Nadine Angerer muss auf die Bank

Von am 11. Februar 2013 – 16.15 Uhr 34 Kommentare

Bundestrainerin Silvia Neid hat im Vorfeld des Test-Länderspiels in Frankreich (Mittwoch, 13. Februar, 18.30 Uhr, live auf Eurosport) Torhüterin Nadine Angerer auf die Bank verbannt. Für sie wird Almuth Schult vom SC 07 Bad Neuenahr im Straßburg das Tor hüten.

Dies kündigte Neid am Montag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt an. Ab sofort wird es eine Rotation im Tor geben, das Wechselspiel soll bis zum Länderspiel gegen den Weltranglistenersten USA in Offenbach andauern. Auch beim Algarve Cup soll das Rotationsprinzip Anwendung finden.

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Neid: „Angerer noch besser als Schult“
„Wir brauchen auch eine Ersatztorhüterin mit Erfahrung, falls sich Nadine verletzen sollte. Nadine ist noch die bessere Torhüterin, aber Almuth ist auf einem guten Weg. Sie ist nicht mehr so weit weg wie vor einem Jahr“, so Neid, die durch die Rotation nicht nur den Konkurrenzkampf zwischen beiden Torhüterinnen mächtig anheizt, sondern durch die öffentliche Thematisierung den Druck auf Routinier Angerer erhöht.

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Nadine Angerer

Der Druck wächst: Nadine Angerer muss sich ab sofort mit Almuth Schult abwechseln © Nora Kruse / ff-archiv.de

Alle Spiele und TV-Termine im Überblick:

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DFB-Frauen spielen gegen Italien und Spanien

13. Februar, 18.30 Uhr, Frankreich – Deutschland, Straßburg (live auf Eurosport)
6. März, 18.00 Uhr, Dänemark  – Deutschland (Algarve Cup, Albufeira, live auf Eurosport)
8. März, 13.15 Uhr, Deutschland – Japan (Algarve Cup, Parchal, live auf Eurosport)
11. März, 13.15 Uhr, Deutschland – Norwegen (Algarve Cup, Lagos, live auf Eurosport)
13. März, Uhrzeit offen, Platzierungsspiel (Algarve Cup, Spielort noch offen)
5. April, 18.15 Uhr, Deutschland – USA, Offenbach (live im ZDF)
15. Juni, 15.30 Uhr, Deutschland – Schottland, Spielort noch offen (live im ZDF)
19. Juni, 18.00 Uhr, Deutschland – Kanada, Spielort noch offen (live in der ARD)
29. Juni, 17.45 Uhr, Deutschland – Japan, München (live in der ARD)
11. Juli, 20.30 Uhr, Deutschland – Niederlande, Växjö (EM-Gruppenspiel)
14. Juli, 20.30 Uhr, Deutschland – Island, Växjö (EM-Gruppenspiel)
17. Juli, 18.00 Uhr, Deutschland – Norwegen, Kalmar (EM-Gruppenspiel)

Markus Juchem (51) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

34 Kommentare »

  • ruby sagt:

    nadine keßler die erfahrung abzusprechen ist sehr weit hergeholt. sie spielt schon seit jahren auf top niveau, sie hat die CL gewonnen und ist zur zeit captain der besten deutschen mannschaft. nur,weil frau neid irgendwelche probleme hatte sie zu nominieren (wie es auch bei odebrecht der gall war) kann man nicht davon sprechen,dass sie keine erfahrung hat. nur,weil sie in weiss anstatt grün aufläuft, ist sie nicht unerfahrener auf dem platz. für mich wäre sie die perfekte kapitänin, die auch mal auf dem platz den mund aufmacht.

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  • Michele sagt:

    @FFan

    Stimmt nicht! Bartusiak war nur in der Türkei einmal Spielführerin! Sonst hat bei allen Spielen in denen Natze gefehlt hat, Behringer die Binde getragen! Ich glaube es geht auch um die Anzahl der Länderspiele, die man absolviert hat. Da kommen nach Angerer, eben Behringer und Krahn!

