Turbine Potsdam erneut deutscher Meister

Von am 28. Mai 2012 – 17.18 Uhr 74 Kommentare

Der 1. FFC Turbine Potsdam hat sich zum vierten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft gesichert. Gegen den überforderten Aufsteiger 1. FC Lok Leipzig kam das Team von Bernd Schröder zu einem klaren Erfolg, die Gäste kehren durch die Niederlage in die 2. Liga zurück.

Beim 8:0 (3:0)-Sieg vor 6 460 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion stellte Yuki Nagasato nach zögerlicher Startphase aus kurzer Distanz die Weichen für den Sieg (19.), noch vor der Pause sorgten Antonia Göransson (36.) und Genoveva Anonma (39.) für die Vorentscheidung, ehe nach dem Wechsel erneut Anonma (56.), Nagasato (65., 71.), die eingewechselte Margrét Lára Viðarsdóttir (86.) und Isabel Kerschowski (88.) den Titel perfekt machten.

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Anonma wird Torschützenkönigin
Anonma krönte sich mit 22 Treffern vor Conny Pohlers vom VfL Wolfsburg (19 Treffer) zur Bundesliga-Torschützenkönigin, die Potsdamerinnen erzielten dank der Torflut am letzten Spieltag zudem die meisten Treffer (63) in der Saison und waren auch das defensivstärkste Team der Liga mit nur zehn Gegentreffern. Nach dem Hamburger SV, der sein Team aus der Bundesliga zurückgezogen hat, steht der 1. FC Lok Leipzig, bei dem der neue Trainer Christof Reimann sein Debüt gab, als zweiter Absteiger fest.

Titel trotz Disharmonien
Turbine-Trainer Bernd Schröder überließ das Feiern seinen Spielerinnen: „Es war für uns die schwerste Saison, auch wenn das keiner glaubt. Wir hatten einige Disharmonien in der Mannschaft, auch die Abgänge haben das nicht gefördert. Aber viermal in Folge deutscher Meister zu werden, ist souverän.“ Kapitänin Jennifer Zietz freute sich: „Die ersten paar Minuten haben wir uns schwer getan, aber dann lief es von alleine. Mit uns hat vor der Saison keiner gerechnet, es ist grandios.“

Wolfsburg mit Remis zum Abschluss
Der VfL Wolfsburg kam bei der SG Essen-Schönebeck zu einem 1:1 (0:0) und beendet die Saison als Tabellenzweiter, so dass die Elf von Trainer Ralf Kellermann in der kommenden Saison erstmals an der UEFA Women’s Champions League teilnehmen wird. Nadine Keßler brachte ihr Team durch einen Foulelfmeter in Führung (71.), Charline Hartmann glich für die Gastgeberinnen aus (84.). Doch aufgrund des Potsdamer Erfolgs hätten den Wolfsburgerinnen auch ein Sieg nicht zum Titel gereicht.

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Frankfurt sichert sich Platz 3
Der 1. FFC Frankfurt sicherte sich vor 3 420 Zuschauern in einer unterhaltsamen Partie durch einen 5:3 (1:2)-Erfolg gegen den FCR 2001 Duisburg den dritten Tabellenplatz. Nach der schnellen Führung der Gastgeberinnen durch Saki Kumagai (2.) drehten Mandy Islacker (18.) und Gülhiye Cengiz (20.) die Partie, ehe Kerstin Garefrekes zum 2:2 ausglich (56.). Doch auch durch den zweiten Islacker-

Frauenfußball - Potsdam erneut Meister

Der 1. FFC Turbine Potsdam feiert den vierten Titel in Folge © Lutz Kollmann / girlsplay.de

Enttäuschter Ketelaer
Melanie Behringer (66.), Dzsenifer Marozsán (80.) und die eingewechselte Ana Maria Crnogorcevic (83.) sorgten mit Schüssen ins lange Eck für einen Frankfurter Erfolg. „Riesenkompliment an meine Mannschaft, dass sie nach verpasster Champions-League-Teilnahme sich noch einmal motivieren konnte“, so Frankfurts Trainer Sven Kahlert. Duisburgs Trainer Marco Ketelaer haderte damit, dass für seine Elf am Ende nur Platz 4 in der Liga blieb: „Ich bin sehr, sehr enttäuscht, denn wir haben viel besser kombiniert als der Gegner und fußballerisch ein sehr gutes Spiel gezeigt. Wir hätten mehr verdient als diesen vierten Platz.“

HSV verabschiedet sich mit Niederlage
Der Hamburger SV unterlag in der Neuauflage des DFB-Pokal-Halbfinales in seinem letzten Bundesligaspiel mit 1:4 (0:2) beim FC Bayern München. Clara Schöne (27.), Ivana Rudelic (44.), Sarah Hagen (65.) und Lena Lotzen (73.) trafen für die Gastgeberinnen, den Ehrentreffer erzielte Janina Haye (57.). Von der Niederlage des 1. FC Lok Leipzig profitierten der FF USV Jena und Bayer 04 Leverkusen, die somit den Klassenerhalt perfekt machen.

