Bundesligapremieren in neuen Stadien
Auch der zweite Spieltag der Frauenfußball-Bundesliga steht am Sonntag im Zeichen der U20-Weltmeisterschaft. Vier der sechs Begegnungen wurden verlegt. Gespielt wird in Essen, wo die SGS den 1. FFC Frankfurt empfängt. Außerdem geht es im direkten Duell der Aufsteiger FSV Gütersloh 2009 und VfL Sindelfingen um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Beide Partien werden in neu errichteten Stadien ausgetragen.
Sowohl für Gütersloh als auch für Sindelfingen gibt es nur ein Saisonziel: Klassenerhalt. Da das angesichts der Leistungs- und Etatunterschiede im Fußball-Oberhaus schwer genug wird, heißt es für beide Teams, gleich zu Beginn hellwach zu sein, um gegen den direkten Konkurrenten zu punkten.
Enges Spiel „Ich erwarte ein enges Spiel auf Augenhöhe“, so Güterslohs Trainer Markus Graskamp, der sich die 1:9-Niederlag des VfL vor Wochenfrist gegen den 1. FFC Turbine Potsdam über das Internet angeschaut hat. An einen hohen Aussagewert glaubt er allerdings nicht. „Gegen Potsdam hat die Mannschaft am eigenen Strafraum gestanden, gegen uns werden sie mit Sicherheit mehr nach vorne spielen.“
Sindelfingen will Wiedergutmachung So verlangt es auch Sindelfingens Trainer Niko Koutroubis von seinem Team. „Wir wollen uns für die bittere Heimniederlage rehabilitieren. Die Mannschaft hat das Spiel verdaut und strotzt vor Selbstvertrauen.“ Verzichten muss der VfL auf Julia Schneider (Handbruch), den Gütersloherinnen fehlt Shpresa Aradini (Bänderriss).
Hoffen auf 1000 Zuschauer Während es für den VfL das zweite Saisonspiel ist, gibt der FSV am Sonntag seinen Einstand in der Bundesliga. Beim ersten Pflichtspiel in der neu errichteten Tönnies-Arena in Rheda-Wiedenbrück plant der Verein einen FSV-Tag. Auch die zweite Mannschaft spielt am Vormittag an gleicher Stelle, in der Halbzeitpause werden die Jugendteams des Vereins vorgestellt. Man hofft im 3000 Zuschauer fassenden Stadion auf über 1000 Besucher, im Vorverkauf konnten 120 Tickets verkauft werden.
Neues Stadion auch in Essen Den Bundesligaeinstand im neuen Stadion feiert auch die SGS Essen im neu gebauten Stadion Essen an der Hafenstraße. „Das Stadion ist groß, modern und faszinierend! Es bietet uns als Verein völlig neue Möglichkeiten in den Bereichen Sponsoring und Marketing“, so SGS-Manager Willi Wißing. Und gleich zum Einstand kommt der 1. FFC Frankfurt, DFB-TV überträgt ab 14 Uhr live.
Frankfurt muss Abwehrreihe umstellen Im Gegensatz zur SGS haben die Frankfurterinnen bereits ein Bundesligaspiel absolviert und gegen den FF USV Jena einen „schwer erkämpften 2:1-Sieg“, so FFC-Trainer Sven Kahlert, eingefahren. „Jeder weiß, dass das erste Saisonspiel nicht so verlaufen ist, wie wir uns es vorgestellt hatten. Nun gilt es, mit der nötigen Aggressivität und Laufbereitschaft unseren zweiten Sieg einzufahren und unser vorhandenes Potenzial in der Offensive zu nutzen“, fordert der Trainer, der allerdings in der Abwehr umstellen muss. Nach ihrer Roten Karte im Spiel gegen Jena ist Saskia Bartusiak für zwei Spiele gesperrt , Saki Kumagai muss mit einem Handbruch vermutlich sechs Wochen pausieren .
Die vier abgesagten Begegnungen wurden vom DFB bereits neu angesetzt. Termine und Anstoßzeiten hier .