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  • Andreas sagt:

    @ruby: Es ging nicht um mangelnde Erfahrung von Keßler oder ihre Qualität als Spielerin sondern darum, dass sie in der N11 bisher keine Rolle spielt und es daher keinen Sinn macht zu sagen, dass sie dort eine gute Kapitänin abgeben würde. Man kann SN dewegen kritisieren, aber so sind nun mal die Tatsachen.

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  • Homer-Simpson sagt:

    Es ist doch echt ein Witz, dass hier tatsächlich gefordert wird, die Kapitänsbinde an Kessler oder Odebrecht zu vergeben. Nehmt mal wenigstens ein einziges Mal die Turbine-Brille ab und kuckt Euch mal das deutsche Mittelfeld an. Da spielen u.a.
    eine Simone Laudehr, die wenn sie richtig fit ist (und das wird sie auch wieder), unverzichtbar im defensiven Mittelfeld ist,
    eine Kim Kulig, die ohne wenn und aber direkt nach ihrem Kreuzbandriss an ihre sehr guten Leistungen anknüpfen konnte (vor allem im 1. USA-Spiel!)
    eine Melanie Behringer, die vielleicht einen Durchhänger hatte, aber bei Neid und auch Dahm noch lange nicht abgeschrieben ist,
    eine Linda Bresonik, die immer da ist, wenn man sie braucht,
    eine Marozsan, die vorne die Bälle klug verteilen und den Takt angeben kann,
    eine Celia, eine Poppi und eine Anja, die wunderschöne Tore am Fließband schießen.
    Wenn also die Binde an eine Mittelfeldspielerin oder Stürmerin vergeben werden sollte, dann kommen ja wohl die oben genannten Spielerinnen wohl erstmal eher in Frage.

    Ich muss betonen:
    Nadine Kessler finde ich super und sie hat einen riesigen Schritt beim VfL gemacht. Sie sollte eigentlich zum Stamm des deutschen Mittelfeldes gehören, aber ich denke eher, dass ihre DFB-Ära erst nach der EM kommen wird.
    Von Viola Odebrecht halte ich nicht wirklich was und kann deshalb die Lobeshymnen hier nicht verstehen. Ich habe (seit ihrer Rückkehr) bislang noch kein wirklich überzeugenedes Spiel von ihr in der DFB-Mannschaft gesehen.

    Noch mal zurück zum eigentlichen Thema.
    Meine Meinung:
    Torhüterin: Schult oder Längert.
    Kapitänin: Wenn defensive Spielerin, dann Babett Peter. Wenn offensive Spielerin, dann Bresonik, Laudehr oder Celia.
    Mein Wunschaufstellung für die EM:
    Schult/Längert
    Schmidt – Bartusiak – Henning – Peter
    Kulig – Laudehr
    Popp – Maroszan/Bajramaj – Bresonik
    Celia

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  • waiiy sagt:

    @Homer-Simpson: Ja, ich gehe bei Deiner Wahl der Kapitänin mit, auch in der Argumentation. Die Einzige, die ich nicht mit in die Wahl nehmen würde, wäre Laudehr, weil sie mir im Auftreten manchmal sportlich und mannschaftsdienlich nicht so ist, wie ich es mir vorstelle. Also meine Wahl würde auch zwischen Peter, Bresonik (abhängig von ihrem Stammplatz, der nicht immer sicher ist) und da Mbabi fallen.