Jena und Leverkusen gerettet
Die Thüringerinnen taten aber ihr Übriges und kamen zum Saisonabschluss durch Treffer von Julia Arnold (27.), Sabrina Schmutzler (57.) und Amber Hearn (71.) zu einem 3:0 (1:0)-Sieg gegen den SC Freiburg. Den Leverkusenerinnen reichte beim Gastspiel gegen den SC 07 Bad Neuenahr ein torloses Remis, um nach einer schwachen Hinrunde am Ende doch noch den Ligaverbleib zu sichern. Getrübt wurde die Freude der Leverkusenerinnen von der schweren Verletzung von Johanna Elsig, die sich kurz vor Schluss in einem Zweikampf möglicherweise einen Kreuzbandriss zugezogen hat.

Markus Juchem (50) schreibt seit 2003 über Frauenfußball, für Medien wie Womensoccer.de, UEFA.com, FIFA.com, DFB.de, FAZ, NZZ und Kicker.

74 Kommentare »

  • laasee sagt:

    @Sheldon

    Quality is like cream on top of milk.
    Remove the cream and all that remains is milk.
    The Buli in season 2011/12 had lots of milk but very little cream.

    The lesser teams appear to be gaining groud on the top teams but in truth the top teams are of a lesser quality.

    Wolfsburg finish above both Frankfurt and Duisburg.
    Have Wolfsburg improved to such a level?….or have Frankfurt and Duisburg diminished.
    No Birgit in Frankfurt and no Inka in Duisburg explains the reality.

    Exit uber players and the quality suffers.
    It appears that the lesser teams have improved but that is an illusion.

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  • Sheldon sagt:

    Auch wenn ich kein Wolfsburg-Fan, aber Wolfsburg hat im letzten Jahr qualitativ einfach mal so enorm zugelegt, das muss man ihnen lassen.

    Conny Pohlers war mit Abstand schon im letzten Jahr die Topstürmerin in Deutschland.
    Bei 15 Einwechslungen in 22 Spielen 25 Tore zu erzielen, das macht ihr keine so einfach nach.
    Wo war denn Grings letztes Jahr? Nur 23 Tore? Um Pohlers Konkurrenz zu machen, hätte sie mal locker 45 Tore erzielen müssen…

    Und Keßler war in der ersten Hälfte der letzten Saison noch Miss Potsdam, hat den Part gespielt, den heute Hanebeck inne hat.
    Dazu noch Goeßling, Henning, Tetzlaff, die Wolfsburg selbst aufgebaut hat.

    Duisburg hat nicht an spielerischer Qualität verloren. Wenn du dir anschaust, was für ein grottenschlechten Fußball Duisburg zur Zeiten von Grings gespielt hat und das mal mit dem filigranen, technisch anspruchsvollen Fußball aus dieser Saison vergleichst, da ist das eher eine Aufwertung, auch wenn die Effektivität noch zu wünschen übrig lässt!

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  • Ulf sagt:

    Laktoseintoleranz durch die kalte Küche, die berühmte, die englische.
    Royal Flesh ?

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  • laasee sagt:

    @Sheldon

    You can type a million words but you are incapable of identifying an uber quality footballer.
    Quality is unique – you only really notice its absence when it has gone forerever.
    Better to treasure the uber quality players while they are still active.

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  • Paulchen sagt:

    Einerseits unbedingt politisch korrekt meckern über Männer wie beim HSV-Rückzug, dann aber „Deutscher Meister“ werden wollen.

    Man man man man man man …

    Turbine Potsdam ist „Deutscher Meister“ geworden ????

    Als Mannschaft ….. ?????

    Muhuhühühöhöhahaha… 🙂 Sachen gibbs.

    Turbine Potsdam ist Deutsche MeisterIN geworden. Isn’t it ???

