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2013

Turbine verliert in Essen, Frankfurt ist wieder im Rennen

Der 1. FFC Frankfurt kann die Qualifikation zur Champions League wieder aus eigener Kraft erreichen, der 1. FFC Turbine Potsdam die Hoffnungen auf den fünften Meistertitel in Folge wohl begraben. Während die Frankfurterinnen am 19. Bundesligaspieltag einen Sieg feierten, musste Potsdam eine Niederlage hinnehmen. Am anderen Tabellenende hat der FF USV Jena den wohl entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht.

„Wir sind zu keiner Minute ins Spiel gekommen“, so Turbine-Trainer Bernd Schröder nach der 0:1 (0:0)-Niederlage in Essen. „Wir haben völlig daneben gestanden.“

Wolf gelingt SGS-Treffer 1332 Zuschauern sahen eine Partie, in der die Gäste keineswegs chancenlos waren. Sie hatten bereits in der ersten Halbzeit Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Doch während die Potsdamerinnen zu leichtfertig damit umgingen, kam die SGS zum zweiten Durchgang druckvoll aus der Kabine. In der 71. Minute tunnelte die erst drei Minuten zuvor eingewechselte Isabelle Wolf Turbine-Torhüterin Alyssa Naeher und traf zum 1:0. Kurz darauf hatte sie das 2:0 auf dem Fuß, doch diesmal blieb Naeher im 1:1-Duell Siegerin.

„Jeder zweite Pass ein Fehlpass“ Die Potsdamerinnen hatten durch Yuki Ogimi die Chance zum Ausgleich, doch die Japanerin traf in der 86. Minute lediglich das Aluminium. „Wir machen unser Tor nicht, damit hat Essen verdient gewonnen“, resümierte Schröder. Und Essens Sarah Freutel freute sich: „Wir haben als Mannschaft alles gegeben. Wir waren ein Team und haben alle alles rausgeholt.“ Bei den Potsdamerinnen lief im Spielaufbau wenig, hinzu kam eine hohe Fehlpassquote. „Jeder zweite Pass war ein Fehlpass“, ärgerte sich Spielführerin Tabea Kemme. „Wir haben keinen guten Fußball gespielt, und Essen hat das eiskalt ausgenutzt.“

Potsdams Blick geht auf Rang zwei In der Tabelle rutschen die „Turbinen“ damit auf den dritten Rang ab und schielen selbst schon nicht mehr auf die Meisterschaft. „Unser Blick geht auf den zweiten Platz, weil wir nächstes Jahr international spielen wollen“, so Kemme.

Frankfurt wieder im Rennen Doch dort liegt nach einem 5:2 (2:0)-Heimsieg gegen den FCR 2001 Duisburg nun der 1. FFC Frankfurt und hat einen Zähler Vorsprung auf Potsdam – allerdings auch ein Spiel mehr absolviert. Im ersten Spiel unter Interimstrainer Sascha Glass gingen die Frankfurterinnen vor 2030 Zuschauern durch Saskia Bartusiak bereits in der achten Minute in Führung. Tameka Butt legte in der 27. Minute den 2:0-Halbzeitstand nach.

Fünf Treffer in zwanzig Minuten Nach dem Seitenwechsel erzielte Barbara Müller (50.) zunächst den Anschlusstreffer. Per Foulelfmeter gelang Dzsenifer Marozsán (62.) das 3:1, kurz darauf traf Ana-Maria Crnogorcevic (67.) zum 4:1. Müller gelang in der 69. Minute ein weiterer Treffer für die Gäste, ehe die Ex-Duisburgerin Kozue Ando (70.) zum 5:2-Endstand traf. „Meine Mannschaft hat das heute im Rahmen der eigenen Möglichkeiten gut gemacht, wir können erhobenen Hauptes nach Hause fahren; denn es gab Phasen in diesem Spiel, in denen eine dicke Überraschung möglich gewesen wäre“, war FCR-Trainer Sven Kahlert, bis September noch Cheftrainer in Frankfurt, dennoch nicht unzufrieden.

FC Bayern gewinnt gegen Sindelfingen Den vierten Tabellenrang gefestigt hat der FC Bayern München, der gegen Aufsteiger VfL Sindelfingen mit 2:0 (1:0) gewann. Die Tore für den FCB erzielten vor 340 Zuschauern Katharina Baunach (22.) per Foulelfmeter und Sarah Hagen (78.).

Klarer Erfolg für Bad Neuenahr Dabei profitierten die Münchenerinnen auch von einer überraschend deutlichen 0:4 (0:2)-Niederlage des SC Freiburg beim SC 07 Bad Neuenahr. Vor der Halbzeit trafen Jessica Bade (17.) und Leonie Maier (43.) für die Kurstädterinnen, nach dem Seitenwechsel schraubten Maier (46.) und Célia Okoyino da Mbabi (70.) das Ergebnis vor 253 Zuschauern weiter in die Höhe. Durch die Niederlage liegt der Sportclub weiter auf dem fünften Rang, Bad Neuenahr mit vier Punkten Rückstand auf Platz sechs.

Jena macht Klassenerhalt so gut wie klar Mit diesen Rängen hat der FSV Gütersloh 2009 nichts zu tun. Der Aufsteiger aus Ostwestfalen kann, wie auch der VfL Sindelfingen, nach einer 0:3 (0:0)-Niederlage beim FF USV Jena endgültig für die Zweite Bundesliga planen. Zur Halbzeit stand es vor 402 Zuschauern noch 0:0, doch nach dem Wiederanstoß sorgte Jena für klare Verhältnisse. Susann Utes gelang in der 54. Minute das 1:0, fünf Minuten später legte Sabrina Schmutzler das 2:0 nach. Der Endstand gelang Amber Hearn in der 70. Minute. Durch den Sieg hat Jena seinen Vorsprung auf die Abstiegsränge auf elf Punkte vergrößert.

Die Partie von Tabellenführer VfL Wolfsburg bei Bayer 04 Leverkusen wurde wegen des Champions-League-Spiels der „Wölfinnen“ gegen Arsenal LFC auf den 1. Mai verlegt.