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2013

Wolfsburg steht im Finale der Champions League

Der VfL Wolfsburg hat gleich bei seiner ersten Teilnahme an der UEFA Women’s Champions League das Endspiel erreicht. Im Halbfinalrückspiel setzte sich der VfL mit 2:1 (1:0) gegen Englands Meister Arsenal LFC durch.

Die Wolfsburgerinnen gingen mit derselben Startaufstellung in die Partie wie im Hinspiel. Einzig die gelbgesperrte Alexandra Popp wurde durch Selina Wagner ersetzt – mit durchschlagendem Erfolg.

Frühe Führung durch Wagner Wagner erzielte in der 14. Minute das 1:0, als sie einen langen, hohen Ball per Kopf versenkte. “Bei diesem Teamgeist kann man bringen, wen man will”, freute sich VfL-Trainer Ralf Kellermann über den Treffer Wagners. Damit war für eine Vorentscheidung gesorgt, denn schon das Hinspiel hatte der VfL mit 2:0 für sich entschieden, und so wurde die ohnehin schwierige Aufgabe für die Londonerinnen früh fast aussichtslos. Die Wolfsburgerinnen waren die tonangebende Mannschaft, die von Anfang an Druck aufbaute. Dennoch sollten in den ersten 45 Minuten keine weiteren Treffer fallen.

Hochkarätige Möglichkeiten Doch schon kurz nach dem Seitenwechsel hatten die Wolfsburgerinnen binnen einer Minute gleich zwei weitere Treffer auf dem Fuß. Doch zunächst traf Wagner (50.) nur die Latte, kurz darauf gewann Anna Blässe das 1:1-Duell mit “Gunners”-Torhüterin Emma Byrne, traf dann jedoch aus spitzem Winkel nur das Außennetz.

Little trifft und verursacht Strafstoß Besser machte es kurz darauf Kim Little (54.) auf Seiten Arsenals. Die 22-jährige Schottin schloss nach vorherigem guten Kombinationsspiel aus etwa zwanzig Metern zum Ausgleich ab. Nur drei Minuten später hatte Ellen White die Führung auf dem Fuß. Doch die englische Nationalspielerin traf die Hereingabe von Gemma Davison nicht richtig, und so verfehlte der Ball das Tor um etwa einen halben Meter. Arsenal schöpfte neuen Mut, doch die “Gunners” machten sich die Aufgabe dann selbst doppelt schwer: Nach einem Handspiel von Little zeigte Schiedsrichterin Silvia Tea Spinelli auf den Elfmeterpunkt. Den ersten Schuss von Nadine Keßler, die nach ihrem Handbruch mit Schiene auflief , konnte Byrne noch parieren; beim Nachschuss war sie machtlos.

Odebrecht im Finale gesperrt In der Folge ließen die Gastgeberinnen vor 8 173 Zuschauern nichts mehr anbrennen und störten die Londonerinnen früh. Der VfL war meist schneller als seine Gegenspielerinnen, die zu unpräzise und ineffektiv auftraten. “Das war im Hinspiel ganz anders”, kommentierte Kellermann die diesmal recht schwache Leistung der Londonerinnen. “Aber wir haben eine Top-Leistung abgerufen mit Lauf- und Leistungsbereitschaft.” Die Uhr lief für den VfL, der das Spiel abgeklärt nach Hause brachte und sich schlussendlich verdient durchsetzen konnte. Bitter für Wolfsburg jedoch: Nach einem Foul an Little sah Viola Odebrecht ihre zweite Gelbe Karte und wird im Endspiel am 23. Mai in London fehlen.

Nach London, umzu gewinnen Dort treffen die “Wölfinnen” vermutlich auf Olympique Lyonnais . Aber auch vor dem europäischen Spitzenclub hat in der derzeitigen Verfassung des VfL Spielführerin Keßler keine Angst: “Lyon ist Titelverteidiger, hat alles gewonnen und ist haushoher Favorit – aber wir wollen nach London, umzu gewinnen.”