    Es könnte so schön sein …….

    Aber gut, werde ich ehmt wieder zum Besserwisser mit den meisten Thumbs downs … ich gewöhn mich dran. Aber wohlgemerkt, der Kommentar ist nicht hämisch gemeint, sondern ausschließlich überrascht.

    Mannschaft ……… ouhouher ha….

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  • Sheldon sagt:

    @Paulchen: Bei der Bezeichnungen im Fußball gilt Unisex. Schau in den Regularien von UEFA, FIFA oder DFB nach.

    Du sagst ja auch nicht: Die Vereinin Turbine Potsdam ist Deutsche Meisterin geworden, sondern DER VEREIN (masculin).
    Auch Frau Bibiana Steinhaus gilt offiziell als Schiedsrichter, es gibt im FF auch eine Manndeckung, einen Kapitän und einen Torwart.

    Von daher, bitte informiere dich darüber. Es geht dabei auch nicht um Diskriminierung, sondern nur darum, Altbewährtes zu behalten und nicht alles zu verkomplizieren, indem man alles feminisiert!

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  • Ina sagt:

    @Paulchen:

    Ich glaube deine Tastatur hakt?!

    Nein, ist nur Spaß.

    Aber dein Kommentar hat mich tatsächlich zum Grübeln gebracht und ich denke, dass du ebenso falsch liegst mit der Bezeichnung wie deiner Meinung nach diejenigen, die du der Doppelmoral bezichtigst.

    „Turbine Potsdam ist Deutsche Meisterin geworden“ kann es nicht heißen, da Turbine Potsdam ein Verein ist und „Verein“ in der deutschen Sprache ein Substantiv in maskuliner Form ist. Isn’t it?! 😉

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  • Dirk sagt:

    Oh laasee, wird es denn niemals enden? Miss Über Inka interessiert in der Buli fast niemanden mehr. In der Natio spielt sie keine Rolle mehr und in der Schweiz geniesst sie ihren wohlverdienten Rentenvertrag. Der FCR hat auch ohne das Wunderkind eine grandiose Saison gespielt, ohne dass es jemand vorher so vermutet hätte.

    Also lass es mit Über-Inka doch mal gut sein….

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  • paulchen sagt:

    Ich bezichtige hier niemanden, ich sage nur eine Meinung … die in diesem Fall richtig ist. Es sei aber festgestellt, dass ich mich wundere, dass ich Mann mich für euch Frauen einsetze und argumentiere, wie man euch mit Respekt behandelt bzw. mich wundere, dass ihr keinen Respekt einfordert und auch euch selbst keinen erweist ….. und kriege dafür eins auf die Gurke …. von euch auch noch.

    „In die Regularien von DFB und so weiter schauen“ ist dasselbe wie „guck nach, was die Männer uns befehlen.“ Das finde ich eher peinlich. Zudem sind eure Argumente auch vom Sinn der Rechtschreibung her falsch.

    1. Ein Team aus Frauen kann keine Mannschaft sein … von Natur aus unmöglich, absolut falsch … darüber kann es keine Diskussion geben. MANNschaft heißt …. na…. na, Sheldon, …. ? …eine Gruppe aus Männern. Mir ist das egal, auf mich trifft das ja zu, wenn ich mitspiele …

    Fakt ist: es ist und bleibt eine FRAUschaft.

    2. Auch einen „Manndecker“ gibt es nicht …. völliger Schwachsinn und sowohl sportlich als auch vom Sinn der Rechtschreibung her völliger Hirnriß.

    Du kannst im Fußball keinen Mann decken ….. das geht nur im Tierreich, und die Bedeutung des Wortes „Decken“ ist einfach und eineutig. Im übertraenen Sinnen wäre es im Männerfußball ja Homosexualität, und auch im Frauenfußball gibt es das nicht, da es ja … na …. ? …. Frauen sind…. und wie sollen die dann einen Mann decken, wenn nur Frauen auf dem Platz sind ???

    Und WEIL es Frauen sind, KANN ES KEINEN KAPITÄN und KEINEN TORWART geben … das ist völlig unmöglich, denn das sind Bezeichnungen für Männer ….

    Und diesen sachlichen Quatsch als richtig erachten, nur weil es von Männern bestimmt wurde ????? Habt ihr überhaupt eine eigene Meinung ? Wahrscheinlich kommt gleich das Argument, es sei Gewohnheitsrecht … und somit das Recht, sich Männern anzubiedern.

