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2012

EURO 2013: Das Teilnehmerfeld nimmt Gestalt an

Am Mittwoch werden in der Qualifikation zur Frauen-EM 2013 in Schweden (10. bis 28. Juli 2013) die letzten vier direkten Startplätze vergeben sowie die Play-off-Teilnehmer komplettiert. Womensoccer wirft einen Blick auf die Ausgangslage.

5 der 12 EM-Teilnehmer (Gastgeber Schweden, Deutschland, Italien, Frankreich, Finnland) stehen bereits fest, am Mittwoch werden drei weitere Gruppensieger sowie der beste Gruppenzweite sich direkt für das Turnier qualifizieren. Die restlichen sechs Gruppenzweiten werden sich in drei Play-off-Duellen in Hin- und Rückspiel um die verbleibenden drei Startplätze duellieren.

Spanien und Ukraine fest in den Play-offs Bisher sicher in den Play-offs stehen Spanien und Ukraine, auch Russland, Schottland , Island, Norwegen, Niederlande , England, Österreich und Dänemark haben im schlechtesten Fall die Play-off-Teilnahme sicher. Einige dieser Teams haben jedoch noch die Chance, sich als Gruppensieger (Island, Norwegen, Niederlande, England, Österreich, Dänemark) oder als bester Gruppenzweiter (Russland, Schottland, Niederlande, England, Österreich, Dänemark) zu qualifizieren. Die Play-off-Spiele werden am Freitag, 21. September, um 12.45 Uhr in Nyon ausgelost, ausgetragen werden die Partien am 20./21. Oktober und 24./25. Oktober.

Norwegen: Totgesagte leben länger In der Gruppe 3 empfängt Norwegen in Oslo Spitzenreiter Island zum alles entscheidenden Duell. Die Norwegerinnen, die zu Beginn der EM-Qualifikation bereits hoffnungslos im Hintertreffen schienen, müssen unter der Leitung der deutschen Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gewinnen, um sich als Gruppensieger zu qualifizieren. Denn der Gegner hat einen Punkt mehr auf der Habenseite und kann seine Teilnahme bereits mit einem Remis perfekt machen.

Matchbälle für Dänemark und England In Gruppe 7 nimmt derzeit überraschend Österreich die führende Position ein, doch es ist sehr wahrscheinlich, dass Dänemark die Österreicherinnen noch überflügeln wird, denn gegen Portugal reicht den Däninnen im Heimspiel in Vejle bereits ein Remis für die direkte Qualifikation. In Gruppe 6 liegen die Niederlande an der Tabellenspitze, gefolgt von England, das im Heimspiel gegen Kroatien in Walsall hoch favorisiert ist und mit einem Sieg an den Niederländerinnen vorbeiziehen würde.

Wer wird bester Gruppenzweiter? Mathematik und Rechenschieber sind gefragt, wenn es darum geht, den besten Gruppenzweiten zu ermitteln. Da in den Gruppen 1 bis 3 je sechs Teams und in den Gruppen 4 bis 7 je fünf Teams spielen, werden nur die Ergebnisse gegen die Teams auf den Plätzen 1, 3, 4 und 5 gewertet. In den Gruppen 1 bis 3 werden somit die Ergebnisse der Spiele gegen den Sechsplatzierten gestrichen.

Vorteil Niederlande Die besten Karten haben die Niederlande, denn vorausgesetzt, dass England gegen Kroatien gewinnt, hätten die Niederländerinnen als Gruppenzweiter 19 Punkte auf der Habenseite bei einem Torverhältnis von +18. Österreich hätte als Gruppenzweiter (ein Remis oder einen Sieg Dänemarks vorausgesetzt) auch 19 Punkte, allerdings nur ein positives Torverhältnis von +7. Schottland könnte mit einem Sieg gegen die bereits qualifizierten Französinnen ebenfalls noch auf 19 Punkte kommen, ihr Torverhältnis liegt derzeit bei +14, so dass ein Erfolg mit fünf Toren Unterschied notwendig wäre – ein eher unwahrscheinliches Szenario, doch als einziges Team hat Schottland sein Schicksal noch in eigenen Händen und ist nicht auf die Ergebnisse der Konkurrenz angewiesen.

Österreich hofft Doch es sind weitere Konstellationen denkbar: Gewinnen England und Schottland ihre Spiele nicht und Dänemark holt zumindest einen Punkt gegen Portugal fährt Österreich als bester Gruppenzweiter zur EM. Sollten die Däninnen jedoch gegen Portugal verlieren und auch England und Schottland nicht gewinnen, dann hat sogar Russland noch rechnerische Chancen bester Gruppenzweiter zu werden.

Russland braucht hohen Sieg Doch abhängig von der Höhe der dänischen Niederlage (derzeit +23 Tore) müsste Russland (derzeit + 11 Tore) dann wohl einen zweistelligen Sieg gegen Polen feiern. Sollte allerdings Mazedonien sein letztes Gruppenspiel in Bosnien-Herzegowina gewinnen, würde die Aufgabe ein klein wenig einfacher. Denn dann würden Russlands Spiele gegen Mazedonien in die Wertung aufgenommen, so dass das russische Torverhältnis sich auf +17 verbessern würde, so dass in Moskau ein Sieg mit fünf Toren Unterschied bereits reichen könnte.