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2013

Erster Härtetest für deutschen Rumpfkader

Die personell geschwächte deutsche Frauenfußball- Nationalelf bestreitet heute in Essen (ab 15.15 Uhr live im ZDF) gegen Schottland den ersten Härtetest für die Frauenfußball-EM in Schweden (10. bis 28. Juli). Und womöglich wird dabei eine junge Nachwuchsspielerin ihr Debüt im Trikot der A- Nationalelf feiern.

Gut drei Wochen vor Beginn der EM hat das Trainerteam derzeit alle Hände voll zu tun. Denn aufgrund der zahlreichen Verletzungen gilt es permanent, sich neue Gedanken über den Kader, seine Zusammensetzung und die Positionen zu machen, auf denen die verbliebenen Spielerinnen eingesetzt werden können.

Serie von Verletzungen reißt nicht ab „Ich habe schon vieles erlebt, aber dass wir über eineinhalb Jahre uns immer wieder über verletzte Spielerinnen beklagen müssen, immer einen anderen Kader haben und immer neu improvisieren müssen, das gab es bisher noch nicht und das hat sich jetzt in der Vorbereitung fortgesetzt“, so Neid.

Team muss noch enger zusammenrücken Doch alles Wehklagen hilft nichts: „Mit dieser Situation müssen wir leben, natürlich hätten wir es gerne anders“, spielt Neid darauf an, dass neben dem EM-Aus von Viola Odebrecht (Knie-OP) , Verena Faißt (Pfeiffersches Drüsenfieber) , Alexandra Popp (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Linda Bresonik (Achillessehnenentzündung) nun auch die Teilnahme von Kim Kulig auf der Kippe steht . „Wir müssen als gesamtes Team noch enger zusammenrücken.“ Das Duell gegen die robusten Schottinnen dürfte einen ersten Vorgeschmack darauf liefern, was die DFB-Elf bei der EM erwarten wird.

Gegner zur rechten Zeit Der Gegner verpasste nur knapp nach einem dramatischen Playoff-Duell mit Spanien die EM-Teilnahme. Neid meint: „Ich kenne Anna Signeul schon lange, sie hat in Schottland einen sehr guten Job gemacht und die Schottinnen dahin gebracht, dass sie Fußball spielen wollen und von hinten heraus gut kombinieren. Sie haben schnelle Spielerinnen und sind sehr selbstbewusst. Es ist eine Mannschaft, die für uns zur rechten Zeit kommt. Die Schottinnen werden uns fordern, aber nicht überfordern.“

Debüt für Leupolz? Neid will aus der Not eine Tugend machen. „Wir haben viele junge, hungrige Spielerinnen, die etwas erreichen wollen, die Lust haben, spielintelligent und technisch versiert sind.” Eine von ihnen heißt Melanie Leupolz und die Anwesenheit der 19-jährigen Mittelfeldspielerin vom SC Freiburg in der Abschlusspressekonferenz am Freitag könnte ein Fingerzeig sein, dass sie gegen Schottland womöglich ihr Debüt in der A-Nationalelf feiern wird.

Schnell an höheres Niveau gewöhnt Leupolz erklärt: „Das Niveau und die Intensität sind viel höher, aber ich habe mich gut eingefunden und es macht auch Spaß. Klar gibt es noch ein paar Abstimmungsfehler, aber die werden immer weniger und weniger. Ich freue mich auf jeden Fall im Kader dabei zu sein und würde mich über einen Einsatz freuen.“