linke Abwehr oder linke Außenbahn oder im Tor spielen soll????? Welche Autorität hätte eine Vereinstrainer dann noch???? Will Fr. Neid dann jede Woche bei SiDi anrufen, nur weil eine Ihrer Spielerinnen auf der Bank sitzt???

    Ja, die Natio ist wichtig, aber die Spieler sind bei den Vereinen angestellt und werden von diesen auch bezahlt. Dann soll der DFB die Gehälter der Natiospielerinnen übernehmen. Dann kann er gerne ein Wörtchen mitreden 😉 Arbeitsrechtlich sind die Spielerinnen den Vereinen „unterstellt“. Für die Natio müssen sie „nur“ freigestellt werden.

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  • Detlef sagt:

    Karl schrieb;
    „In dem Artikel steht eigentlich nur dass Vetterlein mitgeteilt wurde dass ab Vertragsbeginn Schult diese die Nummer 1 im Tor waere , ok , je nach Sichtweise kann man das als so eine Art stammplatzgarantie interpretieren.“

    Ich kann mir keine Sichtweise vorstellen, die etwas anderes vermuten läßt!!!
    Kellermann betonte in dem Artikel ja extra, daß es ihm wichtig gewesen sei, daß Alisa dies von Anfang an klar sein müsse!!!

    Karl schrieb;
    „Das waere in Potsdam sicher auch nicht anders gewesen.“

    Das denke ich nicht!!!
    Schröder hat sich eigentlich selten auf eine Nummer Eins festgelegt!!!
    Damals als NATZE in Potsdam spielte, und jetzt bei ALYSSA war es mal so!!!
    Aber beim Zweikampf SCHUHMANN-SARHOLZ, als auch SARHOLZ-BERGER, betonte er immer wieder, daß es keine Nummer Eins in Potsdam gäbe!!!
    Mein Gefühl sagt mir, daß daran der Deal mit Schult gescheitert ist!!!

    Karl schrieb;
    „Was Neid betrifft und wie du sie beschreibst das klingt fuer mich eher so als wuerde sie genau ihren Job machen. Sie ist ja keine angestellte der Liga oder gar der Vereine. Und da die nationalmannschaft nun mal wichtiger ist als die Vereine und die Liga sehe ich da auch kein problem. Ich wuerde eher ein problem sehen wenn man Vereinsinteressen ueber die Interessen der nationalmannschaft stellt.“

    Natürlich ist sie Cheftrainerin für die Natio!!!
    Aber wo kommen denn die Spielerinnen her???
    Werden sie denn von den Nachwuchstrainerinnen des DFB irgendwo angepflanzt, und wenn sie reif sind kann man sie ernten???
    NEIN, sie lernen ihr Handwerk in den Vereinen, und werden dort zu dem gemacht was sie sind!!!

    Ihr Interview nach dem Spiel war so typisch für die Denke im DFB!!!
    Sie hat Maren Meinert und Bettina Wiegmann explizit hervorgehoben, daß sie die jungen Spielerinnen gut ausgebildet hätten!!!

    VERDAMMT NOCHMAL NEIN!!!
    Die Spielerinnen wurden in ihren Vereinen gut ausgebildet!!!
    Leonie Maier in Bad Neuenahr, Lena Lotzen in München, Melanie Leupolz und Sara Däbritz in Freiburg, und JENNY CRAMER in Potsdam!!!

    Schon wenn man nur allein die Zeit betrachtet, die die Spielerinnen bei ihren Vereinen, und bei der Natio sind, sollte eigentlich jedem klar sein, wer den größten Anteil an der Arbeit hat!!!

    Und deshalb ist es nicht war, daß die Nationalmannschaft wichtiger ist als die Vereine!!!
    Ohne Vereine wäre die Natio ein totes Gebilde!!!
    Ohne Natio kämen die Vereine sehr gut alleine klar!!!
    Hier muß endlich ein Umdenken beim DFB, und bei Leuten wir Dir passieren!!!

