Champions League: Olympique Lyon mit einem Bein im Finale
Titelverteidiger Olympique Lyonnais steht nach einem klaren Sieg gegen Juvisy FCF mit einem Bein in seinem vierten Champions-League-Finale in Folge. Dabei tat sich Lyon gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Gegner lange schwer, doch die starke Offensive um Lotta Schelin machte am Ende den Unterschied.
Beim 3:0 (1:0)-Sieg vor der Rekordkulisse von 21 923 Zuschauer im Stade de Gerland brachte die Schwedin die Gastgeberinnen in Führung (18.), Wendie Renard erhöhte per Kopf (62.), ehe Schelin mit einer überragenden individuellen Aktion in der Nachspielzeit für eine perfekte Ausgangsposition sorgte (90.+2).
Führung durch Schelin Dabei tat sich Lyon anfangs schwer ins Spiel zu finden, Juvisy macht zunächst die Räume geschickt eng und hätte mit etwas Glück sogar in Führung gehen können, doch Gaëtane Thiney vergab die beste Gäste-Chance (11.). Besser machte es auf der anderen Seite Schelin, die einen weiten Ball aus dem Mittelfeld reaktionsschnell aufnahm und aus 14 Metern zur Führung einschob (18.).
Lyon vergibt Chance und Chance Und nur kurz darauf hätte Camille Abily die Führung fast ausgebaut, doch die starke Juvisy-Torhüterin Marion Mancion verhinderte mit einer Glanzparade den zweiten Gegentreffer (19.). Lyon ging in der teilweise etwas ruppig geführten Partie fahrlässig mit weiteren guten Möglichkeiten um, ein Schelin-Schuss verfehlte sein Ziel (28.), genauso wie Versuche von Louisa Necib (35.) und zweimal Abily (38., 45.).
Thomis für Rapinoe, Catala verletzt Mit der Hereinnahme von Elodie Thomis für Megan Rapinoe kam in das Flügelspiel der Gastgeberinnen ab der zweiten Halbzeit mehr Dynamik, bei Juvisy musste zudem in Camille Catala gleich zu Beginn der zweiten 45 Minuten eine der Schlüsselspielerinnen unter Tränen verletzungsbedingt den Platz verlassen.
Renard baut Führung aus Lyon war anfangs der zweiten Halbzeit zwar bemüht, tat sich aber dennoch nicht leicht gegen den auch physisch gut dagegen haltenden Gegner. Doch eine Standardsituation brach den Bann, als ein perfekt getretener Freistoß von Sonia Bompastor den Kopf von Renard fand, die wuchtig zum 2:0 erhöhte (62.).
Glänzende Mancion Das Lyoner Spiel kam nun immer mehr ins Rollen, Lara Dickenmann schoss übers Tor (69.), genauso wie Schelin nach Vorarbeit der Schweizerin (81.). Der Druck auf Juvisy wurde in den Schlussminuten immer größer, Mancion hielt erneut überragend gegen Schelin (86.) und auch per Fuß gegen Abily (87.).
Drittes Gegentor trifft Juvisy im Mark Doch die Drangperiode hinterließ Spuren in der Defensive von Juvisy, die in der Nachspielzeit einmal nicht aufpasste, als Schelin zwischen zwei Verteidigerinnen hindurch in den Strafraum eindrang und eiskalt mit Hilfe des Innenpfostens abschloss (90.+2).
Schelin: „War ein ganz schweres Spiel“ Die zweifache Torschützin Schelin meinte nach der Partie: „Das dritte Tor tut uns gut, ich habe ja einige Chancen liegen lassen. Es war ein ganz schweres Spiel und wir müssen auch im Rückspiel konzentriert bleiben. Aber drei Tore zu schießen und keines zu kassieren ist natürlich schon gut.“
Thiney: „Haben gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft haben“ Juvisy-Stürmerin Thiney erklärte: „Es war eine super Leistung von uns und wir haben gezeigt, dass auch wir eine gute Mannschaft haben. Das dritte Gegentor tut weh, aber so ist der Fußball. Der Gegner hat eine Lotta Schein, das macht den Unterschied.“