Champions League: Wolfsburg vor dem letzten Schritt

Von am 4. Oktober 2012 – 10.28 Uhr 30 Kommentare

Der VfL Wolfsburg empfängt heute ab 18 Uhr den polnischen Meister Unia Racibórz im Sechzehntelfinalrückspiel der Champions League. Das erste Aufeinandertreffen konnte der VfL mit 5:1 für sich entscheiden; das Weiterkommen sollte also nicht gefährdet sein. Andernorts ist es hingegen weit spannender.

So zum Beispiel zwischen Frankreichs Vize-Meister FCF Juvisy und dem FC Zürich Frauen. Die Schweizerinnen kamen im Hinspiel zu einem 1:1. Der Ausgleich gelang Inka Grings erst in der Nachspielzeit.

Juvisy im Vorteil
Trotz des Unentschiedens sind die Französinnen auf eigenem Platz im Vorteil. Ihnen würde zum Einzug ins Achtelfinale bereits ein 0:0 reichen. Auch die internationale Erfahrung der mit Nationalspielerinnen gespickten Mannschaft spricht für Juvisy. Der FCZ muss mindestens ein Tor erzielen, um die nächste Runde zu erreichen.

Anzeige

Im wahrsten Sinne des Wortes bei Null beginnt hingegen die Partie des FK Zorkiy Krasnogorsk gegen Stjarnan. Das Hinspiel zwischen den Russinnen und dem isländischen Meister endete 0:0.

HP_Kellermann

VfL-Trainer Ralf Kellermann steht mit seinem Team vor dem Achtelfinaleinzug. © Holger Peterlein / girlsplay.de

Kellermann vertraut auf sein Stammpersonal
Bereits für Achtelfinale planen kann der VfL Wolfsburg. Nach dem überzeugenden 5:1-Sieg gegen Unia Racibórz sollten beim VfL keine Unsicherheiten mehr auftreten, um dem 1. FFC Turbine Potsdam in die Runde der letzten 16 zu folgen. Personell kann der VfL allerdings nicht aus den Vollen schöpen: Bei Stephanie Bunte besteht der Verdacht auf Bänderdehnung, was einen Einsatz bislang unsicher macht. Fehlen werden darüber hinaus Maren Tetzlaff, Rebecca Smith sowe Merle Frohms und Johanna Tietge, die mit der U17-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Aserbaidschan aktiv sind.

Jetzt lesen
VfL Wolfsburg ist B-Juniorinnen-Meister

„Die Spielerinnen, die zuletzt zum Einsatz gekommen sind, sollen auch diese Heimspiel-Premiere bestreiten dürfen. Das ist ein Stück weit auch die Belohnung für die Leistungen in der letzten Saison“, kündigte VfL-Trainer Ralf Kellermann an. Die Partie gegen den polnischen Meister wird live auf Eurosport übertragen.

Arsenal will nichts anbrennen lassen
Englands Vizemeister Birmingham City vergab gegen ASD Torres gestern ein 2:0 aus dem Hinspiel. Diese Erfahrung will der englische Serienmeister nicht machen. Die „Gunners“ konnten das Hinspiel gegen den FC Barcelona mit 3:0 gewinnen. Drei Auswärtstore also, die der Mannschaft von Trainerin Laura Harvey Sicherheit geben sollen. Man nehme das Weiterkommen aber noch nicht als selbstverständlich hin, so Harvey. „Wir sind in einer sehr guten Ausgangsposition, aber wir können unsere Augen nicht vom Ball nehmen. Die Einstellung der Spielerinnen muss stimmen.“ Möglicherweise verzichten muss Harvey auf Gilly Flaherty und Niamh Fahey. Flaherty hat sich bei einem Sturz im Meisterschaftsspiel gegen die Doncaster Rovers Belles die Bänder der Schulter verletzt, Fahey hat Oberschenkelprobleme.

Alle heutigen Spiele im Überblick (Hinspielergebnis in Klammern)
13.00 Uhr: FC Rossiyanka – ADO Den Haag
15.00 Uhr: FK Zorkiy – Stjarnan
16.00 Uhr: Arsenal LFC – FC Barcelona
16.00 Uhr: Røa IL – BIIK Shymkent
18.00 Uhr: VfL Wolfsburg – Unia Racibórz
19.45 Uhr: FCF Juvisy – FC Zürich Frauen

Schlagwörter: ,

Sie haben eine Frage zum Beitrag? Dann kontaktieren Sie mich doch per Mail! Oder folgen Sie uns einfach via RSS, Facebook oder Twitter!

