DFB-Elf: Gelingt im vierten Anlauf ein Sieg gegen die USA?
Zum vierten Mal binnen eines halben Jahres trifft die deutsche Frauenfußball- Nationalelf heute in Offenbach ( live ab 18 Uhr im ZDF ) auf den Weltranglistenersten USA. Nach den zwei Remis ( 1:1 und 2:2 ) in den Staaten und der 0:2-Niederlage im Finale des Algarve Cups will die DFB-Elf vor heimischem Publikum siegen, doch dabei fehlen zahlreiche Spielerinnen.
Bundestrainerin Silvia Neid meinte auf der Abschlusspresskonferenz am Tag vor der Partie : „Wir haben natürlich immer den Wunsch, gegen die USA zu gewinnen, aber es ist natürlich nicht einfach. Ehrlich gesagt, ist es mir auch lieber, sie bei der WM 2015 zu schlagen“, erklärt sie, dass aus ihrer Sicht dem Ergebnis am Freitag nicht oberste Priorität gilt. „Natürlich wollen wir den Sieg einholen, aber es geht nicht um drei Punkte oder darum, ob man in einem Turnier weiterkommt. Es ist ein Testspiel und wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, die USA nach Europa zu holen.“
Zahlreiche Verletzungen Dabei kann Neid nicht aus dem Vollen schöpfen, 18 plus 3 Spielerinnen stehen ihr zur Verfügung, nachdem sich im Vorfeld eine ganze Reihe von Spielerinnen verletzt abmeldeten, etwa die beiden Wolfsburgerinnen Lena Goeßling (Leistenprobleme) und Viola Odebrecht (Zerrung) oder Lena Lotzen (Knieprobleme) . Auch Fatmire Bajramaj , Simone Laudehr und Annike Krahn stehen nach ihren Verletzungen noch nicht wieder zur Verfügung.
Angerer wieder im Tor , Aufsteigerin Maier Im Tor wird gemäß Rotation wieder Nadine Angerer stehen, die ihre muskulären Probleme im Oberschenkel auskuriert hat. „Nadine Angerer bleibt die offizielle Nummer eins“, so Neid. Mit dabei sein könnte auch wieder Leonie Maier, die erst beim Länderspiel gegen Frankreich in Straßburg ihr Debüt in der A-Nationalmannschaft feierte, um kurz darauf beim Algarve Cup eine überzeugende Leistung zu zeigen und gar von den Mitgliedern im Fan Club Nationalmannschaft zur besten deutschen Spielerin des Turniers gewählt zu werden. „Diese Auszeichnung hat mich unglaublich gefreut”, so Maier , die in Portugal auch die Aufmerksamkeit von US-Trainer Tom Sermanni auf sich zog.
Vom US-Zweikampfverhalten lernen Für Neid besteht kein Zweifel daran, dass die Amerikanerinnen noch immer das Maß aller Dinge sind. „Für uns sind die USA immer noch ein Aushängeschild und Vorbild, gerade was Zweikampfverhalten angeht. Die Amerikaner leben tatsächlich schon seit Jahren von ihrer Aggressivität und Robustheit, ihrer Power und Fitness. Jetzt haben sie es zusätzlich noch geschafft, spielerische Elemente in ihr Spiel zu bringen.“