Algarve Cup: Jennifer Cramer erstmals bei der DFB-Elf

Von am 25. Februar 2013 – 12.44 Uhr 25 Kommentare

Mit 23 Spielerinnen wird Bundestrainerin Silvia Neid vom 6. bis 13. März zum Algarve Cup nach Portugal reisen. Mit dabei sind die beiden Rückkehrerinnen Alexandra Popp und Linda Bresonik, aber in Jennifer Cramer auch ein echter Neuling.

„Nach der Verletzung von Annike Krahn hatten wir Bedarf in der Innenverteidigung“, erklärt Neid die Nominierung von Cramer. „Jennifer Cramer haben wir schon länger auf dem Zettel. Sie hat bei der U20-WM gemeinsam mit Luisa Wensing im Abwehrzentrum ein sehr gutes Turnier gespielt.“

Turnier ohne Krahn, Laudehr und Bajramaj
Neben Krahn (Innenbandriss im Knie) stehen auf Grund von Verletzungen Simone Laudehr (Knorpelschaden im Knie) und Fatmire Bajramaj (Reha nach Kreuzbandriss) in Portugal nicht zur Verfügung.

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Bresonik und Popp zurück
Wieder mit dabei ist Linda Bresonik, die beim Frankreich-Spiel wegen einer Innenbandzerrung im Knie passen musste, Popp steht nach überstandener Sehnenverletzung im Fuß wieder zur Verfügung. „Dass Alexandra Popp nach längerer Zeit wieder dabei sein kann, freut uns sehr. Wir hoffen, dass sie schnell den Anschluss findet.“

Alle DFB-Spiele live im TV
Beim Algarve Cup trifft die DFB-Elf auf Dänemark (6. März), Weltmeister Japan (8. März) und EM-Gruppengegner Norwegen (11. März). Die Platzierungsspiele finden am 13. März statt. Alle deutschen Spiele werden live auf Eurosport übertragen.

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Spiele auf hohem Niveau
„Für uns ist es wichtig, die Spielerinnen über einen relativ langen Zeitraum von zehn Tagen beisammen zu haben, um intensiv zu arbeiten und Spiele auf hohem Niveau bestreiten zu können“, so Neid, die hinzufügt:  „Weil einige EM-Teilnehmer beim Algarve Cup starten, muss man natürlich schauen, wie viel die Teams von sich preisgeben werden. Letztlich ist es ohnehin entscheidend, bei der EURO auf den Punkt fit zu sein.“

DFB-Kader für den Algarve Cup (6. bis 13. März 2013)

Tor: Nadine Angerer (1. FFC Frankfurt), Laura Benkarth (SC Freiburg), Almuth Schult (SC 07 Bad Neuenahr)

Abwehr: Saskia Bartusiak (1. FFC Frankfurt), Jennifer Cramer (1. FFC Turbine Potsdam), Josephine Henning (VfL Wolfsburg), Leonie Maier (SC 07 Bad Neuenahr), Babett Peter (1. FFC Frankfurt), Bianca Schmidt (1. FFC Frankfurt), Luisa Wensing (VfL Wolfsburg)

Mittelfeld: Melanie Behringer (1. FFC Frankfurt), Linda Bresonik (Paris Saint-Germain), Verena Faißt (VfL Wolfsburg), Lena Goeßling (VfL Wolfsburg), Svenja Huth (1. FFC Frankfurt), Nadine Keßler (VfL Wolfsburg), Kim Kulig (1. FFC Frankfurt), Viola Odebrecht (VfL Wolfsburg), Célia Okoyino da Mbabi (SC 07 Bad Neuenahr)

Angriff: Lena Lotzen (FC Bayern München), Dzsenifer Marozsán (1. FFC Frankfurt), Anja Mittag (LdB Malmö), Alexandra Popp (VfL Wolfsburg)

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • waiiy sagt:

    @Sheldon: Ja, das ist natürlich bekannt. Immerhin wurde mit der Verteidigung Schmidt – Peter – Henning der letzte internationale Titel im FF nach Deutschland geholt.

    Aber ich würde eher Wensing nach rechts hinten stellen und Schmidt davor. Und links würde ich Faißt nach hinten und Cramer davor. Aber die Pärchen könnten wie bereits geschrieben jederzeit untereinander tauschen, ohne dass wir Gefahr laufen würden, dass irgendwas hinten anbrennt, weil sie einfach auch wissen, wie sie da zu stehen haben.

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  • FFFan sagt:

    @ waiiy:
    „Witzig finde ich, dass Spielerinnen aus Frankfurt (Schmidt, Bartusiak und Peter) dort eingesetzt werden, wo sie auch im Verein spielen…“

    Es ist in Wirklichkeit genau umgekehrt: Schmidt und Peter (1.FFC Frankfurt) sowie Bresonik (Paris St.Germain) dürfen seit dieser Saison endlich auch im Verein auf den Positionen spielen, auf denen sie in der Nationalmannschaft schon seit längerer Zeit eingesetzt werden.
    In irgendeinem Interview hat Peter sogar mal gesagt, dass das für sie einer der Gründe war, nach Frankfurt zu wechseln.

