Leonie Maier schießt DFB-Elf zum Sieg

Von am 19. Juni 2013 – 19.50 Uhr 55 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat auch ihren zweiten EM-Test mit Erfolg bestanden. Gegen den Olympiadritten Kanada kam die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid zu einem knappen, aber dank guter Leistung hoch verdienten Erfolg. Das Tor des Tages gelang Leonie Maier mit ihrem ersten Treffer im Länderspieldress. Zwei andere feierten ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft.

Vot 9 781 Zuschauer in der Benteler-Arena von Paderborn kam die deutsche Mannschaft bei hochsommerlichen Temperaturen zu einem 1:0 (0:0)-Erfolg gegen die Kanadierinnen. Leonie Maier machte mit ihrem ersten Treffer im achten Länderspiel den Erfolg perfekt (53.).

Anzeige

Als Mannschaft viel besser funktioniert
Maier meinte nach dem Spiel: Maier: „Ich habe mich natürlich riesig über mein Tor gefreut, aber noch wichtiger war, dass wir als Mannschaft viel besser funktioniert haben, aggressiver in den Zweikämpfen waren und besser umgeschaltet haben defensiv und offensiv. Über weite Strecken haben wir auch gut kombiniert.“

Zwei Veränderungen
Bundestrainerin Silvia Neid veränderte ihr Team gegenüber dem 3:0-Sieg gegen Schottland auf zwei Positionen: Jennifer Cramer ersetzte die verletzte Babett Peter als linke Außenverteidigerin, Lena Lotzen kam im Mittelfeld für Leonie Maier zum Einsatz, die statt Bianca Schmidt diesmal auf der angestammten rechten Außenverteidiger-Position eingesetzt wurde.

Aussetzer von Krahn
Das Spiel war noch keine drei Minuten alt, da hätte ein Stellungsfehler von Annike Krahn fast für eine kalte Dusche gesorgt. Christine Sinclair reagierte blitzschnell und bediente Diana Matheson, deren Schuss aus 15 Metern stellte DFB-Torhüterin Nadine Angerer aber vor keine Probleme.

Jetzt lesen
DFB-Kader für Kanada-Spiel nominiert

DFB-Elf kommt in Fahrt
Doch die DFB-Elf fing sich schnell und ermöglichte in der ersten Halbzeit den Kanadierinnen keine weitere gute Gelegenheit. Nach einer knappen Viertelstunde hatte Anja Mittag aus 18 Metern mit einem ansatzlosen Schuss die erste DFB-Chance, doch der Ball drehte sich vom Tor weg.

Goeßling Chefin im Mittelfeld
Angetrieben von der vor allem in den ersten 45 Minuten starken Lena Goeßling kam das Aufbauspiel der DFB-Elf nun immer besser in Schwung, nach einer Flanke von Nadine Keßler hatte Okoyino da Mbabi per Kopf die nächste gute Chance. Goeßling versuchte es dann selbst aus der Distanz und setzte nach einer halben Stunde Okoyino da Mbabi in Szene, doch Rhian Wilkinson konnte im letzten Moment blocken. Goeßling erklärte nach der Partie: „Wir hatten uns viel vorgenommen, was wir verbessern wollten. Ich denke, das haben wir uns alle zu Herzen genommen und man kann der ganzen Mannschaft heute bei den Temperaturen ein Lob aussprechen.“

Chancen vor der Pause
Das Spiel der deutschen Mannschaft geriet nun ein wenig ins Stocken, doch bei hochsommerlichen Außentemperaturen legten die Spielerinnen in den letzten fünf Minuten noch einmal zu. Okoyino da Mbabi spritzte in eine Mittag-Flanke, doch Kanada-Torhüterin Erin McLeod lenkte den Ball um den Pfosten. Lena Lotzen und Dzsenifer Marozsan hatten die letzten Chancen in einer Halbzeit, in der die DFB-Elf gut agierte, aber etwas zu fahrlässig mit ihren Chancen umging.