    2. Der Verein „Turbine Potsdam“ KANN KEIN deutscher Meister werden !! Das ist aus gegebener Situation absolut unmöglich, da er aus vielen Teams besteht … b-Jugend, A-Juniorinnen, zweite Herren, erste Damen, F-Jugend undsoweiter undsoweiter. Die einzige Chance, dass ein Verein Deutscher Meister werden könnte, wäre ein Wettbewerb, in dem die EINZELNEN Punkte ALLER Teams DES JEWEILIGEN Vereins in der Summe erfasst und in einem Ranking ALLER Vereine BUNDESWEIT eine Reihenfolge entsteht.

    Ein Titel KANN NUR von einem einzelnen Team errungen werden, NUR. Und wenn das Frauen sind, ist es eine „Deutsche Meisterin“.

    Und dass ausgerechnet der „Womensoccer“ dies so schreibt, ist deshalb äußerst komisch, da -das Fallbeispiel schlechthin- sowohl Frau Kruse als auch Herr Juchem in Bezug auf die HSV-Frauen keine Alternativen zu formulieren versuchen, sondern Jarchow Scheinheiligkeit vorwerfen.

    Aber es sei weiterhin betont, dass ich kein Haarspalter bin, kein pfrimeliger Beamter oder sonstwas … in der Sache ist mir das völlig wumpe …. ich wundere mich nur über diese konträren Haltungen, denn das sind ja Mechanismen aus dem Patriarchat … nur eben von Frauen gepflegt.

    Sei’s drum …. in das Vereinsheim darf ja auch „Jedermann“.

    Isjanichzufasseneydashabichjanochniegehörthömmaeynäää……

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  • Ina sagt:

    @Paulchen:

    Ich werde jetzt nicht mit tausend Argumenten gegenkontern, weil das ins Endlose gehen würde.

    Nur eine Sache explizit zu meinem vorigen Argument: Turbine Potsdam besteht aus vielen Teams, das ist richtig. Bin da nicht so ins Klein Klein gegangen wie du.

    Aber gut… danke, dass dir die Sache ja scheinbar doch so wichtig ist und du versuchst dich für die Frauen einzusetzen.
    Auf deine Frage „habt ihr eine eigene Meinung?“ – Ich kann natürlich nur für mich sprechen und die Antwort lautet: Ja, habe ich. Ich stelle diese sprachlichen Dinge auf meiner Prioritätenliste eher etwas weiter runter. Aus Erfahrung weiß ich leider, was es heißt wegen der Zugehörigkit einer vermeintlichen Minderheit ab und an ungleich behandelt zu werden, sowohl vom Staat, als auch von fremden Leuten. Da das mein Leben konkret beeinträchtigt (in den jeweiligen Situationen), beschäftige ich mich eher damit, als mit ein paar Buchstaben, die fehlen, um mich als Frau auf dem Papier mit einzubeziehen.
    Sollte diese Sache mit den xxxxxer/in mal irgendwann klappen, wäre das grandios… dann müssen wir uns nur noch etwas für die Hermaphroditen einfallen lassen. 😉

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  • Sheldon sagt:

    @Paulchen: Man(n) ey…

    Da fällt mir doch nur noch der Spruch von Olaf Schubert ein:
    „(…) es ist allerdings noch nie ein Raumschiff mit ausschließlich weiblicher Besatzung in den Weltraum gestartet, was ja auch wiederum logisch ist, denn dann wäre es ja unbemannt.“

    Interessant ist übrigens, dass das nicht nur in der deutschen Sprache so ist, sondern das auch in anderen Sprachen das Wort für Mann auch das Wort für Jeder ist.

    Im Fußball hast du schon ganz genau den Punkt getroffen mit deinen Ausführungen zum „Manndecker“.
    Das hat nix mit dem geschlechtlichen Akt zu tun, sondern ist lediglich ein Fachterminus, der im Fußball eingeführt wurde.
    Der Torwart zum Beispiel wartet ja schließlich auch nicht das Tor, was einer technischen Inspektion gleichkäme, sondern er bewacht es.
    Man könnte auch noch lange so weitermachen: Zum Beispiel ist die Champions League schon lange keine „Champions League“, dann dürften nämlich ausschließlich die Meister daran teilnehmen, die „Europa League“ ist auch schon lange keine „Europa League“ mehr, denn dann dürften Mannschaften aus Kasachstan oder Israel niemals teilnehmen, eine „Schwalbe“ hat absolut nix mit dem Vogel zu tun, die „10“ bezeichnet nicht etwa den Spieler mit der Nummer „10“, sondern eine bestimmte taktische Position, genauso wie die „6“ (was ist dann bitteschön eine Doppelsechs, der Spieler mit der Nummer „66“?), „Abseits“ bedeutet auch nicht etwa, dass ein Spieler von einer Gruppe Spieler wegsteht, sondern oftmals steht der Spieler sogar in einem ganzen Pulk von Spielern, es wird auch kein echter „Beton angerührt“ bei den Fußballern…

