IFAB gibt grünes Licht für Kopftücher

Von am 6. Juli 2012 – 11.29 Uhr 35 Kommentare

Der International Football Association Board (IFAB) hat gestern in Zürich historische Beschlüsse für die Zukunft des Fußballs getroffen. So wurde nicht nur der Weg für die Torlinien-Technologie geebnet, sondern auch das Kopftuchverbot endgültig aufgehoben.

Unter dem Vorsitz von FIFA-Präsident Sepp Blatter beschloss das IFAB einstimmig, das Tragen von Kopftüchern vorerst für eine Testphase zuzulassen. Bereits im März hatte sich der IFAB für eine Zulassung ausgesprochen.

Kopftuch im Fußball zukünftig erlaubt

Revolutionäre Entscheidung: Das Tragen von Kopftüchern ist nun offiziell erlaubt © Rainer Hennies

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Detailfragen noch zu klären
„Die Frage ist jetzt nicht mehr, ob Spielerinnen Kopftücher tragen dürfen oder nicht. In Zukunft geht es nur noch um das Design und die Farbe, in denen Kopftücher erlaubt sind“, erklärte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke. Die zulässigen Schnitte, Farben und Materialien werden nach der IFAB-Jahresgeschäftssitzung in Glasgow festgelegt und bestätigt, die im Oktober stattfinden wird.

Keine belegten Hinweise auf Verletzungsrisiko
Bisher hatte die FIFA das Tragen von Kopftüchern im Fußball mit dem Hinweis auf das Verletzungsrisiko untersagt.

Doch bislang gibt es keine medizinische Literatur zu Verletzungen durch das Tragen eines Kopftuch. Die Ergebnisse der Testphase sollen dann auf der IFAB-Jahresversammlung 2014 überprüft werden.

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Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

35 Kommentare »

  • wrack sagt:

    @ defense2: Was ist ISLAMKONFORME Kleidung ? Der Begriff könnte durchaus eine Diskriminierung nicht-kopftuchtragender Muslima sein. Auch die haben frei ihre Kleidung gewählt und sind deswegen nicht weniger im Islam daheim.
    Außerdem empfehle ich einen genauen Blick auf den von dir präsentierten Link: Eine PR-Seite, eine PR-Agentur, ein gerade aus der Taufe gehobenes Promo-Blatt und die Bekleidungsindustrie – das mit dem Thema zu verknüpfen, überlasse ich den Usern.
    Religion ist Kopf- oder Herzenssache – Gott wird niemanden verdammen, weil er sich „falsch“ anzieht. Und wenn Gott es nicht tut, sollte es der Mensch auch nicht.

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  • Sheldon sagt:

    @wrack: Genau das ist die Crux.

    @defense2: Nun, das Kopftuch in der Öffentlichkeit abzulegen, ist nicht mit dem Islam vereinbar.
    Aber dürfen muslimische Frauen eigentlich professionell Frauenfußball spielen? Die Antwort ist: NEIN!
    Denn 1. werden sie durch eine professionelle Ausübung des FFs von ihren Aufgaben und Pflichten als Hausfrau und Mutter abgehalten, 2. würde eine professionelle Ausübung nur möglich, wenn man international anerkannt wäre. Das ist aber nicht möglich, da bei keinem Länderspiel einer jordanischen Nationalmannschaft auf der ganzen Welt Männer anwesend sein dürften, weder im Stadion noch vor den Fernsehbildschirmen oder den Internetstreams.

    Demzufolge ist diese Debatte islamisch an Scheinheiligkeit gar nicht mehr zu überbieten, denn es geht hierbei ja um internationale Anerkennung durch die FIFA. Doch die FIFA wird noch nicht mal ein Bild einer fußballspielenden Muslimin veröffentlichen dürfen, daher sind alle Spiele, die Jordanien beispielsweise bestreitet, für die FIFA irrelevant, da sie sich sowieso nie für eine WM qualifizieren könnten!

    Von daher setzen sie die Möglichkeit, ein Kopftuch zu tragen durch, um sich von Männern angaffen zu lassen!

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  • qwert sagt:

    @sheldon, glaubst du allen ernstes, dass irgend eine feministische Bewegung mit dem Argument (Frauen dürfen mit Kopftuch bei Fifa nicht Fussball spielen) irgend etwas ändern könnten.
    Die Machthabern diese Länder lachen sich kaputt. Ihren Ansicht nach, gehören Frauen in die Küche und nicht auf den Sportsplatz. Sie würden sich sogar noch bei der Fifa für dieses entgegen kommen bedanken.
    Die einzigen die über den Kopftuchsverbot todtraurig sind, sind diese Fussballerinen.

