DFB-Elf mit Keßler und Kerschowski

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Mit sechs Rückkehrerinnen geht die deutsche Nationalelf in die EM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan am 15. September (ab 15 Uhr live im ZDF) in Karaganda und gegen die Türkei am 19. September (ab 17 Uhr) in Duisburg. Mit dabei sind auch zwei Spielerinnen, die schon eine Weile nicht mehr dem A-Kader angehörten.

21 Spielerinnen hat Bundestrainerin Silvia Neid für die beiden abschließenden Partien der Qualifikation zur UEFA Women’s EURO 2013 berufen, die Teilnahme an den Titelkämpfen (10. bis 28. Juli 2013) hat die DFB-Elf als Gruppensieger bereits sicher.

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Der DFB-Kader im Überblick

Sechs erfahrene Rückkehrerinnen
Wieder im Aufgebot stehen sechs Spielerinnen, die zuletzt gegen Rumänien Ende Mai in Bielefeld ausgefallen waren. Kim Kulig (Kreuzbandriss) kehrt erstmals seit dem Viertelfinale der Frauenfußball-WM 2011 in die Nationalmannschaft zurück. Länger als ein halbes Jahr musste Nadine Angerer (Knorpelschaden im Knie) pausieren. Célia Okoyino da Mbabi (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Fatmire Bajramaj (Wadenprobleme), Anja Mittag (Gelb-Sperre) und Tabea Kemme (Schultereckgelenksprengung) sind ebenfalls wieder einsatzbereit.

Ohne Bresonik, Popp und Faißt
Doch die Verletzungsmisere ist nicht überwunden, auch gegen Kasachstan und die Türkei fallen drei Spielerinnen aus: Linda Bresonik nach einer Achillessehnenoperation, Alexandra Popp nach einem Meniskuseinriss und Verena Faißt nach einer Nasenoperation und Problemen mit der Achillessehne stehen noch im Aufbautraining. “Ich hätte die drei natürlich gerne dabei gehabt, aber es macht leider noch keinen Sinn”, so Neid.

Nadine Keßler
Nadine Keßler (li.) bestritt bisher zwei Länderspiele in der A-Nationalelf, hier beim 5:0-Sieg gegen China am 1. März 2010 © Nora Kruse / ff-archiv.de

Keßler und Kerschowski
Dafür erhalten zwei Spielerinnen die zweite Chance, sich im Kreis der Nationalmannschaft zu bewähren: Nadine Keßler vom VfL Wolfsburg hat bisher zwei Länderspiele absolviert und kam zuletzt beim Algarve Cup am 1. März 2010 beim 5:0 gegen China zum Einsatz. Isabel Kerschowski von Bayer 04 Leverkusen weist erst eine Partie im Nationaltrikot auf – am 10. Mai 2007 durfte sie die zweite Halbzeit beim 6:0 gegen Wales in Haverfordwest spielen.

Frei gewordene Positionen
“Die beiden können auf Positionen spielen, die jetzt durch die Ausfälle offen waren”, so Neid. “Sie sind fit und haben von ihren Vereinstrainern gute Leistungen in der Vorbereitung attestiert bekommen. Von daher erhalten sie jetzt die Gelegenheit, sich im Kreis der Nationalmannschaft zu zeigen und für weitere Einladungen zu empfehlen.”

Verzicht auf U20-Spielerinnen
Freiwillig verzichtet die Bundestrainerin hingegen auf die Nominierung von aktuellen U20-Nationalspielerinnen. „Wir haben einige Spielerinnen der U 20-Nationalmannschaft auf dem Zettel. Dzsenifer Marozsan, Lena Lotzen und Luisa Wensing waren ja schon mehrfach bei uns dabei. Aber wir wollen sie nicht gleich wieder auf Reisen schicken. Die Belastung bei der WM ist ziemlich groß.”

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waiiy
waiiy

Gute Entscheidungen! 🙂

waiiy

Sheldon
Sheldon

Wo gibt es denn den vollständigen Kader zu sehen?

Katerli
Katerli

WUNDERBAR FÜR BEIDE EHEMALIGEN TORBIENEN!
HOFFENTLICH DÜRFEN SIE IHR KÖNNEN AUCH IM SPIEL UNTER BEWEIS STELLEN – EBENSO WIE TABI
IST VIOLA DENN AUCH DABEI?