    Klugscheißern kann ich auch, nur dass es nix bringt… Sprache ist immer eine Gebrauchsgröße, sie verändert sich stetig, es werden immer neue Worte kreiert und man sollte sich daran gewöhnen, dass Sprache sich nicht nach „political correctness“ richtet oder anderen willkürlichen Größen, sondern nach dem Gebrauch der Leute. Jeder Fußballfan versteht, was Manndeckung bedeuten soll, auch bei den Frauen. Es ist nunmal so, dass der Fußball eine von Männern geprägte Sportart ist und die zugehörige Fachterminologie damit auf die Männer ausgerichtet ist. Das sollte man einfach so hinnehmen, denn eine Feminisierung der Begriffe bringt mehr Probleme, als sie behebt.

    Zu allerletzt noch ein Kommentar zu deinem Toleranzgedanken: „ich sage nur meine Meinung … die in diesem Fall richtig ist.“

    Ich glaube, dazu muss man nix sagen. So ein Ansatz ist die erste Keimzelle der Intoleranz! Wer seine subjektive Meinung als eine objektive Wahrheit dahinstellt, der hat schon verloren!

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  • Antje sagt:

    @paulchen

    DANKE!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    … und es gibt Besserung. Der Potsdamer Stadionsprecher erwähnte letzten Montag erstmals Jenny Zietz als Spielführerin und nicht wie sonst: „… mit der Nummer 14, der Kapitän Jenny Zietz.“

    Sogar der Duden ist fortschrittlicher und nimmt einst rein männliche Bezeichnung als weibliche Form auf: Kapitänin!

    Wie ich schon einmal erwähnte reicht es auch „Deckung“ zu sagen (wer all zu sehr an diesem Wort hängt und nicht loslassen kann), statt der Deckung ein Geschlecht vor zu ordnen.

    Torhüterin ist richtig, Torwart falsch. Wer es aus dem Englischen mag: Keeperin.

    Ich persönlich frage mich oft, wie kann man den Frauenfußball lieben, ihn aber gleichzeitig sprachlich falsch und als Männerabklatsch beschreiben. Mut zur Emanzipation (im Sinne von Eigenständigkeit), auch wenn es anfangs ungewohnt ist!

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  • Zvennn sagt:

    Während der normale Bürger längst dazu übergegangen ist, die ehemals ausschließlich männliche Form kontextabhängig geschlechtsneutral zu verwenden, halten sich feministische Eiferer/innen weiter mit Formalitäten auf. Irgendwann werden aber auch die hartgesottensten Feministen und Feministinnen einsehen müssen, dass wahre Emanzipation nicht zu erreichen ist, solange man auf einer Sonderstellung der Frau beharrt.

    @paulchen: Ich fand Deine Ausführungen zur Manndeckung sehr amüsant. Allerdings frage ich mich nun, was es bedeutet, „einen Tisch zu decken“, und was treiben eigentlich Dachdecker? Moment, ich will es gar nicht wissen!

    @Antje: Da Du Dich anscheinend für Fußball interessierst, wirst Du sicher noch herausfinden, warum man das Wort Manndeckung nicht einfach durch Deckung ersetzen kann.

    @Antje: Dass es deutsche Frauen im Alter von höchstens 19 Jahren waren, die mein Herz mit nie zuvor gesehener Spielfreude und positiver Ausstrahlung auf dem Platz erobert haben, ist reiner Zufall.

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  • P.H sagt:

    Hehehe, habt ihr vielleich Probleme. Ich Frage mich, wie ich überhaupt die Deutsche Sprache beherschen konnte?. In meine Muttersprache gibt es nähmlich nur 6 Wörter die eine Geschlecht zu geordnet sind.
    1. Mann
    2. Frau
    3. Junge
    4. Mädchen
    5. Männlich
    6. Weiblich

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