Leonie Maier

Leonie Maier erzielte im achten Länderspiel ihr erstes Tor © Karsten Lauer / girlsplay.de

Leupolz debütiert, Maier trifft
In der zweiten Halbzeit feierte Melanie Leupolz ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft, und sie konnte sich gleich mit ein, zwei guten Aktionen in Szene setzen. Für Saskia Bartusiak ging Luisa Wensing in die Innenverteidigung. Die DFB-Elf spielte weiter gut nach vorne, eine Flanke von Marozsan verfehlte Okoyino da Mbabi nur knapp (52.). Und die Bemühungen wurden belohnt,  Maier traf nach Pass von Lotzen mit einem satten Schrägschuss von rechts und ihrem ersten Länderspieltor zur verdienten Führung (53.).

Marozsan trifft Pfosten
Die DFB-Elf blieb am Drücker, Marozsan hatte mit einem Pfostenschuss aus der Distanz ihre beste Szene im Spiel (66.). Für die Schlussviertelstunde brachte Neid drei frische Kräfte: Simone Laudehr für Lena Goeßling, Josephine Henning für Annike Krahn und Lira Bajramaj für Lena Lotzen.

Unschöne Aktion von Sinclair, Debüt von Linden
In der Schlussphase kam der Spielfluss ein wenig abhanden, alle Spielerinnen zollten der Hitze Tribut und Kanadas Kapitänin Christine Sinclair fiel durch einen unsportlichen Tritt gegen Henning auf, der durchaus mit einer Roten Karte geahndet hätte werden können. Und auch andere kanadische Spielerinnen zeichneten sich in den Schlussminuten durch eine überharte Gangart aus. Isabelle Linden feierte ebenfalls ihr Länderspieldebüt, für sie ging Okoyino da Mbabi vom Feld.

Späte Chancen
In der dreiminütigen Nachspielzeit hätte die deutsche Mannschaft den Erfolg fast noch ausgebaut, doch Cramer scheiterte an McLeod (90.+1) und Wensing war zu überrascht und konnte im letzten Moment am Torschuss gehindert werden (90.+2). Bajramajs Schuss hätte genau gepasst, doch McLeod verhinderte mit einer starken Parade einen zweiten Gegentreffer (90.+3).

Zufriedene Neid
Bundestrainerin Silvia Neid erklärte:  „Kompliment an beide Teams, wenn man sieht, was die in der ersten Halbzeit absolviert haben, schon das Gehen war anstrengend. Ich bin sehr zufrieden mit der Einstellung, der Leidenschaft und der Kreativität. In der ersten Halbzeit haben wir aus gutem Mittelfeld-Pressing gespielt, wir wollten erstmal Sicherheit finden als neu formierte Mannschaft. Wir haben teilweise gut nach vorne gespielt. In der 2 Halbzeit hatten wir noch mehr spielerische Anteile, aber wir waren teilweise zu verspielt und haben verpasst, den Abschluss zu suchen oder zu finden, oder der letzte Pass war zu ungenau. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis.“

Deutschland – Kanada 1:0 (0:0)

Deutschland: Angerer – Maier, Krahn (70. Henning), Bartusiak (46. Wensing) , Cramer – Keßler, Goeßling (70. Laudehr) – Lotzen (70. Bajramaj), Marozsan, Mittag (46. Leupolz) – Da Mbabi (79. Linden)

Kanada: McLeod – Wilkinson (88. Gale), Buchanan (72. Melhado), Moscato, Sesselmann (46. Stewart) – Busque (89. Zurrer), Kyle (71. Leon), Scott, Schmidt (81. Wu) – Sinclair, Matheson

Tore: 1:0 Maier (53.)

Gelbe Karten: Keine

Schiedsrichterin: Pernilla Larsson (Schweden)

Zuschauer: 9 781

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

55 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Wenn sie schon in der Startelf steht, sollte Maier mal die Freistöße schießen. Aus Erfahrungen gegen Bad Neuenahr kann man sagen, dass sie da durchaus sehr gefährlich ist.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    Bzgl. der Standards: War ich der Einzige, der den Kommentator Neid zitieren hat hören, dass die N11 eben bei diesen Standards noch nicht alle Karten auf den Tisch legen möchte?

    Gerade unter Berücksichtigung dieses Statements waren die Standards, die zugegebenermaßen sehr einseitig waren, doch durchaus gefährlich, wenn man an die Situation mit Celia bedenkt, wo der Ball zu ihr durchkommt und sie trotz Umklammerung zum Torschuss kommt?

