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2012

Turbine Potsdam erneut deutscher Meister

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat sich zum vierten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft gesichert. Gegen den überforderten Aufsteiger 1. FC Lok Leipzig kam das Team von Bernd Schröder zu einem klaren Erfolg, die Gäste kehren durch die Niederlage in die 2. Liga zurück.

Beim 8:0 (3:0)-Sieg vor 6 460 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion stellte Yuki Nagasato nach zögerlicher Startphase aus kurzer Distanz die Weichen für den Sieg (19.), noch vor der Pause sorgten Antonia Göransson (36.) und Genoveva Anonma (39.) für die Vorentscheidung, ehe nach dem Wechsel erneut Anonma (56.), Nagasato (65., 71.), die eingewechselte Margrét Lára Viðarsdóttir (86.) und Isabel Kerschowski (88.) den Titel perfekt machten.

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Anonma wird Torschützenkönigin Anonma krönte sich mit 22 Treffern vor Conny Pohlers vom VfL Wolfsburg (19 Treffer) zur Bundesliga -Torschützenkönigin, die Potsdamerinnen erzielten dank der Torflut am letzten Spieltag zudem die meisten Treffer (63) in der Saison und waren auch das defensivstärkste Team der Liga mit nur zehn Gegentreffern. Nach dem Hamburger SV, der sein Team aus der Bundesliga zurückgezogen hat, steht der 1. FC Lok Leipzig, bei dem der neue Trainer Christof Reimann sein Debüt gab, als zweiter Absteiger fest.

Titel trotz Disharmonien Turbine-Trainer Bernd Schröder überließ das Feiern seinen Spielerinnen: „Es war für uns die schwerste Saison, auch wenn das keiner glaubt. Wir hatten einige Disharmonien in der Mannschaft, auch die Abgänge haben das nicht gefördert. Aber viermal in Folge deutscher Meister zu werden, ist souverän.“ Kapitänin Jennifer Zietz freute sich: „Die ersten paar Minuten haben wir uns schwer getan, aber dann lief es von alleine. Mit uns hat vor der Saison keiner gerechnet, es ist grandios.“

Wolfsburg mit Remis zum Abschluss Der VfL Wolfsburg kam bei der SG Essen-Schönebeck zu einem 1:1 (0:0) und beendet die Saison als Tabellenzweiter, so dass die Elf von Trainer Ralf Kellermann in der kommenden Saison erstmals an der UEFA Women’s Champions League teilnehmen wird. Nadine Keßler brachte ihr Team durch einen Foulelfmeter in Führung (71.), Charline Hartmann glich für die Gastgeberinnen aus (84.). Doch aufgrund des Potsdamer Erfolgs hätten den Wolfsburgerinnen auch ein Sieg nicht zum Titel gereicht.

Frankfurt sichert sich Platz 3 Der 1. FFC Frankfurt sicherte sich vor 3 420 Zuschauern in einer unterhaltsamen Partie durch einen 5:3 (1:2)-Erfolg gegen den FCR 2001 Duisburg den dritten Tabellenplatz. Nach der schnellen Führung der Gastgeberinnen durch Saki Kumagai (2.) drehten Mandy Islacker (18.) und Gülhiye Cengiz (20.) die Partie, ehe Kerstin Garefrekes zum 2:2 ausglich (56.). Doch auch durch den zweiten Islacker-

Enttäuschter Ketelaer Melanie Behringer (66.), Dzsenifer Marozsán (80.) und die eingewechselte Ana Maria Crnogorcevic (83.) sorgten mit Schüssen ins lange Eck für einen Frankfurter Erfolg. „Riesenkompliment an meine Mannschaft, dass sie nach verpasster Champions-League-Teilnahme sich noch einmal motivieren konnte“, so Frankfurts Trainer Sven Kahlert. Duisburgs Trainer Marco Ketelaer haderte damit, dass für seine Elf am Ende nur Platz 4 in der Liga blieb: „Ich bin sehr, sehr enttäuscht, denn wir haben viel besser kombiniert als der Gegner und fußballerisch ein sehr gutes Spiel gezeigt. Wir hätten mehr verdient als diesen vierten Platz.“

HSV verabschiedet sich mit Niederlage Der Hamburger SV unterlag in der Neuauflage des DFB-Pokal -Halbfinales in seinem letzten Bundesligaspiel mit 1:4 (0:2) beim FC Bayern München. Clara Schöne (27.), Ivana Rudelic (44.), Sarah Hagen (65.) und Lena Lotzen (73.) trafen für die Gastgeberinnen, den Ehrentreffer erzielte Janina Haye (57.). Von der Niederlage des 1. FC Lok Leipzig profitierten der FF USV Jena und Bayer 04 Leverkusen , die somit den Klassenerhalt perfekt machen.

Jena und Leverkusen gerettet Die Thüringerinnen taten aber ihr Übriges und kamen zum Saisonabschluss durch Treffer von Julia Arnold (27.), Sabrina Schmutzler (57.) und Amber Hearn (71.) zu einem 3:0 (1:0)-Sieg gegen den SC Freiburg. Den Leverkusenerinnen reichte beim Gastspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr ein torloses Remis, um nach einer schwachen Hinrunde am Ende doch noch den Ligaverbleib zu sichern. Getrübt wurde die Freude der Leverkusenerinnen von der schweren Verletzung von Johanna Elsig, die sich kurz vor Schluss in einem Zweikampf möglicherweise einen Kreuzbandriss zugezogen hat.