IFAB gibt grünes Licht für Kopftücher
Der International Football Association Board (IFAB) hat gestern in Zürich historische Beschlüsse für die Zukunft des Fußballs getroffen. So wurde nicht nur der Weg für die Torlinien-Technologie geebnet, sondern auch das Kopftuchverbot endgültig aufgehoben.
Unter dem Vorsitz von FIFA -Präsident Sepp Blatter beschloss das IFAB einstimmig, das Tragen von Kopftüchern vorerst für eine Testphase zuzulassen. Bereits im März hatte sich der IFAB für eine Zulassung ausgesprochen.
Detailfragen noch zu klären „Die Frage ist jetzt nicht mehr, ob Spielerinnen Kopftücher tragen dürfen oder nicht. In Zukunft geht es nur noch um das Design und die Farbe, in denen Kopftücher erlaubt sind“, erklärte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. Die zulässigen Schnitte, Farben und Materialien werden nach der IFAB-Jahresgeschäftssitzung in Glasgow festgelegt und bestätigt, die im Oktober stattfinden wird.
Keine belegten Hinweise auf Verletzungsrisiko Bisher hatte die FIFA das Tragen von Kopftüchern im Fußball mit dem Hinweis auf das Verletzungsrisiko untersagt.
Doch bislang gibt es keine medizinische Literatur zu Verletzungen durch das Tragen eines Kopftuch. Die Ergebnisse der Testphase sollen dann auf der IFAB-Jahresversammlung 2014 überprüft werden.