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2012

Jahresrückblick 2012: Champions League

Zwei Jahre in Folge hatte der 1. FFC Frankfurt sich nicht für die Champions League qualifizieren können, in der Saison 2011/2012 waren die Hessinnen wieder am Start und schafften es bis ins Endspiel. Dort war alles angerichtet: Finale auf heimischem Boden und vor einer Rekordkulisse. Doch am Ende strahlte der Gegner.

50 000 Zuschauer fanden den Weg ins Münchener Olympiastadion zum Duell zwischen den Frankfurterinnen und Olympique Lyonnais . Der Titelverteidiger sei “auf keinen Fall” unschlagbar gewesen, befand FFC-Mittelfeldspielerin Kerstin Garefrekes , doch mit 2:0 gewinnen konnte er dennoch .

Lyon gelingt Titelverteidigung Für der Frankfurterinnen war das Finale gleich doppelt wichtig, denn in der Meisterschaft hatte es nicht gut ausgesehen, und so hätte nur ein Sieg in der Königsklasse die Teilnahme 2012/2013 gesichert. Entsprechend motiviert ging der FFC in die Partie, doch nach einem von Eugénie Le Sommer verwandelten Strafstoß gingen die Französinnen schon früh in Führung und brachten den FFC sichbar aus dem Konzept. “Ich denke, ich habe die Niederlage mit dem Elfmeter eingeleitet”, urteilte eine selbstkritische Melanie Behringer über ihren Abwehrfehler, der zum Elfmeter führte. Und nach nicht einmal dreißig Minuten stand es 2:0, denn Camille Abily legte den zweiten Treffer nach.

Potsdam im Halbfinale chancenlos “Es ist für französische Vereine immer etwas Besonderes, in Deutschland zu gewinnen – das im Frauenfußball stärkste Land Europas”, so Lyons Trainer Patrice Lair nach dem Spiel. Und mittlerweile kennt er das Gefühl. Ein Jahr zuvor hatte sein Team im Finale gegen den 1. FFC Turbine Potsdam gewonnen, in der Saison 2011/2012 schließlich gegen beide deutschen Vereine. Denn vor dem Sieg gegen die Frankfurterinnen hatte Lyon im Halbfinale den 1. FFC Turbine Potsdam ausgeschaltet. Beim 5:1-Hinspielerfolg dominierten die Französinnen den Titelträger von 2010 quasi nach Belieben. Das Rückspiel endete 0:0 .

Neuer Rasen für’s “Karli” In der Woche zwischen dem Hin- und Rückspiel waren es in Potsdam allerdings keine sportlichen Meldungen, die in den Schlagzeilen waren. Der Rasen im Karl-Liebknecht-Stadion sei nicht bespielbar , urteilte die UEFA bei der Stadionbegehung. In Potsdam hieß es, das Unmögliche möglich zu machen und innerhalb weniger Tage eine Lösung zu finden. Das gelang tatsächlich – kurz vor knapp wurde im “Karli” ein neuer Rasen verlegt .

Hohe Fernsehpräsenz Erfreulich für die Frauenfußball-Fans war in der abgelaufenen Saison die starke Fernsehpräsenz der Champions League. Eurosport zeigte die deutschen Viertelfinals und später drei der vier Halbfinalpartien. Das Endspiel wurde im ZDF übertragen.

Die Ergebnisse der deutschen Teams im Überblick

Sechzehntelfinale 1. FFC Frankfurt – Paris Saint-Germain 3:0 Paris Saint-Germain – 1. FFC Frankfurt 2:1 1. FFC Turbine Potsdam – Glasgow City LFC 10:0 Glasgow City LFC – 1. FFC Turbine Potsdam 0:7

Achtelfinale LdB FC Malmö – 1. FFC Frankfurt 1:0 1. FFC Frankfurt – LdB FC Malmö 3:0 1. FFC Turbine Potsdam – WFC Rossiyanka 2:0 WFC Rossiynka – 1. FFC Turbine Potsdam 0:3

Halbfinale Arsenal LFC – 1. FFC Frankfurt 1:2 1. FFC Frankfurt – Arsenal LFC 2:0 Olympique Lyonnais – 1. FFC Turbine Potsdam 5:1 1. FFC Turbine Potsdam – Olympique Lyonnais 0:0

Finale Olympique Lyonnais – 1. FFC Frankfurt 2:0