Chronik 2007 — 2019 8451 Beiträge 513 Transfers145 Vereine 540 Profile
WomenSoccer

2013

Wer erreicht die Champions League?

Dem VfL Wolfsburg ist die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen, doch der Kampf um den zweiten Platz ist am letzten Bundesligaspieltag spannend. Zwar hat der 1. FFC Frankfurt mit einem Punkt Vorsprung auf den 1. FFC Turbine Potsdam die bessere Ausgangslage, doch haben die Hessinnen zum Abschluss auch den schwereren Gegner.

Zu Gast im Frankfurter Stadion am Brentanobad ist am Sonntag ab 14 Uhr der FC Bayern München – ein Team, gegen das der FFC in der Vergangenheit äußerst unterschiedliche Resultate erreicht hat.

Niederlagenserie gegen München Im DFB-Pokalfinale unterlagen die Frankfurterinnen im vergangenen Jahr nach desaströser Leistung mit 0:2, und auch die anschließenden beiden Aufeinandertreffen konnten sie nicht gewinnen. In der zweiten Hauptrunde des diesjährigen Pokals unterlagen sie nach Elfmeterschießen, in der Meisterschaftshinrunde mussten sie sich mit 1:2 geschlagen geben. Drei Niederlagen in Serie, aber auf der anderen Seite war der FFC auf eigenem Platz gegen die Münchenerinnen zuletzt mehr als erfolgreich: 8:2 und 7:1 endeten die beiden letzten Duelle am Brentanobad.

Angerers Einsatz fraglich “Die Münchnerinnen sind eine junge sowie ehrgeizige Mannschaft und verfügen über ein sehr spielstarkes Team. Auch die Nachwuchsarbeit funktioniert hervorragend. Spätestens seit dem Pokalsieg im letzten Jahr hat sich das Team noch einmal weiterentwickelt”, sagt FFC-Interimstrainer Sascha Glass, der mit seiner Mannschaft unter Druck steht. Ein Unentschieden dürfte gegen München nicht reichen, denn alles andere als ein Sieg des 1. FFC Turbine Potsdam Absteiger FSV Gütersloh 2009 wäre eine Sensation. “Natürlich sind alle Spielerinnen und auch Offiziellen bis in die Haarspitzen motiviert”, so Glass weiter. Fehlen werden den Frankfurterinnen weiterhin Sandrine Brétigny, Simone Laudehr und Fatmire Bajramaj. Hinter dem Einsatz von Torhüterin Nadine Angerer, deren Vertrag in Frankfurt nicht verlängert wird , steht aufgrund muskulärer Probleme ein Fragezeichen.

Potsdam mit dem besseren Torverhältnis Sollten die Frankfurterinnen gegen den FC Bayern verlieren, würde dem 1. FFC Turbine Potsdam zum Erreichen der Champions League sogar ein Unentschieden reichen. Denn mit einem Torverhältnis von +52 liegen die Potsdamerinnen deutlich vor dem Dauerrivalen (+26). Doch beim FSV Gütersloh 2009, der bereits als Absteiger feststeht und seit über sieben Monaten auf einen Punktgewinn wartet, dürfte ein “Dreier” seitens der Potsdamerinnen fest eingeplant sein.

Abschied von Pilipovic Um die Verteidigung des fünften Rangs geht es für den SC Freiburg gegen die SGS Essen – dem letzten Spiel von SC-Trainer Milorad Pilipovic, dessen Vertrag im Breisgau nicht verlängert wird . Momentan haben die Freiburgerinnen 31 Punkt auf dem Konto, der dahinter platzierte SC 07 Bad Neuenahr 30, die SGS 29. „Wir sind in der komfortablen Lage, dass wir es in der eigenen Hand haben und ein Heimspiel haben“, sieht Pilipovic den Vorteil seiner Elf, die vor den Essenerinnen allerdings ausreichend gewarnt ist. Im Mai gewann die SGS mit 3:0. Bei den Freiburgerinnen werden am Sonntag Marina Makanza, Hasret Kayikci, Jobina Lahr, Selina Nowak und Eva-Maria Virsinger allesamt verletzungsbedingt fehlen. Hinter dem Einsatz von Fiona O’Sullivan steht noch ein Fragezeichen.

Wolfsburger Meisterfeier Sollten sich Freiburg und Essen im direkten Duell die Punkte teilen, könnte der SC 07 Bad Neuenahr der lachende Dritte sein – doch dazu müssten sie beim designierten Meister VfL Wolfsburg gewinnen. Die Partie wird ab 14 Uhr live auf DFB-TV übertragen , ab etwa einer Stunde nach Spielende feiern die Wolfsburger Spielerinnen auf einer Bühne außerhalb der VfL-Arena ihren ersten Titel überhaupt.

Duisburg ohne Himmighofen Der FCR 2001 Duisburg und der FF USV Jena kämpfen im letzten Saisonspiel um den neunten Rang. „Mit einem Sieg können wir an Jena vorbeiziehen und auf einen einstelligen Tabellenplatz klettern. Das fühlt sich irgendwie besser an“, sagt FCR-Trainer Sven Kahlert, der mit Marina Himmighofen allerdings auf eine wichtige Spielerin verzichten muss – Himmighofen ist gelbgesperrt. Ungewiss ist auch der Einsatz von Daria Streng, die sich beim Spiel in München den großen Zeh gebrochen hat. In der Hinrunde gewann der USV mit 2:1, und USV-Trainer Daniel Kraus gibt sich kämpferisch: „Gegen Duisburg ist unser Ziel nach wie vor klar: Wir wollen den einstelligen Tabellenplatz halten.“

Sindelfingen empfängt Leverkusen Unterdessen verabschiedet sich der VfL Sindelfingen nach nur einem Jahr in der Ersten Bundesliga mit einem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen aus dem Oberhaus. Die Sindelfingerinnen stehen bereits als Absteiger fest, die Werkself hat den achten Platz in der Liga sicher.