30 Kommentare »

  • laasee sagt:

    @Sheldon

    „Wo kann ich die Szene sehen, die zum Elfmeter geführt hat? Würde sie gerne selbst analysieren!“

    here :-

    The quality of the video is not great.
    Follow the ball and the speed of the ball after Sonia makes the tackle.

    (0)
  • enthusio sagt:

    @ Iaasee: den Elfmeter kann man geben, Sonja Fuss kam einen Tick zu spät, hat die französische Spielerin wohl getroffen und hat auch nicht gegen die Entscheidung der Schiedsrichterin protestiert.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @laasee: Sonja Fuss hat den Ball nicht getroffen, sondern schiebt den Fuß der Gegnerin gegen diesen. Sie trifft nur den Fuß, Machart schirmt den Ball sehr gut ab. Das ist ein klarer Elfmeter, und man muss die Rote Karte geben, wenn man ihn gibt. Machart war allein durch und zum Einschuss bereit.

    Ansonsten muss ich aber sagen, wenn ich mir die Chancen anschaue, da war nur eine Aktion für Zürich, wo die Torhüterin zu weit draußen stand, die zum Tor hätte führen können, ansonsten nix Zwingendes, während Juvisy in der 1. Halbzeit ja einige unglaubliche Hochkaräter hatte, bei denen Fuss eigentlich immer beteiligt war. Beim Kopfball von Thiney ist sie zu weit weg, beim Schuss von Coquet geht sie gegen Thiney nicht in den Zweikampf, bei der Chance von Catala lässt sie Thiney flanken!
    Dieses Duell Fuss-Thiney hat die Französin am Donnerstag mal ganz, ganz klar für sich entschieden!

    (0)
  • laasee sagt:

    @Sheldon

    There was another tv camera behid the goal that shows the action much clearer.
    I have not yet been able to find video of that.

    The penalty award was one of those instances that is very difficult to call.
    If the referee had viewed it as you do (with 100% belief), then Sonia should have had a red card.
    I think that the referee gave the benefit to the attacker – a ‚home decision‘.
    Also, moments earlier Juvisy had a goal disallowed for offside.
    That may have had an influence on the referee for the penalty decision.

    It is academic now – Juvisy go forward.
    However, it does illustrate that there was very little difference between the two teams over 180 minutes.
    FCZ showed clearly that they could compete at eye level with Juvisy – contrary to your crazy prediction of kantersieg, kantersieg for the French.

    (0)
  • Sheldon sagt:

    @laasee: Belassen wir es dabei! Elfmeter und Gelbe Karte war ein salomonisches Urteil. Normalerweise hätte es Elfmeter und Rot oder gar nichts geben dürfen.
    Dass es ein Elfmeter war, war deutlich, der Fuß wurde getroffen, das war keine Schwalbe.
    Ich denke, dass die Schiedsrichterin sich auch nicht beeinflussen lässt und eine „home decision“ trifft.

    So ließ sie dem FCZ immerhin noch die reelle Chance, zurück ins Spiel zu kommen!

    Es mag letztlich nur ein 2:1 gewesen sein und ich gebe zu, dass ich mich geirrt habe mit dem Kantersieg (war eigentlich auch nur provokativ gemeint). Dennoch sehe ich immer noch einen langen Weg für Zürich bis an die europäische Spitze, den man langfristig ohne Grings und Fuss bestreiten muss!
    Gerade im Defensivbereich sind da einfach noch viel zu viele Lücken, Flanken werden nicht geblockt, die Zuordnung stimmt nicht und die Absprachen und Abstimmungen laufen noch nicht!

    Glücklicherweise kann man sagen, dass Juvisy beim Ausnutzen der Chancen sehr gnädig war, dadurch blieben die Spiele lange spannend.

