DFB-Elf ohne Alex Popp zur EM

Von am 2. Juni 2013 – 17.21 Uhr 45 Kommentare

Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf muss bei der Europameisterschaft in Schweden (10. bis 28. Juli) auf Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg verzichten.

Die medizinische Eingangsuntersuchung der 22-Jährigen beim ersten EM-Lehrgang am Sonntag in Kamen-Kaiserau ergab, dass die Knöchelverletzung der Stürmerin eine Teilnahme nicht zulässt. Damit ist Popp nach Viola Odebrecht und Verena Faißt bereits die dritte Wolfsburger Spielerin, die nicht an der EM teilnehmen kann.

Verletzung beim Bundesligafinale
Popp hatte sich beim Saisonfinale der Frauenfußball-Bundesliga am 12. Mai beim 4:0-Sieg gegen den SC 07 Bad Neuenahr einen Riss des vorderen Außenbandes im rechten Fuß zugezogen. Während sie beim DFB-Pokalfinale in Köln fehlte, kam sie im Champions-League-Endspiel in London vier Tage zum Einsatz.

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Alexandra Popp

Fehlt in Schweden: Alexandra Popp © Sven-E. Hafft / girlsplay.de

Neid: „Haben Verantwortung unseren Spielerinnen gegenüber“
Bundestrainerin Silvia Neid erklärt: „Wir bedauern natürlich, dass Alexandra Popp uns jetzt kurzfristig nicht zur Verfügung stehen kann. Allerdings haben wir auch eine Verantwortung unseren Spielerinnen gegenüber. Alex muss ihre Verletzung richtig auskurieren, um Langzeitfolgen zu vermeiden, schließlich ist sie eine junge Spielerin, die noch lange auf hohem Niveau spielen kann. Das steht bei unserer Entscheidung im Vordergrund.“

Kerschowski und Däbritz nachnominiert
Neid nominierte Isabel Kerschowski (Bayer 04 Leverkusen) und Sara Däbritz (SC Freiburg) nach. Während Kerschowski schon am Sonntag anreist, steigt Däbritz aufgrund von schulischen Prüfungen erst zum zweiten EM-Lehrgang ein, der am 12. Juni in Essen beginnt.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

45 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    Ich denke nicht, dass unbedingt der Verein VFL Wolfsburg die Titel um jeden Preis erreichen wollte. Ich denke, dass die Spielerinnen einfach daran geglaubt haben und es wollten und dass sie alles gegeben haben, um das große Ziel ein Mal zu erreichen. Wer weiß, wann sich wieder diese Chance ergibt?

    Und vielleicht fehlt (nicht ganz unberechtigterweise) dieser Glaube dieser Spielerinnen an die N11, wo sich doch nur wenig bewegt. Ich denke, dass 3 Titel mit Wolfsburg für alle dort wichtiger und greifbarer waren als der EM-Titel, zumal man von Silvia Neid erwarten kann, dass sie in der Startelf nicht auf Popp zurückgegriffen hätte (und vielleicht hätte auch Odebrecht für die „topfite“ Laudehr und Faißt für die „in Hochform befindliche“ Peter und die „topfite“ Bajramaj weichen müssen). Von daher sind die Leute Pharisäer, die behaupten, der eventuelle/mögliche/unwahrscheinliche Titel mit der N11 wäre wichtiger gewesen als die Titel mit dem Arbeitgeber.

    Und da, auch wenn das schon sehr weit hergeholt ist (weil Popp ja nicht verzichtet hat, sondern verletzt ist), schließt sich auch der Kreis zu Sarholz, die damals auch zurecht den Fokus auf Meisterschaft und Champions League gesetzt hat.

