DFB-Pokal: Wer schafft den Sprung ins Viertelfinale?
Am Wochenende werden die Achtelfinalpartien des DFB-Pokals ausgetragen. Den Anfang macht am Samstag Zweitligist 1. FC Köln, der den SC Freiburg empfängt. Das vermeintliche Top-Spiel der Runde wird am selben Tag angestoßen: Der 1. FFC Turbine Potsdam reist zum SC 07 Bad Neuenahr.
Erst kürzlich trafen beide Mannschaften in der Meisterschaft aufeinander, und die Potsdamerinnen behielten im eigenen Stadion mit 5:1 die Oberhand.
Respekt vor Potsdam „Damals haben wir sehr viele individuelle Fehler gemacht, die wir anschließend gründlich analysiert haben“, erinnert sich Bad Neuenahrs Trainer Colin Bell, der Turbine aber weiterhin in der Favoritenrolle sieht. „Sie haben mit Yuki Ogimi und Genoveva Anonma zwei absolute Weltklassespielerinnen in ihren Reihen, alleine die Beiden zu stoppen wird eine sehr schwierige Aufgabe.“ Auch wird es zu einem Wiedersehen mit Sara Doorsoun-Khajeh kommen, die noch in der vergangenen Saison in der Kurstadt kickte. Ihren Besuch im Stadion haben darüber hinaus DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und DFB-Direktorin Steffi Jones zugesagt.
Kreuzbandriss bei Jobina Lahr Wenn der SC Freiburg beim Zweitligisten 1. FC Köln antritt, muss er ohne Jobina Lahr auskommen. Die Mittelfeldspielerin hat sich am Mittwoch im Meisterschaftsspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam einen Kreuzbandriss zugezogen und wird für den Rest der Saison ausfallen. Mit dem 1. FC Köln trifft der SC auf einen Gegner, der in der laufenden Saison noch ungeschlagen ist. In der Tabelle stehen die Kölnerinnen mit 25 Zählern souverän auf Platz eins. „Vom Potenzial, der Qualität und vom Auftreten ist Köln eine Bundesligamannschaft“, sagt SC-Trainer Milorad Pilipovic über den Gegner. „Das wird keine einfache Aufgabe, und wir werden die Kölnerinnen mit Sicherheit nicht unterschätzen.“
Zweitligaduelle Ebenfalls bereits am Samstag findet die Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Lok Leipzig statt. „Die Mannschaft hat natürlich schon Erstligaerfahrung“, sagt Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann, spricht aber dennoch von „einer lösbaren Aufgabe“. Während Leipzig mit einer Niederlage gegen Herford im Rücken nach Hoffenheim fährt, hat die TSG ihr letztes Meisterschaftsspiel gegen den TSV Crailsheim mit 3:2 gewonnen.
Insgesamt gibt es im Achtelfinale drei Zweitligaduelle. Am Sonntag empfängt der TSV Crailsheim den Herforder SV, der in der letzten Runde Erstligist FSV Gütersloh besiegen konnte. Außerdem tritt der BV Cloppenburg gegen den SC Sand an.
Duisburg will Wolfsburgs Höhenflug stoppen „Wolfsburg ist derzeit das Maß aller Dinge, ohne Frage, aber wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass es auch bei den Löwinnen vorangeht. Deshalb ist unsere Devise klar: Wir wollen dem Favoriten Paroli bieten“, gibt sich Petra Hauser, Interimstrainerin des FCR 2001 Duisburg vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg kämpferisch.
Die Wolfsburgerinnen haben unter der Woche den Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga geschafft und konnten in den vergangenen Partien auch spielerisch überzeugen. In der Meisterschaft gewann der VfL gegen Duisburg souverän mit 4:0, doch Hauser verspricht: „Wir werden unsere Lehren aus dem 0:4 im Punktspiel ziehen und dem Tabellenführer einen packenden Pokalfight liefern.“
In den weiteren Sonntagsbegegnungen tritt der SV Werder Bremen gegen den FF USV Jena an. Außerdem reist der FC Bayern München zum SV Meppen. Alle Partien und Anstoßzeiten in der Übersicht:
Samstag, 17. November 11 Uhr, 1. FC Köln – SC Freiburg 13 Uhr, TSG 1899 Hoffenheim – 1. FC Lok Leipzig 13 Uhr, SC 07 Bad Neuenahr – 1. FFC Turbine Potsdam
Sonntag, 18. November 11 Uhr, TSV Crailsheim – Herforder SV 11 Uhr, SV Werder Bremen – FF USV Jena 11 Uhr, BV Cloppenburg – SC Sand 14 Uhr, SV Meppen – FC Bayern München 14 Uhr, FCR 2001 Duisburg – VfL Wolfsburg