    Ich frage mich nur, ob dein Interesse (@laasee) am FCZ und dem Schweizer FF auch weiter beständig bleibt, wenn Grings, Fuss und MVT einmal ihre Zelte abbrechen werden, oder ob du dann Zürich genauso zur Sau machen wirst wie ich zur Zeit!
    Beim FCR war es zumindest so!

    (0)
  • laasee sagt:

    @Sheldon

    The ‚penalty‘ now is history.

    FCZ have a bright future.
    Before the ‚penalty‘ 0:1 defeat on Thursday, FCZ had not lost in the previous 41 compeitive games (37 wins).
    That is the record of a very good side – only Lyon have a better record.
    The building work in Zurich started before Inka and Sonia went there.
    They have added the extra quality.
    FCZ have very good young players. Maritz (16), Terchoun (16), Deplazes (16) Bernet (17) all played in both games against Juvisy.
    The squad is well balanced.

    I think at some point in the future that Inka will be back in Duisburg.
    The club is in a mess and I think that mid table mediocrity will signal the end of the current regime.

    (0)
  • enthusio sagt:

    Zürich hat sich in beiden Spielen gegen Juvisy insgesamt gut verkauft, hatte im Hinspiel vor allem in der Endphase der 2.Hälfte die klareren Torchancen und Juvisy stark unter Druck gesetzt. Im Rückspiel war es (nach meinen Eindrücken aus dem von Iaasee veröffentlichten Zusammenschnitt) umgekehrt, da hatte Juvisy deutlich bessere Möglichkeiten. Immerhin hat nur ein (berechtigter) Elfmeter das alles in allem recht glückliche Weiterkommen der favorisierten Französinnen gesichert. Die von Sheldon angesprochenen Defizite im Defensivbereich der Züricherinnen haben ihren Grund sicherlich auch darin, dass Zürich in der Nationalliga (anders als etwa Potsdam in der Bundesliga)keine hochkarätigen Gegnerinnen vorfindet und dementsprechend in der Abwehr selten gefordert wird. Wenn man sich die Kurzzusammenfassungen der Züricher Spiele ansieht, wird deutlich, wie selten Zürich defensiv gefordert wird. Zürich müßte häufiger Spiele gegen hochkarätige Mannschaften austragen, um sein Defensivverhalten zu verbessern. Vielleicht sollte Martina Voss-Tecklenburg in der Vorbereitungsphase öfter mal Freundschaftsspiele gegen deutsche oder französische Spitzenmannschaften organisieren, um ihre Mannschaft an das europäische Spitzenniveau zu gewöhnen. Aber auch im Angriff gibt es international gesehen klaren Verbesserungsbedarf, ein Tor in zwei Spielen ist für ein Weiterkommen einfach zu wenig. Und selbst eine Klassespielerin wie Inka Grings hat sich – abgesehen von ihrem wirklich schönen Kopfballtor in der Schlussphase des Hinspiels – praktisch keine echten Torchancen gegen Juvisy erarbeiten können. In der Schweizer Liga dagegen schießt sie Tore wie am Fließband, aber da ist eben auch das Niveau der gegnerischen Abwehrreihen viel niedriger.

    (0)
  • laasee sagt:

    @enthusio

    I agree with your analysis (except the penalty).
    It is not only an issue for Zurich but Glasgow and Neulengbach have a similar problem.

    Nationalliga is not at the level of the Buli or Damellsvenskan but they are attempting to improve.
    The organisation of a two tier league in Switzerland is ahead of Germany and Sweden (on an organisational level).
    A one tier B league improves the level of the A league.

    The structure is good but the financial investment and development of a fan base is lacking.
    Also, the trend of top quality Swiss players moving abroad is another problem.

    Maybe top clubs from smaller leagues should organise mini leagues (in addition to their own leagues).
    So, Zurich, Glasgow, Neulengbach etc play in their own national league of Saturdays and play in a mini Euro league on Wednesdays.

    (0)
  • FFFan sagt:

    @ enthusio:

    Der Trainer des FC Zürich heißt Dorjee Tsawa, nicht Martina Voss-Tecklenburg!

    (0)
  • enthusio sagt:

    @FFFan:
    Du hast natürlich recht, Martina Voss-Tecklenburg ist ja Schweizer Nationaltrainerin. Da hatte ich mnich in meinem Kommentar vertan …

    (0)