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  • grammofon sagt:

    @wrack: Du verstehst mich da vollkommen falsch. Persönlich würde ich ja auch kein Kopftuch tragen. Die Frage ist eher kulturell. Und als Außenstehender kann man andere Kulturen nicht verstehen und sollte sie daher auch nicht verdammen.

    Übrigens, wenn man sich anguckt, welche Zwänge den Frauen z.T. im Westen aufgelegt werden, dann relativiert sich das ganze auch ein wenig.

    @Sheldon: „Sie repräsentieren damit eine Religion, die menschenverachtend und grausam ist.“

    Solch eine Verdammung einer ganzen Religions- und Kulturgemeinschaft ist einfach nur traurig und ignorant und unter dem Niveau der amerikanischen Republikaner. Bitte erkläre uns doch in einem deiner endlosen Beiträge, wie denn der Islam genau menschenverachtend ist. Und zwar möglichst mit vielen Zitaten aus dem Koran und dessen verschiedenen Interpretationen.

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  • qwert sagt:

    @Sheldon, warum haben deine Vergleiche immer so einen provokative Unterton?. Also, ich finde das immer nur albern. Du bist ja wie diese Internet Trolle, die nur nach Beachtung aus sind.

    @wrack, ich schaue mir den Sport an und nicht die Beine der Mädels.
    Von daher, ist es mir egal wie die sich verhüllen, solange die dadurch keinen Vorteil gegenüber die anderen Teams haben.
    Ich erinnere daran, dass diese Mädels ohne Kopftuch, noch nicht mal das Haus verlassen dürfen. Also, wer viel Haut sehen möchte sollte sich Frauen Beachvolleyball anschauen.

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  • pmm... sagt:

    Dann will ich auch meim Goldkreuz und Rosenkranz mit auf den Platz nehmen.

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  • qwert sagt:

    @pmm, anders als diese Frauen, bist du nicht dazu GEZWUNGEN diese Sachen zu tragen. Es kann und sollte, dir das Niemanden verbieten. Du tust genau das richtige. Einpaar Goldkettchen um den Hals, ist genau das richtige beim Fussball. Weiterso, ich unterstütze dich.

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  • Sheldon sagt:

    @grammofon: Dazu würde ein Beitrag nicht ausreichen, mit einem solchen Beitrag würde ich den Server lahm legen!

    Guck dir nur die Schari’a an, schau dir die medinischen Suren an, da findest du genug Gewaltpotential!

    Doch es soll hier nicht um die grausamen Auswüchse des Koran gehen, sondern darum, dass dieses Kopftuchverbot, wie schon zuvor beschrieben, in sich islamisch paradox ist!

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  • qwert sagt:

    Leute, ihr schreibt seitenslangen Komentaren und es kommt nur wirres Zeug heraus.
    Tatsache ist, hier im Westen spielen auch Muslimischen Mädchen Fussball und sie tragen keinen Kopftüchern, weil ihnen Niemanden dazu Zwingt.
    Die Frauen in den Ländern die Kopftücher tragen MÜSSEN, die sollte man nicht auch noch zurückt an den Herd oder zum Teufel jagen. Damit greift man den Unterdrückern nur unter die Armen.

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  • Zaunreiter sagt:

    Ah…wie ich sehe, befinden sich hier viele Religionswissenschaftler 😛

    An it harme as none, do as ye will!

    Es sollte doch allen klar sein, daß allen 3 monotheistischen Buchreligionen Gewalt und Unterdrückung immanent ist. Auch wenn sich alle mit Feuer und Schwert ausgebreitet haben, so lasse ich euch doch euren Glauben an den christlichen, moslemischen oder jüdischen Gott.

    Wenn es Frauen in moslemischen Ländern nur möglich ist, mit Kopftuch Fußball zu spielen, dann muß man das so akzeptieren! Punkt!

    Und wenn jemand mit nem Goldkreuz auf den Platz will, bitte schön!
    Die Göttin hat nen großen Tiergarten. Da ist auch für rebellische Christen Platz *schmunzel*

    Ich bitte dann zur Kenntnis zu nehmen, daß auch pagane Menschen dort mit einem Pentagramm oder dem Gehörnten um den Hals auf dem Platz dürfen! Lässt das eure Toleranz zu? 😉

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  • qwert sagt:

    @Zaunreiter, wenn die Leute in einem Land leben indem diese Satanistische Symbole Pflicht ist, und man sie nicht aus freien Willen trägt. Und wenn es keine Verletzungsrisiko für sich selbt, Mit. und Gegenspieler dastellt. Dann kannt man auch das tolerieren.
    Lieber Leute, verzeihe mir, aber ich antworte hier nur auf die frage von Zaunreiter. Nicht ich habe, Satanismus ins Gespräch gebracht. Und ich möchte hiermit auch nicht irgend eine Religion mit Satanismus vergleichen.