    In diesem Punkt werden wir aber sicher noch mehr Kreativität sehen!

    (0)
  • Detlef sagt:

    @Sheldon,
    Ich möchte auch was von dem Zeug, was Du da eingeworfen hast!!!
    Solche Euphorie-Ergüsse gehen eigentlich nur mit entsprechen Hilfsmittelchen!!!

    Ich fand das Spiel der deutschen Natio jetzt auch besser als gegen die Schottinnen, vor allem wenn man die Temperaturen und den stärkeren Gegner mit in die Wertung nimmt!!!
    Vor allem in der Defensive waren die Ahornblätter viel beweglicher als die Bravehearts!!!
    Das bekam vor allem Celia zu spüren, die immer eine aufmerksame Begleiterin neben sich hatte!!!
    Aber es gelang den DFB-Kickerinnen immer wieder, sich ihren Bewacherinnen geschickt zu entziehen!!!

    Auch ich stimme in das Loblied auf unsere neuen Außenverteidigerinnen ein!!!
    Defensiv waren sie zwar nur selten gefordert, erledigten diese Aufgabe aber beide mit Bravur!!!
    Leonie und JENNY hatten ihre besten Momente aber, wenn sie sich in die Offensive einschalten konnten!!!
    JENNY überraschte sogar mich, der doch die meisten Spiele von TURBINE gesehen hat, mit einer fast stoischen Ruhe am Ball!!!
    Hoffentlich hat Bernd Schröder da genau hingesehen, daß es durchaus angebracht sein kann, den Ball mit Ruhe und Übersicht nach vorn weiterzuleiten, als ihn ständig überhastet einfach nach vorn zu dreschen!!!
    Leonie Maier war diesmal nicht nur eine gute Vorlagengeberin, sondern glänzte diesmal auch als Vollstreckerin!!!

    Die „Nottruppe“ zeigte auch gegen Kanada erfrischende Ideen und unerwartete Spielzüge, die es im bisherigen „Neidschen System“ nur sehr selten mal gab!!!
    So sah man schon gegen Schottland, daß eine Vollblutstürmerin wie ANJA MITTAG, für eine eher Defensivkraft wie Goeßling mustergültig auflegte, und die zum 1:0 einnetzte!!!
    Diesmal kam die Vorlage wieder von einer Stürmerin (Lotzen), und es vollstreckte die rechte Außenverteidigerin (Maier)!!!
    Durch diese jungen-, noch erfolgshungrigen Spielerinnen wird der Titelverteidiger noch unberechenbarer!!!

    Erneut stark agierte auch Lena Goeßling, die ja eigentlich der defensivere Part der Doppelsechs sein sollte, aber erneut ihrer Klubkameradin die Show stahl!!!
    KESSI war zwar etwas verbessert, aber nur selten gelangen ihr so gute Pässe wie der auf Celia, die den Ball nur knapp neben das Tor köpfte!!!
    Von ihr muß man einfach noch viel mehr erwarten, wenn man ihre Spiele mit WOB gesehen hat!!!
    Ich kann mich an keinen Torschuß von KESSI erinnern, in WOB einfach ein Unding!!!
    Auch das Zusammenspiel der offensiven Doppelsechs (KESSI) mit der Spielmacherin (Marozsan) funktioniert noch lange nicht so gut wie es könnte/müßte!!!
    Hier wäre eigentlich die Hauptaufgabe der Bundesgöttin, 2 brilliante Spielmacherinnen aus 2 unterschiedlichen Vereinen mit 2 unterschiedlichen Spielsystemen zusammen auf einen Nenner zu bringen!!!
    Diese Aufgabe hat sie mM nach bis jetzt nur unbefriedigend gelöst!!!

    Aber auch die Frankfurterin ist noch lange nicht in EM-Form!!!
    Sie wirkte zwar gestern munterer und motivierter als gegen Schottland, aber ihren Pässen fehlt es noch immer an Genauigkeit, was man auch von ihren Standarts sagen muß!!!
    Herr Schmelzer tröstete uns ja damit, daß man jetzt noch nicht die „echten Standarts“ zeigen wollte, um den Scouts nicht alles zu verraten!!!
    Aber wann will man diese Standartsituationen unter Wettkampfbedingungen testen, wenn nicht in einem Testspiel???

