Wolfsburg gegen Potsdam am Freitagabend

Von am 12. September 2012 – 17.36 Uhr 23 Kommentare

In der Frauen-Bundesliga kommt es an den Spieltagen acht und zehn zu Neuansetzungen. So wird das Topspiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam an einem Freitagabend stattfinden.

Am achten Spieltag wurde bei der Partie Bayer 04 Leverkusen gegen den VfL Wolfsburg nicht nur eine neue Anstoßzeit festgelegt, sondern auch ein Heimrechttausch durchgeführt.

Heimrechttausch
So findet das erste Aufeinandertreffen beider Teams nun am Sonntag, 4. November, 11 Uhr, in Wolfsburg statt. Ursprünglich hätte die Partie am gleichen Tag um 14 Uhr in Leverkusen angepfiffen werden sollen. Das Rückspiel in Leverkusen wird nun am Sonntag, 21. April 2013, um 14 Uhr, ausgetragen.

Wolfsburg gegen Potsdam am Freitag
Das Topspiel des zehnten Spieltags zwischen dem VfL Wolfsburg und dem 1. FFC Turbine Potsdam wurde von Samstag, 24. November, auf Freitag, 23. November, vorverlegt. Anstoß der Partie ist um 19 Uhr.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

23 Kommentare »

  • Detlef sagt:

    @be,
    Deiner Argumentation kann ich nicht so ganz folgen!!!
    Meiner Erfahrung nach generieren regelmäßige TV-Übertragungen auch wachsendes Zuschauerinteresse!!!
    Zu beobachten ist/war dies vor allem bei einigen Wintersportarten!!!
    Skispringen und Biathlon haben früher nur Insider wirklich interessiert!!!
    Erst als dies mehr und mehr im TV angeboten wurde, explodierten die Zuschauerzahlen förmlich!!!
    Gleiches sieht man auch beim Handball und Basketball, das durch regelmäßige Liveübertragungen gewonnen hat!!!

    Das beste Beispiel ist auch TURBINE Potsdam!!!
    Als die damals endlich Meister wurden, und damit auch international dabei waren, war auch der ORB (Ostdeutscher Rundfunk Brandenburg) regelmäßig im KARLI, und sendete auch längere Berichte, Interviews im Studio, bzw Liveübertragungen!!!
    Diese vielen Übertragungen schlugen sich schlagartig in den Besucherzahlen nieder, und Potsdam erlebte (gerade im Europa-Cup) sehr gute Zuschauerzahlen!!!
    Leider ist mit der Zusammenlegung von ORB und SFB (Sender Freies Berlin) zum RBB (Rundfunk Berlin-Brandenburg) das Interesse sehr stark zurück gegangen, da der RBB in der Hauptsache ein Berliner Sender geworden ist, und somit hauptsächlich das Berliner Sportgeschehen verfolgt wird!!!
    Dieses Desinteresse des regionalen ö-r TV-Anbieters schlug sich dann auch sofort wieder in den Besucherzahlen im KARLI nieder, die wieder fast auf das Niveau von vorher zurückfielen!!!
    Die reichhaltige Berichterstattung vor, während und kurz nach der WM, erhöhte den Zuschauerspiegel dann erneut auf etwa 1500-2000!!!

    Wenn es also regelmäßige Übertragungen in ARD/ZDF oder deren Dritten geben würde, so würde sich auch das Zuschauerinteresse sowohl an Liveübertragungen, als auch an Stadienbesuchen erhöhen!!!
    Es würde natürlich niemals an das Niveau der obersten Männerliga herankommen, aber Drittliganiveau wäre sicher drin!!!

    Eine Gemeinschaftslivesendung von NDR und RBB wäre also durchaus wünschenswert, aber ist wohl fern jeder Realität!!!
    Für den NDR wäre es völliges Neuland, und der RBB hat (wie geschrieben) nur noch geringes Interesse am Sport außerhalb von Berlin!!!

