Duisburg und Trainer Ketelaer trennen sich

Von am 17. Dezember 2012 – 9.55 Uhr 25 Kommentare

Der FCR 2001 Duisburg und sein Cheftrainer Marco Ketelaer haben den noch bis zum 30.06.2013 laufenden Anstellungsvertrag zum 31.12. 2012 aufgelöst und gehen ab Jahresende einvernehmlich getrennter Wege.

Der 42-Jährige gibt persönliche Gründe für die Auflösung an und möchte dem Verein entgegenkommen, um so Planungssicherheit im Trainerbereich zu ermöglichen.

Ketelaer: „Schöne Jahre erlebt“
„Ich habe hier sehr schöne Jahre erlebt und viele Erfolge mit den Löwinnen gefeiert. Ich wünsche der Mannschaft und dem gesamten Verein trotz der aktuell etwas schwierigeren Zeiten eine erfolgreiche zweite Saisonhälfte und eine positive Zukunft. Schließlich ist der FCR 2001 weiterhin ein Vorzeigeverein im deutschen Frauenfußball.“

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Marco Ketelaer hört aus persönlichen Gründen auf © Nora Kruse, ff-archiv.de

Rücktritt aus persönlichen Gründen
Ketelaer kam in der Saison 2009/2010 zu den Löwinnen als Co-Trainer von Martina Voss-Tecklenburg; nach deren Entlassung im Februar 2011 übernahm der Mönchengladbacher den Trainer-Chefposten beim FCR 2001 Duisburg. Zur Saisonhalbzeit 2012/13 gibt Ketelaer nun aus privaten Erwägungen diesen Posten auf, nicht ohne den Löwinnen weiterhin Erfolg zu wünschen.

Dank von Hückels
FCR-Vorsitzender Thomas Hückels bedankt sich bei dem verdienten Coach für die geleistete Arbeit: „Wir haben mit ‚Kette‘ mehr als drei Jahre sehr positiv zusammengearbeitet. Deshalb akzeptieren wir selbstverständlich seinen Wunsch auf Vertragsauflösung und wünschen ihm persönlich und beruflich weiterhin viel Erfolg.“

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Noch kein Nachfolger
Die verantwortlichen Gremien des FCR 2001 werden ab sofort mit Hochdruck daran arbeiten, um zum Trainingsauftakt im neuen Jahr eine neue Cheftrainerin bzw. einen Cheftrainer zu präsentieren.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

25 Kommentare »

  • Uschineudabei sagt:

    Recht auf eigene Meinung ist gut, auch wenn´s dem Einen oder Anderen nicht wirklich gefällt. Hab´ ja bisher immer nur die Kommentare gelesen. Ich finde es nicht gut, wenn da ein Mensch einen anderen ins Glashaus schicken will nur weil die Meinungen nicht konform gehen, mag man vom Establishent, den Spielerinnen etc. halten was man will.
    Wo bleibt da die konstruktive und vielleicht auch für den Verein bereichernde Kommunikation.
    Ich denke, auch der Verein könnte durchaus von einer respektvollen „Fan-Kommunikation“ profitieren.

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  • FFFan sagt:

    @ Jennifer:
    “ Eigentlich würde sie [S.Raith] doch vielleicht besser nach Frankfurt passen, oder? Nachdem Kahlert endlich gehen musste, dachte ich eigentlich immer, dass Sissy dort Trainerin wird.

    In Frankfurt ist aber doch gerade keine Trainerstelle zu besetzen, oder irre ich mich da? Haben Dahm und Rennich nicht gerade erst eine ‚Jobgarantie‘ bis Saisonende bekommen?

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  • Sheldon sagt:

    @sarah: So, jetzt hast du deine Quelle, zufrieden?

    @Elli: Es geht nicht an, dass ein Trainer, der diesen Verein in den schwierigsten Zeiten übernommen hat, jetzt als Dank nur nen …..tritt von den Fans bekommt. Ketelaer hat versucht, das wieder aufzubauen, was MVT eingerissen hat, und hat das bravourös gemacht, ist aber letztlich daran zerbrochen.
    Wer einen Verein, der kurz vor der Insolvenz steht und dem der Reihe nach die Spielerinnen aus persönlichen Gründen weglaufen, dennoch so in der Spur hält, der sollte sich dafür nicht auch noch Kritik anhören müssen. Beim FSV Frankfurt hatte man vor einigen Jahren eine vergleichbare Situation mit einem ganz anderen Ausgang. Diese Energieleistung, die Ketelaer dort geleistet hat, verdient allergrößten Respekt und hat den Verein gerettet.

    Man ist jetzt in einer vergleichbaren Situation wie Leverkusen bei den Männern nach den großen Abgängen (vorwiegend nach Bayern) 2002, wo es danach sehr schnell beinahe in die zweite Liga runterging. Das konnte gerade so verhindert werden, hier wie dort, und wo Leverkusen heute steht, stimmt mich doch sehr zuversichtlich für den weiteren Weg des FCR Duisburg!

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  • sarah sagt:

    @sheldon
    Ich lese bei dir immer was MVT oder Grings oder andere eingerissen haben, verbockt haben, sie wären an allen Schuld. Woher nimmst du dies Weisheiten? MVT ist die Trainerin mit dem der Verein nach ganz langer Zeit wieder Titel geholt hat. 3 in 2 Jahre!!! und bitte schreib jetzt nicht, dass hätte jeder andere auch geschaftt, denn das ist ja vorher und nachher nicht gelungen. Sie hat junge Talente anch Duisburg geholt und wenn du zu der Zeit mal in der U 15 oder U 17 reingehört hast, dann waren dort ganz viele Spielerinnen, die wegen der Trainerin und der Perspektiven dort waren. Sie hat Nationalspielerinnen an den Verein binden können aufgrund einer sportlichen Perpektive und Topleitungen, auch wenn sie woanders mehr Geld geboten bekamen. Und sie hat auf Gehalt verzichtet und selber noch Geld für Hallentraining, Frühstück und andere Aktivitäten bezahlt. Verantwortlich für viele Missstände und auch der jetzigen finanziellen Engpässe sind ehemalige Vorstandsmitglieder, die einfach mehr Geld ausgegeben haben, als da war und Versprechungen gemacht haben, die sie selten halten konnten.
    Es nervt mich echt total, dass Du so oft, ohne fundiertes Wissen deine „Wahrheiten“ raushaust. Das gleiche gilt für die jetztige Trainersituation, ich bin eine, die ganz nahe an dem Verein ist und ich kann Dir versichern, dass es viele Probleme in der Zusammenarbeit mit Herrn kettelaer gab, auf die ich hier gar nicht eingehen möchte. Also, bitte informiere dich doch in Zukunft erst, bevor du immer zu allen und jeden deinen Kommentar gibst.
    Frohe Weihnachten an Alle und ein gesundes neues Jahr 2013.

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