    Was die Auffälligkeit in ihren Leistungen angeht, muss man bei Odebrecht schon differenzieren, da sie immer den defensiven Part auf der 6-er Position spielt (egal ob mit Laudehr, Kulig oder Goeßling), von daher auch immer unauffälliger spielt. Außerdem kommt da wieder die manchmal mangelnde Mannschaftsdienlichkeit von Laudehr ins Spiel, die sich oft nicht an ihre Position gebunden fühlt (bevorzugt auf rechts außen ausweicht) und so ihre Patnerin auf der „Sechs“ völlig allein lässt. Mit Odebrecht ist die defensive Sicherheit durch die Mitte schon richtig gestiegen in meinen Augen. Aber ich würde auch nicht die Binde für sie fordern (auch mit Potsdamer Brille).

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  • Andreas sagt:

    @Homer-Simpson

    Du triffst auch ziemlich genau meine Meinung. Einzig bei Linda Bresonik sehe ich das etwas anders. Sie wird ja immer als tolle Technikerin und wertvolle Spielerin bezeichnet, nur leider habe ich das fast nie gesehen, wenn sie mal gespielt hat. Ihr fehlt so ein bischen der Biss habe ich immer den Eindruck. Insofern würde ich in Deiner Aufstellung Bajramaj auf ihre Position setzen (sofern sie denn fit wird). Und Popp würde ich momentan wohl auch eher durch Mittag ersetzen.

    Bezügl. Odebrecht kann ich waiiys Kommentar aber auch nachvollziehen. Ich habe Odebrecht zwar auch nie richtig gut gesehen, aber sie hat ja tatsächlich eher den defensiveren Part gegeben. Kulig und Laudehr zusammen spielen zu lassen, birgt tatsächlich ein gewisses Risko, da beide eher offensiv orientiert sind. Entscheiden würde ich mich dennoch für sie, da ich ein offensiveres Spiel immer vorziehen würde.

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  • Homer-Simpson sagt:

    @waiiy:

    Bei so einem Ausdruck wie „positionstreu“ muss ich irgendwie immer an lauffaul und unflexibel denken.
    Schweini noch Khedira halten bei den Männern ihre Position auf der Doppel-6 auch nicht, sondern sind immer wieder auf den Außenbahnen oder in Sturm zu finden.
    Wenn Odebrecht NUR die defensive Sechs spielen kann der muss, ist das auch nicht gut. Man muss im Mittelfeld flexibel sein. Und ich finde Bresonik, Kulig und Laudehr da eindeutig flexibler.
    Wenn dir Laudehr zu mannschaftsundienlich und zu positionsuntreu ist, wie wäre es, sie mal auf ner Außenbahn und dafür Bresonik mit Kulig auf der Doppel-6 spielen zu lassen? Das würde mir auch gut gefallen. Laudehr kann sich mit Flankenläufen austoben und Bresonik und Kulig können sich in der Mitte abwechseln, wer nach vorne geht und wer hinten bleibt. In dem Fall wäre dann Bresonik die ideale Kapitänin.

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  • Karl sagt:

    Eure Ueberlegungen zum Kapitaensamt finde ich irgendwie nachvollziehbar. Aber bei den Aufstellungen die ich bisher gesehen habe fehlt mir Anja Mittag. Ich wuerde eher folgende Elf bevorzugen : Schult – Maier , Bartusiak, Henning , Peter –
    Bresonik, Marozsan , Goessling , Kessler –
    Celia , Mittag .

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  • Sheldon sagt:

    @Michele: Zumindest Behringer sitzt bei mir auf der Bank, insofern kommt sie für die Binde nicht infrage.

    Ich sehe Karls Aufstellung realistisch: Goeßling kann man auch für Laudehr austauschen, Laudehr ist meines Erachtens die Nummer 12 zur Zeit. Odebrecht zeichnet aus, dass sie niemand an ihrer Seite braucht. Wenn sie auf der „6“ spielt, dann kannst du mit Raute und 3 Kreativspielerinnen spielen. Spielt Laudehr, dann hast du zwischen allen 6 Spielerinnen ständige Rotation.

