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2012

Jahresrückblick 2012: die Nationalelf

13 Länderspiele – genauso viele wie im Jahr zuvor – bestritt die deutsche Frauenfußball- Nationalelf im Jahr 2012. Dabei blieb die DFB-Auswahl bei zehn Siegen, drei Remis und einem Torverhältnis von 52:7 ohne Niederlage. Womensoccer lässt das Länderspiel-Jahr noch einmal Revue passieren.

Das Schlüsselspiel des Jahres war das EM-Qualifikationsspiel am 31. März gegen Spanien in Mannheim, denn aufgrund des 2:2 im Hinspiel bestand die Gefahr, bei einer Niederlage möglicherweise die direkte Qualifikation für die EURO 2013 in Schweden zu verpassen.

Jahresrückblick 2012: Bundesliga und DFB-Pokal

Torgala nach nervösem Start In der ersten halben Stunde war den deutschen Spielerinnen die Bedeutung der Partie im ausverkauften Carl-Benz-Stadion anzumerken , der selbstbewusste Start der Spanierinnen tat sein Übriges. Doch dann war es Stürmerin Célia Okoyino da Mbabi , die beim 5:0-Sieg mit vier Treffern zur Matchwinnerin wurde und die Zweifel in Luft auflösen ließ, die Einwechslung von Alexandra Popp tat dem deutschen Spiel zudem sichtlich gut. Der Rest der EM-Qualifikation wurde dann mit vier deutlichen Siegen zur Formsache. Bereits vor dem wichtigen Spiel gegen Spanien hatte die deutsche Mannschaft mit dem Sieg beim Algarve Cup ordentlich Selbstvertrauen getankt.

Sieg beim Algarve-Cup Aufgrund der verpassten Olympia-Teilnahme kam dem Turnier im Süden Portugals für die DFB-Elf diesmal erhöhte Bedeutung zu, denn es war eine der wenigen Gelegenheiten, sich mit den Topteams der Welt zu messen. Mit einem 4:3-Sieg im Finale gegen Weltmeister Japan holte sich die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid zum zweiten Mal nach 2006 den Titel. In der unterhaltsamen Partie verspielte die DFB-Elf zweimal eine Führung, ehe Okoyino da Mbabi mit ihrem Treffer in der Schlussminute für die Erlösung sorgte. Zuvor hatte das Team nach den Siegen gegen Island (1:0) und China (1:0) eine starke Vorstellung gegen Schweden geboten (4:0).

Drei Remis gegen Topteams Die letzten drei Spiele des Länderspieljahres sollten dann noch einmal ein echter Gradmesser werden. In den USA standen zwei Spiele gegen den Weltranglistenersten auf dem Programm, den Abschluss bildete das Duell mit den aufstrebenden Französinnen in Halle an der Saale. Zwar wurde keines dieser drei Spiele gewonnen, doch die drei Remis bestätigten, dass sich die DFB-Elf ein gutes halbes Jahr vor der EURO 2013 in Schweden vor keinem Gegner verstecken muss.

Traumtor von Mittag, Maroszan überragend Beim ersten Duell mit den Amerikanerinnen in Bridgeview/Illinois erkämpften sich die Deutschen ein 1:1 , nach frühem Rückstand durch Abby Wambach gelang Anja Mittag noch in der Anfangsviertelstunde der Ausgleich. Und die DFB-Elf ließ in der zweiten Halbzeit gar hochkarätige Siegchancen aus. Im zweiten Duell drei Tage später in East Hartford gingen die Amerikanerinnen zweimal in Führung, doch zwei Treffer der bärenstarken Dzsenifer Marozsan sorgten dafür, dass die deutsche Mannschaft beim 2:2 neuerlich ungeschlagen blieb. „Wir waren in diesen beiden Spielen absolut auf Augenhöhe“, so das positive Fazit von Silvia Neid.

Martina Müller und Inka Grings treten zurück Licht und Schatten gab es dann im Spiel gegen Frankreich, als die DFB-Elf beim insgesamt leistungsgerechten 1:1 gut begann, aber im Verlauf der Partie oft die notwendige Aggressivität im Mittelfeld vermissen ließ. Mit etwas Glück hätte aber auch in diesem Spiel Deutschland als Sieger vom Platz gehen können. Für Martina Müller war es das 100. und zugleich letzte Spiel im Nationaldress, „der Spagat zwischen Beruf, Nationalmannschaft und Verein ist zuletzt immer schwieriger geworden”, so Müller über die Beweggründe ihres Rücktritts. Zuvor hatte bereits Inka Grings ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft erklärt. „Ich habe das Gefühl, jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Die jungen Spielerinnen sind in die Bresche gesprungen und haben das wunderbar gemacht. Deshalb kann ich ihnen jetzt beruhigt das Feld überlassen“, so Grings.

Okoyino da Mbabi Spielerin des Jahres Zur Spielerin des Jahres avancierte Célia Okoyino da Mbabi. Die 24-jährige Stürmerin erzielte im abgelaufenen Länderspieljahr 19 Tore und somit mehr als die Hälfte ihrer 35 bislang im Nationaldress erzielten Tore. Darunter die wichtigen ersten beiden Treffer im EM-Qualifikationsspiel gegen Spanien oder auch der Siegtreffer beim Algarve Cup. Gegen Spanien und in der Schweiz gelangen Okoyino da Mbabi Viererpacks, gegen Schweden und Japan beim Algarve Cup jeweils ein Dreierpack.

Birgit Prinz feiert emotionalen Abschied Mit einem stimmungsvollen Abschiedsspiel beendete Birgit Prinz vor 6 543 Zuschauern im Frankfurter Volksbad-Stadion ihre einzigartige internationale Karriere und verabschiedete sich von ihren Fans und Mitstreiterinnen. Beim 6:3 (3:2)-Sieg der DFB-Auswahl gegen den 1. FFC Frankfurt gelangen der Rekordnationalspielerin zum Abschluss ihrer Karriere noch einmal zwei Tore, jeweils eines im Dress des 1. FFC Frankfurt, eines im Trikot der Nationalelf.