    Unsere Abwehr hatte erneut nicht viel zu tun!!!
    Damit erfüllte der Testgegner Kanada leider nur die halbe Aufgabe, die er unseren Kickerinnen eigentlich stellen sollte!!!
    Defensiv standen sie gut bis sehr gut, aber offensiv waren sie eben nicht der Top-Gegner, den Sheldon uns hier „verkaufen“ wollte!!!
    Wer diese Mannschaft im olympischen Halbfinale gegen den späteren Gewinner USA gesehen hat, der wird mir sicher zustimmen, daß Sinclair & Co gestern höchstens 50-60% davon gezeigt haben!!!
    Allerdings genügten die zaghaften Angriffsbemühungen der Ahornblätter, um sich einige Sorgen um unsere Innenverteidigung zu machen!!!
    Krahn hatte zwar die nicht in Bestform spielende Sinclair über weite Strecken im Griff, aber dieser eine Patzer kann in einem KO-Spiel den Unterschied ausmachen (siehe Japan-Spiel bei der WM)!!!
    Auch Bartusiak war größtenteil Herrin der Lage!!!
    Aber auch sie machte in besagter Szene mit Krahn keine gute Figur!!!
    Eine ähnlich dumme Szene hatten in Hälfte Zwei die möglichen Alternativen, als Lulle den Ball beim Klärungsversuch JOSI an den Popo knallte, und dadurch eine Kanadierin in aussichtsreiche Schußposition kam!!!
    Solche Nachlässigkeiten werden von Spitzenmannschaften für gewöhnlich eiskalt bestraft!!!

    Das Treten von Sinclair gegen JOSI habe ich auch als rotwürdig empfunden!!!
    Allerdings auch das klare und absichtliche „auf den Fuß treten“ von Simon war eine klare Tätlichkeit, und damit glatt Rot!!!
    Da spielt es auch keine Rolle, das Sinclair vorher gestänkert hat!!!
    Wenn so etwas in einem Halbfinale oder gar Finalspiel passiert, und Simon fliegt vom Platz, dann ist sie für mich ein unkontrollierbares Risiko!!!
    Und es gibt Mannschaften, die so eine mentale Undiszipliniertheit schamlos prvozieren und ausnutzen, da denke ich vor allem an Frankreich!!!

    Man darf gespannt auf das Spiel gegen Japan sein, und darauf hoffen, das die „Prachtnelken“ nun endlich der Testgegner sind, der auch unsere Defensive auf „Herz und Nieren“ prüft!!!
    Das gilt sowohl für die etwas wacklige IV, aber auch für die bisher so bravorös agierenden Außenverteidigerinnen CRAMER und Maier!!!

    (0)
  • never-rest sagt:

    Die Ideenlosigkeit bei Ecken und Freistössen ist auffällig. Bei Ecken wäre es ja schon einmal ein Anfang, wenn D. Maroszan nicht alle Ecken tritt. Da passiert es dann, dass sie von einer Eckfahne hinüber zur anderen Eckfahne quer über den ganzen Platz läuft, um gleich den nächsten Eckball rein zu bringen. Was für eine Kraftverschwendung, und für was, für nix. Immer das gleiche Muster hoch rein in den Fünfmeterraum löffeln, wo eine gute Torhüterin die Bälle in den meisten Fällen problemlos runter pflücken kann. Zur Abwechslung mal eine kurze Ecke oder auf den kurzen Pfosten oder in den Rückraum, ich warte noch drauf.

    Im Prinzip gilt das gleiche für Freistösse. Ich frage mich, warum Ecken- und Freistossvarianten nicht im Spiel gezeigt werden, wenn die N11 wirklich welche trainiert hat. Den Quatsch von wegen „die Karten nicht aufdecken“ kann ich nicht glauben.

    Warum nicht mal Standards da Mbabi, Keßler und warum auch nicht L. Maier z.B. bei Ecken von rechts. Na ja, SN wird`s wissen.