Sheldon
Sheldon

Kader findet man hier:

Gegen Türkei sollte man mit der Aufstellung anfangen:
Schult – Peter, Bartusiak, Henning, Kemme – Kulig, Odebrecht – Bajramaj, Keßler, Mittag – Celia

waiiy
waiiy

@Sheldon:

Nico
Nico

Potsdam zu verlassen erhöht offensichtlich die Chancen, wieder in die Nationalmannschaft berufen zu werden 😀

Horschd
Horschd

Trotz der benannten Ausfälle hat der Kader durch die Rückkehrerinnen m.E. eher an Stärke gewonnen, als verloren.

Freut mich für Kimmi, dass sie durch die lange Vorbereitung ausreichend Zeit hatte sich behutsam (und doch konsequent) wieder in den Kader zu spielen !!

@Sheldon
Der link zum kompletten Kader ist im Artikel schon komfortabel eingebettet !?

waiiy
waiiy

@Nico: Ich denke, das hängt eher damit zusammen, wie Schröder Spielerinnen verpflichtet. Er sucht sich Spielerinnen aus, die er entwickeln und verbessern kann und die in seinen Augen Potential haben. Und dann ist es der Werdegang, dass die Spielerinnen (aus unterschiedlichsten Gründen) nach ein paar Jahren wieder woanders hin wechseln. Aber die Entwicklung haben sie genossen und diese bringt sie in die N11. Bei Kessy ist es auch so, dass sie das 1. Jahr in Wolfsburg extrem weiter gebracht hat und dass sie zu Potsdamer Zeiten verletzungsbedingt nicht N11 spielen konnte. Bei Isy ist es so, dass sie erst in… Weiterlesen »

Detlef
Detlef

Glückwunsch an KESSI und ISY!!!

Katerli
Katerli

war kessi nicht auch in ihrer Potsdamer Zeit wenigstens einmal in der N11? dann kam ihr Verletzungspech. M.E. hatte sie in Potsdam ihren größten Leistungssprung, daran hat sie jetzt in Wolfsburg anknüpfen können. Und bei Isy hatte ich nur die Angst, dass ihr Wechsel zu einer Mannschaft, die eher gegen den Abstieg (erfolgreich, da bin ich überzeugt) als um den Titel kämpft, ihr Aus für die N11 sein könnte. Dass es nun anders kommt, scheint mir eine der positiven Entwicklungen im Denken von SN seit der WM zu sein und freut mich. -sieht man sich die Nominierungen an, sind darunter:… Weiterlesen »

metalCORE
metalCORE

…es ist doch mehr als offensichtlich, dass Spielerinnen, wenn sie bei Turbine aktiv sind, gern übergangen werden. Gerade jetzt, wo trotz der Pause 2 ehemalige Potsdammerinnen, kaum das sie gewechselt sind, umgehend berufen werden ohne zu beweisen, dass sie im neuen Verein genauso stark spielen.

Wer das übersieht, macht sich schlichtweg lächerlich. Frau Neid hat, trotz ständiger anderslautender Bekundungen, offensichtlich ein Problem mit Turbine oder Herr Schröder generell.

Das sah man schon bei Anja Mttag. Obwohl regelmäßig berufen, spielte sie kaum oder wurde spät eingewechselt. Kaum von Turbine weg, steht sie regelmäßig in der Startelf… 😉

Andreas
Andreas

Anja Mittag ist da nicht so ein gutes Beispiel. Sie hatte ihre Leistungsexplosion erst, als sie nicht mehr in Potsdam gespielt hat. Bei den Spielen in der N11 während der Zeit als sie noch in Potsdam war, fand ich sie alles andere als berauschend.

karl
karl

@Katerli und @metalCORE : Ich seh das anders. In der Vergangenheit haben in der Nationalelf nur wenige Potsdamer Spielerinnen wirklich ueberzeugt. Naemlich Ariane Hingst und Nadine Angerer und wenige andere teilweise. Woran das lag weis ich nicht, im Verein haben die eigentlich immer alle Superleistungen gebracht. Ich kann nur vermuten dass die vom Potsdamer Training so platt waren dass es fuer die Laenderspiele nicht mehr reichte, oder dass die vielleicht den Trainer(Schroeder) vor Ort brauchten um Leistung zu bringen. 🙂 🙂 . Bei den Frankfurter und Duisburger Spielerinnen war das Gegenteil der Fall. Die haben im Verein oft nicht so… Weiterlesen »