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  • Sheldon sagt:

    […]

    @Detlef: Ich muss dich da berichtigen. Diese Sportarten wie Biathlon, Skispringen, Handball, Basketball usw. haben nicht durch die Übertragungen profitiert, sondern vor allem durch sportliche Erfolge! Am besten kann man das beispielsweise am Ski Alpin sehen: Der wurde jahrelang im ZDF samstags morgens übertragen und die Einschaltquoten waren miserabel. Dann aber kamen Riesch, Neureuther und Rebensburg und auf einmal steigen die Zuschauer sprunghaft.
    So ist es auch beim Handball, Hockey oder Eishockey: Spielt Deutschland eine Rolle, sind die Zuschauerzahlen groß, spielt Deutschland keine Rolle, schrumpfen die Zuschauer auf ein Minimum.

    Nur, der Erfolg ist beim FF bereits da. 7 EM-Titel und 2 WM-Titel im Nationalteam, auf internationaler Vereinsebene sieht die Bilanz noch eindrucksvoller aus:

    Von 18 teilnehmenden Teams bei 11 Austragungen
    – gewannen 6 die CL
    – wurden 4 Vizesieger (1x gegen deutschen Verein)
    – scheiterte 4 im Halbfinale (2x gegen deutschen Verein)
    – scheiterten 3 im Viertelfinale (1x gegen deutschen Verein)
    – scheiterte 1 im Achtelfinale

    Nur 2003 und 2007 gab es ein Finale ohne deutsche Beteiligung, in diesen Jahren wurde man aber Weltmeister.

    Insofern wären die Zuschauerzahlen enorm hoch, da es schon viele Erfolgsfans gibt beim FF!


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  • be sagt:

    Detlef,

    also zunächst einmal erfolgte die Fusion von ORB+SFB zu RBB zum 1. Mai 2003, und die Zusammenlegung der beiden Fernsehprogramme war Anfang 2004 – also bevor Potsdam erstmals gesamtdeutscher Meister wurde. Und was die Zahl der Stadionbesucher angeht: Die Rückgänge erfolgten vor allem dann, als Potsdam weniger erfolgreich war. Das ist auch bei anderen Vereinen nicht anders. Prominentes Beispiel aus der vergangenen Saison: 13.11. 5200 Zuschauer am Brentanobad bei schönstem Wetter, drei Wochen später, gleicher Gegner, wegweisend wichtiges Spiel, nur 1/3 der Zuschauer im Stadion. Allein daran, dass es etwas kälter war und die Sonne nicht schien, wird es nicht gelegen haben. Zumal HR+RBB das Spiel nicht übertrugen und es somit ein weiteres Argument für einen Stadionbesuch gegeben hätte.

    Ansonsten gehen wir bei den Fernsehübertragungen von zwei unterschiedlichen Standpunkten aus. Ich hatte die Denkweise aus Sicht eines Programmgestalters beleuchtet und nicht aus der eines potentiellen Zuschauers oder aus Vereinssicht. Für Programmgestalter ist Sportberichterstattung und insbesondere (Frauen-)Fußball ein „Hobbyprogramm“ unter vielen; es konkurriert beispielsweise mit Tier- oder Eisenbahnsendungen. Dass sich insbesondere hier Leute über eine Liveübertragung aller Ligaspiele nicht beschweren würden, ist klar. Aber versuche mal, in einem Theologieforum ähnliches Interesse zu finden. Oder eben hier eine Mehrheit dafür, dass jeder Sender sonntags einen Gottesdienst live überträgt. Ich kenne einige Leute, die sauer sind, wenn ihre Nachrichtensendung wegen Fußball um ein paar Minuten (meist vor-)verschoben wurde.

    Im Gegensatz zu Tiersendungen kann eine Fußballübertragung deutlich an Interesse verlieren, wenn sie nicht zeitversetzt erfolgt. Und man muss für ein komplettes Spiel auch gleich 2 h oder mehr freihalten, wohingegen eine Tiersendung auf 30..45 Minuten begrenzt werden kann, bei einer Ausstrahlung 2 Tage (oder auch 6 Monate) später kaum an Interesse verlieren würde und sich damit prima „Programmlücken“ füllen lassen.

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