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  • karl sagt:

    @Meta: Ich habe mit keinem Wort erwaehnt dass Neid die Vereinstrainer ersetzen soll. Das ist auch nicht der Job der Bundestrainerin soweit ich weis. Wer immer Jobi und Pepe sein moegen , und ob die sich gegenseitig ihren job streitig machen ist irrelevant. Mir ist auch nicht bekannt dass die Bundestrainerin in die Aufstellungen der Vereine eingreift, das ist selbstverstaendlich Sache der Vereinstrainer. Und ob eine ihrer Nationalspielerinnen im Verein auf der Bank sitzt kann ihr auch egal sein solange sie in der Nationalelf ihre Leistung bringt.

    @ziefle: Das aendert meine Sichtweise auch nicht. Die Nationalmannschaft ist nun mal das Aushaengeschild wovon auch die Vereine profitieren , wenn auch indirekt. Die USA haben auch ohne Vereine eine erstklassige Nationalmannschaft. Dass der DFB insbesondere die kleinen Vereine finanziell mehr unterstuetzen muesste sehe ich auch so. Aber auch das ist nicht Sache der Bundestrainerin.

    Wenn man fuer den frauenfussball zusaetzliche Zuschauer generieren will geht das meiner Meinung nach eigentlich nur ueber die Nationalmannschaft.

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  • karl sagt:

    @Detlef: natuerlich werden die Spielerinnen hauptsaechlich in den Vereinen ausgebildet. ich erinnere mich auch an das Interview. ich habe es aber eher so verstanden dass Meinert und Wiegmann in den Uxx Mannschaften den jungen Spielerinnen das DFB Spielsystem offenbar gut vermittelt haben , denn in den Vereinen gibt es moeglicherweise ja andere Spielsysteme und andere Taktiken.
    Dass die Vereinstrainer alles andere machen haelt man offensichtlich fuer allgemein bekannt.
    Aber wenn es die Vereine nicht machen wuerden wuerden es vielleicht die Schulen machen, wie in den USA. Die haben auch ohne Vereine eine konkurenzfaehige Nationalmannschaft.
    Um zusaetzliche Zuschauer zum Frauenfussball zu locken braucht man die Nationalmannschaft. Ich selbst hab 99 die beiden ersten Life Laenderspiele in Washington DC gesehen weil Kollegen Tickets dafuer organisiert hatten. Die deutsche Mannschaft hat keins der beiden Spiele gewonnen und trotzdem bin ich irgendwie Fan geworden. Dass es Vereine wie Turbine Potsdam und den FFC Frankfurt und andere gibt hab ich dann erst spaeter festgestellt und bin jetzt fleisiger Konsument von DFB TV, sonstigen Frauenfussballfernsehuebertragungen und ab und zu mal Stadion. Frauenfussballfan Waere ich ohne die Nationalelf nie geworden.

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  • Detlef sagt:

    Karl schrieb;
    „Dass die Vereinstrainer alles andere machen haelt man offensichtlich fuer allgemein bekannt.“

    Das hält man beim DFB offensichtlich für nicht erwähnenswert, bzw für überzogen, sonst könnte man so etwas ja auch einmal öffentlich erwähnen!!!
    Kannst Du Dich daran erinnern, daß die Bundesgöttin schon einmal einen Vereinstrainer öffentlich gelobt hätte???

    Karl schrieb;
    „Aber wenn es die Vereine nicht machen wuerden wuerden es vielleicht die Schulen machen, wie in den USA“

    Welche Schulen sollten das in Deutschland übernehmen???
    Es ist ja auch so schon schwierig bis unmöglich genug, passende Schulen zu finden, die den Spielerinnen die Ausübung ihres Leistungssportes ermöglichen, zb zu Meisterschafts-, Pokal-, oder CL-Spielen unter der Woche zu reisen!!!

    Die USA haben ein ganz anderes System, mit ihrem Collagefußball, und den vom Verband bezahlten Nationalspielerinnen, über den diese zB auch Krankenversichert sind!!!
    Um das in Deutschland einzuführen, bräuchten wir mindestens 50-80 Jahre!!!