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  • Sheldon sagt:

    @waiiy: Du willst tatsächlich alle 4 einsetzen??? Da sehe ich die 4 nicht qualitativ hochwertig genug an.

    Außerdem, das 4-2-3-1 ist doch schon längst überfällig. Rückkehr zum 4-1-2-1-2 wäre doch viel, viel besser mit dem aktuellen Kontingent.

    Für den Algarve Cup würde ich wie folgt die Positionen verteilen:

    Schult – Maier/Schmidt, Wensing/Bartusiak, Henning/Peter, Faißt/Cramer – Odebrecht/Goeßling – Bresonik/Huth, Keßler/Behringer – Marozsan/Kulig – Celia/Popp, Mittag/Lotzen

    Allerdings als Startelf: Schult – Maier, Goeßling, Henning, Faißt – Odebrecht – Bresonik, Keßler – Marozsan – Celia, Mittag

    Da es ja schließlich nur der Algarve Cup, insofern könnten wir tatsächlich Chancen auf eine solche Elf haben^^

    Wir haben nunmal zur Zeit außer Bajramaj keine Weltklasse-Außenstürmerin, dafür allerdings mit Bresonik, Keßler und Marozsan drei überragende Technikerinnen.

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  • fisch sagt:

    @FFFan
    „In irgendeinem Interview hat Peter sogar mal gesagt, dass das für sie einer der Gründe war, nach Frankfurt zu wechseln.“

    Nun haben wir’s endlich raus, was noch so wichtiges im „Gesamtpaket“ enthalten war.

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  • Detlef sagt:

    FFFan schrieb;
    „–> Sind nicht fast alle Nationalverteidigerinnen “umgekrempelte” Offensivspielerinnen? Saskia Bartusiak war zu Beginn ihrer Bundesligakarriere Stürmerin, Bianca Schmidt ebenfalls. Erfahrung im Angriff scheint eine gute Voraussetzung zu sein, um erfolgreich in der Abwehr zu spielen.“

    Die Liste läßt sich sogar noch erweitern!!!
    Auch TABEA KEMME ist eigentlich eine gelernte Stürmerin, und mußte sich schon in den U-Natios zur Defensivkraft „umkrempeln“ lassen!!!
    Ähnlich war es wohl auch bei Katharina Baunach, die damals gemeinsam mit SCHMIDTI zur Verteidigerin umfunktioniert wurde, obwohl sie doch eher eine Offensivkraft war!!!

    Zu Zeiten, als Frau Bundesgöttin noch selber gegen den Ball getreten hat, war so eine Maßnahme sicher sinnvoll, um mehr Tempo in die Abwehr zu bekommen!!!
    Ähnlich wie bei den Männern, schickte man damals wohl auch die langsameren Spielerinnen mit Vorliebe in die Abwehr!!!
    Aber heute ist die Ausbildung der jungen Spielerinnen doch viel weiter, und da braucht man keine „umgeschulten Stürmerinnen in der Abwehr mehr!!!
    Übrigens fällt mir auch kein Defensivspieler bei den Männern ein, der seine Laufbahn als Stürmer begonnen hat!!!

    Und ob die „umgepolten“ Offensivkräfte dann wirklich erfolgreicher sind, als eine von vornherein ausgebildete Verteidigerin darf zumindest angezweifelt werden!!!
    Der hätte man nämlich schon zu ihrer E-Jugendzeit eingebläut, daß man Rückpässe zur Torhüterin möglichst vermeiden sollte, vor allem wenn der Gegner über blitzschnelle Konterspielerinnen verfügt!!!

    FFFan schrieb;
    „–> Ich verstehe nicht ganz, worauf du jetzt hinaus willst.“

    Ich glaube schon, daß Du mich verstanden hast!!!
    Falls doch nicht, gebe ich Dir mal als Gedankenstütze die Namen Saskia Bartusiak und Annike Krahn!!!

    FFFan schrieb;
    „In irgendeinem Interview hat Peter sogar mal gesagt, dass das für sie einer der Gründe war, nach Frankfurt zu wechseln.“

    Das Interview habe ich etwas anders in Erinnerung!!!
    Da ging es eher nicht um ihren Wechsel nach Frankfurt, sondern eher darum, daß sie angeblich lieber auf der Außenposition verteidigt, weil man da eher die Chance bekommt, sich ins Angriffsspiel mit einschalten zu können!!!
    In Potsdams Dreierkette hatte BABBS natürlich nur bei Standartsituationen die Möglichkeit, mit nach vorne gehen zu können!!!
    Seltsamerweise scheint sie aber auf ihrer „Traumposition“ sehr viel schlechter klarzukommen als in Potsdams IV!!!

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