Sheldon
Sheldon

Sehe ich wie Andreas. Ich glaube, dass sie eine Personalie war, bei der hier die Mehrheit selbst der Potsdam-Fans vor der WM Neid Recht gegeben hätten, sie zuhause zu lassen. Da fehlte ihr einfach einiges an Selbstbewusstsein, und das wäre bei der WM sicher nicht besser geworden. Dieses Selbstbewusstsein hat sie sich bei Malmö jetzt geholt. Die schwedische Liga ist bei weitem nicht die Schlechteste, auch wenn sie mit der Ausgeglichenheit der Deutschen vielleicht nicht ganz mithalten kann. Dennoch hat sie dort eine überragende Quote, 17 Treffer in 13 Spielen, und führt damit die Torschützenliste mit großem Abstand vor Chorepheen… Weiterlesen »

Winter
Winter

Hier muss man mal einigen den Zahn ziehen. Anja Mittag war auch in Potsdam schon überragend!!! Innerhalb einer langen Vereinszeit mal eine Verschnaufpause einzulegen ist völlig normal. Ich kenne keine Spielerin die 5-6 Jahre auf Top-Niveau spielt. Auch in Malmö würde bei längerer Zugehörigkeit eine Phase kommen in der es mal nicht so läuft. Trotzdem gilt, egal wo Anja M. ist, sie ist insgesamt immer TOP!!!

Sheldon
Sheldon

@Winter: Es gab eine zwei Phasen, in denen Mittag richtig stark war, und das war zwichen 2004 und 2006, als sie zusammen mit Wimbersky und Pohlers einen unwiderstehlichen Traumsturm darstellte, sowie 2009 bis 2011, wo sie zusammen mit Nagasato und Bajramaj brillierte. Und dennoch waren ihre Torquoten nicht derart überragend wie zur Zeit in Malmö! Sie traf immer zwischen 15 und 20mal in einer Saison, das hat sie jetzt schon beinahe nach der Hälfte der Saison. Insofern ist es nur recht und billig zu sagen, dass ihre N11-Nominierung mittlerweile durchaus gerechtfertigt ist, zumal sie bewiesen hat (anders als viele Turbinen),… Weiterlesen »

Winter
Winter

Mittag war in Potsdam nicht nur Stürmerin, sondern insbesondere auch Vorbereiterin.
Sie hat sich nicht als diejenige verstanden, die die beste in der Torschützenliste werden muss, sondern wie kann ich der Mannschaft zu optimalen Erfolg verhelfen!

Sheldon
Sheldon

@Winter: Dennoch, sie stand auf dem Platz als Stürmerin und spielte diese Position auch in der N11, und zwar als Mittelstürmerin. Das ist es, was ich oben schon ansprach! Mittags Position bei Potsdam gab es in der N11 überhaupt nicht, ich weiß nicht, ob es sie überhaupt gibt. Potsdam spielt ein System, das nur Potsdam eigentlich spielen kann. Bernd Schröder hat 40 Jahre daran gearbeitet, dieses offiziell als 3-4-3 deklarierte System voll und ganz auf seine Bedürfnisse umzuformen. Sieht man Potsdam zu, ist da kein klares System erkennbar, doch jeder weiß, wie er zu laufen und zu stehen hat. Das… Weiterlesen »

waiiy
waiiy

Ich denke, dass es bei Anja das Selbstbewusstsein aus Malmö und die neue Position (mehr rechts) in der N11 ist, die sie dort so wirkungsvoll werden lässt.

Das ist auch der Grund, warum ich mich für Isy freue, ihr aber keine große Karriere in der N11 zutraue, weil sie weder vorn (wg. Celia und Alex) noch rechts (wg. Anja) große Chancen hat.

waiiy

Sheldon
Sheldon

@waiiy: Anja mehr rechts? Ich würde eher sagen, mehr links! Rechts ist Lira gesetzt und das ist gut so! Mittag löst das Problem auf Linksaußen, außerdem glaube ich, steckt hinter ihren guten Leistungen in der N11 noch was ganz anderes: Mit Bajramaj (ihrer alten Teamkollegin) und Celia kann sie wieder so spielen wie in Potsdam. Celia ist auch eher eine Systemunabhängige Spielerin, die diese Rotation sehr gut mitmachen kann. Mittag kann wieder ihre für mich immer noch undefinierbare Position einnehmen, genauso wie Bajramaj und Celia. Das ist einfach eine Waffe, denn alle drei spielen so intelligent, so harmonisch, dass sie… Weiterlesen »