Spitzenclubs landen Siege

Von am 23. September 2012 – 18.12 Uhr 43 Kommentare

Mit einem deutlichen 4:0-Erfolg beim FCR 2001 Duisburg hat der 1. FFC Turbine Potsdam am dritten Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga die Tabellenführung verteidigt. Auf den zweiten Rang hat sich der 1. FFC Frankfurt geschoben, der im ersten Spiel mit neuem Trainer zu einem 4:2-Heimsieg gegen Bayer 04 Leverkusen kam.

„Die Mädels haben das auf den Platz gebracht, was ich mir vorgestellt habe“, so ein zufriedener Philipp Dahm nach seinem ersten Spiel als Interimstrainer der Frankfurterinnen. „Auf der Basis von heute können wir aufbauen.“

Torshow vom 3. Spieltag

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Highlights FCR 2001 Duisburg – 1. FFC Turbine Potsdam

FCR 2001 Duisburg – 1. FFC Turbine Potsdam in voller Länge

Wich trifft zur Führung
Vor 2120 Zuschauern ging seine Mannschaft bereits in der fünften Minute durch Jessica Wich in Führung. Der Neuzugang schloss eine Flanke von Dzsenifer Marozsán volley zum 1:0 ab. Der Ausgleich ließ allerdings nur eine Viertelstunde auf sich warten, dann netzte Turid Knaak per Kopf zum 1:1 ein. „Wir waren in der ersten Halbzeit noch zu ängstlich und brav“, so Leverkusens Trainer Thomas Obliers. Denn vier Minuten später war der alte Frankfurter Vorsprung wieder hergestellt. Marozsán traf zum 2:1-Halbzeitstand.

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Obliers trotz Niederlage zufrieden
Nach dem Seitenwechsel fiel schnell das 3:1. Nach einem Eckball von Melanie Behringer traf die lange verletzte Kim Kulig. Leverkusen kam durch einen von Ramona Petzelberger verwandelten Strafstoß (55.) noch zum Anschlusstreffer. Doch für die Entscheidung sorgte Ex-Nationalspielerin Kerstin Garefrekes, die in der 82. Minute zum 4:2 traf. „Frankfurt ist nicht unsere Messlatte“, so Obliers, der trotz der Niederlage „sehr, sehr zufrieden mit der Mannschaft“ war.

Weniger zufrieden war er hingegen mit der Schiedsrichterin und holte gleich weiter aus: Die allgemeine Schiedsrichterleistung halte mit den Fortschritten, die der Frauenfußball in den vergangenen Jahren gemacht habe, nicht mit. „Hier muss etwas passieren“, forderte er den DFB zum Handeln auf.

Spielszene Duisburg - Potsdam

Antonia Göransson (li.) im Duell mit Nicole Banecki © Volker Nagraszus / girlsplay.de

Souveräner Auftritt der Potsdamerinnen
Auf dem ersten Tabellenrang liegt weiter der 1. FFC Turbine Potsdam, der beim 4:0 (2:0) in Duisburg die klar bessere Mannschaft war. Die „Turbinen“ mussten nur beim Pfostenschuss von Lieke Martens in der Anfangsphase zittern. „Die ersten zwanzig Minuten hatten wir ziemlich Herzflimmern, dann haben wir uns gesteigert, und das sah teilweise richtig gut aus“, so Potsdams Tabea Kemme. Mit einem direkt verwandelten Freistoß brachte Patricia Hanebeck die Brandenburgerinnen in der 16. Minute in Führung. Nur zwei Minuten später erhöhte Weltmeisterin Yuki Ogimi zum 2:0-Pausenstand.

Handbruch bei Lisa Evans
In der zweiten Halbzeit schraubten Natasa Andonova (64.) und Antonia Göransson (84.) nach schönem Sololauf durch die Duisburger Hintermannschaft das Ergebnis in die Höhe. Die Potsdamerinnen hatten auch noch das 5:0 auf dem Fuß, aber Maike Kämper hielt einen Elfmeter von Sara Doorsoun-Khajeh in der Schlussminute. Bitter für Potsdam trotz des Erfolgs: Die schottische Nationalspielerin Lisa Evans musste in der 54. Minute mit einem Handbruch ausgewechselt werden.

Kantersieg für Wolfsburg
Vizemeister VfL Wolfsburg ließ beim ersten Saisonspiel gegen Aufsteiger VfL Sindelfingen nichts anbrennen. Die „Wölfinnen“ kamen vor 3122 Zuschauern zu einem deutlichen 6:0 (3:0)-Sieg. Verena Faißt (6.), Conny Pohlers (10.) und Nadine Keßler (17.) sorgten bereits früh für klare Verhältnisse. In der zweiten Halbzeit machten Alexandra Popp (51.), Lena Goeßling per Foulelfmeter (54.) und Faißt (83.) das halbe Dutzend voll.

Spielsezene Bayern München gegen FF USV Jena

Bayern-Neuzugang Gina Lewandowski traf bei ihrem Debüt im Bayern-Dress © Sascha Pfeiler / girlsplay.de

Gütersloh verliert trotz Führung
Mit 1:0 hatte der zweite Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 beim SC Freiburg durch einen Treffer von Spielführerin Anja Barwinsky (16.) in Führung gelegen. Doch am Ende gewannen die Breisgauerinnen mit 4:1. Chioma Igwe (27.) sorgte vor 495 Zuschauern noch vor der Halbzeitpause für den Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel trafen Juliane Meier (47.), Irlands Nationalspielerin Fiona O’Sullivan (52.) und Claire Savin (60.).

Almuth Schult hält Elfmeter
Mit 4:0 (1:0) setzte sich der FC Bayern München gegen den FF USV Jena durch. Für den Pokalsieger trafen Isabell Bachor (4.), Sarah Hagen per Foulelfmeter (46.), Lena Lotzen (51.) und Neuzugang Gina Lewandowski (61.). Außerdem gewann der SC 07 Bad Neuenahr mit 1:0 (0:0) gegen die SGS Essen. In einer umkämpften Partie, in der es vier Gelbe Karten sowie eine Gelb/Rote Karte (für Essens Charline Hartmann) gab, erzielte Peggy Kuznik in der 65. Minute das einzige Tor des Tages. Hartmann hatte zwei Minuten später per Handelfmeter den Ausgleich auf dem Fuß, doch Torhüterin Almuth Schult hielt den knappen Vorsprung fest.

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