Wolfsburg gegen Frankfurt – wer gewinnt das Topspiel?
Am neunten Spieltag der Bundesliga kommt es am Sonntag (13 Uhr, live auf DFB-TV) zum Spitzenspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Frankfurt. Für beide Teams geht es um die Tabellenführung, doch die Potsdamerinnen könnten am Ende die lachenden Dritten sein.
Momentan liegt der 1. FFC Turbine Potsdam mit 18 Punkten auf dem zweiten Tabellenrang. Sollten die “Turbinen” bei Bayer 04 Leverkusen gewinnen, würden sie im Falle einer Punkteteilung in Wolfsburg oder eines VfL-Heimsieges die Tabellenführung – zumindest vorübergehend – übernehmen.
Klare Ausgangslage Die Rollen sind klar verteilt. Leverkusen wartet als Tabellenvorletzter weiter auf den ersten Sieg, die Potsdamerinnen haben bislang erst ein Spiel verloren. Genoveva Anonma wird in Potsdam weiter fehlen, die Stürmerin hat gerade mit Äquatorialguinea das Endspiel des Afrika Cups erreicht.
Gütersloh will Negativserie beenden Nur einen Platz über den Leverkusenerinnen steht der FSV Gütersloh 2009 , der unter der Woche in München eine überraschend hohe 0:8-Niederlage erlitten hat. Nach dem starken Saisonauftakt musste der Aufsteiger zuletzt drei Niederlagen in Serie einstecken. Am Sonntag sind die Ostwestfälinnen bei der SGS Essen zu Gast. In der Tabelle stehen die Essenerinnen zwei Punkte und Plätze vor Gütersloh und gehen favorisiert in die Partie.
Wolfsburg als Favorit ins Spitzenspiel Aufgrund der bisherigen Saisonleistungen dürfte man beim Spitzenspiel die Favoritenrolle dem VfL Wolfsburg zuschieben. Bislang hat der VfL kein einziges Gegentor kassiert und im Schnitt mehr als drei Tore pro Partie erzielt. „Wir wissen, was auf uns zukommt und glauben daran, dass wir die Qualität haben, in Wolfsburg zu gewinnen“, so FFC-Trainer Philipp Dahm, der „ein Spiel auf Augenhöhe“ erwartet. Ob dabei Sandra Smisek nach überstandener Mittelohrentzündung wieder zum Einsatz kommen kann, ist noch unklar. Das Training hat sie bereits wieder aufgenommen.
Bell warnt vor Islacker Mit dem 3:1-Sieg beim FCR 2001 Duisburg glauben die Frankfurterinnen, einen Aufwärtstrend ausgemacht zu haben, den es zu bestätigen gilt. Abwärts ist es hingegen für die Duisburgerinnen in der Tabelle gegangen, momentan liegen sie nur noch auf dem neunten Rang. „Wir dürfen nicht den Denkfehler machen, Duisburg auf die leichte Schulter zu nehmen. Nur mit einer absolut konzentrierten und disziplinierten Leistung können wir gegen diesen Gegner bestehen“, warnt Colin Bell, Trainer des SC 07 Bad Neuenahr , vor dem Heimspiel gegen den FCR und einer Stürmerin: „Mandy Islacker hat allein so viele Tore geschossen, wie unser komplettes Team.“
„Wir brauchen endlich ein Erfolgserlebnis“, hofft FCR-Interimstrainerin Petra Hauser hingegen auf einen Aufwärtstrend. „Die letzte halbe Stunde gegen Frankfurt war zwar sehr ansehnlich, aber so müssen wir vom Anpfiff an spielen.“ Verzichten muss sie dabei auf Elena Hauer und Jackie Groenen, hofft aber auf die Rückkehr von Dolores Silva. Auf der Seite von Bad Neuenahr steht ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Nicole Rolser.
Sindelfingen spielt in Jena In den weiteren Partien empfängt der FF USV Jena Tabellenschlusslicht VfL Sindelfingen. Der FC Bayern München spielt gegen den SC Freiburg.