DFB-Elf erwartet Defensivbollwerk

Von am 14. September 2012 – 18.05 Uhr 1 Kommentar

Die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft trifft im vorletzten Qualifikationsspiel für die Europameisterschaft 2013 am Samstag um 15 Uhr in Karaganda auf Kasachstan. Nach dem 17:0-Rekordsieg im Hinspiel muss sich die DFB-Elf vor allem auf eine defensive Mannschaft einstellen, die auf Schadensbegrenzung aus ist.

„Wir haben am Angriffsspiel gearbeitet“, so Bundestrainerin Silvia Neid, die einen tiefstehenden Gegner erwartet, gegen den die Mannschaft „viele, viele Ideen“ haben muss.

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Klare Favoritenstellung
Nach einem sechsstündigen Flug ab Düsseldorf ist die DFB-Auswahl heute sicher in Kasachstan gelandet. Die direkte Qualifikation zur Europameisterschaft hat der Titelverteidiger bereits in der Tasche, die Partie in Karaganda ist nicht mehr als eine Pflichtaufgabe, bei der alles andere als ein deutlicher Sieg eine große Überraschung wäre – gerade nach dem 17:0 im Hinspiel hat die DFB-Elf die Messlatte selbst entsprechend hoch gelegt. Dennoch dürfte dieses Ergebnis kaum erneut zu erwarten sein. „Ich glaube, dass die Mannschaft aus Kasachstan dieses Erlebnis nicht nochmal haben möchte“, so Neid, die daher von einem defensiven und aggressiven Gegner ausgeht und von ihrer Mannschaft fordert, den Ball laufen zu lassen.

Erstes Spiel seit drei Monaten
Der Rekordsieg im vergangenen November war nach der Niederlage im WM-Viertelfinale und den holprigen Auftritten in der EM-Qualifikation vor allem Balsam für die Seele. Jetzt geht es für die deutsche Mannschaft nur noch darum, die Qualifikation gegen Kasachstan und die Türkei am Mittwoch in Duisburg erfolgreich zu Ende zu bringen. Auch nach drei Monaten Länderspielpause ist die Partie gegen die Kasachinnen kaum als Standortbestimmung zu sehen. Da warten im Oktober und November mit den USA und Frankreich andere Gegner.

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Im Hinspiel hatte die DFB-Elf oft genug Grund zum Jubeln. © Nora Kruse, ff-archiv.de

Rückkehrerinnen im Kader
Dennoch könnte die Partie für einige Spielerinnen zum richtigen Zeitpunkt kommen. Die Bundestrainerin nominierte einige Rückkehrerinnen. Nadine Angerer und Kim Kulig stehen nach überstandener Verletzung wieder im Kader. Und auch Isabel Kerschowski und Nadine Keßler sind an Bord – beide absolvierten ihre letzten Länderspiele im Jahr 2007 bzw. 2010. Hinzu kommt Tabea Kemme, die bislang kein Spiel im DFB-Dress absolviert hat. Gerade gegen einen Gegner wie Kasachstan könnte sich also die Gelegenheit bieten, (wieder) internationale Luft zu schnuppern. Ein Jahr vor der Europameisterschaft herrsche ein guter Konkurrenzkampf, so die Bundestrainerin. „Jede hat jetzt die Möglichkeit, sich in ein positives Licht zu rücken.“

Jetlag vermeiden
In eine andere Zeitzone möchte die Mannschaft allerdings nicht rücken. Trotz der vier Stunden Zeitunterschied, die zwischen Deutschland und Kasachstan herrschen, möchte die Mannschaft ihren Rhythmus bewahren. „Wir wollen in unserer Zeit weiterleben“, sagt Neid. Denn am Sonntag steht bereits der Rückflug an; Müdigkeit durch Jetlag soll mit Blick auf die weiteren Trainingseinheiten in Deutschland sowie das Spiel gegen die Türkei vermieden werden.

Keine Live-Bilder
Die Partie in Kasachstan wird nicht im Fernsehen übertragen. Auf dem Twitter-Kanal der Nationalmannschaft (@DFB_Frauen) werden die Fans aber ab 15 Uhr mit dem aktuellen Geschehen versorgt. Die Begegnung mit der Türkei am Mittwoch wird ab 17 Uhr live im ZDF gezeigt.

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