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  • Altwolf sagt:

    @Sheldon.Ich kann nicht sagen,welche medizinische Maßnahmen erforderlich waren A.Popp in die Lage zu bringen zu spielen, aber wer schon einmal e.Bänderverletzung hatte,der weiß,nicht die Schmerzen sind das Problem,sondern die Gelenkstabilität.Wenn es also dafür gereicht hat, dann ist das eine ganz persönliche Entscheidung von Alex in Abstimmung mit d. Mannschaftsarzt, e. Unfallchirurgen, der wissen sollte was er raten kann, und letzten Endes nicht d.Entscheidung des Trainers. V.Odebrecht hat sich schon länger mit Knieproblemen geplagt und hat, wie bei solchen Problemen üblich, bis zum Saisonende gewartet,um dann die trainings- u.spielfrei Zeit zur Genesung und Therapie zu nutzen (sie hatte damit auch in der Lige,wie auch in d. N11 gespielt u.Keinen hats gestört).Die Erkg.v.V.Faißt ist e.Infektions-Erkg.,kann Jeden und Jede zu jeder Zeit treffen und hat mit den Belastungen beim Fußball absolut nichts zu tun.
    Also bitte den Unsinn mit der Titeljagd des VFL zu Lasten der Gesundheit der Spielerinnen beenden. Solche unglücklichen Konstellationen findet man weltweit in allen Sportarten und bei vielen Vereinen, auch sicher in unserer Buli.

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  • Neutral77 sagt:

    @ Sheldon

    du bist sagenhaft !!!

    Nicht nur das du bei jedem Bundesligisten (und da gerade beim VFL Wolfsburg) die Budgets und Gehälter der Spielerinnen kennst, nein, jetzt kennst du auch noch die privaten Probleme der Spielerinnen und ihre Psyche !!!

    Alex Popp hat einen EM Ausfall bewußt in Kauf genommen, ist der größte Blödsinn der mir letzte Zeit untergekommen ist !! Arbeitest du in der medizinschen Abteilung des VFL und kennst die ärztlichen Unterlagen / Diagnosen / Prognosen ??

    Hast du bei jedem Verein einen Job bei deinem ganzen Insider wissen (oder malst du dir wieder deine Welt, wie sie dir gefällt? 😉

    Wenn du so ein großer Experte auf sämtlichen Gebieten bist, dann übernimm doch mal in einem Verein ein Job, anstatt hier immer riesengroße Reden zu schwingen (die alle nur auf deinen persönlichen „Vermutungen“ basieren, denn belegen kannst du nichts) !!!

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  • Zaunreiter sagt:

    Ich möchte ebenfalls der Meinung von Sheldon entgegentreten, der da meint, die Verletzungen seien der Titeljagd geschuldet.

    Ich finde es fragwürdig, daß Nationalspielerinnen meinen, sie müssten in der Bundesliga nur 70 Prozent geben. Bedingt dadurch, sie sind ja der Madame ihr Liebchen und sie würden ohnehin nominiert. Das ist eine Frechheit gegenüber den Mitspielerinnen, dem jeweiligen Gegner und den Fans. Aber es zeichnet ein Bild, wes Geistes Kind die abhängig Beschäftigten des DFBs sind. Von daher reifte bei mir diese von dir gescholtene Einstellung.

    Sheldon, wenn du Eventfan der Natio sein möchtest, das ist dein Ding, bitte schön. Aber hör auf, den anderen hier, deine Meinung aufoktroyieren zu wollen!

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  • FFFan sagt:

    @ Altwolf:
    „In diesem Zusammenhang stellt sich da natürlich auch die Frage von wally, wo ist der entsprechende Belastungsnachweis von S.L. u.L.B.“

    Das Zitat von Popp bezog sich (wie Sheldon richtig erkannt hat) auf einen internen Belastungstest im Training des VfL Wolfsburg.

    Was nun „S.L.“ und „L.B.“ betrifft: die beiden mussten sich noch vor der Kadernominierung einem separaten Leistungstest beim DFB unterziehen:

    „Nach ihren langwierigen Verletzungen zählen auch Lira Bajramaj und Simone Laudehr vom 1.FFC Frankfurt zum erweiterten EM-Aufgebot. Die beiden Mittelfeldspielerinnen waren zuvor vom Trainerteam um Silvia Neid in individuellen Einheiten intensiv getestet worden. Dazu die Bundestrainerin: «Ich habe mich selbst von der momentanen Leistungsstärke der beiden überzeugt. Mit den Ergebnissen bin ich zufrieden, die Grundvoraussetzungen für diesen ersten EM-Lehrgang sind vorhanden. Jetzt muss man sehen, welchen Eindruck sie im Mannschaftsgefüge machen.»“

    https://www.soccerdonna.de/de/neid-benennt-erweiterten-em-kader/news/anzeigen_2260.html

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