    (0)
  • noworever sagt:

    @Mosan
    kann deinen beiden angesprochenen punkten durchaus zustimmen … auch, wenn bei der einschätzung des 2.punktes (sinclair/simon) die majorität des hier geposteten eher in eine andere richtung geht.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Detlef: Selbst Sinclair und Co. zu 50-60% sind immer noch besser als der Großteil der europäischen Stürmerinnen. Wen haben wir denn da? Maximal Schelin und Smith. Wobei mir letztere größere Sorgen macht. Schelin finde ich total überbewertet. Wenn es darauf ankam, hat sie meist versagt:

    Olympia 2012 – 2 Tore; Viertelfinalaus
    WM 2011 – 2 Tore; eines davon im Spiel um Platz 3, eines als 3:1 gegen Australien
    EM 2009 – 0 Tore (obwohl immer über 90 Minuten eingesetzt)
    Olympia 2008 – 3 Tore; Viertelfinalaus
    WM 2007 – 2 Tore gegen Nordkorea, trotzdem Vorrundenaus
    In CL-Endspielen noch kein Treffer

    Die Ausbeute ist ziemlich mager. Vor allem, weil sie in den wichtigen Spielen nie traf.

    Ich weiß nicht, welche Spitzenmannschaften du in Europa erkennen willst, die sowas nutzen könnten. Frankreich hat mit Delie eine Stürmerin, die das beileibe nicht nutzen kann. Und neben England, Frankreich und Schweden hast du lediglich Norwegen, die sich auf eine 17-jährige Stürmerin verlassen dürfen.

    Also, selbst, wenn die Abwehr nicht 1A stehen wird, welche Nation bringt die Fähigkeiten mit, das so konsequent auszunutzen? Kann es nicht eher sein, dass du hier gerade die Männer vor Augen hast?

    Auch bei der Chancenverwertung; ich wäre gerne mal auf eine Statistik der internationalen Chancenverwertungen gespannt. Denn was beispielsweise die beiden „Topteams“ Europas betrifft (Wolfsburg und Lyon), so sind bei absolute Beispiele dafür, mindestens mal 60-70% der Chancen in jedem Spiel auf internationalem Niveau liegen zu lassen.

    (0)
  • Andreas sagt:

    @sheldon: Zustimmung von mir zu Deinen diversen Kommentaren. Ich teile ja Deine optimistische Einstellung. Was die Abwehr angeht, hat das auch mit Angerer zu tun. Vor einem Jahr war ich auch noch dafür, sie in Rente zu schicken. Momentan bin ich aber ganz froh, dass sie noch da ist. Zumindest im Vergleich zur Nr. 2 Almut Schult. Angerer hat zwar in den beiden Spielen noch nicht so viel zu tun bekommen, hat aber eine große Ruhe ausgestrahlt und wenn sie mal gefordert war, war sie da. Das strahlt auch auf die Innenverteidigung aus. Ich bin überzeugt, dass wir bei der EM nicht so viele haarsträubende Schnitzer sehen werden, wie in den Vorbereitungsspielen gegen Frankreich und die USA. Klar wird die EM kein Selbstläufer. Wenn die mal einen Toptag erwischen, kann man sicher gegen Frankreich verlieren und auch die Schwedinnen sind mit ihrem Heimvorteil nicht zu unterschätzen. Dennoch ist Deutschland für mich der Topfavorit, nach dem Spiel gegen Kanada noch mehr als vorher.

    (0)
  • Till sagt:

    Alos ich habe es bisher nur geschafft die zweite Hälfte in der ARD-Mediathek zu sehen und kann daher nur darauf Bezug nehmen.

    Zu allerst den Tritt von Sinclair – ihr absolut unwürdig und unnötig, aber für mich weder offensichtliche Absicht noch das sie es klar in Kauf nimmt. Auch das Argument dann soll sie sich fallen lassen greift für mich nicht, da sie dann vielleicht/wahrscheinlich auf Hennig landet und mit ihren Füßen eher in ihrem Gesicht – genauso würde ich mal sagen, dass du in der kurzen Zeit eher keine bewusste Entscheidung mehr treffen kannst – allerdings brauch sie auch nachher nun wirklich nicht so tun, als ob nichts gewesen wäre … .