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  • qwert sagt:

    Für die, die gerne Kruzifixe, Pentagramme oder den Gehörnten tragen. Empfehle ich, es direkt auf dem Trikot drucken zu lassen, weil, wenn man es am Hals trägt wie eine Kette, ist es eine Verletzungsrisiko, und wird nicht zugelassen. Und dann, müsste man nur noch ein Land finden in dem diese Symbole Pflicht ist, sich einbürgern lassen. Und dann bei Fifa nach Gleichberechtigung Verlangen.;)

    Ich denke, auch Gesetze sollen mit Fingerspitzengefühl gemacht werden.

    Der Unterschied in diese Diskusion, liegt zwischen den Wörtern WOLLEN und MÜSSEN.

    Die, die diese Symbole tragen WOLLEN. Sollen sich für diese Symbole oder den Fussball entscheiden.

    Die, die diese Symbole tragen MÜSSEN. Solange es für den Träger keine sportliche Vorteile und Verletzungsrisiko für sich selbt oder seinen Mit. und Gegenspieler darstellt. Sollte man dafür ein bisschen Verständnis haben.

    Ich persönlich denke schon, dass diese Muslimischen Frauen das Kopftuch nicht aus freiem Willen tragen. Weil, es gibt in Europa viele Muslimische Fussballerinen die keine Kopftuch tragen. Ganz einfach, weil sie es nicht tragen MÜSSEN.

    Ps: Es gibt tatsächlich Fussballer die den Gehörnten und Pentagramme als Tätovierung auf der Haut tragen, aus freiem Willen. Und Kruzifixe sowieso.

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  • FFFan sagt:

    Zum ‚Kopftuchstreit‘:

    Eigentlich geht es bei der jetzt getroffenen Entscheidung doch nur darum, ob eine bestimmte Art von Kopfbedeckung der vorschriftsmäßigen Bekleidung im Fußball entspricht. Das ‚Kopftuch‘ stand anscheinend bisher im Verdacht, das Verletzungsrisiko zu erhöhen (seine Trägerin könnte -im schlimmsten Fall- stranguliert werden). Inzwischen sind aber Modelle entwickelt worden (mit Klettverschlüssen etc.), bei denen keine Gefahr mehr gesehen wird. Deshalb konnte das Verbot aufgehoben werden.

    Es ist nicht Aufgabe des IFAB, bestimmte Religionen zu fördern oder zurückzudrängen, oder die Rolle der Frau in der Gesellschaft neu zu definieren. Solche Aspekte durften mithin keine Rolle spielen.

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  • wrack sagt:

    2005 sollte in England das Swastika, ein hinduistisches Glückssymbol und Zeichen des Gottes Ganesh, verboten werden. Dagegen liefen die Hindus Sturm und hatten Erfolg. Das Swastika = Hakenkreuz ist also nach wie vor in England nicht verboten. Ein Blick in die Zukunft: Länderspiel Deutschland – England im Jahre 2016. Religiöse Symbole auf dem Platz sind erlaubt. Und da man Religion und Ideologie kaum trennen kann, politische Symbole auch. Wir haben auf dem Platz einige Kopftücher, oh, und einen roten Stern, das Emblem der vergangenen Sowjetunion, dann das Hakenkreuz bei zwei Hindus und einem Skinhead, ein Pentagramm, den Schriftzug von Scientology und natürlich mein Gummihuhn. Toleranz über alles ! Friede, Freude, Eierkuchen… 🙂 Nee, bestimmt nicht !

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  • Opossum69 sagt:

    Es ist mir eigentlich völlig wurscht,ob auf dem Platz jemand mit Kopftuch und langen Hosen rumrennt,ob jemand erst mal den Rasen küssen muss, ob jemand erst mal Zwiesprache mit Buddha halten muss oder sich kurz imaginär mit Herrn Ratzinger in Rom oder Herrn Luther unterhalten muss, bevor er auf einem Platz Fussball spielt.

    Man kann sich darüber streiten, ob es vielleicht albern aussieht, ulkig wirkt, oder lächerliches getue ist oder auch einfach nur in Ordnung. Alle glaubensorientierten Handlungen müssen die Spielerinnen mit sich, ihrer Religion, ihrem Glauben oder Nichtglauben allein ausmachen und sie stellen für mich keinen Stein des Anstoßes dar……solange, bis man in deren Gefilden für den eigenen Lebensinhalt angegangen wird.

    Wenn ich in Nordafrika angegangen werde, weil ich kurze Hosen anziehe und nicht zwei Schritt hinter meinem Mann gehe, hört für mich auch der Spaß auf. Will sagen, so lange es eine gegenseitige Akzeptanz der eigenen Sitten, Gebräuche und Lebensphilosophien gibt, finde ich alles in Ordnung. Also lasst sie doch mit Kopftuch spielen, so lange wir in Katarr nicht auch noch eins tragen müssen…

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