    Karl schrieb;
    „Um zusaetzliche Zuschauer zum Frauenfussball zu locken braucht man die Nationalmannschaft.“

    Warum braucht man dazu die Natio?
    Nur weil diese bei den ÖRTV-Anstalten ein Sendeprivileg besitzt???
    Würden die für das Geld, was sie dem Gebürenzahler abnehmen, und dem DFB als Übertragungsrechte überweisen auch entsprechend FF-Buli übertragen, würden auch so viele neue FF-Fans gewonnen werden!!!

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  • xXx sagt:

    @karl

    „Um zusaetzliche Zuschauer zum Frauenfussball zu locken braucht man die Nationalmannschaft.“

    Das ist doch Blödsinn. Das hat doch nicht zuletzt die WM im eigenen Land gezeigt. Eine Saison lang kamen mal ein WENIG mehr Zuschauer, aber in dieser Sasion waren die Zahlen dann sogar schon wieder rückläufig.

    Die Nationalmannschaft hat NULL Auswirkungen auf das Zuschauerinteresse an der Bundesliga.

    Um das zu steigern bräuchte man in erster Linie eine stärkere Liga, die nicht alles der Nationalmannschaft unterordnen muss, die kleineren Vereine müssen besser unterstützt werden um eine größere Leistugsdichte und damit mehr Spannung zu schaffen und vor Allem braucht die Bundesliga mehr TV-Präsenz, um ins Bewusstsein der Leute zu gelangen.

    Im Moment sehen sie die Nationalmannschaft (wenn überhaupt) und bekommen aber kein bisschen mit, dass in den Vereinen auch gute Arbeit geleistet und auch guter und erfolgreicher Fußball gespielt wird.

    Solange sich im deutschen FF alles nur auf die Nationalmannschaft fixiert, wird die Bundesliga immer nur ein Schattendasein fristen und sich an dem Interesse an ihr nicht viel ändern. Im Moment ist die Nationalmannschaft den Vereinen mehr im Weg, als das sie ihr sogar helfen würde.

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  • karl sagt:

    @xxx : Das seh ich aus eigener Erfahrung eher umgekehrt, aber vielleicht bin ich ja ein Einzelfall. Ich hoffe natuerlich auch dass die Bundesliga mehr TV Praesenz bekommt, aber wenn ich entscheiden muesste zwischen Bundesliga oder Nationalmannschaft im TV wuerde ich mich fuer die N11 entscheiden. Das ist halt so, kann ja sein dass das bei euch anders ist.

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  • FFFan sagt:

    Es ist schon abenteuerlich, auf was für Ideen manche kommen…
    Die Bundestrainerin schreibt den Vereinstrainern sicherlich nicht vor, wie sie ihre Mannschaften aufzustellen haben! Aber sie wird ihrer Torhüterin Almuth Schult empfohlen haben, zu einem Verein zu wechseln, bei dem sie dann auch spielt. Dass Kellermann sich in dieser Frage klarer positioniert hat als Schröder, könnte für Schult letztlich den Ausschlag zugunsten des VfL Wolfsburg gegeben haben.

    @ Detlef:
    „Ihr Interview nach dem Spiel war so typisch für die Denke im DFB!!! Sie hat Maren Meinert und Bettina Wiegmann explizit hervorgehoben, daß sie die jungen Spielerinnen gut ausgebildet hätten!!!“

    Du musst genauer hinhören! Silvia Neid hat Meinert und Wiegmann dafür gelobt, dass sie den Nachwuchsspielerinnen Spielsystem und Taktik der DFB-Frauenauswahlen gut vermittelt haben. Dadurch haben die jungen Spielerinnen in der A-Natio keine Anpassungsschwierigkeiten, weil sie aus den U-Natios bereits verinnerlicht haben, was -im Rahmen der vorgegebenen Taktik- auf der jeweiligen Position zu tun ist. Das kann ihnen kein Vereinstrainer beibringen!

