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2013

Last-Minute-Tor bringt England den Sieg, Italien gewinnt in Österreich

Am Donnerstag hatte die kanadische Nationalmannschaft in der Nachspielzeit den Ausgleich gegen Frankreich erzielen können , heute musste sie selbst das späte Gegentor einstecken. Die Kanadierinnen unterlagen in England mit 0:1 und zeigten dabei eine Leistung, für die sich ihr Trainer John Herdman im Anschluss gar entschuldigte.

“Das war ein ziemlich langweiliges Spiel, und es tut mir leid für die Fans in Rotherham”, so Herdman nach einem wenig hochklassigen Spiel, das die Engländerinnen durch einen verwandelten Flugkopfball von Ellen White in der Nachspielzeit für sich entschieden.

Rachel Yankey stellt Rekord ein “England war die bessere Mannschaft, wenngleich wir beide unsere Probleme hatten”, so der englische Trainer Kanadas weiter. Und in der Tat trugen auch die Gastgeberinnen in der ersten Halbzeit nicht viel zu einer ansehnlichen Partie bei. Was in den ersten Minuten noch recht gut aussah, verflachte im weiteren Verlauf. Nach einer Ecke von Rachel Yankey, die ihr 125. Länderspiel absolvierte und damit den englischen Rekord von Peter Shilton einstellte, hatte Steph Houghton in der 19. Minute per Kopf die erste Möglichkeit. Doch die Abwehrspielerin stand zu weit entfernt vom Tor und brachte zu wenig Druck hinter den Ball, der somit leichte Beute von Kanadas Torfrau Erin McLeod wurde. Nur drei Minuten später verlor Houghton auf ihrer linken Abwehrseite das Laufduell gegen Tiffany Cameron, doch deren Schuss wurde von Torfrau Karen Bardsley pariert.

Auf der linken Abwehrseite der Kanadierinnen lief erstmals Kylla Sjöman vom Herforder SV auf. In ihrem ersten Länderspiel stand sie bis zur 75. Minute auf dem Feld, blieb aber ebenso unauffällig wie ihre Mitspielerinnen. Beide Manschaften leisteten sich eine Menge Fehlpässe und konnten kaum ein strukturiertes Spiel nach vorn aufbauen.

Englisches Chancenplus in der Schlussphase Erst in den letzten 25 Minuten erarbeiteten sich die Engländerinnen mehrere gute Möglichkeiten, gingen jedoch zum Teil kläglich damit um. In der 65. Minute scheiterte Fara Williams nach schönem Zuspiel von White im 1:1-Duell an McLeod. Fünf Minuten später wurde ein Freistoß von Houghton sichere Beute der kanadischen Schlussfrau. Kurz darauf schoss die eingewechselte Toni Duggan aus halblinker Position knapp über den Kasten. In der 87. Minute brachte sich Duggan wieder in Stellung, doch die gut aufgelegte McLeod war vor der Stürmerin aus Everton am Ball. Chancenlos war McLeod aber schließlich beim Treffer von White in der Nachspielzeit. Nach schöner Vorarbeit von Jill Scott und Williams köpfte die Arsenal-Stürmerin aus fünf Metern zum Siegtreffer ein.

Sinclair nicht zu sehen Aufgrund des Chancenplus der “Three Lions” ist der knappe Sieg durchaus verdient, spielerisch liegt aber bis zur Europameisterschaft noch viel Arbeit vor der Mannschaft. Auf der anderen Seite gelang es aber, Kanadas Stürmerin Christine Sinclair nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Bis auf einen geblockten Schuss in der Schlussphase (nach Zuspiel von Diana Matheson ) war von der kanadischen Spielführerin über 90 Minuten nichts zu sehen.

Finnland verliert, Italien bezwingt Österreich Auch zwei weitere EM-Teilnehmer waren heute im Einsatz. Dabei verlor Finnland überraschend deutlich mit 1:3 in der Slowakei. Bereits am Donnerstag war die Mannschaft nicht über ein 0:0 hinausgekommen. Die Italierinnen fuhren unterdessen ein 3:1 in Österreich ein. Schon nach fünf Minuten gingen die Italierinnen durch einen Drehschuss aus zehn Metern von Spielführerin Patricia Panico in Führung. Alice Parisi gelang durch einen Freistoß in der 20. Minute das 2:0. Unmittelbar im Anschluss schöpften die Österreicherinnen jedoch noch einmal Hoffnung, als Lisa Makas aus halblinker Position zum Anschlusstreffer einnetzte. Elisabetta Tona konterte noch vor der Halbzeit mit dem 3:1 für die Italienerinnen, das gleichzeitig auch der Endstand sein sollte.

Emma Mitchell schießt Schottland zum Sieg Im schottischen Dunfermline standen sich außerdem Schottland und Wales gegenüber. Die Partie begann ereignisreich: Schon in der fünften Minute brachte Jane Ross die Gastgeberinnen in Führung, Natasha Harding (12.) gelang jedoch schon kurz darauf der Ausgleich für die Waliserinnen. Erst ein Treffer von Lokalmatadorin Emma Mitchell, die in der Bundesliga für die SGS Essen spielt, brachte in der 68. Minute den Sieg für Schottland.