    Simone Laudehr – ja das darf ihr natürlich nicht passieren, da muss sie ihre Nerven/Emotionen im Griff haben, aber sie jetzt nach dieser einen Szene als unkalkulierbares Risiko hinzustellen, ist absolut übertrieben. Sie hat sich dafür eine Moralpredigt von Frau Neid und vielleicht eine Sitzung mit dem Mentaltrainer verdient – mehr aber nicht. Sie war vermutlich auch mhh sehr unter Druck, weil ihr Körper nicht wollte, dass sie ihren Startplatz bekommt (sie war wohl vorgesehen und hatte Leistenprobleme?). Allgemein kam sie mir so vor, als wolle sie mit aller Macht zeigen, dass sie in die erste Elf gehört.

    Im Großen und ganzen fand ich die deutsche Elf auf jeden Fall gut und bis auf die zwei Wackler in der Innenverteidigung und den Aussetzer von Simone Laudehr stimmt mich das eigentlich positiv.

    Ich wäre nach wie vor dafür, die Option Lena Goessling in die Innenverteidigung zu stellen und mit Laudehr/Kessler auf der Doppelsechs zu spielen im Kopf zu behalten. Außerdem fehlt natürlich noch etwas Fitness, Verständnis der Spielerinnen untereinander und auch die Abschlußstärke/Chancenverwertung sollte verbessert werden – aber dafür ist ja auch noch ein wenig Zeit.

    (0)
  • Karl sagt:

    @Sheldon: Danke , deine Einschaetzung vom 21. Juni 2013 um 11.05 Uhr teile ich komplett. Auch deine anderen Beitraege sind nachvollziehbar.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Till: Ich gehe schon konform mit der Einstellung einiger hier, dass Laudehrs Verhalten für die deutsche Elf schon ein nicht geringes Risiko darstellt, zumal Sinclairs „Provokation“ einfach dazu gehört und nicht einmal sonderlich stark ausfiel. So wie Laudehr zur Zeit drauf ist, gehört sie auch sportlich nicht in die 1. Elf.

    Zumal Goeßling und Keßler auf der Doppel-6 beide bewiesen haben, dass sie da hingehören, Goeßling in die Innenverteidigung zu binden, wäre gegenüber unseren Gegnern das Freundlichste, was man tun kann, denn damit würden wir uns jede Menge Aktivität im Angriff und vor allem eine eingespielte Doppel-6 selbst zerstören.

    Laudehr kannst du vielleicht mal in der 70. oder 80. Minute gegen Island bringen, wenn man 3:0 führt, dann kann sie sich noch ein bisschen profilieren. Für mehr wird es aber bei dieser EM nicht reichen!

    (0)
  • Krissi sagt:

    @Frieda, 19. Juni 2013 um 21.12 Uhr: Seh ich im Prinzip nicht viel anders als du…nur fand ich auch Sinclair leider nicht wirklich sportlich, man kennt sie eigentlich anders:( wer, meiner Meinung nach, gar nich ging war der Kommentator: was Sinclair war „unsportlich“ und „absolut unnötig“ auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite „Laudehr tritt natürlich zurück“ – Hallo?? Was bitte ist an so etwas natürlich? Hier hat der Kommentator offenbar mit zweierlei Maß gemessen…schade. Ansonsten ein wirklich ansehnliches Spiel der DFB-Damen, verdienter Sieg 😉 Nur sollte Frau Neid wirklich überlegen, ob sie Laudehr zur EM aufstellt….mit solchen Aktionen schadet Simone der Mannschaft nur…

    (0)
  • wrack sagt:

    Laudehrs Tritt, von den Kameras nur zu gut eingefangen und vermutlich Ausdruck von starker Spannung und Übermotivation, ist peinlich und hat dem Ansehen der Natio und Laudehrs selbst geschadet. So etwas möchte ich als FF- und Natio-Fan nicht sehen, das vergällt mir die Freude am Spiel. Ich schätze Simons kämpferische und fußballerische Fähigkeiten, aber ein solcher Ausraster sollte nicht ohne Konsequenzen bleiben.