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  • Detlef sagt:

    FFFan schrieb;
    „Die Bundestrainerin schreibt den Vereinstrainern sicherlich nicht vor, wie sie ihre Mannschaften aufzustellen haben!“

    Aber nein, natürlich nicht, wo denkst Du hin!!! 😉
    Wenn die Vereinstrainer ihre Nationalspielerinnen nicht genau so im Verein spielen lassen, wo der Göttinnenrat sie gern in der Natio einsetzen möchte, was glaubst Du wohl, wie lange sie dann noch Nationalspielerinnen sind??? 😉
    Und welcher Vereinstrainer schmückt sich nicht gern mit Nationalspielerinnen??? 😉

    Ein paar Beispiele gefällig???
    ARIANE HINGST, Kerstin Stegemann, SONJA FUSS, BRITTA CARLSON, NAVINA OMILADE, Simone Laudehr, JENNY ZIETZ, BIANCA SCHMIDT, TABEA KEMME, JENNY CRAMER, Kerstin Garefrekes, Katharina Baunach, Alexandra Popp, Leonie Meier

    Alle Spielerinnen haben in ihren Vereinen vorher ganz andere Positionen gespielt, bevor sie Natiospielerinnen (auch schon UXX) geworden sind!!!
    Ist natürlich nur ein dummer Zufall, daß sie danach brav und artig auch im Verein genau diese Position spielen mußten, wo sie in der Natio eingesetzt wurden!!!

    FFFan schrieb;
    „Silvia Neid hat Meinert und Wiegmann dafür gelobt, dass sie den Nachwuchsspielerinnen Spielsystem und Taktik der DFB-Frauenauswahlen gut vermittelt haben. Dadurch haben die jungen Spielerinnen in der A-Natio keine Anpassungsschwierigkeiten, weil sie aus den U-Natios bereits verinnerlicht haben, was -im Rahmen der vorgegebenen Taktik- auf der jeweiligen Position zu tun ist. Das kann ihnen kein Vereinstrainer beibringen!“

    Was würdest Du schätzen, wie viele unterschiedliche Taktiken und Spielsysteme gibt es wohl im Fußball???
    Und wie viele davon sollte eine Spielerin beherrschen, wenn sie Nationalspielerin werden möchte???
    Spielt denn die Natio immer nach der gleichen Taktik, und immer im selben Spielsystem???

    Und wo haben denn bloß die Vereinstrainer ihren Trainerschein her???
    Auf dem Rummelplatz geschossen oder in der Tombola gewonnen???

    […]

    Dieser Kommentar wurde von der Redaktion in Übereinstimmung mit den Womensoccer-Leitlinien editiert. Die editierten Stellen wurden mit Auslassungszeichen […] markiert.

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  • @ziefle sagt:

    @FFFan
    „Das kann ihnen kein Vereinstrainer beibringen!“

    So ein Blödsinn.
    Gerade die taktische Ausbildung findet in den Vereinen statt. Dabei ist das Spielsystem mit 3er oder 4er Kette, Stossstürmerin oder doppel6, was es auch alles gibt, gar nicht das Entscheidende.
    Im Pokalendspiel hat man bei Potsdam gesehen wie die Spielerinnen mit 4er und 3er Kette spielen konnten und auch sonst alle Mannschaften es drauf haben müssen je nach Spielstand und Gegner Liga- oder Pokalspiel alles abrufen zu können.
    Taktische Ausbildung heißt unter Anleitung, Kritik und Lob üben, üben, üben, üben…….
    Bei 8 Monate Training und 2,5 Monate Vorbereitung gehe ich von durchschnittlich 700 bis 850 Stunden aus, dazu noch Besprechungen bei denen es immer auch um taktische Ausrichtung geht. Hinzu kommen noch die Ligaspiele die Pokal- und Vorbereitungsspiele mit den Nachbereitung.
    Dagegen stehen vielleicht 30 TE mit ca.10 Spielen (je nachdem ob ein Turnier stattfindet oder nicht) bei der U17N11.

    Meiner Meinung nach können die Spielerinnen dies bei der N11 vielfältig (bestes Beispiel ist Popp) abrufen, weil diese es in den Vereinen gelernt haben.

    Hinzu kommt noch, dass die derzeitige U16-Trainerin eher was kaputt macht als besser. Normalerweise läuft es bei einem mäßigen Trainer so, dass solange Erfolg da ist man an diesem festhält. Hier wird aber auch ohne Erfolg mit schlechter Kaderzusammenstellung und mießen Spielen seit 2 Jahren nicht ausgewechselt.

