FCR 2001 Duisburg muss Insolvenzantrag stellen
Das Frauenfußball-Jahr 2013 beginnt mit einer traurigen Nachricht: Der FCR 2001 Duisburg ist im Sinne der Insolvenzordnung zahlungsunfähig und wird in der kommenden Woche beim zuständigen Amtsgericht den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens stellen.
Wie es in einer Pressemitteilung des Vereins heißt kann der FCR 2001 Duisburg „die zum 15. Januar 2013 fälligen Gehälter nicht zahlen.“ Diese Liquiditätslücke sei kurzfristig nicht zu schließen, so dass der Vorstand rechtlich verpflichtet sei, einen Insolvenzantrag zu stellen.
Insolvenzantrag in der nächsten Woche Um den Verein in die Lage zu versetzen, den Spielbetrieb in der laufenden Saison fortzusetzen und um eine Sanierung des Vereines und damit auch eine weitere Teilnahme am Spielbetrieb der 1. Bundesliga zu ermöglichen, lässt der Vorstand zur Zeit den Insolvenzantrag durch einen Insolvenzrechtler vorbereiten, um ihn dann in der nächsten Woche zu stellen.
Verhandlungen mit dem DFB Gleichzeitig werden auch Gespräche mit dem DFB und den nachgelagerten Verbänden geführt, damit der laufende Spielbetrieb nicht beeinträchtigt wird und um den Fortbestand des Vereins über das Saisonende hinaus zu sichern. Wie der DFB in einer Pressemitteilung am Freitagmorgen bekanntgab, hat das Einreichen des Insolvenzantrags zunächst keine Auswirkungen auf den Spielbetrieb der Frauenfußball- Bundesliga , weder auf die schon ausgetragenen Spiele des Vereins noch auf die noch zu absolvierenden.
Duisburg droht Abstieg Sollte jedoch ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgelehnt oder vor dem letzten Spieltag eröffnet werden, würde Duisburg als erster Absteiger der Saison 2012/2013 feststehen. Alle Spiele, die der Klub in der Bundesliga bis zu diesem Zeitpunkt absolviert hat und die er danach noch austrägt, würden in diesem Fall nicht gewertet werden. Heike Ullrich , DFB-Abteilungsleiterin Spielbetrieb, erklärt: “Wir stehen im engen Kontakt mit dem FCR. Der Verein hat deutlich gemacht, Lösungen finden zu wollen, und möchte den Spielbetrieb in der Frauen-Bundesliga aufrecht erhalten.”