DFB-Pokal: Wer schafft den Sprung ins Viertelfinale?

Von am 16. November 2012 – 11.04 Uhr 47 Kommentare

Am Wochenende werden die Achtelfinalpartien des DFB-Pokals ausgetragen. Den Anfang macht am Samstag Zweitligist 1. FC Köln, der den SC Freiburg empfängt. Das vermeintliche Top-Spiel der Runde wird am selben Tag angestoßen: Der 1. FFC Turbine Potsdam reist zum SC 07 Bad Neuenahr.

Erst kürzlich trafen beide Mannschaften in der Meisterschaft aufeinander, und die Potsdamerinnen behielten im eigenen Stadion mit 5:1 die Oberhand.

Respekt vor Potsdam
„Damals haben wir sehr viele individuelle Fehler gemacht, die wir anschließend gründlich analysiert haben“, erinnert sich Bad Neuenahrs Trainer Colin Bell, der Turbine aber weiterhin in der Favoritenrolle sieht. „Sie haben mit Yuki Ogimi und Genoveva Anonma zwei absolute Weltklassespielerinnen in ihren Reihen, alleine die Beiden zu stoppen wird eine sehr schwierige Aufgabe.“ Auch wird es zu einem Wiedersehen mit Sara Doorsoun-Khajeh kommen, die noch in der vergangenen Saison in der Kurstadt kickte. Ihren Besuch im Stadion haben darüber hinaus DFB-Präsident Wolfgang Niersbach und DFB-Direktorin Steffi Jones zugesagt.

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Kreuzbandriss bei Jobina Lahr
Wenn der SC Freiburg beim Zweitligisten 1. FC Köln antritt, muss er ohne Jobina Lahr auskommen. Die Mittelfeldspielerin hat sich am Mittwoch im Meisterschaftsspiel beim 1. FFC Turbine Potsdam einen Kreuzbandriss zugezogen und wird für den Rest der Saison ausfallen. Mit dem 1. FC Köln trifft der SC auf einen Gegner, der in der laufenden Saison noch ungeschlagen ist. In der Tabelle stehen die Kölnerinnen mit 25 Zählern souverän auf Platz eins. „Vom Potenzial, der Qualität und vom Auftreten ist Köln eine Bundesligamannschaft“, sagt SC-Trainer Milorad Pilipovic über den Gegner. „Das wird keine einfache Aufgabe, und wir werden die Kölnerinnen mit Sicherheit nicht unterschätzen.“

Corina Schröder

Corina Schröder will mit dem SC 07 Bad Neuenahr ihrem Ex-Verein 1. FFC Turbine Potsdam ein Bein stellen © Sandra Kunschke / girlsplay.de

Zweitligaduelle
Ebenfalls bereits am Samstag findet die Partie zwischen der TSG 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Lok Leipzig statt. „Die Mannschaft hat natürlich schon Erstligaerfahrung“, sagt Hoffenheims Trainer Jürgen Ehrmann, spricht aber dennoch von „einer lösbaren Aufgabe“. Während Leipzig mit einer Niederlage gegen Herford im Rücken nach Hoffenheim fährt, hat die TSG ihr letztes Meisterschaftsspiel gegen den TSV Crailsheim mit 3:2 gewonnen.

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Insgesamt gibt es im Achtelfinale drei Zweitligaduelle. Am Sonntag empfängt der TSV Crailsheim den Herforder SV, der in der letzten Runde Erstligist FSV Gütersloh besiegen konnte. Außerdem tritt der BV Cloppenburg gegen den SC Sand an.

Duisburg will Wolfsburgs Höhenflug stoppen
„Wolfsburg ist derzeit das Maß aller Dinge, ohne Frage, aber wir haben in den letzten Spielen gezeigt, dass es auch bei den Löwinnen vorangeht. Deshalb ist unsere Devise klar: Wir wollen dem Favoriten Paroli bieten“, gibt sich Petra Hauser, Interimstrainerin des FCR 2001 Duisburg vor dem Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg kämpferisch.

