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2013

Herber Rückschlag für Frankfurt, Potsdam neuer Zweiter

Der 1. FFC Frankfurt hat am 18. Spieltag der Frauenfußball- Bundesliga durch eine Niederlage beim SC Freiburg einen herben Rückschlag im Kampf um einen internationalen Startplatz hinnehmen müssen. Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann das Ost-Derby gegen den FF USV Jena klar, auch dank dreier Eigentore des Gegners.

Beim SC Freiburg kam die Elf von Trainer Philipp Dahm mit 1:3 (0:2) unter die Räder, die Chancen auf einen Platz unter den ersten Zwei der Liga, der zur Teilnahme an der UEFA Women’s Champions League berechtigen würde, sind somit deutlich gesunken.

Highlights Freiburg gegen Frankfurt anschauen

Drei Treffer für Freiburg Marina Makanza brachte die Gastgeberinnen in Führung (11.), Carmen Höfflin erhöhte per Kopf zum 2:0 (27.). In der zweiten Halbzeit gelang Saskia Bartusiak der Anschlusstreffer (50.), doch in der Nachspielzeit machte Melanie Leupolz an ihrem 19. Geburtstag den Sieg für die Elf aus dem Breisgau perfekt (90.+3)

Freiburg nutzt individuelle Frankfurter Fehler Eine Aneinanderreihung von individuellen Fehlern brachte die Frankfurterinnen ins Hintertreffen, Makanza nutzte einen gemeinschaftlichen Fehler von Torhüterin Nadine Angerer und Melanie Behringer mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zur 1:0-Führung (11.). Frankfurt hatte fast postwendend eine Antwort parat, doch Kozue Ando scheiterte am Pfosten (15.). Mit dem druckvollen Spiel der Freiburgerinnen hatte Frankfurt große Mühe, nach einer Ecke von Melanie Leupolz erhöhte Höfflin per Kopf zum 2:0 (27.), Angerer kam zwar aus dem Tor heraus, verfehlte aber den Ball.

Patzer von Angerer, Hoffnung durch Bartusiak „Den muss ich haben“, so Angerer nach der Partie. Auf der anderen Seite konnte sich Laura Benkarth mit einer Glanzparade gegen Kim Kulig auszeichnen (42.) und auch gegen Ando behielt sie nach Wiederanpfiff die Oberhand (48.). Die Frankfurterinnen erhöhten nun den Druck und kamen nach einer Ecke zum Anschlusstreffer, Kerstin Garefrekes köpfte an den Pfosten, Saskia Bartusiak verwertete den Rebound (50.).

Frankfurt schlägt kein Kapital aus Überlegenheit In der Folge war Frankfurt zwar die Spiel bestimmende Mannschaft, doch insgesamt brachte die Elf ihren Gegner nur selten in echte Verlegenheit, etwa bei einem Schuss von Dzsenifer Marozsan, der knapp am Tor vorbei ging (57.) oder einem Kopfball von Garefrekes (79.). Doch auch Freiburgs Kapitänin Caroline Abbé kam per Kopf nach Freistoß von Leupolz zuvor einem dritten Treffer nah (63.). Der gelang dann in der Nachspielzeit Leupolz, die einen Konter zum 3:1 abschloss (90.+3). „Heute hat alles gepasst“, freute sich Leupolz nach dem Spiel.

Sieg für Pilipovic Und Höfflin meinte: „Der Trainer hat uns gut eingestellt, das Spiel war für ihn. Wir haben Druck gemacht, damit ist Frankfurt nicht zurecht gekommen. Wir haben wenig zugelassen, auch wenn Frankfurt in der zweiten Halbzeit mehr Druck gemacht hat, aber es ist ein verdienter Sieg.” Trainer Milorad Pilipovic konnte die Partie wegen eines Innenraumverbots nur von der Tribüne aus verfolgen.

Dahm: Gut gespielt, aber verloren Frankfurts Trainer Philip Dahm überraschte nach dem Spiel mit einer etwas eigenwilligen Einschätzung: „Wir werden nicht den Fehler machen zu sagen, wir haben ein schlechtes Spiel gemacht. Wir hatten genug Chancen, das Spiel zu gewinnen. Natürlich ist das ein Rückschlag für uns, aber in dieser verrückten Saison glauben wir trotzdem noch an uns.“

Potsdam souverän Der 1. FFC Turbine Potsdam gewann das Ost-Derby gegen den FF USV Jena mit 6:0 (3:0). Kurioserweise brachte Ex-Turbine-Spielerin Carolin Schiewe mit zwei Eigentoren (2., 24.) die Gastgeberinnen in Front, Antonia Göransson (40.) und Yuki Ogimi (55.) bauten die Führung weiter aus, ein drittes Jenaer Eigentor von Jofie Stübing (79.) und Ada Hegerberg (85.) sorgten für das Endergebnis.

Turbine hat Trümpfe in der Hand Turbine nimmt mit 34 Punkten nun dank des besseren Torverhältnisses den zweiten Platz gegenüber Frankfurt ein bei einem weniger ausgetragenen Spiel. Tabellenführer ist mit 41 Punkten der VfL Wolfsburg, der heute in der UEFA Women’s Champions League im Halbfinal-Hinspiel bei Arsenal LFC im Einsatz war.

Bayern siegt dank US-Duo, zweiter Saisonerfolg von Sindelfingen In weiteren Spielen kam der FC Bayern München durch Treffer der US-Spielerinnen Amber Brooks (59.) und Sarah Hagen (82.) zu einem 2:0 (0:0)-Sieg bei Tabellen-Schlusslicht FSV Gütersloh 2009 . Der VfL Sindelfingen verbesserte sich mit einem 3:1 (2:0)-Sieg gegen den SC 07 Bad Neuenahr auf Tabellenplatz 11 mit allerdings immer noch sieben Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Anna-Lena Vollmer (12.), Fabienne Dongus (23. Foulelfmeter) und Merza Julević (90.+4) trafen zum zweiten Saisonsieg, den Ehrentreffer erzielte Leonie Maier (76.). Bereits am Samstag trennten sich Bayer 04 Leverkusen und die SGS Essen mit einem torlosen Remis .