    By the way: Japan, Gegner am 29. Juni, spielte gegen Neuseeland 1-1.
    Und auf einer kanadischen Seite noch eine Statistik zum Kanada-Spiel: 15:0 Ecken, 18:4 Schüsse und 14:2 Torschüsse für Deutschland.

    (0)
  • Krissi sagt:

    @Sheldon: auch deinen Kommentaren kann ich hier (fast) komplett folgen…warten wir einmal das Spiel gegen Japan ab, aber das Spiel gegen Kanada stimmt auch mich optimistisch 😉

    (0)
  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Klar ist das auch meine Wunsch-Defensive,jedoch mit Positionstausch Wennsing RIV u.Henning LIV,letztendlich wird es sich jedoch gegen Japan entscheiden, wenn deutlich wird, wie Krahn bzw. Bartusiak mit den „wuseligen“ Japanerinnen zurecht kommen.Es wird auch ,denke ich evtl.am Gegner orientiert aufgestellt, denn bei schnellen beweglichen Gegenspielerinnen möchte ich nicht auf Wennsing verzichten wollen.Das andere Problem,hier auch schon angesprochen,sehe ich in der Abstimmung zwischen Kessler u.Maroszan, die beide eigentlich aus der Defensive in die Offensive überleiten sollen und wollen und sich dabei gegenseitig Räume und Initiative nehmen, was dann Gößling, die sowieso gerne offensiv agiert, kurzerhand in den letzten beiden Spielen umgesetzt hat.Von der spieltechnischen Anlage her ist jedoch Kessler nicht zu ersetzen und auch wenn es gilt die Mannschaft nach vorne auf Siegkurs zu bringen.
    P.S. Nochmal die Sinclair–Aktion.Wenn man sich mit biomechanischen Abläufen (Bewegungsabläufen u.Bewegungsmustern)genauer beschäftigt, was gerade auch Schiedsrichtern näher gebracht werden sollte,wäre die Unterscheidung von Theater (bewußt veränderte Bewegungsabläufe) zu natürlichem Verhalten (instinktive Abfangbewegungen zum Vermeiden von Stürzen)sehr viel einfacher zu beurteilen.
    Beispiel:Wird ein Spieler(jetzt mal Männer)im Lauf durch das Bein e. Gegenspielers kontaktiert,ist,wie bei jedem von uns normalen Menschen, instinctiv die Abfangbewegung mit dem Versuch das unbelastete Bein nach vorn vor den Körperschwerpunkt zu bekommen (weiß jeder,wenn er stolpert),nicht jedoch die „Spezies Fußball-Spieler“,deren natürliche Abfangbewegung ausgesetzt wird und mit einem „Erstarren“ des eigentlich nach vorn gehörenden Beines reagiert und sich damit des erhofften Sturzes erfreuen kann.
    Die Folge dieses Sturzes läßt den gewöhnlichen Menschen max.2 Körperumdrehungen vollziehen, nicht jedoch bei den „Besonderen“, deren Fähigkeiten ermöglichen bis zu 5-6 Rollen,wobei eine entsprechend „intonisierte“ Schmerzäußerung die „Intensität“ dieses sogg. Foul-Spieles wiedergeben soll.
    In all solchen „Events“ würde ich mir doch den Mut der Schiris wünschen auch „Gelb“ zu zeigen.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @Altwolf: Nun, erstens denke ich nicht, dass man als Normalsterblicher solche Bewegungsgeschwindigkeiten, wie sie da vorkommen, nachvollziehen kann. Ein Stolpern ist nicht dasselbe wie ein Kontakt in vollem Sprint.
    Zweitens wird gerade im Männerfußball extrem daran gearbeitet, sich richtig abzufangen. Was meinst du, wieso Messi und CR7 fast nie verletzt sind? Weil mit denen das richtige Fallen und Abrollen geübt wird, sodass sie sich nicht verletzen. Das sieht manchmal etwas gekünzelt aus, doch bei einem echten Foul kann das schlimmere Folgen vermeiden!

    Insofern würde ich, solange es ein Foul ist, dort den Spielern das bisschen „Schauspielerei“ verzeihen und es als Verletzungsprävention tolerieren!

    (0)