    Kulig und Behringer sind meines Erachtens einfach von der Grundqualität insbesondere in der Technik nicht gut genug. Und daher kommen sie bei dem, was wir zur Zeit an Möglichkeiten im Mittelfeld haben, einfach nicht in Frage.

    Ich würde Marozsan die Binde geben. Eine Spielerin wächst mit und an ihren Aufgaben.

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  • Homer-Simpson sagt:

    Am besten wir warten alle erst mal das morgige Länderspiel gegen „Olympique Lyon“ ab und schauen mal wer sich so alles in den Vordergrund bzw. ins Abseits spielt.

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  • kunigunde sagt:

    ich finde die mel behr. hat in der natio im mom nichts mehr zu suchen.

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  • DAWIDenko sagt:

    Zu Odebrecht:
    Odebrecht kann auf jeden Fall nicht nur die defensive Nummer 6 spielen. Wobei sie das momentan richtig gut spielt und es auch ihre primäre Aufgabe scheinbar ist.
    Wenn ich von den Spielen ausgehe, die ich von ihr in der N11 und bei Wolfsburg gesehen habe.
    Atribute wie unflexibel und lauffaul passen allerdings meiner Ansicht in keinster Weise zu ihr. (@ Homer-Simpson)
    Bei Turbine Potsdam spielte sie in den vergangenen zwei Spielzeiten überragend und war die auffälligste Spielerin im Mittelfeld, vor allem ihr tolles Aufbauspiel mit sehr intelligenten weiten diagonalen Pässen auf die Flügel oder in die Spitze. Da war sie die Impulsgeberin, zusätzlich zu ihren tollen Zweikmpfwerten und ihrer Kopfballstärke.
    Einziges großes Manko bei ihr ihre Torungefährlichkeit!!!
    Habe übrigens gerade nicht die Turbine-Brille auf. 😉

    Ich will dabei auch nicht Odebrecht als wichtigste Spielerin der N11 bezeichnen.
    Sie ist sehr konstant, allerdings in den letzten Länderspielen, die ich von ihr sah auch viel eher Teamspielerin mit weniger Eigeninitiative und vornehmlichen Defensivaufgaben.
    Aber sie spielt trotzdem auf einem hohen Niveau recht konstant und ist nicht verletzt. Eigenlich fast nie.

    Simon &Kim:
    Laudehr ist derzeit noch verletzt und Kulig braucht nach ihrer Verletzungszeit noch Spielpraxis um wieder auf ihr Niveau vor der WM heranzuommen. Daher sehe ich bei Odebrecht eigentlich sehr gute Karten im defensiven Mittelfeld.
    Goeßling wäre sicherlich noch eine weitere gute Spielerin.
    Goeßling und Odebrecht waren auch beim Algarve-Cup 2012 die Doppelsechs.

    Bresonik:
    Bresonik könnte ich mir allerdings auch noch auf der defensiven Mittelfeld-Position am ehesten vorstellen.
    Auch sie ist eine Führungsspielerin, allerdings hat sie bei der N11 nicht so recht die Position bekommen. So scheint es jedenfalls dem aussenstehenden Beobachter.
    Sozusagen: Frau Neid möchte sie nicht missen, weiß aber nicht so richtig wohin mit ihr. (rechte Außenbahn bei der WM, rechtes offesives Mittelfeld zuletzt)
    Vor allem da sie ein sehr positionsgebundenes 4-5-1 bzw. 4-2-3-1 bevozugt, ist Bresonik häufig etwas eingeschränkt.

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  • Grace Kelly sagt:

    ui, Verzeihung Katrin Längert. Allerdings ist sie ja nicht regelmäßig im Natiokader.
    Wiedemauchsei und nichtsdestotrotz denke ich, dass wir in Deutschland qualitativ kein Torhüterinnenproblem haben und es nichts schadet, wenn neben Angerer noch andere regelmäßig internationale Spielpraxis sammeln.

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  • S.N. sagt:

    Alles Bundestrainer hier!!!

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