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2013

Algarve Cup: DFB-Elf zieht ins Finale ein

Die deutsche Frauenfußball- Nationalelf steht zum zweiten Mal in Folge im Finale des Algarve Cups. In Lagos gab es einen 2:0 (0:0)-Sieg gegen Norwegen, die Treffer erzielten Célia Okoyino da Mbabi und die eingewechselte Nadine Keßler.

Drei Änderungen Bundestrainerin Silvia Neid veränderte ihre Startformation gegenüber dem 2:1-Sieg gegen Japan auf drei Positionen: Gemäß Rotation hütete Nadine Angerer anstelle von Almuth Schult das Tor, für die erkältete Saskia Bartusiak übernahm Josephine Henning den Platz in der Innenverteidigung. Anstelle von Nadine Keßler durfte Viola Odebrecht von Beginn an spielen. Darüber hinaus fehlten weiter Linda Bresonik und Kim Kulig.

Okoyino da Mbabi trifft die Latte “Trotz vieler Ausfälle können wir das immer irgendwie kompensieren, und das freut mich”, erklärte Neid, deren Team in der sechsten Minute die erste Torchance des Spiels gehörte; Dzsenifer Marozsán verzog aber aus 20 Metern (6.). Doch nur Sekunden später wäre es fast soweit gewesen, doch Célia Okoyino da Mbabi traf von der Strafraumgrenze nur die Latte. Verena Faißt hatte die nächste gute deutsche Chance, doch Norwegens Torhüterin Ingrid Hjelmseth reagierte glänzend (18.). Doch auch Norwegen kam zur ersten Chance, ein 20-Meter-Schuss von Maren Mjelde strich knapp über die Latte (19.).

Wensing erleidet Platzwunde In einem Zweikampf bekam Luisa Wensing die Schuhspitze von Melissa Bjånesøy ins Gesicht, die Wolfsburger Verteidigerin musste mit einer zwei Zentimeter tiefen Platzwunde über dem linken Auge vom Feld, für sie kam Jennifer Cramer (29.). Zunächst hatte Neid darüber nachgedacht, Goeßling nach hinten zu beordern, sich dann aber entschlossen, Cramer “einfach ins kalte Wasser zu werfen” und sie in die Viererkette zu schicken. Das hat funktioniert, “sie ist echt gut gewesen”, lobte die Bundestrainerin die Debütantin vom 1. FFC Turbine Potsdam . Die Partie pläschterte in der Folge weitgehend im Mittelfeld vor sich hin, Marozsán versuchte es mit einem Distanzschuss (34.).

Pfosten verhindert Führung Nach einem Fehler von Solfrid A. Dahle kam der Ball erneut zu Marozsan, doch sie schoss aus aussichtsreicher Position über das Tor (36.). Und noch einmal hatte die Frankfurterin Pech, ihren Torschuss kurz vor der Pause nach schöner Vorarbeit von Anja Mittag lenkte Hjelmseth an den Pfosten (44.). “Wir hatten vier 100%ige Möglichkeiten, und es hätte für Ruhe sorgen können, wenn wir noch vor der Halbzeit getroffen hätten”, so Neid.

Okoyino da Mbabi trifft Erst in der zweiten Halbzeit wurde das deutsche Spiel mit Treffern belohnt. Nach einem Steilpass von Anja Mittag erzielte Okoyino da Mbabi die Führung (52.). In der Folge hatten die Norwegerinnen gute Chancen auf den Ausgleich, Marit Christensen (65.) und Ingvild Isaksen (66.) scheiterten aber mit ihren Möglichkeiten. Erneut Christensen per Kopf (68.) kam dem Ausgleich nahe, der für Norwegen den Finaleinzug bedeutet hätte (68.).

Entscheidung durch Keßler Doch in der Schlussphase machte die DFB-Elf den Erfolg perfekt. Erst scheiterte die eingewechselte Keßler nach Vorarbeit der eingewechselten Svenja Huth noch mit einem Versuch über das Tor, doch kurz darauf machte sie es besser und erzielte nach einer Hereingabe von Goeßling das erlösende 2:0, das den Finaleinzug endgültig perfekt machte.

Im Finale warten die USA Das Endspiel findet am Mittwoch um 18 Uhr (MEZ) im Estádio Algarve statt. Dann erwartet die DFB-Elf ein Duell mit den USA, die zwar gegen Schweden nicht über ein 1:1-Unentschieden hinauskamen, sich damit aber dennoch den ersten Platz in Gruppe B sichern konnten.

Deutschland – Norwegen 2:0 (0:0) Deutschland: Angerer – Maier, Wensing (31. Cramer), Henning, Peter – Odebrecht, Goeßling – Mittag (67. Huth), Marozsán (67. Keßler), Faißt (56. Behringer) – Okoyino da Mbabi (67. Popp)