Die Wolfsburgerinnen haben unter der Woche den Sprung an die Tabellenspitze der Bundesliga geschafft und konnten in den vergangenen Partien auch spielerisch überzeugen. In der Meisterschaft gewann der VfL gegen Duisburg souverän mit 4:0, doch Hauser verspricht: „Wir werden unsere Lehren aus dem 0:4 im Punktspiel ziehen und dem Tabellenführer einen packenden Pokalfight liefern.“

In den weiteren Sonntagsbegegnungen tritt der SV Werder Bremen gegen den FF USV Jena an. Außerdem reist der FC Bayern München zum SV Meppen. Alle Partien und Anstoßzeiten in der Übersicht:

Samstag, 17. November
11 Uhr, 1. FC Köln – SC Freiburg
13 Uhr, TSG 1899 Hoffenheim – 1. FC Lok Leipzig
13 Uhr, SC 07 Bad Neuenahr – 1. FFC Turbine Potsdam

Sonntag, 18. November
11 Uhr, TSV Crailsheim – Herforder SV
11 Uhr, SV Werder Bremen – FF USV Jena
11 Uhr, BV Cloppenburg – SC Sand
14 Uhr, SV Meppen – FC Bayern München
14 Uhr, FCR 2001 Duisburg – VfL Wolfsburg

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47 Kommentare »

  • Katerli sagt:

    ich weiß nicht, wohin ich das schreiben soll – deshalb hier:
    in den Potsdamer Neuesten Nachrichten steht heute, dass Anfang DEZEMBER Pia Sundhage nach Potsdam kommt, um Toni zu beobachten. In dem Zusammenhang wird zugleich formuliert, vorher sei ab heute bis zum 28. ein Trainingslager der schwed. NM bei Stockholm, an dem auch Toni teilnimmt. Heisst das, dass auch sie noch beim Wolfsburgspiel fehlt?

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  • grammofon sagt:

    @Katerli:

    Kann ich mir nicht vorstellen.

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  • Schenschtschina Futbolista sagt:

    Nur über Schröders Leiche, Katerli!

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  • enthusio sagt:

    @Katerli:
    Göransson wird auf jeden Fall spielen, denn in der gewöhnlich gut informierten MAZ werden alle Spielerinnen aufgezählt, die gegen Wolfsburg sicherlich (Kemme, Andonova, Elsig, Zietz) oder wahrscheinlich (Jaques) fehlen werden. Göransson taucht in dieser Liste nicht auf.
    Link:

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  • Detlef sagt:

    Die Abstellungsfrist für ausländische Natios fängt wohl erst am Samstag an!!!
    Deswegen hat Potsdam wohl auch so bereitwillig zugestimmt, schon morgen Abend gegen WOB zu spielen!!!
    TONI wird wohl unmittelbar nach dem Spiel ins Trainingslager nahe Stockholm fahren!!!
    Sundhage wird die präkäre Situation bei TURBINE sicher bekannt sein, und deswegen nicht auf ein striktes Einhalten der kompletten Zeit drängen!!!
    Ein Fragezeichen ist wohl nur noch hinter PATTI!!!
    Wie INKA und SARA gerade mitgeteilt haben, hat PATTI heute nicht mittrainiert, dafür waren AYOMA und HELEEN wieder dabei!!!

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  • Katerli sagt:

    Heute in der MAZ, kann leider nirgends einen Link finden, Interview mit BS:
    Göranson (so wie Deitlef oben vermutet) dabei
    Hanebeck voraussichtlich nicht dabei. Anonma war bis Mittwoch auch krank, hat Training wieder aufgenommen, also auch ein Fragezeichen.
    Und mittrainiert habe gestern auch Anja Mittag – aber die kann ja leider nicht mit auflaufen ;-(

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