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  • karl sagt:

    Ich freue mich dass FFFan das gleiche aus dem Interview herausgehoert hat wie ich, jetzt fuehl ich mich schon etwas weniger als Aussenseiter.
    🙂 🙂 So langsam glaube ich dass einige hier den Posten des Bundestrainers abschaffen wollen , das koennen ja dann die Vereinstrainer mitmachen, weil die ja soo unglaublich viel besser sind als ein Bundestrainer , und wenn man dann in der Quali fuer die naechsten Turniere scheitert kann man gleich die Nationalmannschaft abschaffen . Das gibt dann goldene Zeiten fuer die Vereine. Von frueh bis spaet Vereinsfussball im Fernsehen und Millionen Zuschauer weil die stoerende nationalelf endlich Gechichte ist. Ist das wirklich was ihr wollt ??? 🙂 🙂

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  • Fritz W. sagt:

    Holla – eine angeregte Diskussion.

    Leider aber viel weniger auf den Frauenfussball beschränkt, wie einige hier glauben. Mein Kollege (Eintracht Fankfurt Ultra) beschimpft den ganzen Tag den DFB. Das ist übrigens allen Ultras mittlerweile gemeinsam.

    Zur Ausbildung der Spielerinnen muss ich aber doch einwerfen, das der DFB einiges tut. Da gibt es Kreisfussballschulen und Stützpunkte, die ein wöchentliches Training und natürlich auch Spiele durchführen. Da gibt es Internate und unterstützte Ligen wie die B-Juniorinnen Bundesliga usw.
    Viele Spielerinnen werden zudem gar nicht von den klassischen Frauenvereinen ausgebildet, sondern kommen aus Jungenmannschaften. Das alles soll den Anteil der Vereine nicht schmälern, sondern nur ein umfassendes Bild geben. Das größte Opfer bringen allerdings die Spielerinnen selbst, besonders diejenigen, die es gar nicht in die Bundesliga oder Nati schaffen…

    Übrigens – auch wenn es einige hier bestimmt anders sehen – werden die Spielerinnen nicht zum Einsatz in den Nationalmannschaften gezwungen. Einige haben aus diesem Grunde ihre Nati Karriere ja auch beendet, was vollkommen legitim ist.

    Natürlich muss die Neid sich für ihre Fehler und beruflichen Schwächen auch Kritik gefallen lassen. Da sollten wir das Abschneiden in Schweden mal abwarten und dann unsere Schlüsse ziehen.

    Ich habe sie übrigens mal privat abseits vom Fussball erlebt und muss sagen, das sie dem hier geschilderten fürchterlichen Ungeheuer nicht so ganz gerecht werden konnte. Keine Hörner, keine Hufe – eigentlich schrecklich normal. Da muss keiner Angst haben.

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  • FF-Fuchs sagt:

    @Detlef: Lese doch oben im Bericht den Absatz: Glückliche Hoffenheimer. Hier wird von Herrn Zwanziger klar definiert wer in Zukunft die Nummer 1 in Hoffenheim ist.

    Aber das ist doch auch gut für A. Vetterlein. Jetzt erst recht kann sie, bei einer schwächeren Abwehr, zeigen wie gut sie im Tor ist. Jetzt wird sie mehr im Fokus stehen, als bei WOB.

    Zu einer Torhüterin die sehr wenig Tore kassiert, gehört auch eine starke Abwehr.
    Sollte sie wenig mehr Tore kassiern wie in WOB, so käme sie sicherlich auch wieder in den Kreis der Nationalmannschaft.

    Andererseits stellt sich mir die Frage, weshalb gerade bei A. Vetterlein schon zweimal eine andere Torhüterin (Frankfurt, WOB) vor ihre Nase gesetzt wurde. Ich kann das nicht beurteilen, dafür habe ich sie zu wenig gesehen. Hier scheint mir das Vertrauen der Trainer nicht gerade hoch gewesen zu sein, oder sehe ich das falsch?? Da kann man ja fast schon davon ausgehen, dass sie so lange im Tor in Hoffenheim steht, bis sich die Mannschaft in der 1. Buli etabliert hat und sich dann nach oben orientiert. Da darf man für die nächsten Jahre gespannt sein.

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