Bayer Leverkusen feiert ersten Saisonsieg

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Bayer 04 Leverkusen hat am zehnten Bundesligaspieltag den ersten Saisonsieg gefeiert. Mit einem 3:1-Erfolg beim FSV Gütersloh 2009 verließ die Werkself damit die Abstiegsränge. Auch der FCR 2001 Duisburg beendete seine Negativserie.

Die Duisburgerinnen kamen gegen den FC Bayern München zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. „Dieses Ergebnis war absolut verdient, weil Duisburg den Sieg einfach mehr wollte, viel mehr Galligkeit an den Tag legte und unglaublich aggressiv auftrat“, so Bayern-Trainer Thomas Wörle.

München geht in Führung
Der FCR, der auf Torfau Ashlyn Harris (Schienbeinreizung) sowie Lieke Martens (Länderspiel) und Marina Himmighofen (gesperrt) verzichten musste, geriet vor 784 Zuschauern in der 19. Minute in Rückstand. Sarah Romert traf für die Gäste. Auf die Duisburgerinnen schien der Gegentreffer belebende Wirkung zu haben. Sie kamen besser ins Spiel und noch vor der Halbzeitpause zum Ausgleich. Bayern-Torfrau Kathrin Längert konnte den Freistoß von Barbara Müller nicht abwehren, Mandy Islacker (40.) hatte keine Mühe, ins leere Tor einzuschieben.

Duisburg klettert auf Rang acht
Kurz nach dem Seitenwechsel gelang Kozue Ando (50.) der 2:1-Endstand. Die japanische Weltmeisterin traf nach schöner Vorarbeit von Islacker aus etwa zwölf Metern zur Führung. Die Münchenerinnen bekamen in der letzten Minute noch einen Eckball zugesprochen. „Da habe ich doch ein wenig Angst gehabt, aber letztlich haben wir diesen Sieg verdient; wir haben endlich die Kurve gekriegt, das war ein Erfolg der gesamten Mannschaft, die mit einem tollen Teamgeist überzeugt hat. Wir haben uns selbst aus der bedrohlichen Situation rausgezogen und positiv an unserem Tabellenstand gearbeitet“, freute sich FCR-Interimstrainerin Petra Hauser über die drei Punkte, die ihre Mannschaft auf den achten Tabellenplatz klettern lassen.

Freiburg gewinnt gegen Jena
Dabei profitierten die Duisburgerinnen von der 0:2 (0:2)-Niederlage des FF USV Jena beim SC Freiburg. Durch die Tore von Melanie Leupolz (33.) und Fiona O‘Sullivan (40.) gingen die Freiburgerinnen in der ersten Halbzeit in Führung und gaben sie nicht mehr ab. „Die Mannschaft war heute sehr schwerfällig“, so SC-Trainer Milorad Pilipovic, denn die Führung fiel für sein Team fast aus dem Nichts. Sie wirkte jedoch wie ein Weckruf, denn in der Folge taten die Breisgauerinnen mehr für das Spiel. „Wenn man die 90 Minuten sieht, dann sieht man, dass wir das Spiel verdient gewonnen haben. Obwohl wir unsere beste spielerische Leistung nicht abgerufen haben. Aber es hat für die drei Punkte gereicht. Das wollten wir unbedingt“, bilanziert Pilipovic, und sein Jenaer Kollege Daniel Kraus fügt an: „Auch wenn die Tore etwas unglücklich für uns gefallen sind, so geht das 2:0 für Freiburg in Ordnung.“

Sindelfingen bleibt am Tabellenende
Die SGS Essen hat unterdessen beim VfL Sindelfingen einen 3:0 (3:0)-Erfolg feiern können. Alle Essener Tore fielen in der Anfangsviertelstunde. Zunächst brachte Charline Hartmann (2.) die SGS mit 1:0 in Führung, kurz darauf erhöhten Caroline Hamann (12.) und Sabrina Dörpinghaus (14.). Damit klettert Essen zumindest bis morgen auf den fünften Tabellenrang. Die Sindelfingerinnen bleiben am Tabellenende.

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cujo31
cujo31

Sindelfingen gegen Essen war ca.30 Minuten Fußball,danach passierte nichts mehr.Viele Fehler und sehr sehr wenig spielfluss.

sitac
sitac

@cujo31: Wird Sindelfingen sich, realistisch betrachtet, noch retten können? Der ganze bisherige Saisonverlauf war meiner Meinung nach vorhersehbar angesichts der „Personalpolitik“ nach dem Aufstieg.

speedy75
speedy75

Sollte sich bei Sindelfingen nichts grundlegendes ändern sind sie wohl leider nach nur 1 Saison gleich wieder abgestiegen.

Jochen
Jochen

@ sitac
inwieweit war es denn voraus zu sehen? Personalpolitik? Wenn eine Mannschaft so überlegen durch die Saison der 2. Buli spaziert und somit den Aufstieg schafft, wer glaubt denn da schon an solch einen Einbruch in der 1. Buli?

sitac
sitac

@Jochen: Ich hatte in der Transferphase vor Saisonbeginn schon einmal ausführlicher dazu etwas geschrieben. Ich fasse es gerne jetzt noch einmal zusammen: Meinen wiederholten Beobachtungen nach haben Aufstiegsmannschaften in den Ballsportarten, sei es Volleyball, Handball oder Fußball, ein großes Problem. Und das Problem ist noch größer, wenn eine so großartige Saison wie bei Sindelfingen zum Aufstieg führte. Dieses Problem besteht darin, dass das gloriose und gefeierte Aufstiegsteam in aller Regel doch nicht das Niveau hat, um die erreichte höhere Klasse zu halten. Andererseits ist das Team aufgrund des erreichten Aufstiegs bei den Fans und auch vereinsintern sakrosankt und quasi unantastbar.… Weiterlesen »

FFFan
FFFan

@ sitac:

Zu der von dir kritisierten ‚Personalpolitik‘ des VfL Sindelfingen gab es wohl aus finanziellen Gründen keine Alternative. Und die wenigen aus dem Ausland geholten Neuzugänge erwiesen sich nicht als die erhofften Verstärkungen, sind z.T. nur Mitläuferinnen (J.Eder) oder gar Ergänzungsspielerinnen (Küffer; Betschart).

Das Zuschauerinteresse ist inzwischen auch wieder auf Zweitliganiveau angelangt (gegen Essen waren es gerade noch 110). Wo soll da der Anreiz für potentielle Sponsoren sein?

Speedy75
Speedy75

Wer weiss wo Sindelfingen wohl aktuell stehen würde, wenn die angeblichen Gespräche vor Jahren mit dem VfB Stuttgart über eine Frauenfußballabteilung Wirklichkeit geworden wären.

Vor Saisonbeginn gab es wohl Gespräche mit schon bundesligaerfahrenen Spielerinnen aber leider kam da kein Wechsel zu stande.